Samstag, 10. Januar 2026

Ein Brief mit Anfrage an Domradio

 Ich las gerade eine Bewertung unserer Kirche durch Domradio. Mir schien es wäre gut, um weitere Missverständnisse auszuräumen eine bedeutende Frage zu stellen. Hier ist meine Anfrage, die ich soeben als e-Mail an den Autor sandte:

Lieber Herr Neff,
Ich bin bewusst Mitglied der Kirche Jesu Christi seit meinem 16, Lebensjahre und blicke als nun 95-jähriger Kritiker auf die positiven Änderungen der römisch-katholischen Kirche zurück, insbesondere die seit dem Vatikanum II.
Ich zitiere Sie, Herr Neff:
"Neben der Bibel haben die Mormonen das Buch Mormon und andere Offenbarungsschriften. Darauf gründen sie ihren Glauben und ihre Lebenspraxis. Und das unterscheidet sie deutlich von den Kirchen in der Ökumene. Diese Schriften enthalten Vorstellungen, die den anderen Kirchen fremd sind. Dazugehört die Ablehnung der Trinität. Die "Kirche Jesu Christi der Heiligender Letzten Tage" sieht Gottvater, Jesus und den Heiligen Geist als dreigetrennte göttliche Personen, die zwar zusammengehören, aber unabhängig voneinander existieren." Zitatende
Ich habe mit Bezug zu Ihrem Statement vom 29.09.2025 unter dem Titel: „Sind Mormonen Christen?“ im Kern lediglich eine Frage, und erbitte eine Antwort von Ihnen, möchte aber zuerst feststellen, dass ich Ihren Artikel als gelungen betrachte.
Warum sollen Mitglieder meiner Kirche den „katholischen Glauben“ höherwertig schätzen, als die "christliche Wahrheit?“
Bezug: Das Athanasianum : dort heißt es:
„…wir sind gezwungen, in christlicher Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und als Herrn zu bekennen!“ 19. Zeile
Doch „der katholische Glaube verbietet uns, von drei Göttern oder Herren zu sprechen.“ Ebenfalls 19. Zeile
Freundliche Grüße
Gerd Skibbe
Bild im griechischen Kloster Meteoron:



Hintergrund: die Hagia Sophia. 
325 wurde Arius verworfen, - symbolisch wird er unter die Füße des Kaisers Konstantin getreten -weil er "mormonisch" glaubte, dass Vater und Sohn Jesus Christus zwei getrennte Personen sind. 337, also 12 Jahre später will Komstantin ihn wieder mit der Kirche versöhnen. Das ist ebenso wahr wie weithin unbekannt

Mittwoch, 7. Januar 2026

Das Gute, das allen Menschen dienende wird siegen...

 Wie sehr uns doch, trotz aller Sorgen um die Folgen der Weltpolitik, die Erinnerungen an glückliche Tage erbauen können!


Das Gute will in wachsender Weisheit gegen Eigensucht und rücksichtslosem Vormachtstreben verteidigt werden, und sei ein Beitrag dazu noch so klein, er ist unverzichtbar. Es ist auch das Streben nach der großen Wahrheit, die alleine zu echtem Frieden führen kann.

Im Kontext dazu, nagt an unserem inneren Frieden, mitunter das Bewusstsein: Das und das hättest du besser machen können.
Ich habe oft versagt, und das grämt mich. Beispielsweise war ich zu selten in der Lage in friedenstiftenden Evangeliums-Gesprächen stärker gewinnend zu argumentieren.
Ich hätte das, was ich heute sehe, schon viel eher wissen und tun können.
Unsere blutjungen Missionare machen es besser, wenn sie Nichtmitgliedern nahelegen., dass ihre, Gott und seine Lehren betreffenden Fragen am klarsten durch Gebet um Weisheit beantwortet werden können.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich gerne an Max Ahlwardt, Demmin. Er war in seinen besten Mannesjahren Entertainer, Obermeister in einer Berliner Groß-Polsterei, und bald Besitzer von drei Häusern, ein Tausendsassa der weltlich daher lebte, bis ihn sein Freund, ein Mitglied unserer Kirche, Karl Vonthien – damals Zweigpräsident im nahen Neubrandenburg – überraschte: „Ich fand die Wahrheit! Aber wenn du nicht um Licht betest, wirst du das nie erkennen.“
Max ließ sich um 1928 taufen. Mit ihm wuchs zu Demmin, in Mecklenburg-Vorpommern, eine schöne Gemeinde heran, die er bald leitete. Viele Jahre lang, immer wenn ich, nach 1947, seine Gemeinde besuchte, bewunderte ich die Überzeugungskraft dieses Mannes und seine lebhaften, nie übertriebenen Predigten. Ich sah damals, wenige Monate nach Kriegsende, sein Haus, seine Bienenstöcke und mehr verwundert. Denn 1945 hatten Angehörige der roten Siegermacht auch Demmin an vielen Stellen in Brand gesetzt, und nun starrten uns weithin rabenschwarze ehemalige Hauswände an. So verlor auch Max Ahlwardt seine Häuser und sein Möbelgeschäft. Er hat nicht lange gejammert, sondern die Ziegel seiner Ruinen saubergeklopft und sie per Schubkarre ein paar hundert Meter zu seinem Garten gefahren. Die Stadtverwaltung ließ ihn angesichts des allgemeinen Wohnungsmangels gewähren. Und wenige Wochen später zog er in sein doppelstöckiges Haus ein, Wohnzimmer, geräumiges Schlafzimmer, Küche usw.
Alle hungerten nach dem Krieg. Aber Max, und nicht wenige andere, litten dank seines Wirkens, nicht wirklich, zumal das Wohlfahrtsprogramm unserer Kirche, bald Weizen und mehr - dank dem energischen Handeln Ezra T. Benson - rechtzeitig verteilte. Ahlwardts etwa 1 000 qm großer Garten hatte reiche Obstbaum-Bestände auf fruchtbarem Schwarz-Erdboden. Er trug Mengen an Früchten, die kein Geschäft der nächsten knapp zehn Jahre in Ostdeutschland anbieten konnte, wie Erdbeeren, Kirschen usw. Bruder Ahlwardt hielt zudem eine ganze Gänseschar, und prachtvolle Pfauen.
Er erwärmte mein Herz immer wieder, bis er starb. Seinen Sarg, der im Obergeschoß stand, sah ich bereits 20 Jahre vor seinem Lebensende, als er noch rüstig umher wirbelte. Ich wollte wissen, warum er sich schon in relativ jungen Jahren seinen Sarg angeschafft hätte. Er schmunzelte und sagte: „So billig hätte ich nie wieder einen bekommen und dann liegen da meine Äpfel drin, die sind frisch bis zur nächsten Ernte.“ Über dem Sarg hing aufgereiht geräucherter Schinken und Speck. „Na ja,“ erklärte er mir, „ich habe die Prüfung als Fleischbeschauer gemacht, weil ich ein Mikroskop besaß. Die Bauern, die „schwarz schlachteten“ wollten doch sicher sein, wegen der Trichinen und so. Ich habe ihnen dann gesagt, seid nicht so geizig, Geld will ich nicht.“ Weil er nun hinlänglich über das knappste aller Lebensmittel verfügte, besaß er damit ein Tauschmittel und konnte bereits 1946 ein (gebrauchtes) Motorrad erwerben.
Ich musste die Rede zu seinem Lebensende halten. Und wie ich staunte! Es floss von meinen Lippen, als würde er selbst und nicht ich, der Trauergemeinde erklären, warum er ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wurde und bis zum letzten Atemzug aktiv blieb. Selbst die Nichtmitglieder erfreuten sich des Geistes, den Max liebte und mutig verbreitete. Danach musste ich zurückdenken, wie wir gemeinsam, mehr als zehn Jahre zuvor, den Temel zu Zollikofen, Schweiz besuchten.

Dienstag, 6. Januar 2026

Der Tag wird kommen!

 Gerade eben fielen mir zwei Kopien aus meinen umfangreichen Unterlagen in die Hand, die ich für bedeutend halte, weil sie in Begleitung hunderter anderer Belege ebenfalls beweisen, dass der sogenannte "Mormonismus" ur-apostolischen Ursprungs ist. Das bedeutet die  Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist, wenn auch in neuem Gewand, die durch göttliche Weisung restaurierte, vom Mainstream zerstörte Urkirche.

1.- Ein Auszug aus „Zeitbilder aus der Kirchengeschichte“ von Pastor Ernst F. Klein (erhältlich bei Amazon)



Der römische Kaiser Domitian (Regent von 81-96, Bruder des Titus der im Jahr 70 Jerusalems Tempel zerstörte) hörte, dass Christus zum zweiten Mal erscheinen wird. „Das fürchtete er, wie einst Herodes.“
Domitian ließ nachforschen ob da noch Verwandte von Jesus lebten. Zwei Männer wurden gefunden und vom Kaiser verhört: „Auf die Frage nach Christus und seinem Reich, wie und in welcher Gestalt er kommt, gaben sie zur Antwort: Christi Reich ist nicht weltlich oder irdisch. Es ist vom Himmel und aus der Geisterwelt, es wird am Ende der Tage erscheinen. Dann wird er in Herrlichkeit erscheinen, zu richten Lebendige und Tote, dann wird er jedem vergelten nach seinem Tun.“ Auf diese Auskunft hin tat ihnen Domitian nichts zuleide, er ließ sie laufen und verordnete, dass die Verfolgung der Kirche eingestellt werde… beide Männer wurden Bischöfe und „lebten in Frieden bis in die Tage Trajans.“  Siehe "Zeitbilder...
2.- Dokument: Auszüge aus “ Johann Joseph Ignaz von Döllingers „Sektengeschichte des Mittelalters“, 1890


         
                   
J. J. I.von Döllinger (1799-1890)  deutscher katholischer Theologe und Kirchenhistoriker der sich scharf gegen das kathlische Dogma von der „Unfehlbarkeit des Pasttums“ aussprach

„…die Katharer am Niederrhein glaubten ihre Lehren stammten aus den Zeiten der Apostel...
Ich, Gerd, sehe, wie im Folgenden belegt wird deutlich eine Querverbindung der Katharer bzw. Albigenser) zu den arianischen Goten Italiens, die unbezweifelbar echte Tempelelemente besaßen, die aus der Zeit Adams stammten, die von Abraham den Hohepriestern Ägyptens vermittelt wurden. Siehe Champdor, „Das ägyptische Totenbuch“ (ebenfalls erhältlich über Amazon).
Der Reigen der Übereinstimmungen setzt sich fort. Jeder Insider kann erkennen, dass Joseph Smith göttlich inspiriert wurde. I. von Döllinger weist nämlich darauf hin, dass
„Der Versucher der Eva ihr nicht in Gestalt einer Schlange erschien, sondern in der eines schönen Jünglings...
Um uns Engelseelen zur Erkenntnis unserer höheren Abkunft zu bringen und ihnen die Mittel der Befreiung (Erlösung) aus der Gewalt des Bösen und der Rückkehr in ihre himmlische Heimat zu offenbaren. Deshalb stieg das vollkommenste Geschöpf des gerechten Vaters, der Engel Christus auf die Erde herab... Luzifer, eines der vollkommensten Geschöpfe, erzeugte zuerst durch einen freien Akt seines Willens, das Böse ... ihn ergriff die Begierde zu herrschen und diese Begierde ist die Wurzel alles Bösen... er verführte eine große Anzahl von Engeln...“ soweit das Zitat
Katharer (die Reinen von griechisch katharos… Ketzer) berichteten, gemäß den Forschungsresultaten von Döllinger u.a. „ dass die Vollkommenen unter ihnen mit dem Gewand der Geweihten „eingekleidet“ wurden, und einen neuen Namen erhielten…“


Da sind andere Lehren der Katharer, die sich, zu unserem positiven erstaunen, gegen die nicänische Behauptung von der Trinität Gottes richteten: „Jesus wurde als Geschöpf Gottes betrachtet: Das Einssein der 3 (göttlichen) Personen bezogen sie auf die Einheit ihres Willens“. Siehe S 225“ Johann Joseph Ignaz von Döllinger „Sektengeschichte…“
Das ist „Mormonismus pur!
J.J.I. von Döllinger wies darauf hin, dass die Katharer von den Bogumilen abstammten, wie diese höchstwahrscheinlich von den Aposteln. 
Katharer lehnten es, wie die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage strikt ab, das Kreuz als christliches Element zu verehren.
Sie argumentierten: "Welcher Mensch würde, wenn sein Vater an einem Galgen aufgehängt worden wäre, deshalb den Galgen ehren?" von Döllinger, Sektengeschichte S.196
Sie glaubten an Präexistenz, wörtlich: „Niemand steigt auf in den Himmel, als derjenige der vom Himmel herabstieg.“ Siehe ebenfalls von Döllinger

Montag, 5. Januar 2026

"Achim"

 

Kinder, die mit sich selbst unzufrieden sind und mit ihrem Dasein hadern, können ihren Eltern und ihren Lehrern zeitweise durchaus die Hölle bereiten. Wir hatten Glück, aber sahen gelegentlich das Elend anderer Familien.

In einem Fall erwies sich Jahre später, dass der zuvor unentwegt stichelnde „Bösewicht“ einer Familie, seine Schwestern jahrelang zur Verzweiflung trieb, weil er sich seiner Liebe zu ihnen schämte, die ihn in Wahrheit bestimmen wollte.

Wir sind komplizierte Geschöpfe die oft genug um die innere Balance ringen müssen.

In Neubrandenburg fanden Ingrid und ich während unserer Seniormissionszeit, 2004- Ende 2006, einen Freund. Vom Ansehen her kannte ich ihn längst. Er lief immer griesgrämig umher, wich mir aus, gab hart abweisende Antworten. Ingrid jedoch erweichte sein Herz und er fasste Vertrauen zu uns. Er kam wiederholt ins Gemeindehaus.

Eines Gemeindeabends, nach dem offiziellen Ende, setzte er sich ans Klavier. Als die ersten Akkorde erklangen liefen alle zusammen. Frau Dr. med. Ritt, die gerade getauft worden war, bat ihn die „Träumerei“ von Schumann zu spielen, das klang wunderbar. Jedem Musikwunsch kam er nach. Noten benötigte er nicht. Ich erfuhr nun, dass er Musik studiert hatte, und dass seine Lehrer ihm, Achim, sagten, er hätte das Zeug zum Konzertpianisten. Nun aber beschäftigte ihn das dortige Sinfonieorchester jedoch nur als Notenwart. Er brillierte, außer wenn es um sonstige Verhaltensweisen ging. Er fürchtete zum Friseur zu gehen, weil er panische Angst vor einer Schere hatte. Irgendwann gab er uns seinen Hintergrund preis: Sein Vater hatte ihn verflucht, weil … und nun kam ein lapidares Missverständnis zum Vorschein. Unsere Missionszeit ging zu Ende… wir verlängerten sie um zwei Monate… wir hätten bleiben müssen, vielleicht ein weiteres Jahr. Aber da war Ingrids australische Familie …, und ihre Tochter, die mit ihr haderte. Der Fluch des Vaters Achims wirkte zerstörend.

Wieder und wieder dachten wir, bis zur Stunde, bedauernd zurück. Wie gerne wären wir in meiner Heimatgemeinde für immer geblieben.

Und ich kam, so oft ich an Achim dachte, nicht umhin mich an Vater Lehi zu erinnern, -. den großen Helden des Buches Mormon -  an seine und Sarias Herzenswünsche, zugunsten ihrer stets aufsässigen Söhne Laman und Lemuel:

„Falls ihr verflucht werdet, da gebe ich euch meinen Segen, damit der Fluch von euch genommen und euren Eltern auf das Haupt gebracht werde.“ 2. Nephi 4: 6




Dienstag, 30. Dezember 2025

 Zu den bedeutendsten Prophezeiungen Joseph Smith – die nach Hunderten zählen – gehört auch diese:

In den religiösen Ansichten sind wir von anderen Kirchen nicht so sehr verschieden, dass wir nicht ein und dieselbe Liebe in uns aufsaugen könnten. Einer der großen Leitsätze des Mormonismus ist der, dass wir die Wahrheit annehmen, mag sie kommen, woher sie will. Die Christen sollen aufhören, miteinander zu zanken und zu streiten; sie sollten vielmehr untereinander Einigkeit und Freundschaft pflegen. Das müssen sie tun, ehe das tausendjährige Reich eingeleitet werden kann und Christus sein Reich in Besitz nimmt.“  Siehe Lehren des Propheten Joseph Smith
Hinzuzufügen ist: Mitglieder der Kirche Jesu Christi bemühen sich um Freundschaft mit allen wahrhaft Gutgewillten.
Picture: 

                       "Painting of the Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints"



Pujya Brahmavihari Swami, Head of BAPS Hindu Mandir Abu Dhabi, meets President Dallin H. Oaks and President Henry B. Eyring of the First Presidency of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints in Salt Lake City, Utah. June 2025
Pujya Brahmavihari Swami, Head of BAPS Hindu Mandir Abu Dhabi, meets President Dallin H. Oaks and President Henry B. Eyring of the First Presidency of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints in Salt Lake City, Utah. June 2025