Donnerstag, 13. Februar 2014

(1) Analyse eines typischen Antimormonenvortrages


siehe: viefag.wordpress.com/.../mystery-babylon-bill-cooper-stunde-30-die-got..Mystery Babylon (Bill Cooper) – Stunde 30 – Die Gottmacher ...


Dieser Vortrag wurde am 11. 03. 2012 aktualisiert.

Der investigative Reporter Jeffrey Kaye kommt zum Schluss, dass “die Kirche der Mormonen, dieses amerikanische Zion, effektiv mehr wirtschaftliche Macht ausübt als der Staat Israel oder der Papst in Rom.”
Eigentlich [liebe Zuhörer] ist das Wort “Kirche” irreführend, wenn es auf das Mormonentum angewendet wird, denn die Machtstruktur, die seine erstaunlichen Ressourcen kontrolliert, ist als absoluter Autoritarismus organisiert, den man gemeinhin mit einer Sekte assoziiert und nicht mit einer verantwortungsvollen Kirche.
Auch sind die ultimativen Ziele “der Brüder” (gemeint sind die Generalautoritäten der Kirche Jesu Christi der HLT) nicht kompatibel mit den üblichen Zielen der christlichen Führer.”

Herr Cooper, sie sprechen von “der Kirche der, Mormonen” als dem “amerikanischen Zion”, - danke für dieses Kompliment.
Ja, das höchste Ziel, der Kirche Jesu Christi besteht darin “Zion aufzubauen”, - und zwar in der Absicht möglichst jeden Menschen einzuladen mitzumachen - denn Zion bedeutet mehr als Kirche, Gemeinschaft oder Staat!
In den kanonischen Werken unserer Kirche heißt es wörtlich:
... der Herr nannte sein Volk Zion, weil sie eines Herzens und eines Sinnes sind und in Rechtschaffenheit leben – unter ihnen gibt es keine Armen!” Köstliche Perle Mose 7: 18

Darum geht es jetzt, darum ging es Jesus Christus: Einmütigkeit unter den Verschiedenen herbeizuführen (ohne jede Art von Zwangsausübung!), sowie Rechtschaffenheit in einer künftigen Idealgesellschaft obenan zu stellen, in der jeder in gediegenem Wohlstand lebt.
Wenn es nicht mehr um die Verwirklichung solcher Hochziele geht, wofür wirken wir statt dessen?
Nahezu alles was wir dagegen über die herkömmlichen “Kirchen und ihre ultimativen Ziele” wissen, ist erschreckend.
Jahrhundertelang haben sie mit ihren Machtansprüchen gegeneinander gekämpft. Jedes Mittel war den Kirchenführern recht, wenn es ihnen vorteilhaft erschien.
Da ist nicht nur die grauenvolle Geschichte des Papstums, sondern es gab unentwegt brutal geführte Rangkämpfe unter den Metropoliten, Kardinälen und Bischöfen. Da ist eine 200-jährige Kreuzzugsgeschichte gegen die sogenannten Heiden im arabischen Raum. Da sind die nach dutzenden zählenden Kreuzzüge im Baltikum und in Spanien. Da sind die Waffenzüge gegen Katharer, Waldenser, Bogumilen und mehr. Da ist die Vernichtung der Urkirche per Gesetzgebung "christlicher" Kaiser (z.B. Theodosius und Justinian) wie etwa durch das Gesetz zum Glaubenszwang "Cunctos populos" vom 27. Februar 380, dass sich zuerst gegen nichtkatholische Mitchristen richtete.
Aus den Kirchenkämpfen heraus und mit der Einmischung höchststehender Christen wie Ambrosius von Mailand und Augustinus von Hippo, entwickelten sich, beginnend mit den Gotenkriegen ständige Fehden die zur Verelendung ganz Europas führten, sowie zur völligen Verwüstung Roms.
Jedes Blatt der mit Tränen und Blut geschriebenen Geschichte der Welt ist eine nicht abzuweisende Anklage gegen das traditionelle Christentum:
Das weiß Herr Cooper und er wagt es dennoch diejenigen zu loben die Christi Frohbotschaft unter ihre Füße getreten haben.
Bis in die fast-Gegenwart versuchte das traditionelle Christentum Vorherrschaft auszuüben. Seit den Tagen des Bruderkampfes der “siegreichen Kirche” gegen die Reste der Urkirche ist Ersteren jedes Mittel recht, bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, ihre Herrschaftziele zu realisieren.

“ … am Ostersonntag 1941 wird dem Ustascha-Führer Ante Pavelic (Pavelić) in Zagreb ... erlaubt, einen "Unabhängigen Staat Kroatien" auszurufen.. Das Schreckensregime der Ustasche kostet Hunderttausende das Leben - Juden, Roma, Muslime, vor allem aber Serben. Tief verstrickt in diesen Genozid ist auch die katholische Kirche. Priester steigen zu KZ-Kommandanten auf. Oder sie vollziehen, "um deren Seelen zu retten", massenhafte Zwangsbekehrungen orthodoxer Serben, bevor diese von Ustascha-Schergen liquidiert werden. Noch heute stehen in der Lika oder dem Kordungebiet Ruinen orthodoxer Kirchen, in denen Serben bei lebendigem Leib verbrannt wurden. Siehe Spiegel 3-2010


Ob jemals, nach Nicäa, der von den Traditionskirchen beanspruchte Titel “Dach des Herrn” dem Anspruch gerecht wurde, ist mehr als fraglich.
Das “traditionelle Kirchentum” trat, auf den Trümmern der Urkirche, im 4. Jahrhundert in die Welt. Bot es jemals den Bekümmerten Schutz? Noch 1300 Jahre nach dem berühmt-berüchtigten Konzil der Kirche zu Nicäa, 325,

"gab es die Fälle in denen die Kinder reicher Gefangener verhungerten oder auf den Straßen betteln gingen... (es handelte sich immer um Familien die kleine Anzeichen dafür boten, dass sie sich gegen das Tradtionskirchentum stemmten) Angeklagte vermochten ihr Eigentum kaum vor unehrlichen Beamten zu schützen und sich selbst vor willkürlicher Verhaftung und lang andauernden Prozessen zu schützen... der Angeklagte wurde meist schnell und heimlich in die Kerker der Inquisition geschafft, wo er auf seinen Prozess warten musste...

nachzulesen in den Dokumenten zu den spanischen "Morisco-Prosessen Toledos 1575-1610" Franz-Steiner-Verlag Wiesbaden 1971, ebenda findet sich diese Notiz:

Ein Portugiese der 1802 vom "allerchristlichsten" Tribunal in Lissabon eingekerkert wurde, beschreibt seine Lage:

... es gab einen kleinen Wassertopf und ein Utensil für verschiedene Zwecke, das nur alle acht Tage ausgeleert wurde, wenn ich zur Messe in die Kapelle für Gefangene ging. Die Zeit dort war meine einzige Gelegenheit, frische Luft zu atmen. In der Kapelle waren die Sitze so abgeteilt, dass die Gefangenen einander nie sahen... die Decke der Gefängnis-Zelle war gewölbt... die Ziegel sehr dick. Infolgedessen war der Raum im Winter sehr kalt und so feucht, dass oft die Gitterstäbe mit Wassertropfen wie Tau bedeckt waren und meine Kleidung den Winter hindurch ständing feucht blieb. So also sah meine Unterkunft für die Dauer von fast drei Jahren aus. " S. 190

Ist es nicht so, dass die “ultimativen Ziele” der “Kirche” vom 4. Jahrhundert an, auf Unterdrückung ausgerichtet waren?
Herr Cooper weiß, - aber er verschweigt es - wie die “christlichen Führer” noch weit bis ins 19. Jahrhundert hinein die Menschen tyrannisierten, z.B. mit ihren Zwangsmissionierungen.
Bekanntlich wurde am 27. Juni 1858 mit dem Vertrag von Tinjan das mit Waffengewalt besiegte China von den christlichen Großmächten, England, USA, Rußland und Frankreich genötigt, den Opiumhandel zuzulassen um positive Handelsbilanzen zu erzielen. Gleichzeitig erzwangen diese, das Geschehen diktierenden frommen Leute, das „Recht“, die chinesische Bevölkerung zu missionieren.
Herr Cooper. ehe man sich mit "bahnbrechenden" Vorträgen an breite Schichten der Bevölkerung wendet, sollte man sich absichern, dass aus solcher Aktion kein Bumerang entsteht.
Auf jeden ihrer Klagepunkte gegen die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage werde ich gewissenhaft eingehen.
Herr Cooper weiß sehr wohl wie zwischen 325 (nach dem Konzil zu Nicäa) bis zum Zusammenbruch traditioneller Regierungssysteme in ganz Europa, Kirchen die übelste aller denkbaren Rollen gespielt haben.
Sie haben den Judenhass forciert, der dann im Holocaust endete. Die Kirchen Europas haben den 1. Weltkrieg geradezu herbei gebetet.

Entsprechend den vorliegenden Dokumenten ging es den “christlichen Führern” selten oder nie darum Einmütigkeit zu wahren, sondern um Demütigung des anderen und es ging ums Geld, um Pfründe. Beispiele dafür sind die bis zur Erschöpfung ausgetragene Streitigkeiten zwischen den Patriarchaten Konstantinopel, Antiochia, Alexandria, Jerusalem und Rom.
Herr Cooper verfügt anscheinend nur über geringe Geschichtskenntnisse, insbesondere die “Mormonen” betreffenden, sonst würde er Belege liefern, statt mit tönenden Worten blanke durch nichts gerechtfertigte Behauptungen in die Welt zu setzen.
Seine unerhörten Mordverdächtigungen werden noch Gegenstand dieser Betrachtungen sein.


Natürlich ist es eine immerwährende Aufgabe und Pflicht der Nachfolger Jesu Christi, zumindest und zuerst in den eigenen Reihen Rechtschaffenheit und Einmütigkeit obenan zu stellen und keine Armut zuzulassen. Dies war den Ersten Christen wie die Berichte zeigen sehr wichtig. Siehe Apostelgeschichte.


Einer der erbittersten Feinde der “Mormonen”, Herr Pietro Arnese, gibt in seinem Artikel: MORMONEN - Apocalypse soon www.apocalypsesoon.org/D/7-mormonen.html
fast zähneknirschend zu, dass es den “Mormonen” ernst ist Rechtschaffenheit zu üben und wenigstens in den eigenen Reihen Armut nicht zuzulassen:
Er sagt es mit den Worten:

"Mormonen sind gute Menschen. Es hat keinen Sinn, die Fakten und Statistiken zu leugnen, die sie für ihren Patriotismus, ihren staatsbürgerlichen Sinn, ihren Fleiß und ihre moralische Güte auszeichnen. Sie unterstützen sich gegenseitig mit einem Hilfsprogramm, das nur selten mit anderen religiösen Gruppen verglichen werden kann. In den Vereinigten Staaten finden wir einige illustre Namen auf dem Gebiet der Politik, Wirtschaft und Sport. Als soziale Gruppe sind die Mormonen außergewöhnlich." 
 
In der Tat, die Kirche Jesu Christi sorgt nicht nur für "ihre" Leute. Sie schickt immer erneut Hilfsmannschaften in Katastrophengebiete weltweit um Schulter an Schulter mit den Hilfsorganisationen anderer Religionen und Staaten harmonisch zusammenzuarbeiten, soweit das in ihren Kräften steht.
Zuerst aber baut sie weltweit Gemeindezentren, Tempel und Bildungseinrichtigen. All das kostet Geld, das wir nicht mit dem Klingelbeutel oder dem Kollektenteller zusammenbetteln.
Jeder Untersucher der Prinzipien des sogenannten Mormonismus wird vor seiner Taufe unterrichtet, dass das Zahlen des Zehnten Teil der Mitgiederpflichten sind. Die aktiven Mitglieder zahlen folglich den zehnten Teil ihres Einkommens und spenden weitere Mittel die sie von ihrem Vermögen erübrigen können.
Niemand der im Gemeindedienst steht empfängt eine Aufwandentschädigung, weshalb die Generalautoritäten “die Brüder” (wie Cooper sie nennt)  über erhebliche Mittel verfügen. Zumal wenn die Kirche wächst müssen die Ressourcen allerorts eingesetzt werden - also auch dort wo die Einheimischen nicht imstande sind die Mittel für ein eigenes Gemeindehaus aufzubringen, - all das im Sinne des Begriffes, “Zion aufzubauen”.
Dass es sich dabei um Summen in Milliardenhöhe handelt erweckt zwar Neugierde aber anscheinend auch den Neid derer, die keinen Weg sehen, wie sie ihre Probleme lösen sollen:
Am 1.Juli 2006 sprach der Vorsitzende des Rates der EKD Bischof Dr. Huber, dieses Problem ehrlich und offen an:
Bei der Fortführung des bisherigen Handelns und Wirkens treibt die Kirche (die evangelische Kirche Deutschlands) schon in wenigen Jahren auf eine Situation zu, in der das hochexplosive Gemisch aus Versorgungskosten, Teuerungsrate und schrumpfenden Einnahmen zur faktischen Gestaltungsunfähigkeit führt.”


Das ist zum Glück nicht unser Problem. 
Jeder darf kritisch nachfragen warum “die Kirche” der HLT, ihre Finanzen nicht offen legt.
Aber ich selbst habe mich nie an der Nichtoffenlegung gestoßen, weil ich stets sah, dass Einzelne sich an den Summen nicht bereicherten, sondern sie zum Gemeinwohl einsetzten.
Auch der vor einigen Jahren geschaffene “Education-Fund” verhilft bedürftigen aktiven Mitglieder zu einer sonst kaum zu finanzierenden Ausbildung.
Nach dem Solidaritätsprinzip geben die Ausgebildeten später die Auslagen zurück.
Das allgemein übliche Denken der Mitglieder richtet sich auf alle Akte die das Gleichheitsprinzip unterstreichen. Das ist offensichtlich.
Herr Cooper mahnt dennoch kritisch an:
das Wort “Kirche” ist irreführend, wenn es auf das Mormonentum angewendet wird...”
Wie schief die Basis für diese Kritik ist, zeigt sich in der Praxis.
Das Wort Kirche stammt aus dem griechischen “kyriake oikia”, es bedeutet “Dach des Herrn”, und es meint: Kirche ist so etwas wie ein Haus unter dessen Dach Menschen Schutz finden.
Und wieder ist es angebracht einen Blick in die Geschichtsdokumente jener Jahre zu werfen, in denen "Kirche" das Leben aller in negativer Weise dominierte. Wir tun es um zu wissen wovon wir reden und wovon Herr Cooper nicht zu reden wünscht.
Er nörgelt nämlich: “Auch sind die ultimativen Ziele “der Brüder” (gemeint sind die Generalautoritäten der Kirche Jesu Christi der HLT) nicht kompatibel mit den üblichen Zielen der christlichen Führer.”
Hier wäre erst recht zu erwarten gewesen, dass Herr Cooper klipp und klar darlegt was die “üblichen Ziele der christlichen Führer” sind.

Um den rabiaten Trend seines Vortrages zu rechtfertigen steht Herr Cooper in der Pflicht, wenigstens im Nachhinein anhand von belegbaren Daten und Tatsachen aufzuzeigen, wie angeblich positiv und erhebend sich die “üblichen Ziele der christlichen Führer” von denen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage abheben.
Cooper kann aber nicht, was er möchte, weil er außer seinen Vermutungen und Unterstellungen nichts zu bieten hat und so bläst er sich selber auf.
Ihm geht dann jedoch die Luft aus, weil er nicht leugnen kann, dass die gesamte nachnicänische Kirchengeschichte ein kläglicher Ausdruck des Versagens des traditionellen Christentums ist.


Allerdings trifft es tatsächlich zu, was sie beschworen haben, Herr Cooper, dass:
die ultimativen Ziele “der Brüder” (gemeint sind erneut die Generalautoritäten der Kirche Jesu Christi der HLT) nicht kompatibel mit den üblichen Zielen der christlichen Führer” sind.
Denn die Absichten und Ziele der “christlichen Führer”, sind mit denen die etwa das Buch Mormon nennt, in der Tat inkompatibel.
 Cooper: fährt sodann in seinem Vortrag fort:
In der Tat, in keiner Weise oder Form kann die Mormonen-Kirche "christlich" genannt werden.”
  
Setzen wir also voraus, dass die Kirche des ersten Jahrhunderts christlich war – darüber bestehen zum Glück keine Meinungsverschiedenheiten.
Vergleichen wir ihr Aussehen, - das sich aufgrund fortgeschrittener Forschungen auch der an deutschen Universitäten gesammelten Erkenntnisse recht deutlich beschreiben lässt - mit dem der heutigen christlichen Kirchen.
Jeder kann sich demzufolge selbst sein Urteil bilden.
  1. In den urchristlichen Gemeinden -wie in allen Räumen der Kirche Jesu Christi der HLT - war nirgendwo ein Kreuz zu sehen Jan, Thomas Otte, „Evangelischer Kirchenbote seit 1848“ für die Pfalz, Nr. 13, 2007 „Das Christentum hat im Jahr 431 das Kreuz als zentrales christliches Symbol beim Konzil von Ephesus eingeführt.“
  1. Kein Prediger erhielt je einen Teil der Kollekte, oder gar ein Gehalt. (ebenso bei den Mormonen) Erst 220 beklagt der römische Bischof Hippolyt, “es sei eine gräuliche Neuerung, dass der Bischof der Nachbargemeinde eine Aufwandsentschädigung erhält” Jungklaus, Full Text of: „Die Gemeinde Hippolyts dargestellt nach seiner Kirchenordnung“
  2. Auf Ehebruch stand, wie in der Kirche Jesu Christi der HLT, die Exkommunikation  1. Kor. 5: 9-13
  3. Prediger trugen kein anderes Gewand als die Gottesdienstbesucher L. Hertling SJ mit Imprimatur. Romae, vom 27. Nov. 1981 „Geschichte der Katholischen Kirche bis 1740“, Morus-Verlag, Berlin,
  4. Gemäß dem Gleichheitsgrundsatz gab es - wie bei den Mormonen - Bischöfe und Ältestenkollegien, aber keinen gesonderten Kleriker- oder Predigerstand Jungklaus, Full Text of: „Die Gemeinde Hippolyts dargestellt nach seiner Kirchenordnung“
  5. Glocken, Weihrauch, Altäre in Gemeinderäumen Weihwasserbecken u.ä. kamen nur im Heidentum vor.  L. Hertling SJ mit Imprimatur. Romae, vom 27. Nov. 1981 „Geschichte der Katholischen Kirche bis 1740“, Morus-Verlag, Berlin,
  6. Eine andere Glaubensgruppe zu attackieren war niemandem erlaubt, es sei denn dass es offenkundigen Missbrauch, wie etwa die Säuglingstaufe, gab
  7. Das Streben nach Rechtschaffenheit, göttlicher Inspiration und Toleranz standen obenan

Übrigens ist die Identität der Lehren der Urkirche und der “Mormonen” unübersehbar. siehe Gerd Skibbe "Vom Fisch zum Kreuz"
Herr Cooper, wie sieht es aus mit den Kirchen die sie für christlich halten?
Ähneln ihre “christlichen” Vorbilder der Urkirche?

Herr Cooper bleibt tapfer auf dem Glatteis. Er springt mutig umher, macht da allerhand tolle Figuren, tut so, als bestünde überhaupt kein Zweifel, dass er die Goldmedaille verdient hat, weil er ja nicht gegen irgendeinen Konkurrenten angetreten war, sondern, wie Don Quijote de la Mancha, unter dem Beifall seiner Zuschauer gegen Phantome kämpft.
So durfte er ungerügt posaunen:


Jeder der glaubt, dass das Mormonenkönigreich eine Demokratie wäre, wurde getäuscht. In der Tat ist es eine Diktatur, die von einem inneren elitären Kreis [einem Rat der Ältesten] regiert wird. Wie die Titelseite des Wall Street Journals kürzlich sagte: “Heute beaufsichtigen die Führer der Mormonenkirche von ihrem 28-stöckigen Marmor-Glas-Hauptquartier der Kirche in Salt Lake City ein riesiges und wachsendes weltweites Finanzimperium.” Von diesen Büros aus reicht ihre diktatorische Kontrolle in alle Ebenen von jeder Kirche und in jede Facette des Mormonenlebens hinein.”

Jeder einigermaßen Informierte hätte Herrn Cooper, wenn er sich getraut hätte etwas in die Diskussion einzubringen, dass es außer Demokratien und Diktaturen, noch mehr gibt.
Da ist nicht nur Schwarz und Weiß.
Es gibt die sogenannten “Volksdemokratien", etwa in Kuba und China.
Da sind parlamentarische Monarchien, wie in England und Japan.
Auf Deutschland u.a. Staaten trifft der Begriff “konstitutionelle Republik” zu, der weitgehend die Praxis der Kirche Jesu Christi der HLT beschreibt, denn, bereits John Adams legte dar, dass eine konstitutionelle Republik „eine Regierung der Gesetze und nicht der Menschen” darstellt.

Herr Cooper darf behaupten was er will, und es gibt sicher eine breite Hörerschaft die wegen seiner Wortgewalt ehrfürchtig zustimmend mit ihren Köpfen nickt.
Aber, seine Beweise sind - wenigstens in diesem Artikel, - schwach wie ein Zweig obwohl sie den Eindruck erwecken wollen sie wären baumstark. Das liegt an seinem Mangel an Wissen über die Sache, gegen die er zu Felde zieht und am Nichtwissen seiner Zuhörer die sich zum Thema Mormonen nur bei deren Gegnern erkundigten.
Wer je das Buch Mormon und die Geschichte der Kirche Jesu Christi anhand von Dokumenten studiert hat und andere kanonische Texte dieser Kirche kennt, der kommt nicht umhin, zu bestätigen, dass die Mormonen geradezu Gesetzesergebene sind.
Sie gehorchen den festgeschriebenen Gesetzen ihrer Kirche. Falls eine Tatsache bekannt wird, die gegen den Präsidenten der Kirche oder irgendeine Autorität sprechen würde, weil diese Person gegen eins der Gesetze verstieß, ist jedes Mitglied verpflichtet bei der alljährlichen “Beamtenbestätigung” seine Hand zur Gegenstimme zu erheben.
Jede Gegenstimme muss angehört werden.
Auch das weiß Herr Cooper.

Fortsetzung folgt

Sonntag, 9. Februar 2014

(1) Mormonen taufen Tote nicht!


Totentaufen in Mormonentempeln by Gerd Skibbe

Verrückter geht es nicht!” Das ist in der Regel der Ausdruck derjenigen die christlich orientiert sind, wenn sie hören "Mormonen" taufen die Toten.
Aber!
Erstens sind es Taufen die an Lebenden, und zwar ausschließlich in Tempeln der Kirche Christi, meist an Jugendlichen stellvertretend und auf der Basis von Familiendaten vollzogen werden.

Zweitens:   Großkirchen vereinnahmen ihre Getauften umgehend, auch wenn es sich um Bewusstlose (Säuglinge) handelt  Dies ist in der Kirche Jesu Christi der HLT, wenn es sich um eine Taufe für Verstorbene handelt, nicht der Fall. Sie erscheinen in keiner Mitgliederliste!

Dieser erhebliche Unterschied wird leider gelegentlich verwischt.

Solange die betreffende verstorbene Person, zu deren Gunsten die stellvertretende (Toten-)taufe erfolgte, nicht willens ist, dem zuzustimmen, hat sie den Charakter eines Billetts das man nutzt oder nicht. Bis dahin hat sie keine Wirkung.
Etwas anderes zu  behaupten ist nicht korrekt.

Dabei wird vorausgesetzt, dass der Geist aller Menschen der Heutzeit, den Tod des Körpers überlebt. Das ist ein Vorgang der von weltweit rund fünfzig Millionen Reanimierten zunehmend bestätigt wird.

Es ist eine Binsenweisheit, dass unser Verständnis begrenzt ist. Mittels Laborversuche läßt sich bis jetzt nicht definitiv belegen, ob der Geist des Menschen unabhängig von seinem Gehirn existieren kann oder nicht.

Aber die Beweislage, infolge der Berichte Reanimierter ist deutlich positiv.

                                       "Höre beide ehe du urteilst!"

Ohne Frage, die Seele (der Geist) des Menschen ist unsterblich. Viele Sterbende berichten, dass sie am Ende einer Reise durch einen Tunnel in eine oft als herrlich empfundene, völlig andere Welt aufstiegen, willkommen geheißen von einem liebevollen Lichtwesen.
Immer mehr Ärzte neigen dazu diese Berichte als real zu werten.

Es scheint zutreffend zu sein, dass  niemand  seine Überzeugungen, seinen Charakter und seine Vorurteile, auch Schuld ohne weiteres löschen kann, nachdem der körperliche Tod diesen Teil seines Daseins beendete.

Um Schuld zu löschen bedarf es der Reue und der von Christus zu diesem Zweck eingesetzten Taufe, Apg. 2: 38

Die Taufe durch Untertauchung galt seit je als Symbol der Grablegung des alten Menschen, mit seinen Vergehen. Dies muss in der von Christus bestimmten Weise und durch von ihm bevollmächtigte Autoritäten - auf der Erde - geschehen.
Taufe soll bedeuten der  Mensch kommt nach dem Wasserbad gereinigt und wie neu hervor, mit dem Willen sich von da an ständig dieses Bundes zu erinnern und seiner Verpflichtung nachzukommen die Gebote Christi, wie sie in der Bibel geschrieben stehen, gewissenhaft zu beachten.

Solche Bedeutung kann ein Säugling nicht erfassen. Selbst die von den Großkirchen anerkannten Taufpaten haben bei Weitem nicht dieses von Jesus gegebene Taufverständnis.

Drittens: gemäß der Theologie der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist jede Taufe vor Gott ungültig, die nicht vom Empfänger ausdrücklich gewollt wurde. Deshalb muss nachgeholt werden, was von Jesus als unabdingbar bezeichnet wurde. Joh 3:5

Jeder Taufe muss  eine umfassende Belehrung vorausgehen, sowie die Fähigkeit der Einsicht des Belehrten.

Niemand kennt die Zahl derjenigen die als Kinder oder Erwachsene von angeblichen Christenpriestern zur Taufe genötigt oder sogar gezwungen wurden.

Mit Taufen an Kleinkindern wird der Grundsatz der Entscheidungsfreiheit gebrochen. 

      Die "Großkirchen" vereinnahmen immer noch und zu Unrecht die Seelen Bewusstloser.
"Kleine Kinder können nicht Umkehr üben, darum ist es eine furchtbare Schlechtigkeit, die reine Barmherzigkeit Christi für sie zu leugnen, denn sie sind wegen seiner Barmherzigkeit alle in ihm lebendig." Buch Mormon Moroni 8 :19

Zudem gilt, dass Gott  unter keinen Umständen eine Taufe anerkennen wird die nicht mit dem ausdrücklichen Einverständnis des Empfängers erfolgte.


Die zur Verfügung stehenden Dokumente bestätigen, dass zwischen dem Jahr 380, dem Zeitpunkt der Inkraftsetzung des Staatsgesetzes zum Glaubenszwang "Cunctos Populos", und  nach der Verabschiedung des Codex Justinianus um 540 mindestens sechzig Millionen Hellenen, Manichäer, Mandäer, Paulikianer, Isiskultanhänger, alle Anhänger anderer Religionen sich unter Androhung massiver Strafen taufen lassen mussten.




Wikipedia: Römisches Reich um 120

Wo je ein römischer Soldatenstiefel Macht demonstrierte, galt "Cunctos populos".

Nicht zu reden von den Ereignissen im Zuge der Christianisierung Rußlands, der Indios oder der Unterwerfung der Waldenser, die sich in größeren Teilen Mitteleuropas bis ins 13. Jahrhundert, gegenüber der gewaltausübenden römischen Kirche behaupten konnten.


Bild: Evangelischer Gesamtverband OberweserBrücke online: Verbreitungsgebiet der Waldenser um 1200

Schönste  Kathedralen, viele Predigtkirchen und Dome wurden um 1200 gebaut um vor allem die Macht Roms darzustellen.

Es gibt tausende Dokumente die belegen, dass kirchlicherseits jedes Druckmittel angewandt wurde um die Menschen zu nötigen, den von teilweise rabiaten Päpsten vorgegebenen Kurs  anzuerkennen.

Inquisitionsheere wurden eingesetzt um den Vorrang Roms zu sichern
Wo Rom siegte wurden die Erwachsenen unterworfen, vertrieben, oder sogar verbrannt. Im Anschluss daran wurden die Kleinkinder  "getauft".

Über dieser antichristlichen Machtausübung steht, - noch unsichtbar, - in großen Lettern geschrieben:

Die Sünde der Zwangsanwendung zudem im Namen des Fürsten der Wahrhaftigkeit, - Jesus Christus - ist unverzeihlich. 

Kurioserweise kommen gerade aus den Reihen der Rechtsnachfolger der gewaltanwendenden Kirche, die lautesten und oft genug völlig unqualifizierte Klagen gegen das "Mormonentum".




Bischof Otto von Bamberg 1128 in Wolgast, Brunnen am Marktplatz 
 
Selbst der milde und sonst segensreich wirkende Bischof und Reichsfürst Otto von Bamberg, (1060-1139) ließ sich hinreissen, mit dem Kreuz auf der Brust, unter Druck gesetzte Menschen zu taufen. Er wurde ein "erfolgreicher" Missionar, weil ihn das  Schwert der Herzöge Boleslaw III. und Wartislaw I., begleitete. Diese Herren wünschten aus politischen Interessen die Christianisierung der Bewohner der alten Herzogstadt und des ganzen Landes  Pommern. 

Taufpaten, die stellvertretend antworten, gab es in der Urkirche nicht.

Fast 100% aller großkirchlichen Taufen die zwischen 550 und 1600 stattfanden wurden unter staatlichem d.h. militärischem Druck an Erwachsenen oder an Kleinstkindern vollzogen.

Schwedenkönig Gustav Wasa schrieb 1536 an seinen Untertanen in Helsingland : „Ihr habt euch zum Luthertum zu bekehren, wenn nicht, lasse ich ein Loch in den Delensee schlagen und euch darin ersäufen.“ 
J.Josef Ignaz von Döllinger in „Papsttum“

Bei allem Verständnis für Traditionen bleibt es ein Verbrechen, willenslose Menschen auf eine Religion zu verpflichten.

Zu bedenken ist also: die Theologie der Mormonen –  der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, so ausgefallen wie sie dem Neutralen zunächst erscheint, deckt sich, in allen wichtigen und nachprüfbaren Eckdaten, einschließlich der stellvertretenden Verordnungen für Verstorbene, mit den Lehren und Praktiken der Urkirche - und sie ist Verteidigerin des Jedermannsrechtes auf persönliche Entscheidungsfreiheit, die ihr als unantastbar gilt.

Eigentlich sollte es eine sicher fundierte Analyse im Bereich der "vergleichenden Religionswissenschaften" geben, die solche Behauptung untersucht und sie widerlegt oder bestätigt.

Sie würde zweifelsfrei ergeben, dass in der Urkirche die Lehre von der direkten Verwandtschaft des (Heute-)menschen mit Gott "unserem himmlischen Vater", die bedeutendste war. 

Die heute noch gelehrte Blut- und Kreuztheologie der Großkirchen stellt eine Abweichung dar, obwohl feststeht, dass Christi Sühnopfer die erste Voraussetzung für unsere Erlösung ist.

Gewiss! Wenn der Mensch biologisch tot ist, (nachdem der ewige Geist seinen Körper verließ), ist jede Bemühung, aus dem Diesseits, um den Fortschritt der Seelen nonsens, es sei denn Gott hat es geboten. 

Sowohl katholische Totenmessen, oder die stellvertretenden Taufen  der Neu-Apostolischen Kirche, oder die Totentaufen der Kirche Jesu Christi der HLT machen nur dann Sinn, wenn Gott sie nicht nur bílligt sondern fordert und wenn der unsterbliche Geist wünscht, er wäre, während seiner irdischen Laufbahn  rechtmässig getauft worden.

Haken und Öse. Beiden Seiten kommt derselbe Rang zu.

Gott offenbarte Joseph Smith, dass er niemals das Wahlrecht auch nur eines seiner Geistkinder jemals übergehen, aber ihren gerechten Wünschen entsprechen wird, weshalb irdische Versäumnisse, irdischerseits nachgeholt werden müssen.

Viele moderne Theologen, wie Karl Barth (auch die Siebten-Tags-Adventisten, die "Zeugen Jehovas" u.a.) gehen allerdings davon aus, dass der Geist des Menschen, den Tod der irdischen Hülle nicht überlebt.
Das zu glauben und zu vertreten ist ihr gutes Recht. Zumindest macht ihnen das kein Mormone streitig.

Wir bestehen dagegen auf unser Recht zu glauben, was Petrus in seinem 1. Brief beschreibt:

"Christus starb, dem Fleisch nach, doch sein Geist lebte und so ist er hingegangen zu den Geistern im "Gefängnis" (d.h. er ging in die Geisterwelt, in die Welt der Verstorbenen, die sich aus gewissen  Gründen nicht frei bewegen können) um sie zu befreien. "Er hat ihnen gepredigt, die einst ungehorsam waren" z. B. in den Tagen Noahs. "den Toten wurde das Evangelium dazu verkündet, dass sie ... gerichtet werden ... sie haben das Leben im Geist, wie Gott:"  1. Petrusbrief 3: 18-21 u 4: 6

In diesem Zusammenhang erinnern wir uns der quasi-Antrittsrede Jesus; als er in der Synagoge einen Text vorlas den er prophetisch auf sich selbst bezog:

"Gott... hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde... damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze..."
 Lukas 4: 18-19



Quelle: Daniel C. Peterson, Buchbesprechung, 1995 LDS Books Schubert und Roth



ebenda

Stellvertretende Verordnungen, wie die Taufe oder Begabungen für Verstorbene, (für Verwandte) dürfen, ihrer Heiligkeit wegen, nur in Tempeln der Kirche Christi, von denen  vollzogen werden, denen die Vollmacht dazu rechtmäßig übertragen wurde. Sie gehören als wichtiger Teil in die Reihe der von Jesus eingesetzten Verordnungen, die mehr als Symbolcharakter tragen.

 Es ist nicht unsere Sache zu beurteilen was Gott einsetzt, allerdings dürfen wir zweifeln. Attacken zu fahren ist dagegen nicht ratsam.

Bild Wikipedia HLT-Tempel in Zolikofen, Schweiz
Die Attacken auf die Kirche Jesu Christi der HLT seitens großkirchlicher "Sektensachverständiger", weil sie überhaupt Tempel baut, sind enorm schlecht begründet.

Immer noch gehen Experten davon aus, dass Christentum und Tempelwerk einander ausschließen.

Dr. Fincke von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen sagte:
"Die Idee der Mormonen einen "christlichen" Tempeldienst an Verstorbenen zu vollziehen ist ein Widerspruch in sich selbst. Das Christentum benötigt keine Tempel, es vollzieht keine stellvertretenden Verordnungen. Gemäß unserem Verständnis endete mit dem Tod Jesu Christi die Notwendigkeit für solchen Kult."
Aber: für Petrus, Paulus und andere Apostel war der Tempelbesuch, nach dem Tod Jesus sehr wichtig, wie nicht nur die Apostelgeschichte berichtet.  Apg 21, 26-30; 24, 17-18

 Richtig ist, dass die Zeit für Blutopfer, mit dem Tod Christi, abgelaufen war, aber nicht die Zeit dafür, durch "den Vorhang" fortlaufende Offenbarung zu erhalten.
Der Vorhang des Tempels spielte solange eine unersetzliche Rolle, bis das athanasische (zu Verbrechen aller Art neigende) Christentum, seinen zweifelhaften Sieg davon trug.
Die ursprüngliche Bedeutung des Vorhangs blieb dennoch lange im Gedächtnis "der Kirche" erhalten.




Wikipedia: Sixtinische Madonna,1519, Raffael Santi

  Es sind unsere Gesichter die aus der Welt des Paradieses zuschauen, wie Maria Jesus in die Welt trägt.

Dieses Gemälde zeigt, dass es zu allen Zeiten Menschen gab, die über das Diesseits hinausblickten.
                          
Ebenso klar war, dass der Vorhang die diesseitige Welt von der "Geisterwelt" trennt.


Bild:  Stemberger "2 000 Jahre Christentum" S. 93

 Dieses Bild stammt aus dem 4. Jahrhundert. Es befindet sich in einem Haus in Rom unter SS. Giovanni e Paolo. Die hier abgebildete Person soll einen Märtyrer darstellen, der ins Paradies aufgenommen wird, „das durch den Vorhang angedeutet wird“ sowie durch die Gammadiahaltung der Arme



BYU: Die Aufnahme zeigt die sogenannten Gammadia aus der späteren byzantinischen Ära

Google: The Agios Eleftherios, also known as Mikri Mitrópoli or Panaghia Gorgoepiikoös might be the smallest church in the world. It is located at the Mitrópolis square, next to the Metropolitan Cathedral of Athenes  (Megalí Mitrópoli).
Bemerkenswert ist, dass Kaiser Flavius Konstantinus IV. genannt Pagonato, der um 680 in Ravenna weilt, gemäß dem Mosaik , seinen "Tempelempfehlungsschein" vorweist, - wie das in der Kirche Jesu Christi der HLT üblich ist, der dem Bewerber vom Bischof ausgehändigt werden kann.

 Erstaunlich ist darüber hinaus die Abwesenheit von Kreuzen auf den ersten Mosaiken, (später, als sie die Macht übernahm, fügte die römische Kirche Kreuze hinzu.) Ebenso beachtlich ist die "zur-Schau-Stellung" der Gammadia am Vorhang, die auch auf den Kleidern (Garments) der frühen Christen erschienen, wie auf vielen anderen Mosaiken zu sehen ist.


"Ravenna - seine Mosaiken, seine Denkmäler, seine Umgebung" Verlag Salbaroli,
Vielen Kritikern ist nicht bewusst, dass gegen Ende des vierten Jahrhunderts beginnend und im Verlaufe der nächsten Jahrhunderte, die arianische Version des Christentums, mitsamt ihren Gläubigen, von den Katholiken ausgelöscht wurden, dass jedoch Rudimente des christlich-arianischen Glaubens bis weit ins 9. Jahrhundert hinein erhalten blieben.

(Arianer glauben bekanntlich, dass Jesu Christus eine andere Person als der Vater ist. Arianer waren im Gegensatz zu athanasianischen Geistlichen tolerant, und sie hatten Tempel.)
Jeder Internetnutzer kann einen Vergleich machen, wenn er sich der Mühe unterzieht und einschlägige Veröffentlichungen zu Rate zieht.
Deshalb also finden sich scheinbar freimaurerische Elemente  z.B. in Ravennas ehemaliger Reichshalle wieder die im gotisch-arianischen Einflussbereich, des 6. Jahrhunderts, unter König Theoderich, errichtet wurde, weshalb es Unfug ist, zu unterstellen Joseph Smith habe die Mormonentempel nach freimaurerischen Elementen ausgerichtet...



Bild "Ravenna - seine Mosaiken, seine Denkmäler, seine Umgebung" Verlag Salbaroli,
Arianisches Mosaik in der ehemaligen, gotischen Reichshalle zu S. Appollinare
Geschichtsfälschungen haben dazu beigetragen, die Goten als Barbaren und die räuberisch-brutalen (orthodox-kath.) Heere Kaiser Justinians I. als zivilisiert darzustellen.
Unter dem Nachfolger des byzantinischen Generals Belisar, besiegten die Soldaten des Generals Narses, die Goten Italiens endgültig. Ob gewollt oder nicht,  ebneten sie damit dem römischen Papsttum den Weg und der katholische Klerus eröffnete so das Mittelalter und seine Kulturlosigkeit.
Alle eigentlichen Kulturträger waren zuvor eliminiert worden.

Nephi sah es in einem beängstigenden Traum voraus. Buch Mormon 1. Nephi 13: 1-9
    
Als "lebenslänglicher" Mormone und nach meinen, in den letzten 65 Jahren gesammelten Erfahrungen, empfinde ich selbst die meisten  Angriffe auf meine Kirche als barbarisch, und nicht selten als Ausdruck intellektueller Unredlichkeit.
Alle Agressionen konnten nicht verhindern, dass "Mormonismus" nun als eine Religion wahrgenommen wird, die weltweit an Bedeutung zunimmt, die Gegensätze ausgleicht und deshalb Menschen aller Richtungen in sich vereinigt und vereint. Etwas, das man von einer echten Kirche erwarten darf.
Die ununberochenen Bruderkriege unter Christen belegen dagegen die Abweichungen vom Original.
Es handelt sich beim verfemten "Mormonismus" tatsächlich um eine Religion der Toleranz, die ihre Mitglieder stark motiviert, Wahrhaftigkeit und Rechtschaffenheit im Alltagsleben vornean zu stellen.

Mitglieder der Kirche Jesu Christi der HLT sind verpflichtet, sich permanent zu bilden und auf die Stimme ihres eigenen Gewissens zu hören.

                                          "Wähle das Richtige"

(choose the Right) steht auf dem Fingerring geschrieben, den nicht wenige junge Männer dieser Kirche tragen, die zudem gewillt sind dem Druck der Drogen- und Sexszene, sowie der Neigung zum Unrechttun widerstehen zu können.
Wer immer den Begriff "Totentaufen" hört, ohne die Zusammenhänge und Bedingungen zu kennen, glaubt jedoch, da geschehe Unrecht.

Reißerisch aufgemachte Artikel die nicht nur in den USA erscheinen, wollen gezielt diesen Eindruck erwecken: nämlich die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der HLT beabsichtigten Menschenseelen ungefragt zu "Mormonen" zu machen. Es ist die ungeheure Behauptung: damit würden Seelen gestohlen.

Kann irgendjemand denken, irgendeine irdische oder gar unterirdische Kraft sei imstande, auch nur eine einzige dieser im Reich Gottes angelangten Seelen könnte z.B. durch einen geheimen Teufelskult gestohlen werden?

Vor allem sind Israeli aufgebracht wenn sie hören, dass Menschen ihres Glaubens postum zu "Mormonen" gemacht wurden.

Gegen solche Propaganda läßt sich leider wenig ausrichten, zumal Theologen des traditionellen Christentums diese Befürchtungen schüren.

Niemand möge jedoch vergessen, dass Millionen Juden im Verlaufe der Vorherrschaft christlicher Gewalthaber, unendlich gelitten haben, weil sie sich nicht "christlich" taufen lassen wollten.

Wenn es nun nicht pure Anti-Mormonen-Propaganda ist, eben Ähnliches den "Mormonen" zu unterstellen, was ist es dann?

Ich selbst habe hunderte stellvertretende Taufen miterlebt oder mitvollzogen, bin seit 1957 Tempelinsider und leide weder an Schwachsinn noch an einem ähnlichen Syndrom.

Jeder Tempelbesucher der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage hat sich bereits durch die eigene Taufe und durch jeden Tempeltag erneut entschieden verpflichtet, den Grundsatz individueller Entscheidungsfreiheit, der jedes Menschen heiligstes Gut ist, mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit, selbst bis in den Tod hinein zu verteidigen.

Der Schutz des Individualrechts ist ja der Kern des sogenannten "Mormonismus", was auch unsere Feinde wissen. (Fast jede Seite im Buch Mormone spricht davon, insbesondere die Kapitel Alma 43-60)

Weshalb wir auch, - nebenbei gesagt - rückhaltlos für das Existenzrecht Israels einstehen!

Deshalb ist es eine gewollte Beleidigung meiner Kirche und unseres Gewissens zu behaupten wir versuchten verstorbene Seele posthum zu "Mormonen" zu machen.

Niemand, der seine Sinne einigermaßen beieinander hat, kann zu solcher Schlußfolgerung gelangen, weil die Seele, um die es sich handelt, in der besseren Welt in noch höherem Maße den Schutz seiner Persönlichkeitsrechte genießt oder, beabsichtigt irgendwer die absolute Integrität des Schöpfers zu bezweifeln?
Kann ein ernstzunehmender Christ oder Jude dieses ewige Rechtsprinzip auch nur ansatzweise in Frage stellen?

Die auch im Neuen Testament nicht negativ erwähnte "Totentaufe" ist lediglich der diesseitige Part eines Bündnisses mit Gott Jesus Christus, der aus dem religiösen Verständnis nahezu aller Christen, (und nach Jesu Worten, die er an Nikodemus richtete,) unverzichtbar ist.

Zu einem Bündnis gehören immer zwei. Für einunddieselbe Seele könnten zehntausend "Totentaufen" vollzogen werden, sie wären völlig wertlos, wenn der Allmächtige und die verstorbene Persönlichkeit es nicht akzeptieren.




HLT - Tempel Melbourne, Australien 
                                
Man kann den sogenannten „Mormonismus“ nicht mit dem üblichen Klischee von Kirchen vergleichen.

Großkirchliche Theologien stehen auf dem Boden der Überlieferung, gleichgültig ob diese korrekt ist oder nicht.

Lehränderungen die sich durchsetzen konnten, gelten sonderbarerweise als berechtigt, doch die Abweichungen sind erheblich.
Zu den historisch gesehen verheerenden Änderungen gehören u.v.a. diese Elemente:

1.) im Urchristentum wurde das Individualrecht als heilig und unantastbar betrachtet

das änderte sich im Jahr 380 durch das Staatsgesetz „Cunctos populos“ das nur die „katholische“ Religion erlaubte. Jeder anderen Version des Christentums wurde verboten. (Es besteht der dringende Verdacht, dass Ambrosius von Mailand der eigentliche Vater dieses verbrecherischen Gesetzes ist, denn ohne Ambrosius in seiner Eigenschaft als Kaiserberater, geschah im römischen Reich nichts von Bedeutung. Er zwang z.B. Kaiser Theodosius I. der als Verfasser ausgegeben wird, öffentlich, zur Rücknahme seiner Weisung eine Synagoge die von Christen zerstört wurde, auf Kosten der Schuldigen wiederaufzubauen.

Um 540 verschärfte Kaiser Justinian mit Codex Justinianus 1,10 den Glaubenszwang. Der Abfall vom Christentum wurde mit der Todesstrafe geahndet.

Damit wurde aus der Kirche der tödlich gefährdeten Lämmer, die menschenfressende.

2.) ursprünglich erfolgte der Dienst in der Gemeinde ehrenamtlich, auch in großen römischen Gemeinden. Es gab in der Kirche vor Nicäa keine Kleriker, sondern Träger des Priestertums. Träger dieses Priestertums konnten alle männlichen Mitglieder werden, die sich bewährt hatten.

Durch die Installierung der Steuer „auri lustralis collatio“, im Jahr 326, (ein Jahr nach dem 1. ökumenischen Konzil der Christenheit zu Nicäa) schuf Kaiser Konstantin die materielle Voraussetzung zur Versorgung der Kleriker.

Konstantin schuf den Klerikerstand, den er fördern wollte, wenn diese Kleriker sich zugleich als seine Diener betrachten. Konstantin förderte vor allem die Männer die unverheiratet blieben.

(3) Vor Nicäa war in der gesamten Kirche (mit Ausnahme Alexandrias und einiger Gemeinden Kleinasiens) immer die Rede davon, dass Christus ein anderer als der Vater ist. (Christus sei dem Vater nachgeordnet)

In Nicäa 325 wurde das Gottesbild im Sinne Konstantins geändert, der Grundkern des athanasianischen Bekenntnisses wurde formuliert: da ist nur ein Herr!

(4) Bis etwa 400 galt in der bereits zerstrittenen Kirche noch allgemein, dass die Seele (der Geist) des Menschen buchstäblich göttlicher Herkunft, und somit ewig ist. Das nannte man die Lehre von der Präexistenz.

Kaiser Justinian eliminierte im Jahr 543 mit Hilfe einer kleinen Anzahl kollaborierender Bischöfe (165 von rund 5 000) die urchristliche Lehre vom voririschen Dasein jeder Menschenseele (die zur Familier Adams gehört).

Papst Vigilius wurde zur Unterschriftsleistung gezwungen.

(5) Die Kirche der ersten drei Jahrhunderte war auf Verinnerlichung des Glaubens gerichtet

Praxis des nachnicänischen Jahrhunderte wurde die pomphafte Gottesverehrung

(6) Bischöfe waren vor Nicäa Gemeindevorsteher die von jeweils 2 Ratgebern unterstützt wurden

Bischöfe „bestiegen“ nach Nicäa den Bischofsstuhl der vor allem vom Stadtadel angestrebt wurde, weil Bischöfe Immunität und Steuerfreiheit genossen. Konstantin verlieh den Bischöfen der Metropolen zudem wirtschaftliche Sonderrechte.

(7) Vor Nicäa, genau genommen vor 400, gab es keine gesonderte Priesterkleidung, es gab vor 400 keine Kreuze in den Gemeinden, keine Altäre, keinen Weihrauch, kein Glockengeläut usw., es gab keine Kolossalbauten...

Nach der Lehre der Kirche Jesu Christi der HLT (Mormonen) anerkennt Gott keine Amtshandlung die von dieser seit dem 4. Jahrhundert zunehmend gewalttätigen „Gegenkirche“ bzw. ihren Ablegern vollzogen wurde.

Denn der allmächtige Vater, versagte sich selbst, gegenüber seinen Kindern Zwang anzuwenden. Das lehrte die Urkirche entschieden, wie Origenes (185-254), vehement. Da aber andererseits nichts Unreines ins Reich Gottes gelangen kann, muss jeder Mensch, der das wünscht!, getauft werden, denn die Taufe ist das Symbol der Reinwaschung: der alte Mensch wird zu Grabe getragen (Untertauchung) und der neue kommt hervor, wie Christus in der Auferstehung.

(8) Die in der Urkirche obenanstehende Lehre von der Möglichkeit der Vergottung derjenigen Menschen, wurde im 6. Jahrhundert verflucht.

Sie bezog sich auf diejenigen, die konsequent die Christusgebote beachten und dem Licht Christi folgen. Zwar hat Papst Benedikt XVI. daran erinnert, dass diese Verheißung urchristlich war ( ebenso von Luther bestätigt) doch weltweit verspotten großkirchliche Theologen die Mormonen, eben wegen der Restaurierung dieses bedeutenden Lehrelementes.

(9) An die Stelle der Erwachsenentaufe durch Untertauchung, trat das Besprengen.

Noch 3. Jahrhundert war unbestritten, dass Jesus im Jordan untergetaucht wurde...


Die übliche Vorstellung von der Taufe Christi durch Johannes. Zugleich ist unbestritten, dass Jesus untergetaucht wurde. Wie die Taufe wurden alle anderen Elemente des Urchristentums entstellt.


Wikipedia: Jesu Taufe im Jordan, Wandmalerei 3. Jahrhundert
Niemand kann derzeitig sagen, warum die ursprüngliche Überzeugung der Christen nicht erhalten werden konnte, der Mensch könne einmal wie Gott werden.

In den ersten dreihundert Jahren der Verbreitung des Christentums war diese Lehre die “oberste” (A. von Harnack)

Heute im Zeitalter darwinistischen Denkens, muss solche Glaubensüberzeugung geradezu blasphemisch und überspannt anmuten.
Das hängt mit der unterschiedlichen Bedeutung des Begriffes “Mensch” zusammen.

Im üblichen Sprachgebrauch ist “der Mensch” das Erscheinungsbild das uns im Spiegel gegenübertritt, doch in der alten Kirchenlehre und bei den “Mormonen” ist der Mensch das Unsichtbare.

Der Mensch ist Geist!”   sagte Joseph Smith in Lehre und Bündnisse Abschn. 93: 33 Er konnte das sagen, weil es ihm von Gott gezeigt wurde. 
 
Dieses Leben ist nur eine Zwischenstation, die allerdings von höchster Bedeutung ist, weil wir hier unser wahres Gesicht zeigen. Hier legen wir den Grund für neue Ausgangsstellungen weiterer Entwicklung. Wer „hier“ sein Gewissen verkaufte, wird „dort“ erleben, dass ihm etwas fehlt.

Basis der “Mormonentheologie” ist, dass der Kern unseres Wesens (unser Bewusstsein, unsere Intelligenz) unzerstörbar ist und nie erschaffen wurde, er ist ewig.
Auch das darf bezweifelt werden.
Aber es macht Sinn daran zu glauben. Den 93. Abschnitt Lehre und Bündnisse kann jeder unkompliziert in sein Weltbild einbauen. Er beschreibt,
“dass der Mensch im Anfang - vor Grundlegung der Welt – bei Gott war. Intelligenz oder das Licht der Wahrheit kann nicht erschaffen oder gemacht werden... alle Wahrheit ist unabhängig in dem Bereich, worin Gott sie gestellt hat, und kann selbständig handeln, so ist es auch mit aller Intelligenz. Anders gibt es kein Dasein... hier ist die Entscheidungsfreiheit des Menschen und hier ist die Schuldigsprechung des Menschen, weil das, was von Anfang an war für ihn klar und offenkundig ist und er das Licht nicht annimmt. Jeder Mensch, dessen Geist das Licht nicht annimmt steht unter Schuldspruch. Denn der Mensch ist Geist: Die Urstoffe sind ewig, und wenn Geist und Urstoff untrennbar mit einander verbunden sind, so empfangen sie eine Fülle der Freude.!”

 Der Glaube an Christus alleine kann nicht zur Fülle der Freude führen, weil wir zuvor das Licht des Guten und der Wahrheitserkenntnis erlangen müssen. Andernfalls müssen wir umkehren und uns dem Licht Christi zuwenden, um einer Schuldigsprechung zu entgehen. Das sichtbare Zeichen der Umkehrwilligkeit ist die Taufe und zwar eine Taufe die Gott eingesetzt hat und der der Glaube an Christus vorausgeht.

Freitag, 7. Februar 2014

Bleibt bei der Wahrheit

Ob Gott es erfreute ständig hören zu müssen:
"Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!"


wenn diese Bitte, seit Jahrhunderten in Klöstern, Kirchen und privat fromm gebetet wurde, während die Beter zugleich eisern entschlossen waren, zuerst ihren eigenen, oft genug bösen Willen zu tun?

Tausende Male wurden Menschen hinter das Licht geführt:


Das Motto Gott will es! - Deus lo vult! - dass ein Kreuzfahrerheer aufgestellt wird. Papst Urban II. (wurde allen, die dem Ruf folgten, nie verwelkender Ruhm im Himmelreich versprochen


Wikipedia schrieb: Als der Papst am 27. November 1095 vor die erwartungsvolle Menge trat, hielt er eine stark dramatisierende Rede von den Leiden der Christenheit im Osten und der Notwendigkeit der Befreiung der heiligen Stätten, die Chronisten zufolge, die abweichende Fassungen vom Wortlaut überlieferten, von der Menge begeistert aufgenommen wurde. Angeblich wurde bereits zu diesem Zeitpunkt das spätere Motto der Kreuzzüge – Deus lo vult! („Gott will es!“) – geprägt. Adhemar de Monteil, Bischof von Le Puy, der später zum Führer des Zugs ernannt wurde, kniete in einem zuvor besprochenen Auftritt unmittelbar nach dem Ende der Rede vor Urban II. nieder und bat als Erster um die Erlaubnis, ziehen zu dürfen. Viele andere sollen sich ihm angeschlossen haben. Danach hielt Papst Urban II. noch in Tours und Rouen Synoden ab, die den Aufruf verbreiteten. Ein Übriges taten die über das Land gesandten Wanderprediger der Kirche, die dafür sorgten, dass viele einfache Menschen, Abenteurer, Verbrecher, aber auch Bauern in den Krieg zogen. Den Kampfwilligen wurde Ablass für ihre Sünden zugesagt.
Das restliche Kreuzfahrerheer, das ebenfalls kleinasiatische Städte erobert und für sich beansprucht hatte, war währenddessen in Richtung Syrien gezogen, wo es im Oktober 1097 mit der Belagerung von Antiochia begann. Die Nahrungsversorgung während der siebenmonatigen Belagerung war völlig unzureichend, viele Kreuzzügler verhungerten oder desertierten.
Die Stadt wurde erst im Juni 1098 durch Verrat eingenommen und alle nicht-christlichen Einwohner umgebracht. Die Kreuzfahrer wurden nun selbst zu Belagerten, da ein vereintes Entsatzheer der Emire von Mosul, Aleppo und Damaskus nur fünf Tage später eintraf. Erschwerend kam hinzu, dass es in ganz Antiochia als Folge der Belagerung keine Nahrungsmittel mehr gab. In dieser verzweifelten Situation riefen sie eine dreiwöchige Fastenzeit aus. Währenddessen verbreitete Bohemund von Tarent das Gerücht um die Heilige Lanze. Ein Mönch namens Peter Bartholomäus hatte eine Vision, in der ihm der heilige Andreas erschien und ihm den wahren Aufenthaltsort der Heiligen Lanze zeigte. Man bezweifelte die Wahrheit dieser Aussage, als jedoch auch ein Pfarrer eine ebensolche Vision hatte, waren die Zweifel überwunden. Nach fast drei Wochen Hungerns ließ er nach der Lanze graben. Tatsächlich fand sich dort eine Lanze. Durch den angeblichen Fund der Heiligen Lanze motiviert, stellten sich die Kreuzfahrer dem muslimischen Entsatzheer zum Kampf. Doch brachen zu diesem Zeitpunkt innere Streitigkeiten unter den Belagerern aus, so dass die Kreuzfahrer das Entsatzheer nach kurzem Kampf in die Flucht schlugen. Bohemund von Tarent ernannte sich nun zum Fürsten von Antiochia, womit er einen weiteren Kreuzfahrerstaat gründete und dabei ebenfalls den Lehnseid gegenüber dem byzantinischen Kaiser missachtete. Bohemund beendete seine Teilnahme am Kreuzzug vorzeitig und ging dazu über, die Herrschaft in seinem Fürstentum auszubauen. An seiner Stelle zog sein Neffe Tankred weiter Richtung Jerusalem.
Nach gelungener Verteidigung der Stadt besserte sich die Nahrungsversorgung nicht. Auch grassierten Seuchen unter den ausgehungerten Kreuzfahrern, denen auch Adhemar de Monteil erlag. So plünderten die Kreuzfahrer auf der Suche nach Nahrung das weitere Umland. Dabei kam es im Dezember 1098 bei der Eroberung der Stadt Maarat an-Numan zu Kannibalismus; Radulf von Caen berichtete:

„In Maara kochten unsere Leute die erwachsenen Heiden in Kesseln, zogen die Kinder auf Spieße und aßen sie geröstet.“
Radulf von Caen: Gesta Tancredi In Expeditione Hierosolymitana.[1]
Die Berichte über Maara fanden in der arabischen Welt, als Beispiel für die Grausamkeit der als barbarisch empfundenen Invasoren, weite Verbreitung. Noch heute ist in arabischen Volksliedern von „Menschenfressern“ die Rede, wenn Franken gemeint sind.



Hinter das Licht geführt werden abermals Millionen, durch die
"Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche" von November 1999:

Man muss sie wieder und wieder lesen um zu bedenken, dass es

nirgendwo in der Bibel, - außer bei einem gründlich missverstandenen Paulus -  auch nur den geringsten Anhaltspunkt gibt, für die Behauptung die im Zentrum dieser Verdummungsschrift geschrieben steht: der Mensch werde allein durch Gnade selig.

Paulus hat klar formuliert: 
              Irret euch nicht: was der Mensch sät, das wird er ernten

Gott hat den Menschen mit starkem Willen, Intelligenz und zahllosen Fähigkeiten ausgestattet, von ihm erwartet er gnadenlos, dass er mit seinen Talenten wuchert.

Jesus lehrte es warnend:
Der Mann der sein Talent nicht zum Guten eingesetzt hatte um das Gute in der Welt zu vermehren, der zu faul und zu feige war sich dagegen zu stemmen, dasss das Elend sich endlos ausbreitet, erhielt von demselben Gott der Joseph Smith belehrte, die Antwort, wie sie im Matthäusevangelium niedergeschrieben steht:


"Du bist ein schlechter und fauler Diener, hättest du wenigsten mein Geld, nämlich meine dir von mir verliehene Kraft, andern zur Unterstützung und Verfügung gestellt, wenn du selbst dich schon für zu unbegabt gehalten hast..." Kap. 25: 26


Da posaunten sie noch am Ende des 20. Jahrhunderts auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert in ihrer schändlichen "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche" von November 1999:
                                
                                 "Sola gratia!" Allein durch Gnade.

Ein Hurra von allen Halbseidenen war ihnen gewiss. Wen soll das anspornen etwas zugunsten seiner Umwelt zu tun?

Johannes mahnte ebenfalls:

"Weil du lau und weder kalt noch warm bist, werde Ich dich aus meinem Mund ausspeien" spricht der Herr" Offenb. 3: 16


In den 20 Seiten der erwähnten Erklärung kommt Jesus Christus nicht ein einziges mal zu Wort, außer das die Scharen der mit der Abfassung beschäftigten Theologen ihn zwielichtig zitieren, er könne nicht lügen und habe ihnen das Recht zur Sündenvergebung verliehen.


Ambrosius von Mailand (339-397)

Diese sonderbare Religion erhielt die bis heute beibehaltene Form samt kuriosen Inhalten durch Ambrosius und Augustinus von Hippo.
Ambrosius lehrte bekanntlich, dass die Kirche die Macht besitzt, allen Sündern zu vergeben. 

Heute befinden sich, wegen solcher einst für echt gehaltenen Anmaßung,  die Großkirchen im hilflosen Zustand, einzusehen, dass sie keineswegs die Macht zur Sündenvergebung innehaben, sondern, dass ihre handfesten Sünder wie alle anderen Menschen gemäß geltendem Recht zu verurteilen sind.
Aber! auch hier im Gegensatz zur Praxis und Lehre vor allem der katholischen Kirche gilt: Irgendwann ist die Schuld abgegolten. Gott und Opfer werden ihrer nicht länger gedenken.
Die Bösen werden leiden, und doch nicht Ewigkeiten hindurch in der Hölle (ihrer durch Gewissensbisse verursachten Verdammung) bleiben.

Ausgerechnet diese Damen und Herren die ihre Übeltäter nicht aus ihren Kirchen ausgeschlossen haben, wie sogar Paulus verlangte

"Schafft den Übeltäter aus eurer Mitte!"
1. Kor. 5: 7

verkünden etwas wozu sie nicht (von Gott) berufen wurden:

Haben diese Verfasser der "Erklärung" jemals klar gestellt, dass die Sadisten aller Zeiten, dass diejenigen die Kinder missbrauchten und die mordsüchtigen KZ-Aufseher, die Drogenbarone keine Gnade zu erwarten haben, es sei denn sie zeigen jahrzehntelang tiefstes Bedauern?
Es erheben sich schlimmste Gedanken und Antworten auf die Frage: Warum haben ausgerechnet kirchliche Institutionen wie die römisch-kath. Kirche, die durch die Bibel dazu verpflichtet sind Rechtschaffenheit zu praktizieren den bösartigsten Judenmördern 1945 die Flucht vor dem Arm der Gerechtigkeit ermöglicht?
Wie können sie fortfahren und ihrem Gott versprechen:

"Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!",

wenn sie doch wild entschlossen sind ihren Willen durchzusetzen?
Joseph Smith nannte es Pfaffentum, so zu handeln.

Gerade dieser eine Satz Christi, den Joseph, als eine der Aussagen innerhalb seiner ersten Vision, 1820, festhielt:
 "die Glaubensbekenntnisse der Christen seien Gott allesamt ein Gräuel"  war und ist, wie wir heute zweifellos wissen, mehr als berechtigt.