Montag, 24. August 2015

... ein großer Schritt in Richtung Mormonismus



Eine grundsätzliche Anerkennung des Werkes „Christi Höllenfahrt“ von Pfarrer Felix Gietenbruch ist ein großer Schritt in Richtung „Mormonismus“ 


Das ist so! Ob man es wahr haben will oder nicht. Mit Sicherheit schrieb Felix Gietenbruch nicht bei Joseph Smith ab. Wären sie Zeitgenossen hätte man das Umgekehrte annehmen können. 

Legende: blau      : Aussagen des Schweizer Autors Gietenbruch
              schwarz: Theologie der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hier immer in Übereinstimmung mit der Theologie Gietenbruchs

“Höllenfahrt Christi spielt in der Theologie des 20.Jahrhunderts weder in der Exegese noch in der Systematik eine gewichtige Rolle…“ S.11
Mormonismus dagegen stellt Christi Besuch in der Geisterwelt in den Mittelpunkt aller Betrachtungen.
Die Formulierung: „Der Sieg über die Dämonen und den Teufel“ kann bei den Theologen geradezu Scham …auslösen.“
„In der neueren evangelischen Theologie ist der Teufel das nichtpersonifizierte Böse, Symbol für die Empörung gegen Gott“ Lexikon Wissen.

Joseph lehrte: aus Luzifer (einem Geistwesen in Menschengestalt) wurde im vorirdischen Dasein Satan:
Jener Satan, dem du im Namen meines Einziggezeugten geboten hast, ist derselbe, der von Anfang an gewesen ist;
und er trat vor mich und sagte: Siehe, hier bin ich, sende mich. Ich will dein Sohn sein, und ich will die ganze Menschheit erlösen, dass auch nicht eine Seele verlorengehe, und ich werde es sicherlich tun; darum gib mir deine Ehre.
Aber siehe: Mein geliebter Sohn, der mein Geliebter und Erwählter von Anfang an war, sprach zu mir: ‚Vater dein Wille geschehe, und dein sei die Herrlichkeit immerdar.’
Darum weil der Satan sich gegen mich auflehnte und danach trachtete die Entscheidungsfreiheit zu vernichten, die ich, der Herr Gott den Menschenkindern gegeben hatte und weil ich ihm auch meine eigene Macht geben sollte, ließ ich ihn durch die Macht meines Einziggezeugten hinabwerfen, und er wurde der Satan, ja nämlich der Teufel...“ Köstliche Perle 4: 1-4
Er zog eine Menge Anhänger mit sich. Zur Strafe für seine Auflehnung müssen er und seine Jünger körperlos über die Erde gehen, (weshalb die dazu verurteilten Geister uns den Körper neiden.)

Eigener Ansatz: Das Böse ist nicht richtend ewig verdammt, sondern ihm ist ein Weg aus seiner Bosheit zu Gott hin gebahnt worden. Darum verunmöglicht die Höllenfahrt gerade den Gedanken einer ewige Hölle, da sie einen Weg aus ihr bahnt; denn nur Auswegloses wäre ewig.“ S19

Lehre und Bündnisse (Zusatzschrift der „Mormonen“) schreibt:
„Ich (Alpha und Omega, Christus…) habe alle Macht inne, ja, auch für die Vernichtung des Satans und seiner Werke am Ende der Welt und den letzten großen Tag des Gerichts, das ich über ihre Bewohner kommen lassen werde, wenn ich jeden Menschen gemäß seinen Werken und den Taten, die er getan hat, richten werde. Und gewiss muss jeder Mensch umkehren oder leiden, denn ich, Gott, bin endlos.
Darum widerrufe ich nicht die Richtersprüche, die ich kommen lassen werde, sondern Weh wird kommen, Weinen, Wehklagen und Zähneknirschen, nämlich über diejenigen, die zu meiner linken Hand gefunden werden.
Doch steht nicht geschrieben, dass diese Qual kein Ende haben wird, sondern es steht geschrieben endlose Qual.“ Abschnitt 19:3-6
Ebenda: „Die … Allerlösung ist aber keine billige, die etwa nur in einer passiven Verwandlung des Bösen zum Guten durch Gott geschehen würde, sondern sie ist ein Weg, der mit aller Kraft zu gehen ist.“

Das Buch Mormon lehrt:
„…es ist ein Gesetz gegeben und eine Strafe festgesetzt und eine Umkehr gewährt; auf diese Umkehr erhebt Barmherzigkeit Anspruch; andernfalls erhebt die Gerechtigkeit Anspruch auf das Geschöpf und wendet das Gesetz an, und das Gesetz verhängt die Strafe; wäre es anders, so würden die Werke der Gerechtigkeit zerstört, und Gott würde aufhören, Gott zu sein.
Aber Gott hört nicht auf, Gott zu sein, und die Barmherzigkeit erhebt Anspruch auf die Reumütigen, und die Barmherzigkeit wird wegen des Sühnopfers zuteil; und das Sühnopfer bringt die Auferstehung der Toten zuwege; und die Auferstehung der Toten bringt die Menschen in die Gegenwart Gottes zurück; und so werden sie in seine Gegenwart zurückgebracht, um gemäß ihren Werken gerichtet zu werden, gemäß dem Gesetz und der Gerechtigkeit.
Denn siehe, die Gerechtigkeit macht alle ihre Forderungen geltend, und die Barmherzigkeit beansprucht auch all das Ihre; und so wird niemand als nur der wahrhaft Reumütige errettet.“ Alma 42: 22-24
„Die Predigt Christi an die Toten in der Unterwelt ist die Verkündigung der frohen Botschaft der Erlösung aus der Macht der Hölle.“
In einer Vision wurde Joseph Fielding Smith, Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage 1918, kurz vor seinem Tod, Details dieses großen Aktes gezeigt:
Er betrachtete die bedeutenden Vers im 1 Petrus 4:6
„…Als ich über dies Geschriebene nachsann, wurden die Augen meines Verständnisses aufgetan, und der Geist des Herrn ruhte auf mir, und ich sah die Scharen der Toten, klein und auch groß.
Und an dem einen Ort war eine unzählbare Abteilung der Geister der Gerechten versammelt, die dem Zeugnis von Jesus treu gewesen waren, solange sie in der Sterblichkeit gelebt hatten, und die als Sinnbild für das große Opfer des Sohnes Gottes Opfer dargebracht hatten und im Namens ihres Erlösers Drangsal erlitten hatten.
Sie alle waren aus dem irdischen Leben geschieden mit der festen Hoffnung auf eine herrliche Auferstehung durch die Gnade Gottes, des Vaters, und seines Einziggezeugten Sohnes, Jesus Christus.
Ich sah, dass sie von Freude und Frohsinn erfüllt waren und sich miteinander freuten, weil der Tag ihrer Befreiung nahe war.
Sie waren versammelt und warteten darauf, dass der Sohn Gottes in die Geisterwelt komme, um ihre Erlösung aus den Banden des Todes zu verkünden.
Ihr schlummernder Staub würde zu seiner vollkommenen Gestalt wiederhergestellt werden, Knochen zu seinem Knochen und darauf die Sehnen und das Fleisch, der Geist und der Leib würden wiedervereinigt werden, um nie mehr getrennt zu werden, damit sie eine Fülle der Freude empfangen könnten.
Während diese riesige Menge wartete und sie miteinander redeten und sich auf die Stunde ihrer Befreiung von den Ketten des Todes freuten, erschien der Sohn Gottes und verkündete den Gefangenen, die treu gewesen waren, die Freiheit;
 und dort predigte er ihnen das immerwährende Evangelium, die Lehre von der Auferstehung und der Erlösung der Menschen vom Fall und, unter den Bedingungen der Umkehr, von ihren eigenen Sünden.
Aber zu den Schlechten ging er nicht, und bei den Gottlosen und den Umkehrunwilligen, die sich, als sie im Fleische weilten, verunreinigt hatten, erhob sich seine Stimme nicht;
und auch die Widersetzlichen, die die Zeugnisse und die Warnungen der Propheten der alten Zeit verworfen hatten, schauten seine Gegenwart nicht und sahen sein Angesicht nicht.
Wo sie waren, herrschte Finsternis, aber unter den Rechtschaffenen, da war Friede;
und die Heiligen freuten sich über ihre Erlösung, beugten das Knie und bekannten sich zum Sohn Gottes als ihrem Erlöser und Befreier vom Tod und von den Ketten der Hölle.
Ihr Antlitz leuchtete, und der Glanz der Gegenwart des Herrn ruhte auf ihnen, und sie lobsangen seinem heiligen Namen.
Ich verwunderte mich, denn mir war bewusst, dass der Erretter an die drei Jahre lang unter den Juden und denen vom Haus Israel gewirkt hatte und bestrebt gewesen war, sie das immerwährende Evangelium zu lehren und sie zur Umkehr zu rufen;
und doch gab es, ungeachtet seiner mächtigen Werke und Wundertaten und seiner mit großer Macht und Vollmacht vorgetragenen Verkündigung der Wahrheit, nur wenige, die auf seine Stimme hörten und sich über seine Gegenwart freuten und aus seinen Händen Errettung annahmen.
Sein Wirken unter den Toten aber war auf die kurze Zeitspanne beschränkt, die zwischen der Kreuzigung und seiner Auferstehung lag,
und ich verwunderte mich über die Worte des Petrus—nämlich dass er sagt, Gottes Sohn habe den Geistern im Gefängnis gepredigt, die vorzeiten ungehorsam waren, als Gottes Langmut sich geduldete in den Tagen Noachs—und wie es ihm möglich war, in einer so kurzen Zeit diesen Geistern zu predigen und unter ihnen die notwendige Arbeit zu vollbringen.
Und während ich mich verwunderte, wurden meine Augen aufgetan und mein Verständnis belebt, und ich nahm wahr, dass der Herr nicht in eigener Person zu den Schlechten und den Ungehorsamen, die die Wahrheit verworfen hatten, hinging, um sie zu belehren,
sondern siehe, aus den Rechtschaffenen stellte er seine Kräfte zusammen und bestimmte Boten, angetan mit Macht und Vollmacht, und gab ihnen den Auftrag, hinzugehen und das Licht des Evangeliums denen zu bringen, die in Finsternis waren, ja, zu allen Menschengeistern; und so wurde den Toten das Evangelium gepredigt…“ Lehre und Bündnisse 138
„Die Verkündigung der frohen Botschaft der Erlösung aus der Macht der Hölle… hat meistens einen präsentischen Aspekt: wer sich jetzt zu Christus bekennt, wird mit ihm aus der Unterwelt befreit. Dieses Präsentische kommt auch darin zum Ausdruck, dass die Predigt oft mit einer Taufe verbunden ist….“

Zu den in den Tempeln der Kirche Jesu Christi der HLT vollzogenen Verordnungen gehören die „stellvertretenden Taufen“ zugunsten der Verstorbenen. In deren Entscheidungsfreiheit liegt allerdings ob sie dies akzeptieren.

Autor Gietenbruch zitiert einen „Hymnus aus den Lehren des Silvanus“ indem die Güte Christi besungen wird: „…Er, der den Menschen erhöhte, wurde wie Gott, nicht damit er Gott zum Menschen herab bringen, sondern damit der Mensch Gott ähnlich werde. O diese Güte Gottes!“ 

Joseph Smith: „Gott war einst ein Mensch und der Mensch kann wie Gott werden.“

In den „biblischen Texten“ ist der Tod „nicht die Trennung von der menschlichen Gemeinschaft (sondern) der gefürchtete Tod, (ist) die Trennung von Gott.“

Der Teufel versuchte Adam, und dieser aß von der verbotenen Frucht und übertrat das Gebot, wodurch er dem Willen des Teufels untertan wurde, weil er der Versuchung nachgab.
 Darum ließ ich, der Herr, Gott, ihn aus dem Garten von Eden, aus meiner Gegenwart, wegen seiner Übertretung ausstoßen, und dadurch wurde er geistig tot, und das ist der erste Tod, nämlich derselbe Tod, der der letzte Tod ist, der geistig ist, der über die Schlechten ausgesprochen werden wird, wenn ich sagen werde: Hinweg, ihr Verfluchten.“  Lehre und Bündnisse 29: 40-41
 „Die Präexistenzlehre macht deutlich, dass das Geborensein in diese schuldbeladene Welt einen tieferen, der irdischen Existenz vorausliegenden Grund – nämlich den geistigen Tod – hat: und nur aus dem heruas ist es zu begreifen. Anthropologisch lässt sich der Mensch als Doppelwesen verstehen, er besteht aus Leib und Seele.“

Joseph Smith:  
Nun hatte der Herr mir, Abraham, die Intelligenzen gezeigt, die geformt wurden, ehe die Welt war; und unter allen diesen waren viele von den Edlen und Großen;und Gott sah diese Seelen, dass sie gut waren, und er stand mitten unter ihnen, und er sprach: Diese werde ich zu meinen Herrschern machen; denn er stand unter denen, die Geister waren, und er sah, daß sie gut waren; und er sprach zu mir: Abraham, du bist einer von ihnen; du wurdest erwählt, ehe du geboren wurdest.
Und da stand einer unter ihnen, der war wie Gott, und er sprach zu denen, die bei ihm waren: Wir wollen hinabgehen, denn dort gibt es Raum, und wir wollen von diesen Stoffen nehmen, und wir wollen eine Erde machen, worauf diese wohnen können;
und wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob siealles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet;“ Köstliche Perle Abraham 3: 22-25

Der Mensch ist ein Doppelwesen. Er ist eine lebende Seele. Geist und Körper bilden die Seele.
Entscheidungsfreiheit ist ein Geschenk Gottes. Niemand darf es ungestraft antasten. Siehe u.a. Lehre und Bündnisse 121: 34-46


Gietenbruch verteidigt entschieden die Realität von Nahtoderfahrungen

Das Buch Mormon berichtet von zwei in extrem positiven Sinne folgenreichen Nahtoderfahrungen. Die des Vaters Lamoni (1) und die des jüngeren Alma (2).

(1)       
Und es begab sich: Nach zwei Tagen und zwei Nächten waren sie daran, seinen Leib zu nehmen und in ein Grab zu legen, das sie zum Zweck der Bestattung ihrer Toten gemacht hatten.
Nun hatte die Königin von Ammons Ruf gehört, darum sandte sie hin und wünschte, er möge zu ihr hereinkommen.
Und es begab sich: Ammon tat, wie ihm geboten war, und ging zur Königin hinein und wollte wissen, was sie wünschte, daß er tue.
Und sie sprach zu ihm: Die Knechte meines Ehemanns haben mir kundgetan, daß du ein Prophet eines heiligen Gottes bist und daß du Macht hast, viele mächtige Werke in seinem Namen zu tun;
darum, wenn dies der Fall ist, möchte ich, daß du hineingehst und meinen Ehemann ansiehst, denn seit dem Zeitraum von zwei Tagen und zwei Nächten liegt er auf seinem Bett; und einige sagen, er sei nicht tot, aber andere sagen, er sei tot und er stinke und er solle ins Grab gelegt werden; aber was mich betrifft, für mich stinkt er nicht.
Nun, dies war, was Ammon wünschte, denn er wußte, daß König Lamoni unter der Macht Gottes war; er wußte, daß der finstere Schleier des Unglaubens von seinem Sinn weggezogen wurde, und das Licht, das seinen Sinn erleuchtete, nämlich das Licht der Herrlichkeit Gottes, welches ein wunderbares Licht seiner Güte ist—ja, dieses Licht hatte ihm solche Freude in die Seele gegossen, und die Wolke der Finsternis war zerstreut worden, und daß das Licht des immerwährenden Lebens in seiner Seele angezündet war, ja, er wußte, daß dies seinen natürlichen Leib überwältigt hatte und er in Gott entrückt war—
darum war das, was die Königin von ihm wünschte, auch sein einziger Wunsch. Darum ging er hinein, den König anzusehen, so wie es die Königin von ihm gewünscht hatte; und er sah den König an, und er wußte, daß er nicht tot war.
   Und er sprach zur Königin: Er ist nicht tot, sondern er schläft in Gott, und morgen wird er sich wieder erheben; darum begrabe ihn nicht.
   Und Ammon sprach zu ihr: Glaubst du das? Und sie sprach zu ihm: Ich habe kein Zeugnis erhalten außer dein Wort und das Wort unserer Knechte; doch glaube ich, daß es so sein wird, wie du gesagt hast.
   Und Ammon sprach zu ihr: Gesegnet bist du wegen deines außerordentlichen Glaubens; ich sage dir, Frau, es hat unter allem Volk der Nephiten keinen so großenGlauben gegeben.
   Und es begab sich: Sie wachte über das Bett ihres Ehemanns, von der Zeit an, ja, bis zu der Zeit anderntags, die Ammon bestimmt hatte, daß er sich da erheben würde.
   Und es begab sich: Er erhob sich gemäß den Worten Ammons; und als er sich erhob, streckte er seine Hand zur Frau aus und sagte: Gesegnet sei der Name Gottes, und gesegnet bist du.
   Denn so gewiß, wie du lebst, siehe, so habe ich meinen Erlöser gesehen; und er wird hervorkommen und von einer Frau geboren werden, und er wird alle Menschen erlösen, die an seinen Namen glauben. Als er aber diese Worte gesagt hatte, schwoll sein Herz in ihm, und er sank abermals vor Freude nieder; und auch die Königin sank nieder, denn sie war vom Geist überwältigt.
   Als nun Ammon sah, daß der Geist des Herrn gemäß seinen Gebeten auf die Lamaniten ausgegossen wurde, auf seine Brüder, die wegen ihrer Übeltaten und ihrerÜberlieferungen die Ursache von so viel Trauer unter den Nephiten, nämlich unter allem Volk Gottes, gewesen waren, fiel er auf die Knie und fing an, seine Seele in Gebet und Danksagung vor Gott auszuschütten für das, was er für seine Brüder getan hatte; und auch er wurde vonFreude überwältigt, und so waren sie alle drei zur Erdegesunken.
   Als nun die Knechte des Königs sahen, daß sie hingefallen waren, fingen sie auch an, Gott anzurufen, denn die Furcht des Herrn war auch über sie gekommen; denn sie waren es gewesen, die vor dem König gestanden und ihm die große Macht Ammons bezeugt hatten.
   Und es begab sich: Sie riefen den Namen des Herrn an mit ihrer Kraft, ja, bis sie alle zur Erde gefallen waren, außer einer lamanitischen Frau, deren Name Abisch war; sie war vor vielen Jahren zum Herrn bekehrt worden, infolge einer außergewöhnlichen Vision ihres Vaters–
   und so, da sie zum Herrn bekehrt war, dies aber nie kundgetan hatte, darum, als sie sah, daß alle Knechte Lamonis zur Erde gefallen waren und auch ihre Herrin, die Königin, und der König und Ammon auf der Erde hingestreckt lagen, wußte sie, daß es die Macht Gottes war; und sie meinte, daß diese Gelegenheit, nämlich, wenn sie dem Volk kundtat, was bei ihnen geschehen war, daß der Anblick dieses Geschehnisses sie veranlassen würde, an die Macht Gottes zu glauben; darum lief sie von Haus zu Haus und tat es dem Volke kund.
   Und sie fingen an, sich zum Haus des Königs hin zu versammeln. Und es kam eine Menge, und zu ihrer Verwunderung sahen sie den König und die Königin und deren Knechte hingestreckt auf der Erde, und sie lagen alle da, als seien sie tot; und sie sahen auch Ammon, und siehe, er war ein Nephit.
   Und nun fingen die Leute unter sich zu murren an; einige sagten, es sei ein großes Übel, das über sie, oder über den König und sein Haus, gekommen sei, weil er geduldet hatte, daß der Nephit im Land blieb.
   Aber andere wiesen sie zurecht, nämlich: Der König hat dieses Übel über sein Haus gebracht, weil er seine Knechte getötet hat, denen ihre Herden an den Wassern Sebus zerstreut worden sind.
   Und sie wurden auch von jenen Männern zurechtgewiesen, die an den Wassern Sebus gestanden hatten und die Herden, die dem König gehörten, zerstreut hatten; denn sie waren auf Ammon zornig wegen der Anzahl ihrer Brüder, die er an den Wassern Sebus getötet hatte, als er die Herden des Königs verteidigte.
   Nun zog einer von ihnen, dessen Bruder vom Schwert Ammons getötet worden war, der überaus zornig auf Ammon war, sein Schwert und trat vor, daß er es auf Ammon fallen ließe, um ihn zu töten; und als er das Schwert hob, um ihn zu schlagen, siehe, da fiel er tot um.
   Nun sehen wir, daß Ammon nicht getötet werden konnte, denn der Herr hatte zu Mosia, seinem Vater, gesprochen: Ich werde ihn verschonen, und es wird ihm gemäß deinem Glauben geschehen—darum hatte Mosia ihn dem Herrn anvertraut.
   Und es begab sich: Als die Menge sah, daß der Mann, der das Schwert gehoben hatte, um Ammon zu töten, tot umgefallen war, da kam Furcht über sie alle, und sie wagten nicht, die Hand auszustrecken, um ihn oder irgendeinen der Hingefallenen zu berühren; und sie fingen wieder an, sich untereinander zu verwundern, was wohl die Ursache dieser großen Macht sein könne oder was dies alles zu bedeuten habe.
   Und es begab sich: Es waren viele unter ihnen, die sagten, Ammon sei der Große Geist, und andere sagten, er sei vom Großen Geist gesandt worden;
   aber andere wiesen sie alle zurecht und sagten, er sei ein Ungeheuer, das von den Nephiten gesandt worden sei, sie zu quälen.
   Und es gab einige, die sagten, Ammon sei vom Großen Geist gesandt worden, um sie wegen ihrer Übeltaten zu bedrängen; und es sei der Große Geist, der sich immer der Nephiten angenommen habe, der sie immer aus ihren Händen befreit habe; und sie sagten, es sei dieser Große Geist, der so viele ihrer Brüder, der Lamaniten, vernichtet habe.
   Und so fing ein überaus heftiger Streit unter ihnen an. Und während sie so stritten, kam die Magd herbei, die veranlaßt hatte, daß die Menge sich sammelte, und als sie den Streit sah, den es unter der Menge gab, war sie überaus bekümmert, ja, so sehr, daß sie weinte.
   Und es begab sich: Sie ging und nahm die Königin bei der Hand, um sie vielleicht vom Boden aufzurichten; und sobald sie ihre Hand berührt hatte, erhob sie sich und stand auf ihren Füßen und rief mit lauter Stimme, nämlich: O seliger Jesus, der mich vor einer furchtbaren Hölle errettet hat! O seliger Gott, sei barmherzig zu diesem Volk!
   Und als sie dies gesagt hatte, faltete sie, von Freude erfüllt, die Hände und sprach viele Worte, die nicht verstanden wurden; und nachdem sie dies getan hatte, nahm sie den König, Lamoni, bei der Hand, und siehe, er erhob sich und stand auf seinen Füßen.
   Und als er den Streit unter seinem Volk sah, ging er unverzüglich hin und fing an, sie zurechtzuweisen und sie die Worte zu lehren, die er aus dem Mund Ammons vernommen hatte; und alle, die auf seine Worte hörten, die glaubten und bekehrten sich zum Herrn.
 Aber es gab viele unter ihnen, die seine Worte nicht hören wollten; darum gingen sie ihres Weges.
   Und es begab sich: Als Ammon sich erhob, nahm er sich auch ihrer an; und das taten auch alle Knechte Lamonis; und sie alle verkündeten dem Volk genau dasselbe—daß ihr Herz umgewandelt worden war, daß sie nicht mehr den Wunsch hatten, Böses zu tun.
   Und siehe, viele verkündeten dem Volk, sie hättenEngel gesehen und hätten mit ihnen gesprochen; und so hätten sie ihnen von dem, was von Gott ist, und von seiner Rechtschaffenheit erzählt.
   Und es begab sich: Es gab viele, die ihren Worten glaubten; und alle, die glaubten, wurden getauft; und sie wurden ein rechtschaffenes Volk, und sie richteten unter sich eine Kirche auf.
   Und so begann das Werk des Herrn unter den Lamaniten; so fing der Herr an, seinen Geist über sie auszugießen; und wir sehen, daß sein Arm zu allenMenschen ausgestreckt ist, die umkehren und an seinen Namen glauben. Alma 19

(2)

Alma schrieb diesen Bericht, wegen seiner Bedeutung, in der Form eines Chiasmus nieder.

Mein Sohn, schenke meinen Worten Gehör; denn ich schwöre dir: Insofern du die Gebote Gottes hältst, wird es dir wohl ergehen im Land.
  Ich möchte, daß du wie ich an die Gefangenschaft unserer Väter denkst, denn sie waren in Knechtschaft, und niemand konnte sie befreien als nur der Gott Abrahamsund der Gott Isaaks und der Gott Jakobs; und er hat sie gewiß aus ihren Bedrängnissen befreit.
  Und nun, o mein Sohn Helaman, siehe, du bist in deiner Jugend, und darum flehe ich dich an, du wollest meine Worte hören und von mir lernen; denn ich weiß sicher, wer auch immer sein Vertrauen in Gott setzt, der wird in seinen Prüfungen und seinen Mühen und seinen Bedrängnissen gestärkt und wird am letzten Tagemporgehoben werden.
  Und ich möchte nicht, daß du denkst, ich hätte dieses Wissen aus mir selbst—nicht aus dem Zeitlichen, sondern aus dem Geistigen, nicht aus dem fleischlichen Sinn, sondern von Gott.
  Nun siehe, ich sage dir: Wäre ich nicht aus Gott geboren, so wüßte ich dies nicht; aber Gott hat mir dies durch den Mund seines heiligen Engels kundgetan, nichtweil ich aus mir selbst dessen würdig gewesen wäre;
  denn ich ging mit den Söhnen Mosias umher und trachtete danach, die Kirche Gottes zu vernichten; aber siehe, Gott sandte seinen heiligen Engel, um uns auf dem Weg anzuhalten.
  Und siehe, er sprach zu uns wie mit Donnerstimme, und die ganze Erde bebte unter unseren Füßen; und wir fielen alle zur Erde, denn die Furcht des Herrn kam über uns.
  Aber siehe, die Stimme sprach zu mir: Erhebe dich. Und ich erhob mich und stand auf und sah den Engel.
  Und er sprach zu mir: Wenn du selbst vernichtet werden willst, trachte nicht mehr danach, die Kirche Gottes zu vernichten.
 10  Und es begab sich: Ich fiel zur Erde, und für den Zeitraum von drei Tagen und drei Nächten konnte ich meinen Mund nicht öffnen, ich konnte auch meine Glieder nicht gebrauchen.
 11  Und der Engel sprach noch mehr zu mir, was von meinen Brüdern gehört wurde, was ich aber nicht vernahm; denn als ich die Worte vernahm: Wenn du selbst vernichtet werden willst, trachte nicht mehr danach, die Kirche Gottes zu vernichten—da wurde ich von einer so großen Furcht und Bestürzung ergriffen, daß ich vielleicht vernichtet werden könnte, daß ich zur Erde fiel, und ich hörte nichts mehr.
 12  Vielmehr wurde ich von ewiger Qual gepeinigt, denn meine Seele wurde im höchsten Grad gemartert und mit all meinen Sünden gepeinigt.
 13  Ja, ich dachte an alle meine Sünden und Übeltaten, für die ich mit den Qualen der Hölle gepeinigt wurde; ja, ich sah, daß ich mich gegen meinen Gott aufgelehnt hatte und daß ich seine heiligen Gebote nicht gehalten hatte.
 14  Ja, und ich hatte viele seiner Kinder gemordet oder vielmehr sie hinweg ins Verderben geführt; ja, kurz gesagt, so groß waren meine Übeltaten gewesen, daß der bloße Gedanke, in die Gegenwart meines Gottes zu gelangen, meine Seele mit unaussprechlichem Entsetzen peinigte.
 15  O, dachte ich, könnte ich doch verbannt und an Seele und Leib ausgelöscht werden, damit ich nicht dazu gebracht würde, in der Gegenwart meines Gottes zu stehen, um für meine Taten gerichtet zu werden.
 16  Und nun, drei Tage und drei Nächte lang wurde ich gepeinigt, selbst mit den Schmerzen einer verdammtenSeele.
 17  Und es begab sich: Als ich so von Qual gepeinigt war, während ich durch die Erinnerung an meine vielen Sünden gemartert wurde, siehe, da dachte ich auch daran, daß ich gehört hatte, wie mein Vater dem Volk prophezeite, daß ein gewisser Jesus Christus, ein Sohn Gottes, kommen werde, um für die Sünden der Welt zu sühnen.
 18  Als nun mein Sinn diesen Gedanken erfaßte, rief ich in meinem Herzen aus: O Jesus, du Sohn Gottes, sei barmherzig zu mir, der ich in der Galle der Bitternis bin und ringsum von den immerwährenden Ketten des Todes umschlossen bin.
 19  Und nun siehe, als ich dies dachte, konnte ich nicht mehr an meine Qualen denken; ja, ich wurde durch die Erinnerung an meine Sünden nicht mehr gemartert.
 20  Und o welche Freude, und welch wunderbares Licht sah ich; ja, meine Seele war von Freude erfüllt, die ebenso übergroß war wie meine Qual!
 21  Ja, ich sage dir, mein Sohn: Es konnte nichts so außerordentlich und so bitter sein, wie meine Qualen es waren. Ja, und weiter sage ich dir, mein Sohn, andererseits kann nichts so außerordentlich und so süß sein, wie meine Freude es war.
 22  Ja, mir war, als sähe ich, so wie auch unser Vater Lehies sah, Gott auf seinem Thron sitzen, umgeben von zahllosen Scharen von Engeln, in der Haltung des Singens und Lobpreisens für ihren Gott; ja, und meine Seele sehnte sich danach, dort zu sein.
 23  Aber siehe, meine Glieder empfingen wieder ihre Stärke, und ich stand auf meinen Füßen und tat dem Volke kund, daß ich aus Gott geboren war.
 24  Ja, und von der Zeit an bis jetzt habe ich mich ohne Unterlaß bemüht, daß ich Seelen zur Umkehr bringe, daß ich sie dahin bringe, von der übergroßen Freude zukosten, von der ich gekostet habe, damit auch sie aus Gott geboren und vom Heiligen Geist erfüllt würden.
 25  Ja, und nun siehe, o mein Sohn, der Herr schenkt mir überaus große Freude an der Frucht meiner Mühen;
 26  denn wegen des Wortes, das er mir mitgeteilt hat, siehe, sind viele aus Gott geboren worden und haben gekostet, wie ich gekostet habe, und haben Aug in Auge gesehen, wie ich gesehen habe; darum wissen sie so sicher von dem allen, wovon ich gesprochen habe, wie ich sicher weiß; und das Wissen, das ich habe, ist von Gott.
 27  Und in Prüfungen und Mühen jeder Art, ja, und in allerlei Bedrängnissen bin ich gestärkt worden; ja, Gott hat mich aus Gefängnis und aus Knechtschaft und vom Tod befreit; ja, und ich setze mein Vertrauen in ihn, und er wird mich weiterhin befreien.
 28  Und ich weiß, er wird mich am letzten Tagemporheben, daß ich mit ihm in Herrlichkeit wohne; ja, und ich werde ihn preisen immerdar, denn er hat unsere Väter aus Ägypten geführt, und er hat die Ägypter im Roten Meer verschlungen; und er hat sie durch seine Macht in das verheißene Land geleitet; ja, und er hat sie ein um das andere Mal aus Knechtschaft und Gefangenschaft befreit.
 29  Ja, und er hat unsere Väter auch aus dem Land Jerusalem geführt; und er hat sie durch seine immerwährende Macht auch aus Knechtschaft und Gefangenschaft geführt, ein um das andere Mal bis herab zum heutigen Tag; und ich habe ihre Gefangenschaft immer im Gedächtnis behalten; ja, und auch du sollst ihre Gefangenschaft so wie ich im Gedächtnis behalten.
 30  Aber siehe, mein Sohn, dies ist nicht alles; denn du sollst wissen, wie ich weiß: Insofern du die Gebote Gottes hältst, wird es dir wohl ergehen im Land; und du sollst auch wissen: Insofern du die Gebote Gottes nicht hältst, wirst du von seiner Gegenwart abgeschnitten werden. Dies aber ist gemäß seinem Wort.” Alma 36 ungekürzt


Resümee:

Alle Theologen standen ab Mitte des 6. Jahrhunderts unter dem Druck staatlicher Gesetze und diese hatten die ursprüngliche Christuslehre vom Wesen der Gottheit und des Menschen zerschmettert. Statt Glaubensfreiheit herrschte ideologischer Terror. Der Trinitätsglaube verwischte das echte Gottesbild und die Eliminierung der Tatsache vom vorirdischen Dasein des Menschen hatte wilde Spekulationen zur Folge.
Auf diesem Trümmerhaufen sollte aus den verbleibenden Elementen das „Christentum“ in tausend Varianten entstehen.
Jeder Versuch das Original wieder herzustellen hätte die Todesstrafe für die angeblichen Delinquenten nach sich gezogen. So wurde das veränderte Lehrgut allmählich kirchliches.
Dies ist die Ursache dafür, dass moderne großkirchliche Theologie sich mit falschen Prämissen und Irrlichtern als ungeheurem Ballast herumplagt.

Sonntag, 23. August 2015

Urteilt, aber urteilt gerecht

Da steht vielerlei dummes Zeug in Büchern geschrieben, die an Bosheit und Unsinn kaum zu überbieten sind, man denke nur an Hitlers Machwerk "Mein Kampf!" - und ich Esel hätte fast mein Leben für ihn hingegeben, als 15-jähriger. Propagandaseitig vorbereitet gegen die russische Panzerfront mit einem Luftgewehr anzukämpfen. 
Man sollte es nicht glauben, das waren Christen die mich dazu bringen wollten.

Nur wenige Monate später war ich fähig mir in Sachen Christentum mein eigenes Urteil zu bilden und das fiel nicht gerade erfreulich aus.

Was ich nie begriffen habe? Warum so viele schreibende und predigende fromme Leute der Welt weismachen wollen, was das ist ein Christ.

Der einzige dem das Recht auf ein gerechtes Urteil zusteht ist er selbst:

"Wer meine Gebote hat und hält sie der ist es der mich liebt und ich werde ihn lieben..." Joh 14:21

Der Rest ist bedeutungsloser Kommentar.

Samstag, 22. August 2015

(1) Dogmengeschichte aus dem Blickwinkel eines Mormonen by Gerd Skibbe



-     Die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre vom 31. Oktober 1999

bekräftigt für die evangelische Seite das von Paulus verursachte Dogma: „sola gratia“

"Wir werden umsonst erlöst... Rechtfertigung geschieht allein aus Gnade… Rechtfertigung ist Sündenvergebung“   Röm 3: 23-25; Apg 13: 39; Lk 18: 14

Des Heidenapostels Anspruch der Mensch werde „allein durch Gnade“ selig, wurde bereits von Petrus dem Ersten unter den Aposteln, sowie auch von Jakobus, dem Bruder Christi massiv kritisiert.
Petrus weist den übereifrigen, durch ein Gnadenereignis bekehrten Mann ebenso entschieden, wie behutsam zurecht, - was seine Pflicht ist, - denn er ist der Präsident der frühen Kirche, mit direktem Lehr- und Leitungsauftrag Christi -, nicht Paulus, auch wenn dieser sich gelegentlich so aufführt und schwört:

„Wer immer euch ein anderes Evangelium bringt (als ich) oder sogar ein Engel vom Himmel –, wer immer euch eine Botschaft bringt, die dem Evangelium widerspricht, das wir euch verkündet haben, der sei verflucht!“ Galater 1: 8

Petrus verlässt dennoch nicht den Pfad der Brüderlichkeit, obwohl er offensichtlich empört ist:

Seid überzeugt, dass die Geduld (griech. ypomoni) unseres Herrn eure Rettung ist. Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben; es steht in allen seinen Briefen, in denen er davon spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, verdrehen diese Stellen ebenso wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.” 2. Petrus 3: 15-16

"... wenn ihr um guter Taten willen leidet und es ertragt, das ist Gnade bei Gott. Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;..." 1. Petrusbrief 2: 2-25

In Christi Fußtapfen gehen ist Gnade... bewusstes, gewolltes Gehen aus Einsicht in das Erfordernis „Weitermachen“, weiterhin Licht ins feindliche Dunkel zu bringen obwohl man darunter „leidet und es erträgt, das ist Gnade bei Gott“.

Nicht nur passiv „leiden und ertragen“, sondern es trotz alledem zu wollen, ist Gnade, ist Auswirkung der Kraft Gottes. Das geht mit Luther überein, nicht die nächste Folgerung, dass nämlich, der Wille des Einzelnen entscheidet! Hier ist der Unterschied. Der Mensch wird eben nicht (nur) entweder vom Teufel oder von Gott geritten, wie Luther meint. Der Mensch verfügt, als dritte Kraft (nach Joseph Smith)  über ein riesiges Potential. Gott rechnet mit ihm.

Großkirchliche Theologen sind häufig geübt darin solange auf das Eisen einzuschlagen bis es glüht, dann verformen sie es.
Die wahnwitzigsten Formen kommen dabei heraus, wie die von diesem Teil des katholischen Kreationismus: Gott eile jedes Mal wenn eine menschliche Eizelle befruchtet wird herbei um ihm eine in diesem Augenblick geschaffene Seele einzuhauchen. Ebenso töricht ist Karl Barths Ganzttodlehre. Gott speichere in sich (?) die Daten aller Menschen, ihr Trachten, ihre Motive, ihre Vergehen und ruft sie dann zur Auferstehung hervor.
(Bei den Zeugen Jehovas wird hinzu gesetzt, dass ein Großteil Übeltäter danach den zweiten Tod erleiden. „Diese Bösen werden am Gerichtstag zu Tode gebracht werden und für immer tot sein“ J.W.org Welcher Aufwand für nichts.)
Stattdessen lehrt Joseph Smith in Übereinstimmung mit den Bischöfen der ersten Jahrhunderte in Harmonie mit Origenes, ein intelligentes vorirdisches Sein aller Heutemenschen beim Vater, aus dessen Gegenwart jeder einzeln eigenverantwortlich herausfiel (Sündenfall). Dieser Geist – bei Origenes "Logika", sonst "nobilitas ingenitus" - sehnte sich danach auf eigene Füße gestellt zu werden um sich hier mit Unterstützung des Lichtes Christi mehr oder weniger zu bewähren. Dieser Geist kombiniert mit dem grobstofflichen Leib bildet die Seele des Menschen. Wenn der Mensch stirbt gibt es keine Seele mehr! Ebenso wenig wie Wasser wenn es wieder in seine beiden Ausgangselemente zurückkehrt.
Aber der Mensch selbst ist seinem Kern nach Geist -  wie das innerste Wesen Gottes Geist ist. Joh 4:24  Dieser Geist kann nie vernichtet werden, weil er, wie die Energie, ewiger Natur ist. Ziel Gottes ist, alle Geister auf eine höhere Stufe zu heben. Dazu darf er sie unter keinen Umständen zwingen. Auferstehung ist die untrennbare Verbindung von Geist und Urstoff, die später erfolgt. Lehre und Bündnisse 93: 33
Wegen der buchstäblichen Kindschaft jedes Menschen (der zur Familie Adams gehört“ Buch Mormon 2. Nephi 9: 21 u Mormon 3: 20) zu Gott, trägt er den Keim zu grenzenloser Entfaltung in sich. Er ist als Sohn oder Tochter Gottes, Gott im Keimzustand.
Soweit zur Erläuterung die bekanntlich vor allem von gnostischen Überlieferungen, auch von jüdischen getragen wird.
„Das Passah ist das Aramäische pacach (paw-sakh) und bedeutet soviel wie 'hinüber gehen'. … Im Ursprung war das 'Hinübergehen' die Bedeutung des Hinübergehens des Menschen aus seinem Fleisch(lichen Körper) hinüber in die körperlose 'Welt', der Heimat der Seele. Dieses Hinübergehen ist im Buche Exodus (Shemoth) der Juden, als der 'Auszug
der Seele aus dem fleischlichen Körper' in dieser Welt in das Hinübergehen in die fleischlose Welt der Seele als Parabel niedergeschrieben, aber das Thema kehrt auch in vielen anderen Geschichten der Thora als Parabel auf. ... Symbolik ist eine Sprache, welche auch durch die Begriffe in den gesprochen Sprachen ausgedrückt wird. So ist das 'über den Jordan gehen' dieselbe Symbolik wie das Passah.
Das Yardana, Jordon, ist im Aramäischen 'der Strom oder Fluss des Lebens'. Abseits des Streites der Theologen kann man allein in der Aramäischen Sprache Mosaiksteine finden, für ein Bild, das es erlaubt auch das Bewusstsein der Menschen besser nachvollziehen zu können. So bedeutet im Aramäischen 'Bit Nitupta' das 'Haus der Präexistenz', was unschwer erkennen lässt, dass die Menschen eine Präexistenz argumentierten, wovon die späteren Christen in Nicäa nichts wissen wollten und einen Fluch aussprachen gegen jene, welche das weiter argumentierten.“
 Volker Doormann, ‘PhilTalk Philosophieforen’ Thema „Präexistenz und zur Passah Symbolik“


Petrus wird sich sehr zusammen genommen haben, nicht aus der Haut zu fahren, weil Paulus verallgemeinerte, was nicht verallgemeinert werden darf.  Denn wie der Trend des Judentums, war seines Herrn Lehre, die des Tuns des Guten.

Bruder Martin will davon nichts wissen. Sein Zeitgenosse Erasmus von Rotterdam (1466-1536) mit dem er korrespondiert lehnt seines Gesprächspartners starr gesetztes Dogma ab.
"für Erasmus (von Rotterdam) war es schon aus pädagogischen Gründen nicht anders denkbar, als dass der Mensch durch seinen freien Willen an seinem Heil mitwirkt. Luther dagegen war im Hinblick auf die sittlichen Möglichkeiten des Menschen äußerst pessimistisch.
Für ihn hing alles allein von der freien Gnade des allmächtigen Gottes ab, die für ein auch noch so geringes Mitwirken des Menschen am Heil keinen Platz ließ."   Thomas Martin Schneider "Freiheit bei Martin Luther"
Mit seiner Verneinung der Fähigkeit des Menschen zu seiner Erlösung beizutragen will Luther sich so weit wie möglich von der katholischen Praxis abwenden und stürzt dabei in Widersprüche, denn Christus fordert permanent unser gutes Handeln. Unübersehbar negativ führte solche Betrachtungsweise Luthers  im Verlaufe der Geschichte zur Gleichgültigkeit der meisten protestantisch Gläubigen, zumindest in Europa.

Ganz anders Joseph Smith:

                                       

Joseph Smith 1805-1844
Er sagte, er habe zuvor Gott um Erkenntnis gebeten und dann sei ihm dieser Zusammenhang offenbart worden:

"Wahrlich (der allmächtige Gott, Schöpfers Himmel und der Erde) sagt: Die Menschen sollen sich voll Eifer einer guten Sache widmen und vieles aus ihrem eigenen, freien Willen tun und viel Rechtschaffenheit zustande bringen; denn die Macht ist in ihnen, wodurch sie für sich selbst handeln können.Lehre und Bündnisse 58:27

Luthers Einstellung ist immer noch die Linie der offiziellen evangelischen Kirche Deutschlands. Auch weil "Mormonismus" dem entgegen steht, verurteilen gewisse Exponenten des Protestantismus die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.
Origenes beteuerte es ebenfalls wie Joseph Smith und damit völlig anders als Luther, der immer von der eigenen Erfahrung ausgeht, aber eben nicht berücksichtigt, dass die Forderungen seines (Klosten-) Ordens andere waren, als die des Christus die er in der Bergpredigt formuliert hatte.
Der große Alexandriner (Origenes) verkannte keineswegs die Rolle der Gnade Christi, er ignoriert aber nicht die Kraft des Menschen: 

„Zwar sind alle Geschöpfe ganz auf Gott angewiesen, eigene
Anstrengungen werden durch seine Gnade weit überwogen. Aber die Vorsehung hat alle Regungen des freien Willens von Ewigkeit vorausgesehen und eingeplant, und sie werden gerecht vergolten.“
 Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft ... Mohr - Siebeck, 3. Auflage, Origenes
Das ist ausgewogener, verständlicher Klartext. Er erregt keinen Widerspruch.

-   -  Ein urchristliches, aber verstossenes Dogma: „die Vergottung des Menschen“

Mit solcher Lehre, obwohl sie nachweislich altchristlich ist, stößt „Mormonismus“ in der Christenwelt auf heftige Ablehnung.
Papst Benedikt XVI. verwies, ob gewollt oder nicht, die Kritiker indem er sagte: der Kern der Inkarnationslehre des Athanasius lautet:

„Christus, das Göttliche Wort, „wurde Mensch, damit wir vergöttlicht würden...“ Vatikan, Generalaudienz, 20. Juni 2007
Eine andere Autorität erklärt:
„... Der Gedanke der Vergottung ist der letzte und oberste gewesen; nach Theophilius, Irenaeus, Hippolit und Origenes findet er sich bei allen Vätern der alten Kirche, bei Athanasius, bei den Kappadoziern, Appolinares, Ephraim Syrus, Epiphanius u.a.“
Adolf von Harnack „Dogmengeschichte“, Mohr-Siebeck, 1990 S. sowie
Anton Grabner-Haider-Maier „Kulturgeschichte des frühen Christentums“: „Irenäus Werke gegen die „falsche Gnosis“..., in Jesus Christus sei der Weltgott ein Mensch geworden, um die Menschen zu vergöttlichen.“

Die Evangelische Weltanschauungszentrale Berlin distanziert sich dennoch: 

„Am größten ist der Unterschied in der Gotteslehre. Sie ist auch der Grund, warum die Taufe der HLT nicht mehr anerkannt wird. Die Vorstellung, der zufolge (a) der Mensch Gott werden kann bzw. (b) der biblische Gott sich aus einem Menschen entwickelte, steht im diametralen Gegensatz zur biblischen Unterscheidung von Schöpfer und Geschöpf. Zwar spielt der erste Teil dieser Lehre in der Verkündigung der HLT heute kaum eine Rolle. Man könnte sie darum vergleichbar dem katholischen Dogma päpstlicher Unfehlbarkeit einordnen: eine evangeliumswidrige, aber praktisch nachrangige Sonderlehre. Jedoch durchzieht sie als Grundlage der gesamten Theologie, Kosmologie und Anthropologie eben das Lehrsystem der HLT und ist nicht vom Gesamtaufbau zu trennen. Wenn Mormonen von Christus und Trinität sprechen (etwa, wenn sie der Basisformel des ÖRK zustimmen), so meinen sie mit den Begriffen etwas anderes als die ökumenische Christenheit. Wer die eigene Christologie ernst nimmt, kann sich diesen detaillierten Blick nicht ersparen, der zeigt: Bei genauem Hinsehen sind Gotteslehre und Christologie der HLT nicht christlich.“

Demgegenüber steht ein selten zitiertes, aber im Mittelpunkt der Bergpredigt stehendes Gebot Christi:

„Ihr sollt vollkommen sein (werden) gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Matth. 5: 48

Aber, es gibt eine Brücke. Sie besteht aus vielen Bauteilen. Tragendes Element könnte auch eine protestantische Auslegung des "syrischen Perlenliedes" sein. Sie beißt sich ein wenig mit Luthers Deutung, nicht aber mit mormonischer Lehre:

“Als ich ein kleines Kind war und im Hause meines Vaters wohnte und am Reichtum und der Pracht meiner Erzieher mich ergötzten, sandten mich meine Eltern aus dem Osten, unserer Heimat, mit einer Wegzehrung fort…“

Für seine Reise wird der Königssohn bestens ausgestattet... zurücklassen muss er allerdings sein Strahlenkleid. Dann wird ihm sein Auftrag erteilt.

„…Wenn du nach Ägypten hinabsteigst und die Perle bringst die im Meer ist das der schnaubende Drache umringt, sollst dein Strahlenkleid wieder anziehen und deine Toga, die darüber liegt, und mit deinem Bruder, unserem Zweiten Erbe in unserem Reiche werden.“
In Ägypten angekommen, vergisst der Königssohn seine Herkunft und seinen Auftrag und dient dem fremden König. Davon erhalten die Eltern des Königssohnes Kunde.

„Und sie fassten den Beschluss über mich dass ich nicht in Ägypten gelassen werde und sie schrieben mir einen Brief, und jeder Große des Reiches setzte seinen Namen darauf: „Von deinem Vater, dem König des Ostens und deiner Mutter, der Herrscherin des Ostens. Und von deinem Bruder, unserem Zweiten, Dir, unserem Sohn in Ägypten, Gruß!
Erwach und steh auf von deinem Schlaf und vernimm die Worte unseres Briefes, ...

Sieh die Knechtschaft: wem du dienst. Erinnere dich, dass Du ein Königssohn bist. Gedenke der Perle, derentwegen Du nach Ägypten gegangen bist. Erinnere Dich Deines Strahlenkleides, gedenke Deiner herrlichen Toga.“

Der Brief erreicht den Königssohn in Gestalt eines Adlers.

„Er flog und ließ sich nieder neben mir und wurde ganz Rede. Bei seiner Stimme und der Stimme seines Rauschens erwachte ich und stand auf von meinem Schlaf, nahm ihn und küsste ihn, und ich löste sein Siegel und las. Und ganz wie es in meinem Herzen stand waren die Worte meines Briefes geschrieben. Ich gedachte, dass ich ein Königssohn sei und meine Freiheit nach ihrer Natur verlange. Ich gedachte der Perle, derentwegen ich nach Ägypten gesandt ward, und ich begann zu bezaubern

den schrecklichen und schnaubenden Drachen. Ich brachte ihn in Schlummer und Schlaf, indem ich den Namen meines Vaters über ihm nannte und den Namen unseres Zweiten und den meiner Mutter, der Königin des Ostens und ich erhaschte die Perle und kehrte um, um mich nach meinem Vaterhaus zu wenden.“

Als der Königssohn sein Strahlenkleid zurückerhält, kommt es zu einem eigentümlichen Erkenntnisprozess.

Wohl erinnerte ich mich nicht mehr seiner Würde, weil ich es in meiner Kindheit in meinem Vaterhaus gelassen hatte, doch plötzlich, als ich es mir gegenüber sah, wurde das Strahlenkleid ähnlich meinem Spiegelbild mir gleich, ich sah es ganz in mir, und in ihm sah ich mich auch mir ganz gegenüber so, dass wir zwei waren in Geschiedenheit und wieder eins in Gestalt... Ich neigte mein Haupt und betete an den Glanz des Vaters, der mir das Kleid gesandt hatte.“

Text: Walter Rebell, „Neustestamentliche Apokryphen und Apostolische Väter“, 1992


K. Beyer, einem großkirchlichen Exegeten des 20. Jahrhunderts, kann man nur von Herzen zustimmen, wenn er übereinstimmend mit der Lehre des Propheten Joseph Smith das „Syrische Perlenlied“ so kommentiert:

Die Botschaft des Liedes lautet: Die unsterbliche menschliche Seele göttlicher Herkunft darf sich erst dann endgültig vereinen mit ihrem unvergänglichen geistigen Leib der gleichfalls von Gott abstammt, aber immer bei ihm bleibt, wenn sie zuvor auf der Erde in einem vergänglichen fleischlichen Leib und in feindlicher Umgebung mit göttlicher Hilfe Selbsterkenntnis erlangt und mutig die ihr von Gott gestellte Aufgabe erfüllt hat.

Das ist eine synkretistische Religion in der Nachfolge Platons, die sich auch leicht mit der christlichen Ethik verbinden lässt. Ihre Bilder teilt sie mit der Gnosis und den anderen antiken Erlösungsreligionen, ohne dass man sicher sagen kann, wer sie von wem übernommen hat. Das führt schließlich zu der Frage, ob der gnostische Anteil am spätantiken Synkretismus wirklich so hoch ist, wie meist angenommen wird. Denn, dass der Mensch die Erde als Fremde empfindet, ist ein weit verbreitetes Lebensgefühl…”ebenda

Zur Erinnerung, Walter Rebell sagt: „…Das ist eine synkretistische Religion in der Nachfolge Platons, die sich leicht mit der christlichen Ethik verbinden lässt…“



Ende Teil 1

Freitag, 21. August 2015

Albert Mössmer urteilte fair

Mössner veröffentlichte 1990, als Nichtmitglied das lesenswerte Buch: "Die Mormonen".

Er erhielt dafür allgemeines Lob, außer von der evangelischen Weltanschauungszentrale. Darauf antwortete er:

"Mein Ziel war es, die Geschichte, Religion und Lebensumstände der Mormonen aus einer unabhängigen, objektiven Sicht darzustellen. Die Leserreaktionen, die ich bisher bekommen habe, bestätigen, dass mir dies in zufriedenstellender Weise gelungen ist. Gut waren auch die Reaktionen von katholischer Seite - soweit mir Buchbesprechungen bekannt sind - und von Mormonen selbst. Ein Rezensent der University of Illinois Press bezeichnete mein Buch als „well-crafted historical narrative, touching all the appropriate bases" und meinte, dass sich der Autor geschickt auf Zehenspitzen gehend durch die Minenfelder bewege, mit denen die Geschichte der Mormonen übersät sei. Dagegen meinte ein Rezensent für den Materialdienst des evangelischen Zentrums für Weltanschauungsfragen, dass in meinem Buch Empathie in Kritiklosigkeit umgeschlagen hätte. 
Dazu möchte ich Folgendes sagen: Ich habe nichts gegen eine Kritik der Religion an sich, ganz im Gegenteil. Wenn jedoch eine Religionsgemeinschaft kritisiert wird, weil deren Dogmen von den eigenen abweichen, so handelt es sich lediglich um religiöse Verblendung. 
Wer nach antimormonischer Polemik sucht, um eine Bestätigung der eigenen Vorurteile zu finden, wird in meinem Buch sicherlich nicht fündig werden. Eine gewisse Toleranz und Weltoffenheit setze ich beim Leser voraus."

Er stellte in seinem Resümee etwas heraus, das jedem in angenehmer Weise vermittelt, worin die Hauptunterschiede zwischen den Lehren der Kirche Jesu Christi der HLT und denen anderer christlicher Denominationen bestehen:

„Die Mormonen vermitteln anschaulich, zu welchem Zweck wir auf der Welt sind, woher wir kommen, wohin wir gehen. Was hier angeboten wird, sind nicht die abstrakten Erklärungsversuche der großen Volkskirchen. Das Paradies ist bei den Mormonen nicht ein ungewisses Sich-in-der-Gegenwart-Gottes-Befinden, sondern es bedeutet, dass man seine Freunde und Verwandten wiedertrifft und das Leben wie auf der Erde fortsetzt, nur ohne die irdischen Probleme…“

Dienstag, 18. August 2015

Erkenntnisse die unser Denken bereichern


Entschlossener als nach allen anderen Kriegen schlussfolgerten Abermillionen Menschen mit dem Kollaps der ausgebluteten Fronten in Ost- und Westeuropa, 1917, dass es Gott nicht gibt, - jedenfalls nicht den von dem die Theologen redeten.
Mit einem Hurrageschrei ohnegleichen, das von Segenssprüchen der feierlich in Roben gekleideten Geistlichkeit begleitet wurde, begann das bis dahin größte  Völkerschlachten aller Zeiten und es endete mit einem Bruch des bisherigen Denkens und Lebens, zumindest aller Europäer.
Es sollte noch schlimmer kommen.
Der Gott der nun heftigste Ablehnung erfuhr, war aber nicht der Jesus Christus der Bibel, sondern ein sonderbares Wesen geformt und charakterisiert von einem ebenso sonderbaren Pfaffentum.  Jahrhundert um Jahrhundert wurde einem eher orientalischen Götzen gehuldigt, dem kühn und frech das entwendete Namenschild Christi angeheftet und sein Lammfell über die blutigen Ohren gestülpt worden war.
Hoch gelobt, geehrt und in aufwendigen Messen gefeiert, übte er jene Macht aus, die der wahre Christus für sich nie beansprucht hatte. Mit Prozessionen aller Art, mit Strafaktionen wie Kreuzzügen und alle Arten Bußübungen. 


Bild Wikipedia  Hier z.B. zeigt der berühmte russische Maler Ilja Repin eine Kreuzprozession in Kursk, die beides zum Ausdruck bringt, die Ergebenheit und Liebe des Volkes zu dem Christus der ihnen gepredigt und nahe gebracht wurde. Und es zeigt die übertriebene Darstellung dieser Liebe. Keineswegs hätten die Christen der ersten drei Jahrhunderte sich vorstellen können, dass solcher Umzug mit ihrer Religion irgendetwas zu tun haben könnte.

Büßer waren oft weniger entschlossen begangenes Unrecht soweit wie möglich wieder gut zu machen und ihr Wesen und Leben zu bessern. Mit geschulterten Kreuzen die sie sich selbst aufluden, meinten sie Rechtfertigung vor ihrem Gewissen und vor Gott zu erlangen.

„Pentofaranto dum la Via Crucis, Iztapalapa, Ciudad de México“ von Tabea Huth aus der deutschsprachigen Wikipedia.
   

Seit Nicäa, 325, wurde der antlitzlose, eher herzlose, aber unentwegt leidende Gott, gewaltsam ins Bewusstsein der Massen gepresst. Wortreiche „Gottesdienste“ vermochten eben deshalb selten oder nie Herzen zu gewinnen, sondern sie konnten oft nur Dämonenfurcht erzeugen.

Zitternd war Martin Luther, in der Zeit seiner größten Romgläubigkeit, in einer Prozession hinter einer Monstranz hergelaufen.  Dr. Usingen, Lehrer seines Ordens, der das bemerkte, hatte ihn angestoßen und besorgt nachgefragt ob Martin sich unwohl fühle. Da bekannte Luther, den Blick auf das Türlein der kristallenen Monstranz gerichtet, hinter der sich Jesu Fleisch in Form der geweihten Oblate, der Hostie, befand, wie sehr er sich fürchte dermal einst diesem Weltenrichter gegenüber zu stehen und verurteilt zu werden... Dr. Usingen wollte ihm das ausreden. Er meinte es gut, doch Menschenworte, so gut sie auch gemeint waren, konnten Luther nicht trösten.

Aus dem Christus der Weisheit und der liebevollen Sorge  um das Lebensglück seiner Verehrer, hatten Machtidioten eine Drohfigur gebildet, der sich jeder beugen musste und wenn nicht, verlor der Verweigerer sein Menschsein, oft auf schrecklichste Weise.
„Du solltest nicht jammern!“ belehrte der spanische König Philipp II. noch im 16. Jahrhundert einen Jüngling den sie am Holzpfahl inmitten des Scheiterstoßes festgebunden hatten: „du hast Gott beleidigt!“, dann legte er sein Holzbündelchen, das er demonstrativ beigesteuert hatte, zu den anderen, weil das eine Guttat in den Augen seines Gottes sei.
Was der junge Mann verbrochen hatte? Er war so kühn gewesen, einem Mann der seit Kurzem im Verdacht stand an einem Freitag sein Hemd gewechselt zu haben, die Hand zum Gruß zu reichen. Dieses Unrecht wollte er nicht einsehen, sondern stattdessen meinte er wie Bruder Martin Luther, „Gott sei dem armen Sünder gnädig“
Der König fügte hinzu:
„Ich würde persönlich Holz für die Verbrennung meines Sohnes herbei schaffen, sollte er so schlecht sein wie ihr.“ Sigüenza, La fundacion, bei Fr. Edelmayer

Wer an einem Freitag Beischlaf mit seiner Frau wagte, falls die Maria hieß, brachte sich in Gefahr. Freitags sein Hemd zu wechseln führte zu der Vermutung man sei insgeheim ein Muslime. „Marrannen“, Schweine, nannte der von den Kanzeln her verhetzte „echte“ Spanier die unter Zwang zum Christentum bekehrten Juden oder Mauren seines Landes, statt sie liebevoll zu umarmen wie das vor Nicäa in der ganzen Kirche der Fall war, wenn jemand sich ihr angeschlossen hatte.
Bartolome de Carranza, (1503-1576) Erzbischof Toledos, Primas der spanischen Kirche, beging die Sünde den sterbenden Vater Philipp II. (den deutschen Kaiser Karl V. vor dem Luther 1521 in Worms stand) mit den Worten zu trösten: „Gott wird dir gnädig sein“. Die Lauscher und Häscher klagten ihn an, er wäre ein geheimer Anhänger des Erzketzers Dr. Luthers.  Der spreche auch immer von der Gnade. Das brachte dem Unschuldigen 18 Jahre strenge Kerkerhaft ein. Angeblich war er nur Untersuchungsgefangener, doch dies in der berüchtigten Engelsburg zu Rom.
Die Pfaffen der Christenmetropolen Rom und Byzanz ersetzten, nach dem 1. Ökumenischen Konzil zu Nicäa, 325, den von ihnen verstoßenen Gott des Neuen Testaments durch einen aus der Hölle entsprungenen Diktator bösesten Charakters und nannten ihn ebenfalls Jesus. Dieser riss den Rachen auf um Feuer auf angebliche Ketzer zu spucken. Er sperrte fröhliche Mädchen weg, denen der wahre Christus die Mutterrolle zugedacht hatte. Sie saßen dann lebenslänglich in kalten Gefängnissen. Aus denen führte keine Tür nach außen, zurück in die Freiheit.  Da drinnen wurden sie belehrt möglichst tausendmal am Tag zu beten: „Dein Wille, Vater im Himmel, geschehe wie im Himmel so auf Erden“, obwohl ihnen verboten worden war darüber nachzudenken, was des himmlischen Vaters Wille sei.

Die Dame Pulcheria aus Zeiten um 430 wurde ihnen stets als leuchtendes Ideal vor Augen gestellt. Pulcheria habe nur gebetet, fromme Lieder gesungen und für arme Seelen Deckchen gehäkelt. Das könnten sie ebenso gut.
In Wahrheit war die zeitweilige Kaiserin Pulcheria aber ein Biest und das gute Gerede um sie herum Legende.
Der neue Hauptgeistliche Konstantinopels Nestorius, legte sich gleich mit ihr an. Er war ein „jung (wirkender 42jähriger), rothaarig (er Mann), mit großen Augen und einem schönen Gesicht; man hätte ihn einen zweiten David nennen können. Auch war der Klang seiner Stimme sehr angenehm. Er hielt allerlei Anreden (Ansprachen) bei der heiligen Kommunion, und viele kamen nur zur Kirche, um den Ton seiner Stimme zu vernehmen.“ Christian Pesch „Nestorius als Irrlehrer“ 
Er muss Pulcheria sehr bald, nach seinem Amtsantritt als Oberhaupt der Kirche zu Konstantinopel, 428, bei einer Übertretung ertappt haben. Was war es? Ein nicht zu leugnendes Fehlverhalten auf jeden Fall. Ihre Übertretung muss ihm nicht nur aufgefallen sein, sondern ihn zum Handeln gezwungen haben, sonst hätte er die immer noch mächtigste Frau des römischen Imperiums, die das Reich an Stelle ihres minderjährigen Bruders mit harter Hand regierte hatte, nicht in dieser Schärfe verwiesen: „Des Teufels Mutter bist du; und er jagte sie weg“ (aus einem besonderen Bereich in der Kapelle in der sich ihr Bildnis über dem Altar befand.“ Christian Pesch, „Nestorius als Irrlehrer“ Paderborn 1921
War der allerseits beliebte Prediger Augenzeuge eines Liebesaktes geworden? Er hätte schweigen können und ihre Gunst genießen, dann jedoch hätte er seinen Charakter verleugnen müssen.

 „Pulcherias Gegner dichteten ihr sieben Liebhaber an... der magister officiorum Paulinus galt als ihr Favorit.“ A. Demandt, „Das Privatleben der römischen Kaiser“ 
An anderer Stelle heißt es: „Es gab ein Gerücht von einer unerlaubten Beziehung der Pulcheria zu einem Hofmann. Leonhard Fendt, kath. Pfarrer Inauguraldissertation

Das können nicht nur Gerüchte gewesen sein, obwohl der Hofklatsch aller Zeiten sich verheerend auswirken konnte. Andererseits sind selbst fromme Hofleute auch nur Menschen.
Nestorius ließ das Bild der Kaiserin das über dem Altar an die Wand der kaiserlichen Basilika gemalt worden war löschen. Er muss ganz sicher gewesen sein. Ihm war bekannt, Pulcheria konnte in ihrer Rache schrecklich sein. Das haben einige Eunuchen ihrer Umgebung sehr zu spüren bekommen. Dann stirbt ihr Bruder bei einem Jagdunfall und erneut fällt ihr sein Amt in den Schoß. Jetzt steht ihr der bislang allmächtige Eunuche Chrysaphios schutzlos gegenüber. Jetzt nimmt sie Rache für seine ablehnende Ehrlichkeit  und lässt ihn zu Tode prügeln.

Der Gott der Mönche und der Nonnen kam aus  dem Märchenland. Er wurde frei erfunden.
Aber der wahre Gott hatte es vorausgesehen. Sobald sie ihn aus den Augen verlieren und einem anderen seines Namens dienen, werden sie kaum anderes als Unheil anrichten.  
Die ganze nachnicänische Kirche litt folglich unter machtsüchtigen Egoisten, die große Töne spuckten und zuerst ihrer eigenen Eitelkeit frönten.
Der allmächtige Gott, der jedem seiner Kinder, bevor sie ihre irdische Lebensbahn begannen, die feste Zusage gab, er werde sie beraten aber nie zwingen den besseren Weg zu gehen, musste sich zu Unrecht schwerste Anklagen anhören, nämlich ein Stichwort des 20. Jahrhunderts:
„Gäbe es einen gerechten Gott, dann hätte er das Elend nicht zugelassen!“

Das er verwechselt wurde hatte er vorausgesehen, auch dass sie ihn verfluchen  und von ihm lossagen würden, obwohl da sein Todfeind stand, der Usurpator von Nicäa, der sich, in seiner Abwesenheit an seine Stelle hin gemogelt, nicht nur seinen Namen und seine Kirche sondern auch viele seiner Leute angeeignet hatte.
Deshalb musste er wieder ganz von vorne anfangen, denn auch das hatte er versprochen: er würde sie nicht alleine lassen.
Allerdings unter der Voraussetzung, dass sie beachten und halten und tun, was er von ihnen erwartet:

 „..lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Matth. 28: 20

Er wollte schon immer das ganz große Elend verhüten, doch er konnte nicht, sonst hätte er ihren Willen brechen müssen:
„Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!“  Matth 23: 37

Er schickt Boten die nicht ohne weiteres als solche erkennbar sind. Wir haben es herauszufinden. Auf seine Weise geschieht es. Wir haben genau hinzuschauen.
Hat er Joseph Smith geschickt?
Ein Kennzeichen des Echten ist, das er unter keinen Umständen zur Gewalt rät. Etwa in der inakzeptablen Art:
„Ich komme im Namen des Herrn, ihr habt zu glauben, dass ich im Vollbesitz der Wahrheit bin, deshalb habt ihr euch zu unterwerfen.“
Im Gegenteil er wird beteuern, dass Gottes höchste Gabe seine Liebe ist, die nie das Unrecht duldet, nie den Druck, die Angst verbreitet oder die Dämonenfurcht.  
Es wäre sinnlos gewesen einen Boten in die Umstände der Unfreiheit hineinzuschicken.
Zuvor mussten die von Christi Gegenspieler kurz nach Nicäa, 380, verbotenen Menschenrechte auf Entscheidungsfreiheit wieder hergestellt werden.
Nicht die großen Kirchen sondern die Gründervätern der USA restaurierten 1776 das Grundrecht.
In ihrer „Unabhängigkeitserklärung“ sagten sie das, was Pflicht jedes Christen gewesen wäre:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind...“

Eine Generation später – und nicht zufällig in diese Zeit hinein – wurde Joseph Smith geboren, williges und fähiges Werkzeug in den Händen Gottes zu sein. Er wird  später und noch lange genug vor dem Start der schrecklichsten, folgenreichsten aller Kriege, die wohl berühmtesten Worte des 19. Jahrhunderts sagen:

„Siehe, viele gibt es, die berufen sind, aber wenige werden erwählt.
Und warum werden sie nicht erwählt? Weil sie ihr Herz so sehr auf die Dinge dieser Welt gesetzt haben und nach den Ehren der Menschen streben, dass sie diese eine Lehre nicht lernen -dass die Rechte des Priestertums untrennbar mit den Mächten des Himmels
verbunden sind und dass die Mächte des Himmels nur nach den Grundsätzen der Rechtschaffenheit beherrscht und gebraucht werden können. Dass sie uns übertragen werden können, das ist wahr; aber wenn wir versuchen, unsere Sünden zu verdecken oder unseren Stolz und eitlen Ehrgeiz zu befriedigen, oder wenn wir auch nur mit dem geringsten Maß von Unrecht irgendwelche Gewalt oder Herrschaft oder Nötigung auf die Seele der Menschenkinder ausüben wollen - siehe, dann ziehen sich die Himmel zurück, der Geist des Herrn ist betrübt, und wenn er sich zurückgezogen hat, dann Amen zum
Priestertum oder der Vollmacht jenes Mannes...“ Lehre und Bündnisse 121

Wir haben die Würde des anderen zu achten, sonst verlieren wir jede Berechtigung, in der Kirche zu amtieren, die den Namen Christi legitimerweise trägt. Wer immer sich grundfalsch entscheidet, betreibt seine eigene Sache, die erst dann auch unsere Sache wird, wenn der Gesetzesbrecher bestraft werden muss.

Wir selbst müssen das Beste leisten. Auf diese Weise ist ‚Mormonismus’ eine Religion des Tuns des Guten. Wir brauchen die immerwährende Führung durch unser eigenes Gewissen und durch das Licht des Himmels.

Wer sich ernstlich an Gott um Beistand und Weisheit wendet – und eben das ist die Botschaft der Missionare der Kirche Christi, - der wird die erwünschte Führung und Weisheit erhalten, oder das worum er im Glauben bittet, (sofern es der Wohlfahrt seiner Seele dient) sei er Hindu oder ‚Mormone’.

Samuel Smith jun., Josephs Urgroßvater,  war ein bekannter Politiker und Unterstützer des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Sechs Amtsperioden lang war er Mitglied des Bundesstaatsparlaments von Massachussetts und zwölf Amtsperioden lang Stadtrat. Ein Streiter für Freiheit.
Dessen Urenkel hatte Gott bestimmt, sein Bote und Sprecher zu sein, wahrscheinlich lange bevor er seine diesseitige Laufbahn begann. In Träumen und Wachvisionen vernahm er überaus glaubwürdige Darstellungen aus Vergangenheit und Zukunft: Im November 1831 schrieb Joseph Smith in seinem Vorwort zum Buch der Offenbarungen was ihm gesagt wurde:

Darum habe ich, der Herr, der das Unheil kennt, das über die Bewohner der Erde kommen soll, meinen Knecht Joseph Smith jun. aufgerufen und aus dem Himmel zu ihm gesprochen und ihm Gebote gegeben, und auch anderen Gebote gegeben, dass sie diese Dinge der Welt verkündigen; und dies alles, damit sich erfülle, was die Propheten geschrieben haben.
Das Schwache der Welt wird hervorkommen und die Mächtigen und Starken niederbrechen, damit der Mensch nicht seinem Mitmenschen rate, auch nicht auf den Arm des Fleisches vertraue.“ Lehre und Bündnisse 1: 17-19
Hätte die Christenheit erwogen, ob dies die Stimme Gottes ist, wären die größten und schrecklichsten aller Kriege nicht geschehen, den Holocaust hätte es nicht gegeben.
Gott wollte alle unter seine Fittiche nehmen, aber fast alle lehnten ab, aus tausend Gründen.
Er schickte Propheten, doch die Welt schlug ihn tot.
Dennoch geschah es:

„Das Schwache der Welt kam (in eruptiven Umwälzungen ) hervor … die Mächtigen und Starken (wurden niedergebrochen)…“

Es ist nicht gut, sein Vertrauen in den Arm des Fleisches zu setzen.

Einhundert Jahre nach der Wiederherstellung der Kirche Christi kamen die ersten unter seinen Feinden und räumten etwas ein, das man erwägen sollte: 

Der Charakter des Joseph Smith ist viel umstritten worden. Die Mormonen bezeichnen ihn als den größten Märtyrer des Jahrhunderts und als den bedeutendsten Mann seiner Zeit. Viele seine Gegner nennen ihn aber kurzweg einen Betrüger. Man wird ihm jedoch auf diese Weise nicht gerecht. Es dürfte heute wohl allgemein angenommen werden, dass Joseph Smith selbst an seine fantastischen Offenbarungen glaubte und sich für ein Werkzeug des göttlichen Geistes hielt...“ Pfarrer  J. Rößle „Aus der Welt des Mormonentums, 1930,