Montag, 16. März 2026

Ich habe einige Fragen, werter Herr Prof. Dr. Michael Fiedrowicz,

 

Mitgliedern der Kirche Jersu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird geraten sich 

Kenntnis von der Geschichte und von Ländern und von Reichen, von den Gesetzen Gottes und der Menschen zu erlangen, und das alles für die Errettung Zions. Amen. LuB 93: 53

Im Studium der alten Kirchengeschichte hörte ich heute mittels YouTube den Vortrag von Prof. Dr. Michael Fiedrowicz, zum Thema
Das Konzil von Nizäa (325) Teil 1: Anlaß und theologischer Ertrag, sowie Teil 2.

 Ich möchte verstehen, warum alle Großkirchen so verbissen darauf beharren, dass es Christenpflicht ist unbedingt monotheistisch zu glauben, während der Prophet Joseph Smith deutlich machte, dass es eine Mehrheit der Götter gibt. Im erwähnten Vortrag, sowie in Aussagen evangelischer Christen, wird auch Ihrerseits der Eindruck erweckt, das der Urvater des „christlichen“ Monotheismus ,Athanasius (etwa 290-373), tapfer die urchristliche Gotteslehre - als unumstößliche Wahrheit - verteidigte, während der Älteste Arius (260-337) ein Ketzer sei, weil er im Wesentlichen, das vertrat, was in der damaligen und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, allgemein gepredigt und geglaubt wurde und wird.

Aus meiner Sicht stellen sich viele Fragen. Die erste ergibt sich aus dieser Tatsache:

-        Athansius schrieb (wütend): Arianer (die glauben Jesus sei ein anderer als sein Vater, und Jesus habe ein menschliches Gesicht) sind keine Christen... Sie sind die Erfinder von Gotteslästerungen und in Wahrheit die Gottesfeinde, … Wenn aber Gott nicht wie ein Mensch (aussieht), er ist es nämlich nicht, so darf man auf ihn keine menschlichen Eigentümlichkeiten übertragen.“ Maßgebliche Werke des Hl. Athanasius in der Übersetzung der "Bibliothek der Kirchenväter" (auch in RTF-Format) Aus der 1. Rede

      2007 erklärte Papst Benedikt XVI. in seiner ersten Enzyklika: 

                    „Gott hat ein menschliches Gesicht.“ Was nun?

                                        
                                                      Benedikt XVI. 1927-2022


Unvergessen ist, dass die Schweizer Calvinisten den Arzt und Mathematiker Michael Servet verbrannten, weil der gut urchristlich d.h. arianisch und „mormonisch“ glaubte und  sagte: Gott hat ein menschliches Gesicht. Sie haben grünes Holz ausgesucht, um ihn möglichst lange zu quälen, und der sonst hoch angesehene Philip Melanchthon, ein enger Freund Martin Luthers, gratulierte den Mördern schriftlich zu diesem Verbrechen.




                                                                 Michael Servet
      


                    „Gott hat ein menschliches Gesicht.“ Was nun?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen