Sekten, gestern
und heute
Forschungsresultate
Gerd Skibbe
2026
Vorwort
70 Konzilsväter von 2400 votierten, 1965, mit der Schlusssitzung des Vatikanum
II gegen die Wiederinkraftsetzung des seit Nicäa 325 ausgesetzten Menschenrechtes
auf Religionsfreiheit in ihrem Wirkungsbereich.
Wer waren hier nun die Sektierer, die Abweichler?
Diese Frage löste unbeabsichtigt der spätere Papst Benedikt XVI. aus.
Damals wirkte er als Konzilsberater mit. Sein Statement ist beachtenswert: "Die Erklärung
über die Religionsfreiheit des Zweiten Vatikanums bedeutet insofern
kirchlicherseits das Ende des Mittelalters, ja das Ende der
konstantinischen Ära… Und dass man ab jetzt nie mehr
sagen könne, für die katholische Kirche sei die Religionsfreiheit kein
Grundrecht, das in der Würde der Person begründet ist.“ Hörmann „Willensfreiheit“
Daraus folgt die Erkenntnis, dass dies das Eingeständnis
ist, mit der Einflussnahme Kaiser Konstantins, 325, - sei trotz des Mailänder
Reskriptes, 313, das für Christen der
Urkirche unverzichtbare Prinzip Entscheidfungsfreiheit zumindest erheblich
beschnitten worden. Und, das Konstantin eine neue Ära eröffnete, nachdem er die
Ära des bedrängten, und doch souveränen Urchristentums beendete. Korrekt ist,
dass „…die Kirche
in Nicäa (325) die Wünsche Konstantins befolgte, obwohl sie sie nicht billigte.“
Allen war es bald bewusst „Eben so wenig, wie Konstantin
Christus erwähnt, ist die Kirche auf Christus bezogen.“ .“ Heinz Kraft, Habilitationsschrift „Konstantins
religiöse Entwicklung“ Uni Greifswald
Man weiß nicht,
wer unter den die Konzilsteilnehmern, 325 – allerdings zu spät - erkannte, dass
Kaiser Konstantin (280-337) " der Christus sein wollte
" Prof. Clauss
(bedeutender deutscher Althistoriker, religiös neutral „Kaiser und
Gott“ Herrscherkult im römischen Reich
Vor allem, weil er
auch der Gott der Christen sein wollte, führte er trickreich, den
„christlichen“-Monotheismus als Neuheit in die damit verschandelte Urkirche
ein. Adolf von Harnack
bestätigte: „Es war eine „große Neuerung, die Erhebung zweier
unbiblischer Ausdrücke (Vater,
Sohn und Heiliger Geist sind „unius substantiae“ G.Sk.) zu Stichworten des Katholischen
Glaubens. Sie sicherte die Eigenart dieses Glaubens... Im
Grunde war nicht nur Arius abgewiesen, sondern auch Origenes...
fortan musste die Kirche die Last
einer ihr f r e m d e n Glaubensformel
tragen“ „Lehrbuch der Dogmengeschichte“
Konstantin (ca. 280-337) erfand zu
seinen Zwecken den Begriff „consubstantialis“.
Prof Hans Küng sagte es: „Konstantin fügte das
nachher so sehr umstrittene unbiblische Wort wesensgleich griech. Homousios
lat. „consubstantialis“ ein. Die Unterordnung des Sohnes unter den einen Gott
und Vater (der Gott), wie von Origenes und den Theologen der Vorzeit allgemein
gelehrt, wird jetzt ersetzt durch eine wesenhafte,
substantielle Gleichheit des Sohnes mit dem Vater“ „Kleine Geschichte der katholischen Kirche
So kam der trinitarische Gott aus dem scheinbaren Nichts
hervor. Gutes hat er der Welt nicht beschert, das ist allen Alt-Historikern
bewusst. Unendlich lang sind die Klagelieder derer die in sogenannte Sekten
hinein geboren oder wegen der Sünden der trinitarischen Kirche hineingetrieben
wurden. Eifersüchtig ließ der „Dreifaltige“ nichts zu, was ihm nicht gefiel.
Das bekamen zuerst die Arianer zu spüren, dann die Novatianer, die Paulikianer,
die Bogumilen, Katharer, Waldenser, Vaudoise, die Hussiten.
Isaac Newton, der weltberühmte Physiker schrieb mehr zum Thema kirchliche Dogmen als
über die Gesetze des Weltalls. Er las griechisch ebenso wie den Originaltext
der Vulgata. Kenntnisreich bezeichnete Newton
Konstantins politischen Schachzug als Abfall vom wahren Glauben. Er erkannte, dass die, durch das
Nicänum erfolgte „wesenhafte, substantielle Gleichheit (Gleichsetzung) des
Sohnes mit dem Vater“ zur Entwicklung von Unvorstellbarkeiten führte. „Der
Abfall vom Glauben sollte damit beginnen, die Wahrheit über die Beziehung des
Sohnes zum Vater zu verzerren, indem er sie gleichsetzt.“ Untitled
Treatise on Revelation (section 1.4), Yahuda Ms. 1
Wie weit Konstantin, Ambrosius von
Mailand sowie Kaiser Justinian die Kirche vom Original entfernten, und sie
damit zur Sekte degradierten, wird im Folgenden offensichtlich.
Und noch etwas von Belang. Der
berühmte Dominikaner Meister Eckhart (1260-1328) sagte: „Der „Seelengrund“ jedes
Menschen wurde nicht erschaffen, er ist göttlich.“ Weiter führte er
aus: Es ist etwas in
der Seele, das unerschaffen und unerschaffbar ist; wenn die ganze Seele
solcherart wäre, so wäre sie unerschaffen und unerschaffbar, - und dies ist die
Vernunft.“ Zitiert in „Primus
articulus“ Artikel 27 von 28 der Bulle Johannes XXII. 1329
Irgendwann, nach einigen Gerichtsverfahren wurde Eckhart, nach seinem Tod,
zum Häretiker erklärt.
War es nun sektiererisch oder nicht?
Fragment
von Ausführungen Meister Eckharts über den Seelengrund (Predigt 5
zeitgenössischen b) in einer Handschrift; Göttingen, Georg-August-Universität,
Joseph Smith (1805-1844) – erster Prophet der Kirche Jesu Christi de
Heiligen der Letzten Tage – gilt in der Welt der christlichen Ökumene ebenfalls
als Sektierer. Er behauptete inspiriert zu sein, und lehrte: seit Urzeiten wurde
dem Volk Israel verkündet: Gott „formte“ die „Intelligenzen“, einen Anfang
hatten sie nicht, wörtlich:
„wenn es zwei Geister gibt, und
der eine ist intelligenter als der andere, so haben diese zwei Geister doch,
obwohl der eine intelligenter ist als der andere, keinen Anfang… Nun
hatte der Herr mir, Abraham, die Intelligenzen gezeigt, die geformt
wurden,“ Kanon der Kirche Jesu
Christi der Heiligen der Letzten Tage „Köstliche Perle Abraham 3:18 u 22
Joseph Smith wiederholte: „Der Mensch war auch im Anfang bei Gott. Intelligenz
oder das Licht der Wahrheit wurde nicht erschaffen oder gemacht und kann es
auch gar nicht… “ … „der Mensch ist Geist“! Kanon der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage „Lehre und
Bündnisse“ Abschn. 93: 29 u 3 "
Wir sind nicht nur von dieser Welt.
In uns Heutemenschen lebt ein Göttliches, das nie vergeht.
Thomas von Aquin (1226-1274) ebenfalls einflussreicher Dominikaner und
bedeutender katholischer Philosoph sagte gewollt oder nicht origenistisch-
mormonisch: „Der Mensch ist Geist, bekleidet mit einem Körper.“ Leon James „Theistic Psychology 2004, vol. 1
Lebenslänglich glaubte ich was
Goethe gegen Ende seines irdischen Daseins bekannte: „…Diese plumpe Welt aus
einfachen Elementen zusammenzusetzen und sie jahraus jahrein in den Strahlen
der Sonne rollen zu lassen, hätte Gott sicher wenig Spaß gemacht, wenn er nicht
den Plan gehabt hätte, sich auf dieser materiellen Unterlage eine Pflanzschule
für eine Welt von Geistern zu gründen. So ist er nun fortwährend in
höheren Naturen wirksam, um die geringeren heranzuziehen.“ 11. März 1832 Gespräch
mit Eckermann
Melbourne 24. März 2026
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