Donnerstag, 12. Februar 2026

Das Bischöflichen Generalvikariat Trier reagierte

 

Ich erhielt vor 5 Tagen eine freundliche Antwort vom Bischöflichen Generalvikariat Trier.

Darauf komme ich gleich zu sprechen. Von großer Bedeutung ist, in diesem Zusammenhang, zu wissen, oder sich zu erinnern, dass zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert, blutige Kriege, wegen der unterschiedlichen christlichen Gottesvorstellung mit zehntausenden Toten geführt wurden. Dazu gehört der 17-jährige Krieg, im 6. Jahrhundert, den der "orthodoxe" Kaiser Justinian gegen die arianisch glaubenden Christen der Ostgoten Italiens initiierte.

Sie dagegen handelten bis dahin tolerant. Aber zu glauben, "dass Gott einer und drei zugleich ist"  lehnten sie ab. Während sich andere Christen verpflichtet fühlten den "Dreifaltigen Gorr" zu verehren.

Nachdem Justinians "christusliebende Armeen" in Nordafrika und ganz Italien Ruinen hinterließen, und sie zehntausende Familien eliminiert hatten, prahlte Justinian:

 „Von Gott eingesetzt ...bringen wir Kriege glücklich zu Ende… Wir richten unsere Herzen so auf den Beistand des allmächtigen Gottes, dass wir weder Waffen noch unseren Soldaten, noch den Generälen, noch unserer eigenen Begabung vertrauen müssen, sondern jegliche Hoffnung allein auf die vorsorgende Umsicht der höchsten 

                   D r e i f a l t i g k e i t setzen…“ Mischa Meier „Justinian, Herrschaft, Reich und Religion“ 

Ferdinand Gregorovius schreibt in seinem Werk: „Geschichte der Stadt Rom“ "Die Erschöpfung und das Elend Roms konnte zu keiner Zeit, selbst nicht in der Periode des sogenannten Exils der Päpste zu Avignon, größer sein als nach Beendigung des Gotenkriegs. Die beste Apologie der Gotenherrschaft ist in Wahrheit das lange, grenzenlose Elend, in welches Italien versank, nachdem das Reich Theoderichs (das Reich des arianischen Gotenkönigs) gefallen war."


 „Zwar residierten die Päpste im Lateranpalast noch lange danach mit einer Schar Eingeschworener inmitten von Ruinen und hielten sich großspurig für die Sieger der Geschichte und Retter des Christentums. Gespenstisch ging es zu. Wo einst 1 Million Bürger wohnten, hausten zwischen dem 6. und dem 14. Jahrhundert nur noch ein paar tausend Leute. Dieser verlorene Haufen hielt sich allerdings für den Nabel der Welt.“ Spiegel Geschichte, Annette Bruhns - “Pest, Hunger und Schwert“

Urteilt selbst: Seit vielen Jahrhunderten beten die Christen der ökumenischen Bewegung  (ÖRK) und das sind mehr als 352 unterschiedliche Kirchen, gemeinsam das Athanasianum und dort heißt es:

„…wir sind gezwungen, in christlicher Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und als Herrn zu bekennen!“ 19. Zeile.

Genau das glaubten die ostgotischen Christen. Dafür wurden sie bestraft, während aber die erwähnten Christen des ÖRK dieses Bekenntnis genötigt sind es abzulehnen.

Im selben Atemzug heißt es nämlich – man kann es kaum glauben:

„der katholische Glaube verbietet uns, von drei Göttern oder Herren zu sprechen.“ Ebenfalls 19. Zeile

Wie meine Leser sich erinnern, schrieb ich diesbezüglich anfragend um vielleicht mehr Verständnis für die Lehren unserer Kirche zu schaffen, an den Beauftragten für Religions-, Weltanschauungs- und Sektenfragen, des Bistums Trier, Herrn Matthias Neff. 

Er erwiderte betont freundlich, aber keineswegs zufriedenstellend. Er sagte nämlich:

„Im Horizont des Athanasianischen Glaubensbekenntnisses ist der „katholische Glaube“ mit der „christlichen Wahrheit“ identisch, und zwar für alle Christen.“

        Satz und Gegensatz sollen gleichzeitig wahr sein?

Damit geben sich Millionen Katholiken und zahlreiche andere, nicht mehr zufrieden.

Mit dem protestantischen Prof. Bernd Oberdorfer, Augsburg, Fachmann für systematische Theologie stellt sich für jeden Nachdenklichen immer häufiger die Frage: „… Muss, wer an Jesus Christus glaubt,  (bekennen) … dass Gott einer und drei zugleich ist?“ „Zeitzeichen“, evangel. Kommentare, Aug. 2004

Herrn Matthias Neff ist sehr wahrscheinlich bekannt, dass interne Umfragen ergaben, dass immer mehr Katholiken gemäß der „christlichen Wahrheit“ arianisch glauben, eben, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist drei getrennte heilige Götter sind, eins im Willen und der Liebe.

Der Briefverkehr kam zustande, weil das Bistum Trier öffentlich verkündete: "Neben der Bibel haben die Mormonen das Buch Mormon und andere Offenbarungsschriften. Darauf gründen sie ihren Glauben und ihre Lebenspraxis. Und das unterscheidet sie deutlich von den Kirchen in der Ökumene. Diese Schriften enthalten Vorstellungen, die den anderen Kirchen fremd sind. Dazugehört die Ablehnung der Trinität.“

Man muss nicht auf alles reagieren, das ist wahr.

Andererseits darf jeder die offenbarte Wahrheit sagen.

 

 


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