Donnerstag, 29. Januar 2026

Die Waldenser und der Mainstream (1)

 

In dem uns dankenswerterweise zur Verfügung stehenden Schema erscheint die Kirche Jesu Christi der Heilligen der Letzten Tage unverbunden mit dem Sektenbaum, während die römisch-katholische Kirche halblinks als Mainstream dargestellt ist.

Oben links fehlt leider der Hinweis, dass die Ostkirche (orthodoxe Kirche sich 1054), unter gegenseitigen Verfluchungen von Rom trennte.

Obwohl der Anschein erweckt wird, die aufgeführten Denominationen seien eigentlich Töchter Roms, ist auch diese Behauptung für die offizielle jeweilige Theologie anderer Richtungen nicht haltbar. Zumindest am Beispiel der Waldenser ist klar, sie u.a. hatten niemals eine Verbindung zur römisch-katholischen Kirche. Weder die an Mitgliederzahl größte noch die jeweils in Italien und in anderen Ländern dominierenden Kirchen dürfen ohne Weiteres den Anspruch behaupten, sie seien die Richtigen oder sogar „die einzig Richtigen“.

Für das Hervorkommen der Waldenser wird im Schema und in zahlreichen Geschichtsbüchern das Jahr 1176 angegeben. Diese Angabe ist inkorrekt. Das wird im Folgenden bewiesen.

 

              Bild   Evangel.  Gesamtverband Oberweser Waldensergemeinden um 1200

 Wie hier gezeigt, konkurrieren die Waldenser (bzw Katharer, Vaudois, Albigenser usw.)  in Mitteleuropa bereits um 1200 erfolgreich mit der römischen Kirche.  Sie wurden von der trinitarischen Kirche bis aufs Blut verfolgt, weil sie in der Tradition des Origenes (185-254) standen, wie Arius (260-337) und Priscillian von Avila, der im Jahr 385 im Einvernehmen führender Christen von der Mainstream-Kirche geköpft wurde, weil er lehrte Jesus ist ein anderer als der Vater.

Die Abstammung der Katharer von den Bogumilen ist wegen der Ähnlichkeit des Lehrbegriffes auffallend…… die Katharer hatten die Lehre von der Präexistenz der menschlichen Seelen vor der Bildung dieser Welt... die Katharer am Niederrhein glaubten ihre ihre Lehren stammten aus den Zeiten der Apostel... Johann Joseph Ignaz von Döllingers  „Sektengeschichte des Mittelalters“, 1890

 Sie heißem zwar nun "Waldenser oder Katharer, oder Vaudois) zuvor nannten sich die vom Mainstream Gejagten "Bogomilen" und davor "Paulikianer" 


 Paulikianer gab es im ganzen vorderasiatischen Raum, besonders in Armenien. Sie lehnten das Kreuz als christliches Symbol ab, Ihre Lehren, das wird bei den Bogumilen deutlich weichen nur im Bereich der Religionsausübung ab.

Alleine die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lehrt in den wichtigsten Glaubenselementen dasselbe, insbesondere Toleranz, das vorirdische Dasein aller Menschen, die zur Familie Adams gehören und die Ablehnung von Altären (außer im Tempel).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

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