Dienstag, 1. Januar 2013

(2) "Hütet euch vor dem Kreuz"

Mindestens 1 Million Deutsche wurden seit 1840 von Missionaren der Kirche Jesu Chrsiti der Heiligen der Letzten Tage mit der Geschichte der 1. Vision Joseph Smith vertraut gemacht.

Als sie die Worte hörten, Jesus Christus sei - vor dem auf seinen Knien liegenden Knaben von Gott-Vater - mit den Worten eingeführt worden:

"Dies ist mein geliebter Sohn, ihn höre!",

schreckten die meisten augenblicklich zurück, denn das Gottesbild, das ihnen als das einzig echte beschrieben worden und das allen Christusgläubigen heilig war (und ist), ließ eine Vorstellung, von  Vater und Sohn als zwei voneinander getrennten Persönlichkeiten nicht zu. Sie hingen aus undurchsichtigen Gründen dem vernunftwidrigen "trinitarischen" Bekenntnis an.
Zudem sollten sie glauben, Gott hätte sich tatsächlich einen Propheten ausgesucht? Er wäre persönlich erschienen?
Unmöglich, - das wäre etwas, das von sämtlichen kreuzgeschmückten Kirchen der ganzen Welt vehement abgelehnt wurde und wird.
Den nächsten Schock erlitten die meisten, als sie dann obendrein hörten, Jesus habe dem 15jährigen Jungen, auf die Frage welche Kirche die richtige sein, gemahnt:

" schließe dich keiner Kirche an, sie sind alle im Irrtum... ihre sämtlichen Glaubensbekenntnisse sind verderbt... es werden Menschengebote als Lehre verkündet..."

1820, zum Zeitpunkt dieser Offenbarung, waren kirchengeschichtliche Kenntnisse, die über den Rahmen der Bibel hinausgingen, im allgemeinen selten.
Erst recht war dem ungebildeten Joseph zunächst völlig unklar, was dieser Ratschlag aus höchstem Mund bedeutete.
Selbst den Geistlichen des 20. Jahhrunderts blieb noch lange unbekannt, dass das Bekenntnis vom Dreigott in einem, - das nicänische Bekenntnis, - keineswegs ursprüngliches christliches Glaubensgut war. Es entsprach und entsprang diokletianischem Denken, von Kaiser Konstantin gewaltsam in die christliche Glaubenswelt eingefügt. Selbst in der Gegenwart wissen nur wenige Hochschullehrer, was in den Fachaufsätzen und Dissertationen ihrer eigenen Fakultäten diesbezüglich geschrieben steht.
Die Quintessenz moderner internationaler Kirchengeschichtsforschung lautet:

"Das Bekenntnis von Nicäa 325, ist unchristlich!"

(1) G. Skibbe "Vom Fisch zum Kreuz" , 2011, sowie verschiedene Blogs hier. u.a. http://gerd-skibbe.blogspot.com.au/2015/01/kurzfassung-warum-mormonen-das-nicanum.html

Erst in der Hitlerzeit und mit dem Zusammenbruch des 3. Reiches wurde einigen allmählich klar, dass sich die Christenheit auf dem Holzweg befand, und zwar mit ihrem Judenhass und mit ihrem Kreuzeskult.
Unglaublich, aber wahr: Bereits Oktober 1933, neun Monate nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten gehörten etwa 6 000 Pfarrer (rd. ein Drittel der protestantischen Geistlichkeit) den "Deutschen Christen" an, die in unverschämter Weise mit der Partei der Judenhasser übereinstimmten, die teilweise sogar "mitmachten".
Dankbar denken wir dagegen an die Gegenbewegung "Bekennende Kirche".

Die "Deutschen Christen" gingen soweit, ein Gleichheitszeichen zwischen ihrem Kreuz und dem Hakenkreuz zu setzen. 

Sie adaptierten ihre Fahnen und vermischten, wie zu Zeiten der Kaiser mit und nach Konstantin, brutale Staatspolitik mit Christi Wort. Sie mixten das Hitlergift in das, was sie unter dem Begriff Evangelium kannten. Als bedeutende Meinungsbildner förderten sie die geistige Annäherung von Konstantinismus (den sie für christlich hielten) und Hitlerismus. Es ist nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Nazis gesiegt hätten.


Bild: Wikipedia Lutherfeier am 19. November 1933, Berlin
So also sollte die Macht der Kirche gestärkt werden. Nicht anders glaubten und dachten führende Kirchenmänner seit je. Sie gestatteten sich, Leute wie meinesgleichen in die Sektenecke zu drücken.

Mit dem 4. Jahrhundert beginnen führende Christen das Evangelium der Nächstenliebe zu vernachlässigen. Sie beginnen um die Gunst der Kaiser zu werben.  

Dass sie dabei den Geist Christi verloren ist nicht verwunderlich-.
Bald zeigte sich, dass viele Christen Fanatiker geworden waren, Leute die das eigentliche Ziel, - andere glücklicher zu machen, - aus den Augen verloren hatten.
Bald ging es nur noch um Gewinn und Machtzuwachs, um Befriedigung eigener Gelüste.

Im März 415 wurde die etwa 55jährige Philosophin Hypatia von christlichen Mönchen auf einer Straße Alexandrias angegriffen, entkleidet und bestialisch ermordet. 

Hinter dieser Tat stand letztlich ein „Christ“ namens Cyrill von Alexandria (375-444), ein Schreibtischtäter der Sorte Adolf Eichmann.
Bezeichnenderweise war es dieser Cyrill der das Kreuz Konstantins in die Kirche trug!
Er war ein frommer Stänker erster Klasse. 
Wegen eines albernen Streites den Herr Cyrill seiner Machtwünsche wegen, um 430, vom Zaun gebrochen hatte, mussten Männer wie Nestorius von Antiochia sterben, sie wurden verbannt und entehrt.
Unglaublich, Aber wahr:  sogar der großartige Benedikt XVI. lobt diesen Hochstapler, der sich aus der Haft, die in Konstantinopel über ihn verhängt worden war, mit Millionen freikaufen konnte - mit geraubtem Gold das Christen kurz zuvor aus dem Serapistempel Alexandrias gestohlen hatten.
Er steckt hinter dem Aufruhr der in der Großstadt Alexandria zur Vertreibung und Unterdrückung der vieltausendköpfigen israelitischen Gemeinde der Hafenstadt führte.
Selbst die ganze koptische Kirche überschüttet diesen Mann mit Ehren.
Er also war es, der das Kreuz in die Kirche trug – nicht Kaiser Konstantin wie oft behauptet wird.



Bild Wikipedia, idealisiertes Gemälde von Hypatia


Patriarch Cyrill war um 430 derjenige, der das zitternde Zünglein an der Waage, in Richtung Rom wippte.  Er war der Fahnenträger.

Das hat ihm der Vatikan immer hoch angerechnet.
Obwohl dort nicht unbekannt war, mit man es zu tun hatte.
In seiner Generalaudienz vom 3. Oktober 2007 setzte Bendikt XVI. diesem Meister der Intrige einen Lorbeerkranz aufs Haupt, indem er sagte:
Liebe Brüder und Schwestern!
Bei der Fortsetzung unseres Weges auf den Spuren der Kirchenväter begegnen wir auch heute wieder einer großen Gestalt: dem heiligen Cyrillvon Alexandrien. Cyrill, der mit der christologischen Auseinandersetzung verbunden war, die um das Jahr 431 zum Konzil von Ephesus geführt hat und der als letzter bedeutender Vertreter der alexandrinischen Tradition galt, wurde später im griechischen Osten als „Bewahrer der Genauigkeit“ – was als Bewahrer des wahren Glaubenszu verstehen ist – und sogar als „Siegel der Väter“ bezeichnet. Diese früheren Bezeichnungen bringen eine Tatsache zum Ausdruck, die kennzeichnend für Cyrill ist: mit der Absicht, die Kontinuität der eigenen Theologie zur Tradition aufzuzeigen, hat der Bischof von Alexandria stets auf die ihm vorausgehenden kirchlichen Schriftsteller (unter ihnen vor allem Athanasius) Bezug genommen. Er gliedert sich bewusst und ausdrücklich in die kirchliche Tradition ein, in der er die Gewähr für die Kontinuität mit den Aposteln und mit Christus selbst erkennt. Der heilige Cyrill, der sowohl im Osten als auch im Westen als Heiliger verehrt wird, wurde 1882 von Papst Leo XIII. zum Kirchenlehrer erklärt, ...“

Doch entsprechend den Ergebnissen moderner Geschichtsforschung steht Cyrill da, als einer der schäbigsten Hetzer aller Zeiten, ein Judenjäger aus politischem Vormachtstreben, als rücksichtsloser Fortsetzer des Zerstörungswerkes am originalen Christentum.
Sogar das „Martyrologium Sancrucense“ gibt zu:
Cyrill, 412 Patriarch von Alexandria... ist in den Augen der Kirche heilig, freilich weniger wegen seiner Taten.


So wurde auch das Papstums gefestigt!, mit der Verbindung von großmäuliger Eroberungspolitik und angeblicher Christusfrömmigkeit: Bereit zu morden, Andersglaubende zu unterdrücken und das ganze Gehabe der Herrschaftsausübung bezeichneten christliche Historiker obendrein noch als ritterlich-heldisch.


Niemand darf jemals gezwungen werden, seine Gesinnung zu ändern. Nur  das Licht der eigenen Vernunft gilt. Allerdings ist es wohl nur ein Wunschtraum, dass uns die Macht der Wahrheit einigen wird, dass schließlich die Einsicht siegt, dass es nicht das Christentum sondern die kalte Gewalt seiner Feinde war, die unendliches Leid über Unschuldige gebracht hatte.

Bild: Stemberger "2000 Jahre Christentum"



Titelbild der deutschen Ausgabe der "Geschichte des Mittelalters"
Wo das Kreuz war, da regierten Gnadenlosigkeit, Diffamie und das Maulheldentum. Mehr als 10 000 von Henry Charles Lea ausgewertete Dokumente belegen das.

Der Geist Christi wurde mit päpstlicher Hilfe in die Wüste getrieben und fast der gesamte Klerus ließ es zu, profitierte davon.




Bild Wikipedia : es zeigt die legendäre Schlacht an der milvischen Brücke

Tragt es, das Kreuz, verherrlicht es, wenn ihr meint. Uns aber verschont damit. Nur, leugnet oder verniedlicht und entschuldigt nicht, was es anrichtete. Dieses vorliegende Gemälde erfasst in einem Teil die historische Wahrheit. Links gehen sie überein, das vorgebliche Christuskreuz und der Staatsadler Roms, das Zeichen für eisernes Diktat.

Der Adler ist in der katholischen Kirche Symbol für die geistige Kraft der Hl. Schrift (Adlerpult); als Raubvogel auch Sinnbild des Teufels.
 

Bild Wikipedia

Selbst für Christoph war selbstverständlich, dass dort wo das Kreuz hinkommt, zumal im Namen seiner katholischen Auftraggeber Ferdinand und Isabella von Kastitilien, das Evangelium zu akzeptieren ist.
Viele Indianer starben an den aus Europa eingeschleppten Pocken, aber auch an den rücksichtslosen Zwangsauflagen Gold für die frommen Spanier zu finden. Um 1500 gab es ca 60 Mio Indianer auf dem Gesamtkontinent, 100 Jahre später lebten noch 6 Millionen.
Das frömmste aller Länder, Spanien, sollte daran zugrunde gehen, dass es länger als 100 Jahre lang die erpressten Raubgüter aus Mittelamerika, mit ihrer berüchtigten Silberflotte heransegelte.
1609 musste Spanien seinen 3. Staatsbankrott erklären.



Bikd: 2000 Jahre Christentum , Stemberger: Ende des 16. Jahrhunderts beschlossen die Spanier das ganze Land zu christianisieren, für sie galt als selbstverständlich, dass man dazu nicht das Einverständnis der zu bekehrenden Menschen benötigte.

Restlos alles unternahmen die (nachnicänischen) Kreuzchristen, in allen von ihnen beherrschten Jahrhunderten, um harmlosen Verweigerern das von ihnen gelebte “Evangelium” der Gnadenlosigkeit und Intoleranz aufzuzwingen.

Viele Banditen konnten sich nicht genug tun, sie hefteten das Symbol der Unterdrückung auf alles was wir heute “Werbefläche” nennen.

Alles war ihnen erlaubt, nichts verboten - sogar Vergewaltigungen und Morde- solange sie sich damit herausredeten, es geschehe zur höheren Ehre des Gekreuzigten.

Den 4. Kreuzug den die Schlimsten der Schlimmen im Jahr 1204 unternahmen, gelangte tatsächlich an sein Ziel: Konstantinopel.

Sie trugen unter den Kreuzhemden die Säcke in die sie die Kirchenschätze der hochorthodoxen Stadt stecken konnten. Bis zur Stunde befinden sich im Markusdom zu Venedig Beutestücke des verbrecherischen Kriegszuges wie der “Thron des heiligen Markus”, ein Stuhl aus Marmor, ebenso ein Weihrauchfass aus Silber.
Es ist Zeit darüber nachzudenken, ob es nicht doch sein könnte, dass Gott gesprochen hat:
"Schließt euch keiner dieser Kirchen an sie sind allesamt im Irrtum".


Natürlich, keine gut gemeinte Anstrengung war vergeblich. Mönche und Priester wussten es damals nicht besser. Niemand verurteilt sie, selbst Gott nicht, wie er Joseph Smith offenbarte, es sei denn sie verweigern bewusst gut zu sein.

 Wir, denen es unendlich viel bedeutet Christi Toleranzgebot zu verteidigen, verurteilen ebenso einmütig den Barbarismus auch jener Islamisten, die damit prahlen, Todfeinde der Kulturen und der Religionen anderer zu sein. Zerstörte Buddhastatuen, wie die von Bamiyan, klagen ebenso an, wie die verwüsteten Mausoleen Timbuktus.
Das sind Akte gezielter Provokationen.
Für alle Seiten gilt, dass nach Anhäufungen von Quantitäten, der Umschlag in eine neue Qualität erfolgt.
Den verletzten Gesetzen folgt unausweichlich der härtere Rückschlag.
In den auch Muslimen heiligen Schriften der alten Juden heißt es:
Suche keinen Umgang mit bösen Menschen, denn ihr Herz sinnt auf Gewalttat...
der Weise ist dem Starken überlegen...”

Wikipedia: Die größere der beiden riesigen Buddha-Statuen vor und nach der Zerstörung. Das linke Foto stammt aus dem Jahr 1963, das rechte aus dem Jahr 2008. Sie war 53 Meter hoch

Die grüne Flagge Mohameds wird besudelt, sie muss dazu herhalten die widerlichsten Verstümmelungen von Menschen, Morde und Terrorismus gräßlichen Ausmaßes, selbst die Zerstörung nichtislamischer Kulturbauten zu rechtfertigen.
Da rümpfen alle die Nasen.
Aber, was die Flaggen und Symbole des Christentums mitten in Europa angerichtet haben wollen die Empörten nicht wissen. Sie verstecken sich hinter einer typischen Lebenslüge:
Damit haben wir nichts zu tun!“

Samstag, 29. Dezember 2012

(1) "Hütet euch vor dem Kreuz!" by Gerd Skibbe


 ... - mehr, - geht denen aus dem Weg die es verehren!”



Nein!” erwiderte der alte Rabbi und schaute mich aus seinen klugen grauen Augen traurig an: “nicht das Kreuz, mit dem sie uns schlagen, ist schlecht, sondern die Herzen derer die es heiligen! Hast du je ein Volk unter der Sonne gefunden, dass ein Folterwerkzeug zu seinem Symbol erhob? Zumal dieses Instrument des Schreckens den angeblich hochgeliebten König dieses Stammes zu Tode brachte.”

Bild Wikipedia Kreuzritter
 

Im Januar 1506 herrschte in Lissabon die Pest. Die Zahl der täglichen Toten soll bis zu 120 Personen betragen haben; neue Friedhöfe mussten angelegt werden. Alle Bürger Lissabons, welche die Möglichkeit und genügend Geld hatten, verließen die Stadt, so der Königshof mit fast der gesamten Oberschicht. Schon einmal hatte die Pest in Portugal gewütet, damals nämlich als die spanischen Juden 1492 ins Land geflüchtet waren.

Zudem herrschte Dürre und Lebensmittelknappheit. Dazu kam, dass der König erst vor kurzen die Abgaben erhöht hatte. Eine allgemeine Unmut herrschte in der Stadt. Wer war schuld an all diesem Ungemach? Der König wohl kaum: es blieben die Juden oder die Scheinchristen, wie sie jetzt hießen.
...drei Mönche zogen mit dem Kreuz durch die Gassen, sie schrien "misericordia, misericordia”, kommt zu uns, wir wollen
fechten wider die juden vnd alle zu todt schlahen."
Barmherzigkeit, kommt zu uns wir wollen gegen die Juden fechten um alle totzuschlagen.”
Die Häuser der Neuchristen wurden gestürmt, Frauen und Kinder wurden aus den Fenstern geworfen, Säuglinge wurden aus den Wiegen gerissen und an der Wand zerschmettert.
"O barmherziger Gott, von deiner höchsten Wohnstatt sieh unser Leiden und hilf uns".

Neuchristen, die in Kirchen Zuflucht suchten, wurden von den Altären gerissen und ermordet. (1)

Sogar in Deutschland erschien damals ein Flugblatt:
"christlichen streyt geschehen in MCCCCCVI Jar zu Lissbona, ein haubtstat in Portigal zwischen den christen und den newen christen oder juden von wegen des gecreutzigisten got" (2)

Bild Wikipedia:

Jeder großangelegten Büberei und Schandtat wurde anderthalb Jahrtausende lang jenes Kreuz vorangetragen, das die Christen der ersten 4 Jahrhunderte als Mordinstrument betrachteten, weshalb sie es umso mehr verabscheuten, je tiefer ihre Liebe zum Gekreuzigten empfunden wurde.
In seinem Aufsatz "Dialog Octavius" legt der Christ und Anwalt Felix Minucius dar, was die Kirche (seiner vorkonstantinischen Zeit, etwa um 200 n.Chr.) davon hält, das Kreuz der Kaiser und ihrer Legionen zum Gegenstand auch ihrer Verehrung zu machen:


Kreuze beten wir nicht an und wünschen sie nicht. Ihr allerdings, die ihr hölzerne Götter weiht, betet vielleicht hölzerne Kreuze an als Bestandteil eurer Götter. Was sind sie denn anderes die militärischen Feldzeichen und Fahnen als vergoldete und gezierte Kreuze? Eure (!) Siegeszeichen haben nicht bloß die Gestalt eines einfachen Kreuzes, sondern sie erinnern auch an einen Gekreuzigten... bei euren religiösen Gebräuchen kommt (das Kreuz) zur Verwendung.“ (3)



Ist es nicht auffallend, auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage anerkennt es nicht? Wer seine Geschichte und Rolle kennt, kann nicht anders, er muss  das Kreuz als kirchliches Symbol verabscheuen.


Das Kreuz sei durch den langen Gebrauch geheiligt worden. Wirklich??


Liebe Nachdenkliche: schaut, was es den Indianern Mittel- und Südamerikas gebracht hat, dieses Kennzeichen der Mörder der Bartholomäusnacht, 1572, zu Paris, (die Katholiken befestigten weiße Kreuze an ihren Hüten oder Ärmeln, damit sie im Gemetzel erkennbar waren.) was es für die Juden, die Muslime, die Heiden bedeutete, sogar für viele Christen.
Kaiser Konstantin wäre von Jesus Christi am Vorabend der Schlacht an der milvischen Brücke, am 28. Oktober 312, das Kreuz als Siegeszeichen offenbart worden?

Bild: Oekumenisches Lexikon, Gemälde Raffael Santis

Und warum erwähnt Konstantin davon nichts in seinen Selbszeugnissen? Christ Eusebius berichtet dagegen, das ganze staunende Heer sei Zeuge des Großereignisses gewesen.

Wissenschaftsheft - Astronomie Forum, wahrscheinlich war es das was Konstantin gesehen hat oder hätte gesehen haben könnte
Ähnliche Himmelsbilder haben viele erlebt, nicht aber dass da zugleich ein Schriftzug am Himmel erschien.
Der moderne Konstantin- Historiker Ramsay McMullen hob zurecht zweifelnd die Stirn:


If the sky writing was witnessed by 40 000 men, the true miracle lies in their unbroken silence about it!”



Ohnehin fragt man sich: Vor 326 kennt niemand diese Geschichte? 14 Jahre Schweigen, bei solcher Wichtigkeit des Ereignisses? So oft kommt das ja nicht vor, dass Gott vom Himmel herab eine Botschaft sendet. (Auch wenn Kaiser Konstantin es gewohnt war mit den Unsterblichen, z.B. im Apollotempel umzugehen.)


Vittinghoff korrigiert in seinem Buch „Konstantin der Große“ denn auch die Eusebiusversion dahingehend:


Konstantin hat sich „...in den vielen Selbstzeugnissen, die seinen unmittelbaren Umgang mit Gott und seine göttliche Auserwähltheit betonen, nie auf das gallische Lichtwunder berufen ... Konstantin hat im Jahre 312 keine ‚Bekehrung‘ im Sinn eines plötzlichen inneren Wandels seiner religiösen und geistigen Haltung erlebt, jedoch unbestreitbar von Anfang an dem Kreuz (X) als magisches Zeichen der göttlichen Hilfe den Sieg an der milvischen Brücke (Ponte molle) zugeschrieben....”





Erinnern wir uns, Raffael setzte das in Farbe um, was Eusebius berichtete. So lautete die angebliche Inschrift, neben dem angeblichen Kreuz:


In hoc signo vincens!“


In diesem Zeichen sollst du siegen!”


Du Konstantin sollst in diesem rein weltlichen Machtkampf der Überlegene gegen deinen Schwager Maxentius von Rom sein, weil dieser, so wird katholischerseits behauptet, der Tyrann von Rom war.
Doch die internationale Geschichtsforschung läßt dieses Argument nicht gelten. Kaiser Maxentius war weniger tyrannisch als Konstantin, dass er die beiden römischen  Christenbischöfe Marcellus und Eusebius um 308  in die Verbannung schickte, spricht nicht gegen Maxentius sondern für ihn, denn beide  hetzten gegeneinander, stifteten Unruhe in Rom.
Das ursprüngliche Sieges-Zeichen war keinesfalls das heute bekannte, sondern das des Querholzes über der senkrecht stehenden Lanze als Teil des Feldzeichens (des Labarums) der Legionäre des römischen Imperiums. Dieses Zeichen wurde bereits seit Generationen von Kaisern im Feldlager beim Altar aufbewahrt. Es war immer das Zeichen imperialer Eroberungssucht.
Unter diesem Kreuz-Zeichen hatte Rom die ihm militärisch unterlegenen Völker ins Joch der Abhängigkeit gezwängt.
Erst 16 Jahre später, drei Jahre nachdem Konstantin das Konzil zu Nicäa seinen Zwecken "erfolgreich" angepasst hatte, wurde das leicht verändert dargestellte X, als „Christusmonogramm” bezeichnet, weil sich nun das griechische P (Rho) mitten durch das X zog.


Von da an wurden Münzen mit dem "Christusmonogranm”geprägt. Aber! Eigentlich müssten nun die heidnischen Götter verdrängt sein. Doch immer wieder ist es die heidnische Göttin des Sieges "Victoria"  (erkennbar an ihren Flügeln) die das sich wandelnde Siegeszeichen übergab.
Bild Wikipedia: Kaiser Konstantin II. (317-340) erhält den Siegerkranz von Victoria. Im Machtkampf mit seinem jüngeren Bruder Constanz verliert er allerdings sein Leben. Wie ihr Vater galten sie als Christen: "Brüder im Herrn!"
   
Bild Wikipedia: die Berliner Siegessäule, beachte das Kreuzzeichen auf dem Langstab. Victoria ist das Symbol der MACHT,   hier wird der Sieg der preussisch-deutschen Christen über die dänischen Christen im Krieg von 1864, der Sieg im Deutschen Krieg über Österreichs Christen von 1866 und vor allem der Sieg des christlichen Deutschland über das christliche Frankreich, von 1870 gefeiert.

Wie großartig dagegen anerkennt das Buch Mormon die Gottesliebe "die dem (bekehrten) Volk im Herzen wohnte, weshalb es keinen Streit noch Aufruhr... noch irgendwelche Sittenverderbnis gab und gewiß konnte es kein glücklichers Volk unter allem Volk geben, das von der Hand Gottes erschaffen worden war." 4. Nephi 15-16 
Auch Kaiser Konstantin (285-337) erhält noch drei Jahre nach Nicäa, 328, 16 Jahre nach seiner behaupteten Ehrung durch Jesus an der milvischen Brücke, den Palmzweig nicht von einem christlichen Engel sondern ebenfalls von Victoria. So wie bereits Kaiser Augustus (31v. Chr. - 14 n.Chr) von der Göttin Victoria den Siegerkranz erhielt. 
Bild Wikipedia: Augustus gilt als erster römischer Kaiser. Victoria hält einen Lorbeerkranz über Augustus Ehrenschild
Mitkaiser Vetranio von März -Dezember 350 soll, so Prof Dr. Manfred Clauss, "die Erscheinung eines mehrere Stunden lang sichtbaren kreuzförmigen Himnmelszeichens über Jerusalem gesehen haben, aber für die Kirche hat er nichts bewirkt."
Bild Wikipedia Vetranio, Victoria hält hier, auf dieser 350 in Siscia geprägten Münze erstaunlicherweise die christianisierten Feldzeichen. Eine andere Münze zeigt das Feldzeichen (Labarum) des Kaisers. Er wird dort von Victoria bekränzt. Seine Umschrift lautet exakt wie sie angeblich Konstantin erhielt: "In diesem Zeichen sollst du siegen!"
Oder da ist Kaiser Markian (450-457), er berief 451 das 4. ökumenische Konzil nach Chalkedon ein. Er bestimmte die Linie der Kirche, weshalb er als Verteidiger des heiligen katholischen Glaubens gilt, er sah die Zerstrittenheit der Christen in kuriosen Gottesfragen und verbot seinen Beamten und den Priestern seiner Kirche jede Diskussion über die gefassten Beschlüsse.


Es ist ebenfalls die Heidengöttin Victoria die ihm das Siegeszeichen gibt, jetzt ist es das Langkreuz.
Bild Wikipedia
 

Wo auch immer das Kreuz hinkam, stiftete es Unfrieden.

Ziemlich unbehelligt lebten die Juden in Gegenden wohin sie das Schicksal verschlagen hatte, bis kreuzverehrende Prediger in fanatischer Manier auftraten um ungehindert ihre Hetze zu forcieren. Sie logen und fälschten nachweislich Dokumente um ihre eigene Macht zu vergrößern...
Es wurden absolut unwahrscheinliche Verbrechen erfunden, wie die von der Brunnenvergiftung, der gezielten Verbreitung der Pest oder des sogenannten Hostienfrevels.


Aus unverschämtem Lügenmäulern wurde verbreitet, die Juden hätten sich insgeheim Hostien verschafft und sie geschändet, indem sie in sie hineingestochen. Dafür müssten sie verbrannt werden.

Nachdem eine geweihte Oblate zu buchstäblichem Leib Christi wurde - wie eine der zahllosen Theologen-Bübereien verkündete (die ausgerechnet vom brutalsten Großverbrecher aller Zeitalter, Papst Innozenz III. 1215, abgesegnet wurde - war das Gebäck aus Mehl und Wasser angeblich imstande zu bluten. Diese Dummheit glaubten viele allen Ernstes.


Bild Wikipedia Papst Innozenz III. (1160-1216) zählt zu den bedeutendsten Päpsten der röm.-kath. Kirche
Vielleicht hat er so unschuldig ausgesehen, wie sein Name beansprucht, dieser ranghöchste mit Kreuzen bestückte Christ. In der nächsten Welt werden einige zehntausend Kinder an ihn einige Fragen zu richten haben, weil kein Geringerer als Jesus  ihnen versprochen hat:

"Selig, die  hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden."


 Gottes Antwort wird sie sättigen, wenn sie von Männern wie Innozenz III. wissen wollen:
Ist es wahr, dass du wegen der Kreuze auf die du dich berufst, unsere physische Ausrottung angeordnet hast und den Flammentod und den Tod durch Einmauerung unserer Eltern, weil wir und sie unsere Knie vor Gottes Thron, statt deinem beugten?” (4)


Welchem kreuzverehrenden Christen ist es schon bekannt, dass der Kreuzzug
Roms gegen die urchristlichen Splittergruppen nördlich der Poebene 800 Jahre gedauert hatte, dass er nicht seitens des Vatikans beendet wurde, sondern auf Intervention der britischen Krone, bei dem König Sardiniens: Karl Albert von Sardinien-Piemont?




Bild Wikipedia: fiktive Darstellung einer Hostienstecherei, Passau, 1477
In Güstrow, Mecklenburg wurden im Jahr 1330, auf Treiben frommer kreuzesverehrender Jesusleute, 23 Juden vernichtet, verbrannt.
Was damals im Güstrower Dom von der Kanzel verkündet wurde war nicht Schall und Rauch, war mehr als ein Unrechturteil, sondern blankes Antichristentum, in bewusster Leugnung der Weisung Christi:


Alles was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen zuvor!”





Bis in die Gegenwart hallt das Echo von damals: allerdings mit anderen Worten. “Hütet euch vor den Mormonen!”


Irrtum, dass Gottes Barmherzigkeit die Unbarmherzigkeiten und Lügen der Vergangenheit auslöschte, denn die Bibel schreibt, wie jeder weiß:


der Mensch wird ernten was er gesät hat.”


Irrtum, dass Ernst Barlachs herrliche Skulpturen, die Gottes Gnade geradezu herabflehen und die in Güstrow ihr natürliches Zuhause haben, aus Banditen Heilige machen könnten. 
Vor der Reue gibt es keine Vergebung, die ohnehin nur die gewähren können, denen die Ehre und das Leben geraubt wurde.

Bild Wikipedia: Ernst Barlach (1870-1938) "Mutter und Kind" 1935
2006 sah ich auch in eben dem erwähnten Güstrower Dom, dass in und mit seinen Mauern noch immer Konstantin lebt, der Mörder seiner Familie. Seine Spuren sind unübersehbar:


  • 1.)  ein Altar, den es “in einer christlichen Kirchen nicht geben darf(Quelle 5), den er (Konstantin) jedoch in die Kirche hineinbrachte (Quelle 6)
  • 2.) das urheidnische "Siegeszeichen" Konstantins, das Kreuz
  • 3.) den besoldeten Gemeindepfarrer mit dem es immer noch das von Konstantin installierte System gibt.

    Ich sah, dass die ausgemacht konstantinischen Elemente geradezu als heilig betrachtet werden, und fand dort zudem eine bemerkenswerte Bekanntmachung. Sein Text behauptete, diese Kirche sei die “Kirche Jesu Christi”.


Vielen mag das normal vorkommen. Mir nicht.
Wiederholt gesagt:


In der Kirche Jesu Christi war vor alters weder Platz für ein Kreuz, noch für ein bezahltes Priestertum, (Konstantin finanzierte es mit der schrecklichsten aller Staatssteuern - der auri lustralis collatio) (7) weder stand in ihren Räumen ein Altar und sei er, aus der Sicht eines Kunsthistorikers der kostbarste der Welt, noch darf in Seiner Kirche Verkünder sein, der nicht die Gebote hält (indem er z.B. falsches Zeugnis wider andere gibt).


Es wird Zeit das deutlicher zu sagen.


Bald werden alle wissen, dass die Kirche Jesu Christi nicht in Gemäuern zuhause ist, noch dort heimisch gemacht werden kann, in denen das anrüchige Erbe Nicäas zusammen mit dem Kreuzeskult gepflegt wird.


Beides stammt vom einem Imperator der sich nicht alleine gegenüber den freien Völkern nördlich der Donau und östlich der Rhein-Mainlinie als blutrünstiger Tyrann verhielt, der gefangene Germanenfürsten in seiner Arena zu Trier, seinem Hauptsitz, von wilden Tieren zerreissen ließ,


der auch mit der Zivilbevölkerung keine Gnade kannte und in den unterworfenen Gebieten Tod und verbrannte Erde hinterließ” ( 8)


Das Kreuz (Konstantins und seiner Mutter Helena), dieses ekelhafte Mordinstrument, gehört dorthin, wo es herkam, in die heidnisch-römischen Kaiserpaläste und in die Museen für Strafvollstreckung, statt ihm einen Ehrenplatz unter denen zu geben, die Christi Lehren lieben. Der Geist Christi, des Auferstandenen, konnte ohnehin durch nichts ersetzt werden. Wie schändlich Konstantins Ideen waren, erwies sich am Verhalten seiner Söhne und anderer seiner Erben. Es ist eine Beleidigung des Friedefürsten, Victoria und ihre Kaiser  indirekt und direkt dem vorzuziehen der gesagt hat:
            "Was ihr von meinem Vater erbittet, das wird er euch in meinem Namen geben."
Der Glaube an diese Verheißung führte zur Wiederherstellung des "echten Ringes, der verloren ging."
Die Kirchen des traditionellen Christentums haben den, der zur Rechten des Vaters sitzt, seit dem Tag zum Schweigen verurteilt, an dem sie das Kreuz der Mörder Christi als ihr Symbol anerkannten.
Dieser Unglaube bewirkte seither nur Unheil.
Seht euch doch, Blatt für Blatt, die blutige Geschichte der zerstrittenen Christenheit an.
Der immer noch dominierende Wirrwarr schreit geradezu nach einer ordnenden Hand, sonst gehen wir mitsamt den Kreuzen, Talaren, samt den Eminenzen, Kardinälen, Superintendenten, Kirchenräten und Bischöfen mangels Trag- und Widerstandsfähigkeit unter.


Den islamistischen Tsunami kann nur der dem Kreuz entkommene Christus ausbremsen.








Quellen





1.) Hans Jurt Universität Luzern 20. September 2004, Geisteswissenschaftliche Fakultät
     Historisches Seminar


  1. Wikipedia
  2. Stemberger „2000 Jahre Christentum“, Karl Müller Verlag, Erlangen 1990 S. 146.
  3. Henry, Charles Lea “Geschichte der Inquisition im Mittelalter” Bd 1 S142 :

    Die Kirche gab zu, dass sie selbst schuld an der sie bedrohenden Gefahr trug... wegen der Pflichtvergessenheit und Verderbnis des Klerus. Hieraus entspringen die Übel des Christentums: der Glaube schwindet, die (römische) Religion nimmt ab... die Ketzer mehren sich... den Augiusstall gründlich zzu reinigen, das war eine Aufgabe... (Innozenz) schien es leichter und hoffnungsvoller, die Empörung (der Bevölkerung über die Verbrechen der Geistlichen) mit Feuer und Schwert zu unterdrücken... erbarmunslose Anwendung von Konfiskation, Verbannung und Scheiterhaufen... S. 171 : “Vom Kind in der Wiege bis zum wankenden Greis wurde nicht einer geschont, siebentausend sollen (alleine) in der Kirche Maria Magdalena, in der sie Zuflucht gesucht hatten, niedergemetzelt worden sein.. Die Gesamtsumme der Erschlagenen von Beziers wird von dem (päpstlichen) Legaten auf fast 20 000 angegeben, während weniger zuverlässige Chronisten sogar von 60 000 oder
    100 000 reden.”
  4. Bis ins 3. Jahrhundert gab es im Christentum keinen Altar.“ Bertelsmann-Universal-Lexikon
    K-P. HERTZSCH, „Theologisches Lexikon", Union –Verlag, Berlin, 1977. S.13: „Es geht um das Sitzen um den Tisch. Wobei wieder deutlich wird, dass es in einer christlichen Kirche eigentlich keinen Altar geben kann, sondern nur einen Abendmahlstisch.“
  5. Hermann Dörries, bezeugt das in seinem Buch „Das Selbstzeugnis Kaiser Konstantins", 1954, Göttingen S. 416 ff.:
    Er (Konstantin, G.Sk.) selbst hat … den Platz (seiner letzten Ruhestätte) ausersehen... Die eigentliche Beisetzung wird dann durch Constantius vollzogen. Er und seine Heeresabordnungen geleiten den Sarg in die Apostelkirche... Konstantin hatte vorgesehen, dass der Wert der Gebete die hier zu Ehren der Apostel gesprochen würden, auch ihm zugute kommen. Deshalb ordnete er an, hier Kirche zu halten, und er stellte einen Altar mitten hinein... so, wie sonst Christus in der Mitte der Apostel steht… Zwölf Grabmäler wie heilige Säulen richtete er dort auf zu Ehren und zum Gedächtnis des Apostelchors; in die Mitte aber stellte er seinen eigenen Sarg, auf dessen beiden Seiten je sechs der Apostel sich befanden.“
    Heinz Kraft Habilitationsschrift “Konstantins religiöse Entwicklung” 1954, Greifswald, Heidelberg S.156 „Konstantin ordnete an, (dass in seinem Mausoleum G.S.) Kirche gehalten wird. Er ließ einen Altar hineinstellen...“
  6. Sabine Hübner, „Der Klerus in der Gesellschaft des spätantiken Kleinasiens Fr. Schiller Uni, Jena, 1976, S.155: „Konstantin hatte im Jahre 326 (ein Jahr nach Nicäa) eine Gold- und Silbersteuer eingeführt, die auri lustralis collatio oder auch chrysargyrion genannt wurde, die jeder zahlen musste, der ein Gewerbe betrieb. Sie wurde zunächst alle fünf, im 5. Jh. alle vier Jahre veranschlagt. Libanios beklagte kurz nach 387 n.Chr. die Ungerechtigkeit dieser Gewerbesteuer, die zu großem Leid und Schrecken führte. Handwerker, ... Gärtner, Fischer, zur See reisende Händler, Kaufleute sowohl in der Stadt als auch auf dem Land (vgl. CTh 13, 1, 10) und auch Prostituierte. ...Die Höhe der Steuer berechnete sich nach dem im Gewerbe tätigen Kapital des Betroffenen. Dazu zählten Werkzeuge, Vieh, Sklaven, sie selbst und ihre Familienangehörigen... Zunächst sorgten die Kurialen und hafteten wohl auch für die Eintreibung dieser Steuer bei den Händlern und Handwerkern ihrer Stadt (Gr. Naz., ep. 98), ab 399 sollten sich die Händler dann jedoch geeignete mancipes aus ihrer Mitte zur Steuereinsammlung wählen, damit nicht länger den Kurialen diese Last aufgebürdet würde. Für die Verwaltung der eingegangenen collatio lustralis war der praefectus praetorio, deren Vikare oder Statthalter zuständig (Jones, LRE I, 434). Reiche Fernhändler, die diese Steuer zahlen könnten und sollten, setzten sich über See ab, zurück blieb nur der arme Handwerker mit seinem Werkzeug, mit dem er sich kaum ernähren könne... Hunde setzten die Steuereintreiber den fliehenden Händlern und Handwerkern nach, so dass es sogar vorkam, dass Eltern ihre Kinder in die Sklaverei verkaufen mussten, um die Steuer aufzubringen. Auch Zosimus zeichnete das gleiche Schreckensbild wie Libanios. Immer wenn die Zeit der Steuererhebung näher rückte, so Zosimos, erhob sich Jammer und Wehklagen in jeder Stadt. Die, die aufgrund ihrer Armut nicht zahlen konnten, wurden mit Peitschen und Martergerät gefoltert. So kam es, dass Mütter ihre Kinder verkauften und Väter ihre Töchter an Männer feilboten, um den Steuereintreiber das chrysargyrion liefern zu können. Jones hielt nach Auswertung der einschlägigen Quellen trotz der vielen Klagen der Zeitgenossen über die annona die Belastungen durch die collatio lustralis für härter... Wie eine Stelle aus der Vita des Johannes Eleemon schildert, war in Alexandria neben den öffentlichen Steuern und der Miete für den Laden zudem noch ein Handgeld für den Marktaufseher, der diese Gelder eintrieb, üblich. Hinzu kam für die in Kollegien organisierten Handwerker und Händler, zu denen ein Großteil der städtischen Gewerbetreibenden gehörte, die Verpflichtung zur Leistung von munera, deren Durchführung von den Kurialen der Heimatstadt organisiert wurde... Schuhmacher galten offenbar als besonders arme Männer, doch selbst auf ihr Schustermesser als ihr einziges Kapital würde, so Libanius, die Steuer von unerbittlichen Steuereintreibern erhoben (Lib., or. 46, 22).... Durch ein Edikt von 346 wurde wiederum bekräftigt, dass Kleriker keine munera sordida leisten und nicht für die Instandhaltung der Wege und Brücken aufkommen müssten. Allen im Handel tätigen Klerikern wurde wiederum auch die Befreiung von der Gewerbesteuer zugesichert, nun aber mit der hinzugefügten Einschränkung, dass sie mit ihren erwirtschafteten Gewinnen die Armen unterstützen sollten. Dieses Gesetz ist ein erster Hinweis darauf, dass offenbar viele Gewerbetreibende in den Klerus strömten und man einen Missbrauch verhindern wollte. Es ging den Kaisern jedoch nicht darum, mögliche Steuerverluste durch reiche Händler im Klerus zu vermeiden, denn deren erwirtschaftete Überschüsse sollten ja den Bedürftigen und nicht dem Fiskus zukommen. Es sollte aber augenscheinlich verhindert werden, dass sich erfolgreiche und wohlhabende negotiatores allein ! wegen der Steuervorteile zu Klerikern ordinieren ließen, um fortan abgabenfrei ihre Geschäfte betreiben und noch höhere Gewinne erzielen zu können.
  7. Bettina von Engel “Konstantin und seine Familie in Trier” Vortrag vor der Ascoli-Piceno-Trier Gesellschaft, 2007












Montag, 10. Dezember 2012


Die Verlockungen waren unwiderstehlich, die Ergebnisse katastrophal


Anscheinend sind es Schuldgefühle, die einen sonst friedlich-gleichgültigen Mann zu einem Fanatiker machen. Meint er vielleicht, er müsste ein anderweitiges Versagen wieder gut machen?

Es geht um die Fragen, warum im 4. nachchristlichen Jahrhundert, aus der friedlichsten aller Religionen die friedenfeindlichste werden konnte, die jede andere vernichtete, und wie aus dem Begriff “Hingabe an Gott” (Islam), Hingabe an Machtgelüste entstand, denn er ist der “Allbarmherzige”.
Wieder und wieder geschieht dieser Wandel des Gefühls und des Geistes, weg von der Liebe, hin zum Hass.

Ende 1918, nach vierjährigem Blutvergießen, lag Deutschland in Agonie. Wer seine fünf Sinne noch beieinander hatte, schwor: “Nie wieder Krieg!”

Nur vierzehn Jahre später, im Juli 1932, stimmten fast 38 Prozent aller Deutschen, die zur Wahl gegangen waren für den Kriegstreiber Adolf Hitler.

1940, nach dem aus deutscher Sicht erfolgreichen Frankreichfeldzug, hingen aus nahezu jedem Fenster großdeutscher Städte, die Hakenkreuzfahnen. Wer nun noch den Mund gegen Hitler öffnete war verloren, fand sich bald im KZ wieder, weil das Denunziantentum ins Ungeheure wuchs.

Ich habe ihn miterlebt diesen Geist des Überschäumens, der dem des blinden Fanatismus vorausging.

Jetzt ein Jahr nach dem Start des arabischen Frühlings, der für viele die Hoffnung auf mehr Demokratie aufkommen ließ, steht die Umwelt ratlos da. Hatte dieses Blutvergießen lediglich zur Stärkung des Islamfanatiker beigetragen? Kommt jetzt die Scharia zum möglicherweise weltweiten Sieg?

Schon 1971 erklärte Azhar-Professor Taufiq Ali Wahba im offiziellen Sprachorgan der Islamischen Azhar-Universität, Kairo:
Wenn eine Person sich ohne Zwang zum Islam bekehrt und dann zum Unglauben (kufr) zurückkehrt oder eine andere Religion annimmt, ist dies die Verletzung der Unantastbarkeit des Islams... Daher gilt die Tötung des Apostaten als dessen Strafe und ist als Abschreckung für andere religiöse Pflicht.“
Das bedeutet:

Muslime besitzen nicht das Recht, zu einer anderen Religion zu konvertieren. Der Abfall vom Islam wird nach der Scharia mit der Todesstrafe geahndet.


Bild Wikipedia: die berühmte Al-Azhar Moschee, Kairo, 972 fertiggestellt
41 Jahre sind seit dem unerträglichen, unter keinen Umständen hinnehmbaren Statement Professor Taufic Ali Wahba vergangen, ehe endlich ein Prominenter, wie der Unionsfraktionschef Volker Kauder die derzeitige Behandlung der Christen in Ägypten laut beklagt und mit Unterlassung der Werbung für den Tourismus “droht”.

Viel mehr hat er - leider - nicht in der Hand.

Wir stehen so hilflos vor dem Problem, das uns die Islamfanatiker nun als Volllast aufbürden, wie damals im 4. Jahrhundert die Hellenen, als die “hochchristlichen” aber fanatisierten Mönchshorden angestürmt kamen, um die “heidnischen” Heiligtümer auszurauben und zu schleifen.

Jetzt fangen wir an, die damals Unterlegenen zu bedauern und zu verstehen.
Das hätte niemals stattfinden dürfen.
Gewaltanwendung unter religiösem Vorwand gehört zum Schändlichsten.

Es ist ja nicht damit getan mit kräftigen Worten für die Rechte der Frauen auf Bildung rund um den Erdball einzutreten, und aus vielen Gründen die Scharia als menschenunwürdig zu bezeichnen, um sie fern von uns zu halten.  Es ist unsere Pflicht alles Denkbare zu tun, um die unendlich teuer erkaufte Freiheit zu verteidigen. 

Wir haben aber z.Zt., wie die nichtkatholischen Menschen der Antike kein Mittel, es sei denn wir geben freiwillig jenen Teil unserer “Freiheit” auf, den wir als Bestandteil des westlichen Lebensstil kennen, den zu viele nie und nimmer aufgeben wollen, denn er beinhaltet obenan sexuelle Freizügigkeit, die Gleichgültigkeit gegenüber der Verelendung breiter Schichten Mitmenschen - die ja nur eine relative sei. Es ist die parteilich operierende atheistische Propaganda, die durch wissenschaftliche Fakten ohnehin nicht zu belegen ist (ebenso natürlich umgekehrt), die den islamistischen Gotteskriegern Anlass zur Verachtung unseres Weltbildes bietet.

Anders als durch Hebung der Moral unserer Lebensweise, kommen wir dem Phänomen des islamorientierten Terrors nicht bei.

Unsere wirkungsvollste Waffe zur Bewahrung unseres Vorrechtes und Anspruchs auf Unantastbarkeit des Individualrechtes ist die Vernunft.

Niemals kann jedoch ausgeschlossen werden, dass die Vernunft zuallerletzt doch den Einsatz militärischer Mittel verlangt, denn die Christen im Allgemeinen glauben schließlich, wie die Mormonen, dass es Gotteslästerung ist, seine Entscheidungsfreiheit preis zu geben.