Samstag, 3. Juni 2017

An die Adresse von deutsch@gotquestions.org

ich bitte sie höflich zu begründen, was sie berechtigt zu sagen:

 "Die zwei bekanntesten Kultbeispiele sind die Zeugen Jehovas und die Mormonen. Beide Gruppen behaupten christlich zu sein, aber verweigern Jesu Gottheit und die Rettung durch Glauben."

Wissen sie nicht, dass die "neuzeitlichen Offenbarungen", die seitens der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ("Mormonen") weltweit verbreitet werden stets Christus mit Jehovah gleichsetzen? 

Hier z.B. mein Hinweis auf Lehre und Bündnisse Abschnitt 27: 1

"Höre auf die Stimme Jesu Christi, deines Herrn, deines Gottes und Erlösers..."

Wussten sie, dass es unsererseits hunderte gleichlautender Verkündigungen gibt?

Sie behaupten die Lehren der Kirche Jesu Christi der HLT verweigerten eine "Rettung durch Glauben" zu akzeptieren. 

Das Buch Mormon lehrt jedoch:

" (Gott gebietet) allen Menschen, dass sie umkehren und sich in seinem Namen taufen lassen müssen, indem sie vollkommenen Glauben an der heiligen Israels haben, sonst können sie nicht im Reich Gotte errettet werden2. Nephi 9: 23

"Wir wissen, dass Rechtfertigung durch die Gnade unseres Herrn und Erretters Jesus Christus gerecht und wahr ist. Und wir wissen auch, dass Heiligung durch die Gnade  unseres Herrn und Erretters gerecht und wahr ist - für alle diejenigen , die Gott lieben und ihm dienen mit aller Maht, ganzem Sinn und aller Kraft.":Lehre und Bündnisse 20: 30 

 Oder Lehre und Bündnisse 63: "Wer im Glauben ausharrt und meinen Willen tut, der wird überwinden."

Ihrerseits wird zudem behauptet "Mormonismus" sei ein Kult, zugleich bieten sie ihre Definition dafür an was sie darunter verstehen, nämlich:

Die spezifisch christliche Definition von Kult lautet: “eine religiöse Gruppe, die eine oder mehrere Grundlagen der biblischen Wahrheit verneint.” 

Man sollte hinzusetzen: Kult praktiziert wer die Wahrheit verneint.

Vor allem gilt gemäß Jesu Wort, er sei der Weg und die Wahrheit:  Christen diffamieren nicht!

Freundliche Grüße

Gerd Skibbe

Dienstag, 30. Mai 2017

Kritik eines Mormonen anlässlich des Lutherjahres 2017


Eine Frage, liebe Lutherfreunde – liebe Protestanten,

ist euch permanent bewusst, dass Martin Luther, einer der größten Helden der Weltgeschichte, bald nach Worms, zur personifizierten Intoleranz heruntersank, weil er außer zahlreichen Wahrheiten auch durch und durch antijüdische und sogar antichristliche Losungen vertrat?
Nicht nur die "Wiedertäufer" seiner Zeit, in hunderten Publikationen seitens moderner Evangelikaler weltweit erfahren vor allem Mormonen immer noch den Ungeist des Übervaters des Protestantismus:

„Mit Ketzern braucht man kein langes Federlesen zu machen, man kann sie ungehört verdammen!“ Luther, Tischreden, Bd. III, S. 175.

Selbstherrlich, wie früher die Inquisitionsherren, bestimmen namhafte Protestanten (und Katholiken) bis zur Stunde, wer und was ein Ketzer, und wer und was ein "Christ" ist. Den Kopf in den Nacken gelegt bekräftigen sie ihre hausgemachten, absolut unbiblischen Kriterien.

Bild Wikipedia: Luthr vor Kaiser Karl V., 1521, in Worms
Luther Stern wird dennoch ewig leuchten, wie der des David, der Goliath besiegte. Beide kämpften unter Einsatz ihres Lebens, erfolgreich, mit starkem Glauben, gegen das Böse.

Luther siegte in Worms, 1521, glücklicherweise und doch scheiterte er, wie schon David, 1000 v. Chr. David verdarb sich mit seiner Sexbesessenheit und Martin durch seinem Starrsinn.

Aus dem großen Fürsprecher für die Freiheit des Christenmenschen - für die Unabhängigkeit des Menschen vom diktatorischen Rom - wurde aus Bruder Martin leider ein rechthaberischer Tyrann der Hass säte und Tod erntete.
Luthers Haltung im Vorfeld der Bauernkriege, sowie den Juden gegenüber, belegt dies mehr als deutlich. Dunkle Punkte, die niemand mehr bestreitet. Aber mehr als das.

Luthers Halbwahrheit, der Mensch könne zu seiner Erlösung nichts beitragen, hat kaum weniger Schaden angerichtet.
Er sprach zwar tausend Worte zur Rechtfertigung und Erläuterung dieser These. Doch das machte es nicht besser.
Dr. Martins Beharren auf gewissen Lehrsätzen und damit das Bekenntnis seiner Verehrer zu einigen fragwürdigen Elementen seiner Theologie ist antichristlich, weil sie unter anderem zumindest zu Missverständnissen etwa dieser Art verführten: „Sündige tapfer, das macht nichts, wenn du nur umso tapferer (an Christus) glaubst.“
Im Original: „Esto peccator et pecca fortiter, sed fortius fide et gaude in Christo, qui victor est peccati, mortis et mundi!“
Auch steht immer noch groß in allen evangelischen Lehrbüchern geschrieben: der Mensch ist unfähig sich von sich aus Gott zuzuwenden.

Was soll das? Die Konsequenzen solcher Lehren sind offensichtlich! Das Wortgeplänkel rund um das "sola gratia" interessiert die meisten Christen nicht. Sie schalten ab, besuchen ihre Kirchen nicht - und die sie besuchen wollen es nur ertragen, aber ungerne wieder und wieder hören, weil sie Übertreibungen, wie das SOLA, intuitiv nicht mögen. Viele wissen zudem, dass es, in der Überbetonung, falsch ist. Denn das tägliche Leben lehrt uns alle, dass man sich sehr wohl des Bösen, aus eigenem, freien Willen, enthalten kann. Alle wissen es: 
wenn wir gegen den wachsenden Islam bestehen wollen, dann nur wenn wir unseren freien Willen zum Humanismus und zur fairen Selbstverteidigung zusammenbinden.

Da ist zudem die Verkündigung, dass Gott nicht mehr wirklich erreichbar ist, dass er nicht mehr durch Offenbarung, Inspiration und Eingebungen sprechen würde, selbst wenn ihn jemand darum im tiefen Glauben ersucht, um ein schwerwiegendes Problem zu lösen.

Exakt diese Aussage wird auch im gegenwärtig gültigen katholischen Katehismus autoritär vertreten und die EKD befindet sich auf derselben Linie.
Diese Ablehnung ist unlogisch, sie ist biblisch nicht zu begründen, ausserdem widerspricht sie Christi Kernaussagen.
Zum anderen steht zwar fest, dass weder Luther noch seine Prediger jemals die sittlichen Forderungen Christi außer Kraft setzen wollten und doch lief und läuft es im gesamten protestantischen Glaubensraum praktisch darauf hinaus. Das belegt die Geschichte im Großen und Ganzen, wenn es auch leuchtende Gegenbeispiele gibt.
Entschieden zu wenig Wert genießen unter Protestanten in diesem Kontext Christi Prinzipien: (niemand behauptet, dass sie unter ihnen gar keine Rolle mehr spielen. Sie stehen nur nicht mehr im Zentrum der Predigten)
- - wem viel gegeben wurde, von dem wird viel verlangt werden.
- - stellt euer Licht nicht unter den Scheffel. Lasst euer Licht leuchten Ihr seid das Salz der Erde – seid ihr es nicht, dann verwerfe ich das Nichtsalz.
- - Tut was ich sage!
- - Als Weltenrichter werde er die Schafe von den Böcken trennen, diejenigen die sich für das Wohlergehen sogar der Gefangenen einsetzen, wird er anerkennen, zu den Böcken aber diejenigen zählen die nichts dazu beitrugen die Hungrigen zu speisen.

Luther setzte seine Kriterien anders, nämlich nahezu konträr:
- Der Mensch ist sittlich unfrei!

Das Gegenteil wurde in der frühen Kirche gelehrt. Es ist nicht nur Origenes der entschieden darauf verweist, dass der Willensfreiheit, ungeachtet der göttlichen Vorsehung eine wesentliche Rolle zukommt.
Der von Rom heiliggesprochenen römische Bischofs Hippolyt betonte in Texten die einhundert Jahre vor Nicäa erschienen ausdrücklich, wie hoch die Christen seiner Zeit die „Freiheit des Willens“ schätzten, dass sie Teil der Wahrheitslehre Christi sei:

„Der Logos (Christus) trug die Ideen des Vaters in sich und brachte auf dessen Geheiß die Schöpfung hervor... der Logos (Christus) wurde Mensch, um uns ein Beispiel zu geben und den Beweis zu liefern, dass der Mensch frei sei und sich des Bösen enthalten könne. Zu diesem Zwecke nahm er das Wesen des Menschen an. Er wurde leidens- und todesfähig, um die Menschen von ihren Leiden aufzurichten. Durch die richtige Erkenntnis, ermahnt Hippolytus (c. 34) zum Schlusse, werde man der Höllenstrafe entgehen und die Unverweslichkeit des Leibes nebst dem Himmelreiche empfangen als Genosse Gottes und Miterbe Christi. Denn dann wird der Mensch Gott. Als Mensch war man leidensfähig; was man aber dann erhält, empfängt man als vergöttlicht und unsterblich gemacht. Christus, der Gott ist über Alles, reinigte den Menschen von der Sünde und schuf den alten Menschen zu einem neuen um. Wenn man seine Gebote hält, wird man ihm ähnlich. Gott macht den Menschen zu Gott zu seiner Ehre... die Subordination des Logos unter den Vater (ist) als notwendig gegeben… Die Menschwerdung hat den Zweck, das Ideal eines Menschen tatsächlich zu verwirklichen. Geht der Mensch mit seinem des Guten fähigen, freien Willen auf diese Umgestaltung seines Wesens ein, so wird er als Adoptivbruder des Gottmenschen vergottet.“ Joseph Langen „Geschichte der römischen Kirche“

Das ist „Mormonismus“ pur! im Gegensatz zu protestantischer Verkündung. Wusstest du das, lieber Leser? Unser freier Wille
entscheidet, das wurde von den alten Vätern allgemein gelehrt. Luther weicht ab. Er sieht Gründe dafür, doch er irrt wenn er dem Menschen den freien Willen abspricht. Das weiß jeder, sobald er ein selbstkontrolliertes Leben führt, das Jesus ihm nicht nur in seinen Gleichnissen und in der Bergpredigt vorzeichnete.
Wiederholt und mit Nachdruck behauptet der hochgescheite Luther, der Mensch werde, von Gott oder vom Teufel geritten. Und wer ritt ihn, als er uns in die Kategorie der Willenslosen abschob?

" Luther … war im Hinblick auf die sittlichen Möglichkeiten des Menschen äußerst pessimistisch. Für ihn hing alles allein von der freien Gnade des allmächtigen Gottes ab, die für ein auch noch so geringes Mitwirken des Menschen am Heil keinen Platz ließ." Thomas Martin Schneider "Freiheit bei Martin Luther"

Bild  LDS Kirche, gemäß Totenmaske
Joseph Smith (1805-1844)

sagt exakt das Gegenteil,  in Übereinstimmung mit allen Autoren des frühen Christentums:

"Wahrlich (der allmächtige Gott, Schöpfers Himmel und der Erde) sagt: Die Menschen sollen sich voll Eifer einer guten Sache widmen und vieles aus ihrem eigenen, freien Willen tun und viel Rechtschaffenheit zustande bringen; denn die Macht ist in ihnen, wodurch sie für sich selbst handeln können." Lehre und Bündnisse 58:27)

Wir alten Mormonen lieben Bruder Martin, den jungen, aber nicht den rechthaberischen judenhassenden älteren Luther, der uns den freien Willen abspricht.


Freitag, 26. Mai 2017

Ingrids Sinngedichte (2)




Flames

In shade of night I watch some folks
Sit round about the fire
Warmth and beauty holds the flame,
Servant of man, all know thy name.
The night grew dark, the hour late
And folks agreed! It’s time for bed.
Bring here some water, bring a spade
Let’s put to sleep our faithful mate.
In moments it was over and done,
Flames, beauty, warmth, together gone.
No grievous sighs, no teardrops shed
Drowsy they all went off to bed.
Oh, could the flames within the heart,
Be quenched like flickering fire,
To rise against the starlit shore,
Roll forth, like smoke to be no more.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Eminenz, sie irren sich! by Gerd Skibbe

Warum stellt sich Kardinal George Pell nicht der Polizei Melbournes? Das fragt die australische "Herald Sun" vom 17. May 2017 auf ihrer Titelseite. Wenn er die acht oder zehn Knaben, zwischen 1978 und 2001 nicht missbrauchte, warum floh er dann nach Rom? Was hat er zu fürchten? Die Behauptungen stehen jedoch da, nämlich er habe doch. 
Die Melbourner Polizei kann ihn nicht zwingen  vor dem Gericht zu erscheinen, denn es besteht zwar ein Auslieferungsvertrag mit Italien, nicht aber mit dem Vatikan, wo er Zuflucht fand.
Stünde ich an seiner Stelle, ich ginge hin um meinen Anklägern in die Augen zu schauen, vorausgesetzt es handelte sich um eine Verleumdung.
Aber sich weigern bringt nichts.
Es kommt doch sowieso alles heraus! Früher oder später.
Die Beichte kann keinen Übeltäter retten und sei er noch so hoch gestellt, auch wenn seit dem 4. Jahrhundert, seit und mit Ambrosius von Mailand für Katholiken der Satz gilt:

 "Es gibt keine Sünde, die die heilige Kirche nicht vergeben (nicht nachlassen) könne."

Selbst der mutige Papst Franziskus wagte noch nicht, diesen ambrosianischen Unfug über Bord zu werfen.
Vor Gott gilt nur die echte Reue und die besteht darin, dass man Vergehen  an der Öffentlichkeit öffentlich bekennt.

Montag, 22. Mai 2017

Mein Brief an einen katholischen Freund



Lieber  Michael,

warum bist du besorgt? Du schweigst nicht, weil du keine Antwort weißt, sondern weil du dein Rom liebst. Traditionen sind immer Teil von uns. Als mein Kopf schon längst wusste, dass Hitler einer der schlimmsten aller Zeiten war, hing irgendetwas in mir weiter an ihm, noch Jahre nach dem offen zutage lag, dass er die Juden als Volk vernichten wollte. Die Zeit in der Hitlerjugend, zwischen 1941 bis zum letzten Kriegstag,  hatte mich geprägt.
Ich konnte nie leugnen, dass er ganz gelassen blieb, wenn er mein Leben von mir forderte, noch im Februar 1945 als der Gestellungsbefehl zum „Volkssturm“ eintraf, als bereits feststand, dass seine Sache verloren ist.

Es ist wahr, ich möchte allen meinen Freunden vor Augen führen, dass ich gute Ursache habe euch alle zu locken, „Mormonismus“ unter eure Lupe zu nehmen.
Wenn er wirklich von dem Gott kommt, der unser aller Vater ist, dann gibt es keine Argumente gegen ihn. Sollte das Gegenteil der Fall sein, muss man ihn verachten. Dazwischen liegt viel Land.

Rom hat Gutes bewirkt und sehr, sehr viel Böses.
Ich frage mich, wie kann es sein, dass Abermillionen Katholiken niemals ernsthaft die Religion der sie anhängen untersucht haben.
Bei uns ist es umgekehrt. Wir tun es täglich.
Nicht weil wir unserer Sache nicht sicher sind, sondern weil es unser Lebensinhalt ist, mehr zu suchen. Wir haben nie alles erhalten.
In Florida habe ich Gottesdienste der Baptisten besucht. Mich überraschte, dass die Leute nicht merkten, dass sie Teilnehmer einer gut gemachten und sicherlich auch gutgemeinten Seelenmassage waren.  Nicht mehr. Das aber reicht nicht aus. Wir sind auf mehr angelegt, als darauf Streicheleinheiten zu bekommen.
Dasselbe passiert  bei Generalaudienzen im Vatikan. Man kann doch nicht unkritisch hinnehmen, was Päpste dort verkünden. Natürlich kommt vom Balkon der Papstloge Liebenswürdiges. Aber auch riesiger Unsinn.
Ein Beispiel: 

am 3. Oktober 2007 hielt der auch von mir hoch geschätzte Papst Benedikt XVI. folgende Lobrede auf Cyrill von Alexandria:

Liebe Brüder und Schwestern!
Bei der Fortsetzung unseres Weges auf den Spuren der Kirchenväter begegnen wir auch heute wieder einer großen Gestalt: dem heiligen Cyrill von Alexandrien. Cyrill, der mit der christologischen Auseinandersetzung verbunden war, die um das Jahr 431 zum Konzil von Ephesus geführt hat und der als letzter bedeutender Vertreter der alexandrinischen Tradition galt, wurde später im griechischen Osten als „Bewahrer der Genauigkeit“ – was als Bewahrer des wahren Glaubens zu verstehen ist – und sogar als „Siegel der Väter“ bezeichnet. Diese früheren Bezeichnungen bringen eine Tatsache zum Ausdruck, die kennzeichnend für Cyrill ist: mit der Absicht, die Kontinuität der eigenen Theologie zur Tradition aufzuzeigen, hat der Bischof von Alexandria stets auf die ihm vorausgehenden kirchlichen Schriftsteller (unter ihnen vor allem Athanasius) Bezug genommen. Er gliedert sich bewusst und ausdrücklich in die kirchliche Tradition ein, in der er die Gewähr für die Kontinuität mit den Aposteln und mit Christus selbst erkennt… Dank umsichtiger Bündnisse ist es dem Bischof von Alexandrien bald gelungen, dass Nestorius wiederholt verurteilt worden ist: von Seiten des römischen Stuhls, dann durch eine Reihe von zwölf Anathematisierungen, die er selbst verfasst hatte und schließlich vom dritten ökumenischen Konzil, das 431 in Ephesus abgehalten wurde…Der heilige Cyrill, der sowohl im Osten als auch im Westen als Heiliger verehrt wird, wurde 1882 von Papst Leo XIII. zum Kirchenlehrer erklärt… Bedeutsam sind weiter die zahlreichen Lehrwerke, in denen wiederholt der Glaube an die Dreifaltigkeit gegen die arianischen Thesen sowie gegen die Thesen Nestorius verteidigt wird. Die Grundlagen der Lehre Cyrills sind die kirchliche Tradition und besonders, wie ich bereits angedeutet habe, die Schriften des Athanasius, seines bedeutenden Vorgängers auf dem Sitz von Alexandria.“
  
Die meisten Anwesenden dieser Generalaudienz werden sich glücklich geschätzt haben, den Heiligen Vater hautnah erlebt zu haben.
Aber wenn ein Prominenter meiner Kirche vergleichbar Dummes gesagt hätte, würde mindestens die Hälfte aller Mormonen lauten Protest einlegen und ein nicht unbeträchtlicher Teil würde der Kirche Jesu Christi der HLT sofort den Rücken zukehren. 

Das ist bei Katholiken nicht der Fall.

Die Forschung weiß wer dieser Cyrill von Alexandria war:
Ich habe die Dissertation „Die Christologie des Nestorius“  des katholischen Geistlichen Dr. Fendt gelesen, die er vor einhundert Jahren geschrieben und verteidigt hat und die sich eingehend mit Cyrill von A. beschäftigt. Das Urteil über Cyrill von A. ist vernichtend.
Noch deutlicher wird der Althistoriker Prof. Dr. Seeck. In seinem Buch „Geschichte des Untergangs der antiken Welt“ erläutert er näheres:

„ (Cyrill 380-444) war ein Neffe des Theophilus und hatte dessen rücksichtslose Herrschsucht geerbt. Als dieser am 15. Oktober 412 gestorben war, hatte Cyrill unter wilden Straßenkämpfen, in die auch die Truppen eingreifen mussten, seine Wahl auf den erledigten (Bischofs-) Thron durchgesetzt, und eine seiner ersten Amtshandlungen war gewesen, dass er die Bethäuser der Novatianer (einer Gruppe Urchristen die gewillt waren gemäß Christi Gebote zu leben) schließen ließ und sich nicht nur ihres Kirchenschatzes sondern auch des Privatvermögens ihres Bischofs Theopemptus bemächtigte. Denn das Geld schätzte er so hoch, dass er selbst die Bistümer Ägyptens feilbot. Eine reiche Einnahmequelle und zugleich ein wichtiges Machtmittel boten ihm die Krankenwärterstellen, da die Hospitäler von Alexandria als wohltätige Stiftungen unter seiner Aufsicht standen. Weil nämlich ihr Dienst nicht nur ein hübsches Einkommen brachte, sondern wahrscheinlich auch vom Decurionat und anderen Staatslasten befreite, drängten sich auch reiche und vornehme Leute dazu und erkauften die Aufnahme in die Körperschaft mit barem Gelde. Denn große Anstrengungen brauchte man ihnen nicht zuzumuten, schon weil Cyrillus ihre Zahl auf nicht viel weniger als tausend erhöht zu haben scheint. Und alle die Hunderte, die Krankenwärter hießen, tatsächlich aber auf den Straßen Alexandrias müßig lungerten, bildeten für den Bischof eine handfeste Leibwache und waren höchst geeignet, Krawalle hervorzurufen und anzuführen. So dienten auch die Wohltätigkeitsanstalten den Zwecken der Kirche in einer Weise, an die ihre Stifter gewiss nicht gedacht hatten.“

Ich weiß natürlich, dass alle nichtmormonischen Intellektuellen sofort antworten: Ja, lieber Gerd, aber dein Buch Mormon ist auch nur ein Märchenbuch.
Wirklich? Ist es das?
„Ja selbstverständlich, da sind weder bestätigende Forschungsergebnisse, noch irgendwelche Hinweis auf Authentizität. Selbst die DNS-Analysen widersprechen der Behauptung des Buches.
So simpel?
Vor einigen Wochen traf ich Dr. Daniel Martinez, einen etwa 30jährigen Mayalogen der auf Kosten der mexikanischen Regierung die amerikanische Urgeschichte erforscht. Dr. Martinez ist Mormone und wie ich glaube ein ebenso ehrlicher wie kompetenter Sachverständiger. Wir hatten in mehrstündiges Gespräch zu diesem Thema.
Er wies mich darauf hin, dass in unserer Kirche Fehldeutungen einiger Buch-Mormon-Passagen vorhanden sind. Nicht der Text des B.M. sondern die Deutungen stehen in Frage…
Quintessenz: da sind sehr viele Beweise wissenschaftlicher Art  pro B.M. nur die sind eher unbekannt. Er hält Vorträge und belegt vor allem die Echtheit des Buches Ether, das wichtiger Bestandteil des Buches Mormon ist.
Theologische Einwände gegen das B.M. gibt es praktisch nicht. Naja, usw.
Wollte nur einen Denkanstoß geben


Dein Freund Gerd

Samstag, 13. Mai 2017

Ingrids Sinngedicht




The price


Walking by the foreshores land

I found a stone all smooth and round,

It felt so good within my hand

It spoke, jet never made a sound,

Human do you understand

How I became to be?

A pleasant object in you hand

Then understand and see,

How waves have tossed me too and fro

Through endless night and day,

I did not hide beyond  the tide

When it was time to pay.

For rock or human soul alike

The process is the same,

Would’s thou be perfect, win the price,

Then your’s needs be the pain.

                                                                                   Ingrid Skibbe 

Donnerstag, 11. Mai 2017

Goldenes Mormonentum (2)



Im Sommer 1859, als die Spannungen von den in den Felsengebirgen Utahs lebenden Mormonen, wegen des Einmarsches der Johnston-Armee in ihr Gebiet als fast unerträglich empfunden wurden, reiste der 48jährige Herausgeber der New Yorker „Daily Tribune“ Horac Greely, nach Salt Lake City, Utah. Er war schon, obwohl erst ein Mann in den Vierzigern, bereits berühmt. Er wollte unbedingt Brigham Young sehen, den Mann des Westens, den Nachfolger Joseph Smiths, Brigham Young, den Polygamisten. 
Vor allem  deshalb hatte er sich auf den weiten, nicht ungefährlichen Weg gemacht. Die Begegnung kam zustande. Ihm wurde mitgeteilt, er dürfte fragen was immer er wünschte.

Da damals die Sklavenfrage in den USA viele Gemüter beschäftigte wollte Greely wissen, wie Brigham und seine Kirche dazu stünde: 

„Darf man schlussfolgern, dass Utah wenn es Mitglied der Föderation würde, den Status eines Sklavenhalterstaates erhielte?“

 „Nein!“ erwiderte Präsident Young, wir wären dann ein freier Staat... ich betrachte Sklaverei als einen großen Fluch.“

Wovon wollen dann ihre Priester leben?“

Durch die Arbeit ihrer eigenen Hände, gleich den ersten Aposteln... wir denken, dass ein Mann für seinen Dienst an Christus (Dienst an den Mitmenschen, für seinen Gemeindedienst) (nicht bezahlt werden sollte), (andernfalls) würde ihn das unfähig zum Amt machen...