Sehr geehrte
Mitarbeiter von Evangelium21
dies ist Teil 2 von acht. Ich fand es gut, dass Sie offen diskutieren, die Notwenigkeit zu erwidern hält mich jung.
Ihr schreibt unter
1.
Abfall und Wiederherstellung…, die Bibel erlaubt keinen vollkommenen ? Abfall der Kirche (z. B. Mt 16,18; …)
Beinahe korrekt!
Die Bibel erlaubt grundsätzlich keinen Abfall, weder
den teilweisen noch den Großen, weder den des einzelnen Mitgliedes noch den der
Kirche oder deren Obere.
Das musste auch der Verwalter des israelischen Tempels,
Eli, vor 3000 Jahren, bitter erfahren. Der Knabe Samuel musste den alten Herrn
des Tempels, Eli, als Sprecher des Gottes Israels ersetzen, weil er abgefallen
war, nicht dass er falsche Dogmen lehrte, sondern weil er seine Söhne nicht
ermahnte:
|
„Ich (der große ICH BIN, der präexistente Christus) habe ihm (Eli) angekündigt, dass ich über sein
Haus für immer das Urteil gesprochen habe wegen seiner Schuld; denn er
wusste, wie seine Söhne Gott lästern, und gebot ihnen nicht Einhalt. |
|
Darum habe ich dem Haus Eli geschworen: Die Schuld
des Hauses Eli kann durch Opfer und durch Gaben in Ewigkeit nicht gesühnt
werden.“ 1. Samuel 3: 13 Die „Gotteslästerer“ hielten Beischlaf mit den
Tempeldienerinnen. Der große „ICH BIN“ ist „gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Hebr. 13: 8 |
„Wer aber den Geist Christi nicht hat, der
gehört nicht zu ihm.“ EÜ Röm. 8:9
Christus definierte eindeutig: „Nicht jeder,
der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel
eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“
„Ein guter Baum
bringt gute Früchte und ein kranker Baum schlechte. Ein guter Baum kann keine
schlechten Früchte tragen und ein kranker Baum keine guten. Jeder Baum, der
keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und verbrannt. Ebenso werdet ihr
diese falschen Propheten an ihren Taten erkennen.“ Mt. 7: 17
„Und der König wird
antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan
habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan…“
Mt. 25: 40
Unser aller Herr setzte ein für alle Mal das
Grundprinzip fest: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es,
der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden,
und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Joh. 14. 21
Kirche Christi gedeiht nicht ohne Offenbarung, das wird
deutlich in der Geschichte aller Kirchen. Der Abfall wurde offensichtlich, als der
Mainstream - der Hauptkörper - der damaligen Kirche, angeführt von Athanasius (300-373)
die Traditionschristen verfolgte. Es ist grauenvoll was da geschah.
Hören wir nur kurz hinein was dieser bis heute
gefeierte Giftzwerg sich herausnahm:
Ich schicke aber voraus, dass moderne Forschung
Athanasius zum Häretiker erklärt. Beispielsweise dieses Urteil: „Thomas Hägg,
ein Historiker des 21. Jahrhunderts kommt zum selben Schluss, wie die arianisch
orientierte Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - indirekt - vor
zweihundert Jahren: "…der Erzketzer Arius ist Traditionalist. Er steht fest auf dem
Boden der kirchlichen Lehrtradition." "Kirchen und
Ketzer" 2004, mit Unterstützung des norwegischen Forschungsbeirates für
Klassische Philologie und Religionswissenschaft, Uni Bergen
Nun Athanasius: Die Flut war verheerend. Adolf von Harnack urteilte: "fortan erfüllte die Sprache des Hasses die Kirchen.“
Wäre das was gemeinhin das nicänische Bekenntnis
genannt wird im biblischen Sinn wahr gewesen, dann hätte es, gemäß dem Gesetz
von Ursache und Wirkung, Liebe erzeugt, denn „auf die Erkenntnis
der Wahrheit müssen immer die Taten der Liebe folgen“ Hippolyt von Rom
(170-235)
Stattdessen erzeugte es unmittelbar nach ihrer
Inkraftsetzung das Gegenteil. Athanasius der eifrigste Konstantinianer sprühte
Gift und Galle gegen diejenigen die glauben, dass Gott Jesus Christus ein
anderer ist als sein Vater, ihm jedoch untergeordnet. Er schreibt:
„Ich glaubte,
die Heuchler des arianischen Wahnsinns würden sich auf das, was ich bisher zu
ihrer Widerlegung und zum Erweis der Wahrheit vorgebracht habe, zufrieden geben
und nunmehr sich ruhig verhalten ... sie aber geben in unbegreiflicher Weise
auch jetzt noch nicht nach, sondern wie Schweine und Hunde in ihrem eigenen
Auswurf und Kot sich wälzen, so erfinden sie vielmehr für ihre Gottlosigkeit
neue Wege... Arianer sind keine Christen... Sie sind die
Erfinder von Gotteslästerungen und in Wahrheit die Gottesfeinde ...Wenn aber
Gott nicht wie ein Mensch (aussieht), er ist es nämlich nicht, so darf man auf
ihn keine menschlichen Eigentümlichkeiten übertragen... die diese Häresie
schufen... erachtete ich, Athanasius, es daher... für nötig, den
geschlossenen Panzer dieser hässlichen Irrlehre zu öffnen.“ Maßgebliche Werke des Hl. Athanasius in der
Übersetzung der "Bibliothek der Kirchenväter" (auch in RTF-Format) Aus der 1.
Rede
Die Flut war verheerend. Adolf von Harnack urteilt: fortan „erfüllte
die Sprache des Hasses die Kirchen.“ Wäre das, was gemeinhin das nicänische Bekenntnis
genannt wird im biblischen Sinn wahr gewesen, dann hätte es, gemäß dem Gesetz
von Ursache und Wirkung, Liebe erzeugt, denn „auf die Erkenntnis
der Wahrheit müssen immer die Taten der Liebe folgen“ Hippolyt von Rom
(170-235)
Selbst wenn dieser Obertrinitarier sachlich im
Recht gewesen wäre, stand ihm, gegenüber Arius, einem Mann der vierzig Jahre
älter war als er, dieser Ton nicht zu. Es hätte immer noch das Grundgesetz der
Kirche Gültigkeit gehabt: „So jemand spricht ich liebe Gott, und hasst doch
seinen Bruder der ist ein Lügner!“ 1. Johannes 4: 20
Urteilt selbst: Seit vielen Jahrhunderten beten die
Christen der ökumenischen Bewegung (ÖRK) und das sind mehr als 352
unterschiedliche Kirchen, gemeinsam das Athanasianum und dort heißt es:
„…wir sind
gezwungen, in christlicher Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und
als Herrn zu bekennen!“ 19. Zeile.
Das ist „Mormonismus.
Zusammengefasst: Nur zu glauben und so auf
Rechtfertigung durch Gnade zu hoffen ist zu wenig, das betont Jakobus kontra
Pauli „sola gratia“. (Natürlich wären wir allesamt für immer verloren, wenn
Christi Gnade nicht wäre. Das bestreitet kein Vernünftiger. )
Gemessen an
unserem Humanvermögen, haben wir mit unseren Talenten zu „wuchern“.
„Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent
erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist;
du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut
hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh
her, hier hast du das Deine. Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist
ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht
gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Du hättest mein Geld auf
die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen
zurückerhalten. Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn
Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss
haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er
hat. 30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis!
Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Mat. 25: 24-29
Wenn wir nicht Friedensstifter sind, nicht Salz der
Erde, nicht Träger des Lichtes sind, und keine guten Früchte tragen, werden wir
laut Paulus ernten, was wir säten. Rechtschaffenheit
kann durch nichts ersetzt werden. Rechtschaffenheit bedeutet die Verteidigung
der Ansprüche selbst des geringsten Menschen auf individuelle
Entscheidungsfreiheit, die jedoch immer und immer wieder von kirchlichen und
weltlichen Diktatoren angetastet und vernichtet wurden.
Der sogenannte Mormonismus" verlangt von jedem die
Rechte des anderen zu stärken. Dieser Aspekt gehört zu den wichtigsten
Basislehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.
Dietrich Bonhoeffer der bedeutende, evangelische Christ
und Theologe, den Hitler 1944 ermorden ließ, weil er sich selbst - aber
nicht seine Kirche - für den Schutz der Juden aussprach... Sein Lebensmotto
lautete nicht: „Ich werde allein aus Gnade erlöst“, sondern. Ich muss handeln,
wie Gott gebot:
„Öffne deinen Mund
für die Stummen, für das Recht aller Schwachen.
Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaffe dem
Bedürftigen und Armen Recht.“ Sprichwörter 31:
8-9
Das ist was Christus von uns erwartet. Das ist es, was
meine Kirche oben an stellt. Das Buch Mormon sagt es unentwegt: mindestens
68-mal verlangt es „handle in Rechtschaffenheit“
Recht, wo es fehlt, muss geschaffen werden. Die von der
kath. und der evangelischen Kirche Deutschland verfasste "Gemeinsame
Erklärung von 1999" umfasst 3 000 Worte, der Terminus „Rechtfertigung“
kommt 145-mal vor.
Der Begriff „Rechtschaffenheit“, wird nicht einmal
erwähnt.
Dort heißt es: „Rechtfertigung ist Vergebung der
Sünden“. Bis zum Überdruss wird wiederholt: Rechtfertigung erfolge, wenn
man an Christus glaubt!
Wirklich?
Werfen wir einen
Blick zurück auf den Beginn des kirchlicherseits geförderten, massiven Juden-
und dann des Hellenen-hasses in Reihen der Jesusverehrer. Das 4. Jahrhundert
war die Zeit als mächtige „Christen“ auf alle die im römischen Reich nicht
nicänisch glaubten Zwang - Glaubenszwang - ausübten Das von Bischof Ambrosius
von Mailand initiierte, zumindest aber von ihm gebilligte Staatsgesetz „Cunctos
populos“ galt ab Februar 380. Es verbot alle Religionen im römischen Imperium,
außer den Glauben an den Trinitarismus.
„Kaiserberaters“
Ambrosius von Mailand, ließ umgehend nach dem Erlass von Cunctos populos: „alle
Tempel seines Gebiets zerstören ließ ...Im gesamten östlichen Imperium wurden
Tempel und Bibliotheken geplündert oder niedergebrannt. Danach stellte
Theodosius auch einfache Besuche der hellenischen Tempel unter Strafe. In
Konstantinopel wird der Tempel der Aphrodite in ein Bordell und die Tempel des
Helios und der Artemis in Ställe umgewandelt...“ Vlassis G. Rassias,
“Christian Persecution against the Hellenes“
Dass dieser Mann – Bischof Ambrosius von
Mailand - gegen die vor den Hunnen südwärts flüchtenden Goten hetzte, ist nicht
zu leugnen. Die heimatlosen waren zu großen Teilen getaufte Christen
arianischer Richtung. Vergeblich baten sie um Erbarmen, Schutz und Aufnahme ins
römische Imperium.
Kaiser Gratian (359-383)
ließ sich, gelegentlich biegsam wie ein junger Weidenspross, gegen seine innere
Überzeugung herbei, im Sinne seines Beraters Ambrosius zu handeln. Jedenfalls
heißt es offiziell: Fortan „wies er die Arianer ab und folgte
Ambrosius.“ Ambrosius
hatte dabei als entscheidende Autorität die Bibel aufgerufen: „Der
Kaiser soll, gerüstet mit dem Schwert des Glaubens, dem Sieg entgegen ziehen...
Der Krieg gegen die Goten und der Sieg über sie seien von Hesekiel geweissagt
worden. Die Goten sind Gog, von denen der Prophet (Hesekiel) schreibt, dass er
mit Gottes Hilfe vernichtet werde. Es ist nicht zweifelhaft, dass die
‚catholici’, welche die Strafe für den Unglauben anderer ertragen haben, bei
Gratian Hilfe für den rechten Glauben finden. Der Glaube an Gott und die Treue
zum imperium Romanum können nicht voneinander geschieden werden... (die
Goten) die ‚Häretiker’ sind die ‚Anti-Christi’….“ Gunter Gottlieb
„Ambrosius von Mailand und Kaiser Gratian“
Das war die Sprache des Epiphanius. Schlimmer, das
wurde die Sprache der Nationalsozialisten und der Stalinkommunisten. Die
Nicäner und die in ihrem Interesse kämpfenden Legionen sollten die
Siegeszeichen (Konstantins?) aufrichten! Gratian hätte in seiner ursprünglich
toleranten Gesinnung festbleiben sollen. Das wäre für das kriegsmüde Volk dies-
und jenseits der römischen Grenzen der bessere Weg gewesen. Denn der Staat hat
sich (erst recht nach Jesu Worten: „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott
was Gottes ist“) aus
innerkirchlichen Angelegenheiten herauszuhalten, wie die Kirche aus den
machtpolitischen Anliegen des Staates. Sonst handeln auch die Menschen, die in
seiner Nachfolge stehen, eher aus Klugheit und Berechnung, und nicht aus
innerer Überzeugung. Erst die konsequente, aktive Umsetzung dessen, was man,
nach angemessen langer und redlicher Suche, als wahr und richtig erkannt hat,
macht den von Gott geliebten Menschen aus – selbst, wenn er irrt! Sonderbar: es
geht uns zwar alle an, aber nicht alle sind daran interessiert, auf das gute
Innerste ihres eigenen Wesens vorzudringen, um es herrschen zu lassen. Gratian
und seine Generäle befolgten Ambrosius Befehle, hatten die „Siegeszeichen“
aufgerichtet ... und verloren dennoch.
Ambrosius hatte
die Legionen in die Kämpfe hinein gehetzt: Er sprach „mit Gewissheit von
den zu erwartenden Erfolgen des Kaisers gegen die Goten…“ und von den „Strafen,
welche die Gegner des Glaubens und des römischen Imperiums treffen werden...
Entgegen den Prophezeiungen des Ambrosius „bot das römische Heer keinen Widerstand
mehr... Überall zogen die Goten ... durch das Land…, bis an die Grenze Italiens
herrschten sie nach Belieben.“ Gunter Gottlieb „Ambrosius von Mailand
und Kaiser Gratian“
Alles wankte, Ambrosius stand.
Cunctos populos wurde Dank Martin Luther erst 1517
zerschlagen, vielleicht erst angeschlagen, denn in Europa endete die
Inquisition erst 1847 -. Englands
Regierung drängte damals den König Sardiniens Karl Albert Amadeus dazu,
Religionsfreiheit in seinem Herrschaftsgebiet zu gewähren (inklusive des
Alpengebietes Piemont) So endete der blutige, von Ambrosius von Mailand
begonnene nur zeitweise ausgesetzte 800-jährige Krieg der Kirche gegen die
Waldenser und ihnen nahestehende Gruppen. (Katharer, Vaudois, Reste der
Bogumilen)
Mit Entsetzen lasen und lesen wir, dass der Hass auf die Traditionalisten und Juden blieb.
„Weder die
evangelischen noch die katholischen Kirchenleitungen sich aufraffen konnten,
offen für die verfolgten Juden einzutreten. Die Kirchen selbst waren von
einem latenten Antisemitismus durchsetzt. Nur dort, wo die eigene
Sicherheit und Macht auf dem Spiel standen, traten die Kirchen dem NS-Staat
entgegen…das Schicksal jüdischer Minoritäten war demgegenüber zweitrangig.
Unter den Christen gab es etwa 300 000 Juden als Gemeindemitglieder. 1933
standen 29 Juden in kirchlichem Dienst…1941 forderte die Kirchenkanzlei der
Deutschen Evangelischen Kirche die Kirchenbehörden dazu auf, „geeignete
Vorkehrungen zu treffen, dass die getauften Nicht-Arier dem
kirchlichen Leben der deutschen Gemeinden fern-bleiben…“ Hochschullehrer und
Pfarrer Hartwig Weber, Jugendlexikon „Religion“ rororo , Rowohlt 1988
Dass,
„…katholische und protestantische Geistliche den
Ausbruch des Ersten Weltkrieges Jubelnd begrüßten … Hei wie es saust aus der
Scheide! Wie es funkelt im Maienmorgensonnenschein! Das gute deutsche
Schwert, nie entweiht, siegbewährt, segensmächtig. Gott hat dich uns in
die Hand gedrückt, wir halten dich umfangen wie eine Braut...komm Schwert, du
bist mir Offenbarung des Geistes... im Namen des Herrn darfst du sie
zerhauen.“ Hochschullehrer und Pfarrer Hartwig Weber, Jugendlexikon „Religion“
rororo , Rowohlt 1988
Wen zerhauen?
Deine
Glaubensbrüder! Und warum? Weil die dort hetzenden kriegsbegeisterten, den
Geist Christi verloren hatten. Männer einer abgefallenen Kirche waren es, die
zugleich gegen das „Mormonentum wetterten:
Noch 1931 schrieb ein wortgewandter evangelischer
Geistlicher: ”... dem Treiben (der Mormonen) muss ein Damm entgegen
gesetzt werden …. der Staat und die Kirchen sollen gemeinsam gegen die Mormonen
vorgehen...Diese Forderung kann nicht laut genug erhoben werden. Denn der
Mormonismus geht auf nichts Geringeres aus als auf die Bekehrung und schließliche
Unterwerfung der ganzen Welt. Darauf ist sein System zugeschnitten. Diesem
Zweck dient sein einzigartiger Missionsbetrieb, ... zu beachten ist dabei, dass
der Mormonismus im Gegensatz zum Islam, dem er in gewisser Hinsicht gleicht,
sich allen möglichen Volkssitten, Gebräuchen und Anschauungen anzupassen,
allerlei, selbst entgegengesetzte Glaubensrichtungen in sich aufzusaugen vermag…
diese nominell noch kleine, völlig anders geartete Kirche, wird Weltbedeutung
erlangen ... die Mormonen sind eine gefährliche Sekte ... in unheimlicher Weise
haben sich bei der Entstehung dieser Sekte amerikanische Oberflächlichkeit,
mangelhafte Bibelkenntnis und satanische Kräfte die Hand gereicht, um
unter der Flagge des Evangeliums eigene Lehren zu verbreiten. Um ihres
satanischen Unterbaues willen wird die Sekte der Mormonen eine bedeutende Macht
und große Gefahr bleiben.” Pfarrer Rößle, „Aus der Welt des Mormonentums“
1931
Veröffentlicht 1931
„Unzählige
Deutsche werden mit Lehren befleckt, die sie glauben machen, das sei alles
himmlische Nahrung für ihre Seelen… Diese gottlose Priesterschaft,
die Tausende verführt hat, das Wort Gottes mit Füßen zu treten und die das
Heilige durch den Staub zerrt... müsse entlarvt werden...“
Und Pfarrer Zimmer verfasste vor Rößle diese Zeilen:
Als ich das las, war ich 15, alleine auf mich gestellt.
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