Mein neuestes Buch: auf Basis von mehreren hundert wissenschaftlich belegten Quellen
Die unselige, nachnicänische Kirche
Mutter der Sekten (2)
Gerd Skibbe
2026
Teil 2 meines Essays
Seit fast 200 Jahren lehnen evangelikale und katholische Kirchenautoritäten ab die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage als christlich anzuerkennen.
Alle mir zur Verfügung stehenden Dokumente bestätigen; der Glaube an den "dreifaltigen" Gott hat biblisch keine Basis. Er ist eine Erfindung Kaiser Konstantins, die zu Nicäa, unterstützt von einer Minderheit der Konzilsteilnahmer als neue Kirchenlehre in die Welt der Religionen gesetzt wurde,,, es sollte besser heißen: Das Nicänum wurde gewaltsam zur Wahrheit erklärt. Hier sind die Gegenbeweise
Nach dem Konzil des Jahres 325 nahmen im Verlaufe der Zeit immer mehr hochrangig fromme Trinitarier den Knüppel in
die Hand um ihre Wahrheit durchzusetzen. Diese Strenge schlug den widerstrebenden Konzils-teilnehmern
entgegen. Der auf sie einwirkende Druck veranlasste die potentiellen Verweigerer nun, sich ebenfalls
ihren eigenen Fragen zu stellen: Lohnt es sich, wegen eines einzigen
Buchstabens - des Jota - ins Bleibergwerk, abzuwandern? Doch der
konstantinischen Neuerung zuzustimmen verletzte ihr Gewissen.
Was würden die Mitglieder sowie die Männer der
Ältestenkollegien daheim sagen, wenn sie zurückkehrten mit der ihnen
auferlegten Pflicht einen nun unvorstellbaren Gott anzubeten? Und das anstelle der üblichen Anrufung des
„himmlischen Vaters“ im Namen Jesu Christi.
Alles andere blieb undenkbar. Sagte die Bibel nicht der Mensch sei das
„Ebenbild“ Elohims?
Aber umgekehrt gefragt: ein
„christlicher“ Sol, wie kann das sein? Denn merkwürdig bleibt die Herkunft Sols: „Sol Invictus ist bereits in früheren
Zeiten geläufig; Vespasian stellte ihm zu Ehren schon im Jahre 75 eine
Kolossalstatue auf, seit Commodus trägt jeder Kaiser den Titel invictus.
Ursprünglich vereint Sol Invictus mehr oder weniger die orientalischen
Religionen wie den persischen Mithras und den syrischen Baal. Die Wurzel dieses
nach Rom exportierten Baal lässt
sich zurückverfolgen nach Emesa...“ imperium-romanum.info
Nun, wenn man gewisse Experten gut füttert,
machen die aus einem Engel des Verderbens einen lieben Gott. Die können das
anscheinend Unmögliche, denn „mit Worten
lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten“ Stetes Tropfen höhlt den Stein. Menschen sind allesamt mehr oder weniger manipulierbar. Gewiss, in den biblischen Aussagen, treten
zwei grundverschiedene Arten vorirdischer, real existierender Geister auf. Ein
böser Mächtiger versuchte sogar Jesus.
War sein Echt-Name Sol invictus? Es
gibt nicht wenige Hinweise die das vermuten lassen. Trinitarisch zu glauben
bedeutet immer noch, wenigstens indirekt anzuerkennen, dass die im Athanasianum
erwähnte „christliche Wahrheit“ geringeren Wert hat, als der katholische
Glaube.
Dieser Denk- und Glaubensrichtung
widersetzen sich auch Leo Tolstoi, die Zeugen Jehovas, oder Männer wie Isaak
Newton, Thomas Jefferson, Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung,
und US-Präsident Benjamin Franklin, sowie viele andere und die Mitglieder der
Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Sich gegen die „nicänisch-orthodoxe“ Lehre zu
stellen sei eine Sünde, behaupten die gegenwärtigen gelehrten Trinitarier,
deshalb müsse man die „Mormonen“ aus der Kategorie „Christen“ herausziehen um
sie in die Schmuddelecke zu schmettern… zu Ehren“ des „Dreifaltigen“.
Sol könnte es gegeben haben und Gold
kann man verunreinigen!
Doch aus drei unterschiedlichen
Christengöttern, die eines Willens und einer Absicht sind, gemeinsam mit Sol,
einen Einzigen (Großgott) hervorzuzaubern, ist ein Unding an sich. Das Ganze
erinnert an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. In der Tat, zu Nicäa
operierten einige aus purer Angst, einem gnadenlosen Allmächtigen eventuell zu
missfallen. Ihnen wurde zugemutet fortan den christus-erniedrigenden
Synkretismus zu predigen.
Das Abschlussmahl versetzte
schließlich die Bäckergesellen, den oder die Hirten und die kleinen Landwirte
denn wohl doch, fast ausnahmslos, in höchstes Entzücken. Sie lagen mit dem
weltbedeutendsten Imperator zu Tisch und ließen sich bedienen: „Wünschen die
Nobilissimi noch Pfauenzungen? Vielleicht noch etwas griechischen Wein?“
Geschafft! dachten der Imperator und der ehrgeizige Athanasius. Ihr Werk
hielten vielleicht zwanzig oder wenig mehr Bischöfe für gelungen, das zeigen
gewisse Aussagen. Die Tatsache des Widerstandes vieler veranlasste Hertling S.J.
zu der Bemerkung: „...solange freilich
Kaiser Konstantin lebte, durfte niemand wagen, gegen das Konzil zu Nicäa und
seine Definition aufzutreten...“ „Geschichte der katholischen Kirche
bis 1740“
Ohne den „Beherrscher des Weltalls“ Konstantin gäbe es das Nicänum nicht.
Welche andere Schlussfolgerung käme
sonst noch ernsthaft in Betracht?
Das Umgekehrte wird von sonst
versierten Lehrern weiterhin trotzig in Ehren gehalten. Und ohnehin, was soll,
mit Blick auf die Heiligen Schriften, am „Origenismus-Arianismus“ wirklich
falsch sein? Arianer verehren beide, den Vater und den Sohn, wenn auch die
Anbetung des Vaters dem „allein wahren Gott“ gehört: „Vater unser…“. Arianer
lebten im Bewusstsein, dass obenan die Gebote Christi erfüllt werden müssen.
Sie hegten lediglich ein unterschiedliches Bild
von beiden Gottheiten. Daraus zogen
einige die kühnsten und schrecklichsten Schlüsse. Das entlarvt den Trinitarismus.
In den letzten zwei Jahrhunderten
unserer Zeit, leistete die Forschung hinreichend Voraussetzungen zu besserem
Verständnis beider Richtungen.
Es ist hoch an der Zeit den Presbyter
Arius (260-337) zu rehabilitieren.
Aber, das würde für die immer noch auf
den Trinitarismus Verpflichteten bedeuten, zuzugeben „wir Nicäner irrten“. Das käme für viele einer Katastrophe gleich.
Doch niemand würde lästern, denn Jesus gebot: Richtet nicht!
Wir haben nicht vergessen: Ambrosius
von Mailand (339-97), dieser vielen so fromm erscheinende Mann, verbot in
seiner Eigenschaft als Trinitarier und Kaiserberater 380 alle Religionen im
gesamten römischen Reich, mit Ausnahme seiner eigenen. Und das, nachdem er als
Kriegstreiber versagte. Das Imperium Romanum führte gemäß seinem Willen, ab 378,
den militärischen Kampf gegen die vor den Hunnen flüchtenden Arianer. Seine Wut richtete sich gegen
die bewundernswert toleranten arianischen Ostgoten gnadenlos.
(Diesem Thema widmet sich dieser Essay wenig später ausführlich)
Konstantinische
Politik
Zunächst verehrte Konstantin seinen
Helfer Sol invictus, als „Höchste Gottheit“. Irgendwann wurde daraus
Selbstverherrlichung. Während Hitler die „Vorhersehung“ als „Höchste Gottheit“.
pries: „Ich danke dir, mein Herrgott,
dass du mich jetzt dorthin gebracht hast, wo ich endlich mein Programm
verwirklichen kann!“ Christian Dube „Religiöse Sprache in Reden
Adolf Hitlers“
Der hitlersche „Herrgott“ war sein
Helfer, er selber entsprach zwar nicht dem „dominus et deus“ der altrömischen
Kaiser, aber er hielt sich für den deutschen Messias. Da gab es eine Beziehungsebene – eben jene
Rollen, die Konstantin und der „Führer“ sich als Weltbeglücker anmaßten.
Was dabei herauskam, wissen wir. 1941,
als der „Verführer“ Hitler seinen Großplan „Barbarossa“ startete, indem seine
waffenstarrenden Divisionen die Sowjetunion verbrecherisch überfielen, hob er,
wie zuvor der römische Imperator, die Hände himmelwärts: „dass der Herrgott in diesem Kampf des kommenden Jahres uns nicht
verlassen möge, das soll unser Gebet sein.“
So betete Konstantin vor der Schlacht gegen Maxentius von Rom, 312.
Konstantins Saat trug dann die
galligen Früchte der Intoleranz und des Hasses aus Machtsucht und nie endender
Gier nach Ruhm.
Bald nach Konstantins Tod machte einer
seiner Söhne, Constantius II., der Vielleicht ein Gutmensch sein wollte, die
„Rolle rückwärts“. Das sollte, mit der Rimini-Synode 359, gelingen, weil die
Mehrheit der Bischöfe seines Reichsteils, wie ihre Amtsvorgänger, treu im
Glauben geblieben waren. Die ganze Welt sollte nun wieder einheitlich
„arianisch“ werden! Allerdings machte danach dann doch die Ranküne gewisser,
vorgeblich "gutherziger" Herren das Rennen, nicht die Bibel, nicht die Vernunft, all
das beflügelt vom Unwesen des scheinbar unsterblichen Diakons Athanasius.
Hatten die fast 90 Prozent
Konzilsverweigerer zum Zeitpunkt, als sie die kaiserliche Einladung in Händen
hielten, geahnt, was Konstantin begehrte?
Immerhin, er wollte der Erlöser der Christen sein. Hatte er doch,
als Noch-nicht-Kaiser, miterlebt wie die Christus-Bekenner litten, als
Oberkaiser Diokletian christliche Häuser niederreißen ließ. Wie gefasst sie es
hinnahmen. Das war auch in seinen Augen Größe. Um 303 war den Jupiterpriestern
ein Orakel misslungen. Sie klagten, Schuld seien die Jesusverehrer.
Immer mehr suchende Menschen glaubten
und folgten den zu seinen Zeiten noch ehrenamtlich wirkenden christlichen
Priestern und ließen sich taufen. Obwohl noch weit davon entfernt liturgische
Kleidung zu tragen, gingen namhafte Christen, bis 303 am Kaiserhof,
selbstbewusst ein und aus. Das konnte den paganen Priestern nicht
gefallen. Ihre Gelegenheit kam als
Diokletian, dieser auch in Konstantins Augen, abergläubische alte Mann, vor
einer Schlacht eine Eingeweideschau anbefohlen hatte: „Die Schau der Haruspices vor Diokletian misslang. Der Priester sagte,
die Götter zürnten ihm wegen der
Anwesenheit unheiliger Personen. Damit waren die Christen gemeint. Daraufhin
mussten alle Beamten des kaiserlichen Palastes den römischen Göttern opfern,
oder sie wurden ausgepeitscht... Auch bei einer Befragung des Apollo-Orakels in
Milet antwortete der Gott seinen Priestern, dass die Christen die Beziehung zu
den Göttern störten. Daraufhin ließ der Kaiser in Nikomedia eine christliche
Kirche niederreißen und deren heilige Bücher verbrennen. In einem Dekret, von
303, ordnete er an, in der ganzen Provinz sollte die Gebetshäuser und Bücher
der Christen zerstört werden, die Christen sollten aus allen Ämtern entlassen
werden und ihre Privilegien verlieren. Als nun noch im Palast ein Brand
ausbrach, wurden die Christen dafür verantwortlich gemacht.“ Anton
Grabner, Haider, Johann Maier „Kulturgeschichte des frühen Christentums“
Vandenhoek & Ruprecht 2008
Da die Christen kontinuierlich an Zahl
und wegen ihrer Grundsatztreue an natürlicher Macht zunahmen, riefen sie die
Eifersucht der Paganen herauf. Die Wirkkraft der Christen einerseits, und
andererseits der geifernde Neid der paganen Priester bildeten einen scharfen
Kontrast, was schließlich zu einem schweren Konflikt führen musste. Die Welle der
Verfolgung lichtete die Reihen der Treuen. Bis 303 galten die Christen in
Diokletians Umgebung als geachtete Persönlichkeiten.
Man hätte es voraussehen können, auch
weil sich einige Christen nicht immer zurückhaltend verhielten. Einige
prahlten: „nur wir lehren die absolute
Wahrheit.“ Sonderbar, nachdem
Vatikanum II sich 1965, von der Ära Konstantin distanzierte, blieben von 2498
stimmberechtigten Konzilsteilnehmer rebellische 70 dabei: „nur wir sind im Besitz der absoluten Wahrheit… keine Freiheit für den
Irrtum.“ Deshalb lehnte die
Piusbruderschaft Religionsfreiheit ab.
Es gab Aufstände an den Rändern des
Reiches. Der Reichs-Finanzexperte Allectus hatte sich 293 selbstherrlich zum Kaiser
Englands aufgeworfen. Damit trennte er
England vom römischen Reich. Constantin Chlorus konnte ihn, 296 vernichtend
schlagen, zugunsten der Reichseinheit. So weit, so zutreffend. Aber Diokletian
könnte argwöhnen, dass auch Konstantin ihm nicht gut gesonnen ist, denn dessen
Vater musste Mutter Helena verlassen, um höher in der Reichshierarchie
aufzusteigen. Nach der anbefohlenen Hochzeit seines Vaters in Nikomedia im
Jahre 292 mit Theodora, wird Konstantin die Mutter getröstet haben. Sicher
fühlte Diokletian sich jedenfalls nicht.
Es gab ohnehin einige andere
Möchtegern-Usurpatoren.
Kurz vor dem Ableben seines
schwerkranken Vaters Constantin Chlorus, verließ Konstantin Nikomedien. Er traf
den Vater noch lebend an. Er war damals bereits hochrangiger Offizier, im
heutigen Sinn, etwa ein Oberst. Seine blendend auffällige Erscheinung und seine
bekannt gewordenen militärischen Erfolge, die er in Ägypten erzielen konnte,
wirkten. Die Legionen des Westens
suchten nach einem Mann wie ihn.
19 Jahre vor
Nicäa, umgehend, nach dem Tod des Vaters, erhob die West-Armee Konstantin
zum Cäsar. So erhielt er jene Position die sein Vater 13 Jahre in der von
Diokletian geschaffenen Tetrarchie, eingenommen hatte. Auch die Zukunft wartete
auf ihn. Konstantins Charakter wurde durch die Umstände und durch seinen
unbändigen Willen bestimmt: Ober-Kaiser Diokletian (250? - 316) trat bereits im
Jahr 305 gemeinsam mit Nebenkaiser Maximian zurück. Es gab aber keine
Gewissheit für Konstantin dafür, dass beide nicht reuig umkehrten. Das nagte an ihm, wie sich später zeigen
sollte.
Er sah nun die Möglichkeit „Gebieter
des Weltalls“ zu werden, zum Greifen nahe.
Bild Numista-Katalog 2026.
Offizielle Beschreibung der Münze: „Konstantin
der Große … Sein Aufstieg zur Macht vollzog sich im Rahmen der Auflösung der
römischen Tetrarchie, die Kaiser Diokletian errichtet hatte.“ Konstantin hält auf einer Münze die Weltkugel
in seiner Linken. Das Motiv, bei dem Kaiser Konstantin der Große oder der mit ihm gleichgesetzte Sonnengott
Sol Invictus eine Weltkugel (Globus) in der linken Hand hält, ist ein
zentrales Symbol der römischen Machtdarstellung auf antiken Münzen.
Es ist Sol, der zeitlose Unbesiegte.
Die Strahlenkrone besteht nicht aus den Nägeln des Kreuzes Jesu Christi wie
bereits angenommen wurde.
Athanasius der Grobian,
der zu den Hauptschuldigen der Kirchenspaltung zählt, wirbelte umher bis zu
seinem Lebensende 373. Er prägte die nächsten Generationen Trinitarier, die
selten zum Frieden wirkten. Aber, er war genug Realist um einzusehen, dass er
nicht der Erste und Oberste im gesamten Kirchenraum werden kann. Doch,
wenigstens wollte er Metropolit und mehr sein, möglichst die Nummer zwei jener
Kirche die er mit ins Leben gerufen hatte! Deshalb trachtete er stets nach
besten Beziehungen zu Rom.
Konsequenterweise unterstützten sie sich gegenseitig, Bischof
Julius I. ("Papst" von 337-352) und er. Das war das Erfolgsrezept. De
facto führte er, Athanasius, die neue Kirche, die sehr bald großen Krieg gegen die "alte" führen wird. Er
anerkannte Julius, - ein wichtiger
Schritt zum dauernden Primat Roms - ! „Rom wird zum Sprecher des Abendlandes... Bischof Julius zögert keinen Augenblick,
die Besonderheit der Lage zu nutzen... Er hält es für Recht, dass man sich in
Fragen, die die Bischöfe betreffen, nach
Rom wendet. Aus der Gelegenheit eines
ökumenischen Streites sucht Rom für sich die Stellung einer kirchlichen Oberinstanz der Ökumene zu
gestalten“ M. Jakobs „Die Reichskirche und
ihre Dogmen“, Kl.
Vandenh.-Reihe
Höchste Instanz zu sein, das
sollte erst Damasus von Rom gelingen, mit Unterstützung einer Bande von
Mördern, im Jahr 366. Es wird berichtet, dass „eine Anzahl Arianer Roms am frühen Morgen des
26. Oktober des Jahres 366 in ihre
kleine Julii-Kapelle gingen (heute: St. Maria in Trastevere)... Deshalb rückte „(um) acht Uhr
morgens Damasus mit seinem gottlosen
Anhang heran. ... mit (dem) gesamten Klerus, alle mit Beilen, Schwertern und
Knitteln bewaffnet…“ Martin Rade lic.
Theol. „Damasus, Bischof von Rom“
Sie werden doch nicht? Und ob, sie
taten es! Schließlich musste aus Damasus Sicht Bischof Ursinus daran gehindert
werden Oberhaupt der Kirche zu werden. Mit Knüppeln und Äxten fuhren sie
dazwischen: Wer nicht nicänisch glaubte, sei kein Christ! ... und wer anders
als nicänisch-trinitarisch glaubt, lebte gefährlich. Damasus Truppe „deckte das Dach der… „Glaubensfeinde“
auf, dann warfen sie Steine auf die „Anders-Christus-Gläubigen“ mit tödlicher
Wirkung herunter. Nüchtern resümiert der Chronist: „während kein einziger Damasianer fällt, erliegen 160 Ursinaner.“ Martin
Rade lic. Theol „Damasus, Bischof von Rom“. Nun gab es nur noch Hass, den Damasus
entzündet hatte. Seine Kirche verteidigt
Damasus und sein Tun bis heute. „(Damasus) musste sich gegen den
Minderheitskonkurrenten Ursinus behaupten. Er baute seine Vormachtstellung erfolgreich
als Nachfolger Petri aus, indem er die kirchliche Gerichtshoheit im Westen
ausübte.“ Text offizielle Papstliste
So wurde Damasus höchster
trinitarischer Christ. Er wurde schnell sehr reich. Er überzeugte die
vermögenden christlichen Damen ihr Testament zugunsten der Kirche zu schreiben.
So erhielt er vielerseits den Titel „Ohrenkitzler der Damen“ (matronarum auriscalpius).
Weil er den Trinitarismus hochleben ließ und finanzielle Vorteile denen
gewährte die ihm nicht widersprachen erreichte er zunehmende Unterstützung.
Eben die Kirche des Damasus war die
Andere, nicht umgekehrt. Der damalige Präfekt Ambrosius – damals noch
kein Christ - beobachtete von Mailand aus, was Damasus trieb. Dessen Politik
der Bestimmtheit (bzw. des Diktatorischen) imponierte dem Staatsrechtler, in
einer Zeit in der noch nicht entschieden war ob die Arianer oder die
Athanasianer das Rennen gewinnen werden.
Immerhin, nach der Synode zu Rimini 359 bekannten sich alle Bischöfe des
Gesamtreiches, bis auf eine Handvoll Ausnahmen auf Druck von Kaiser Constantius arianisch.
Bereits um 374, nachdem Athanasius
zuvor ein letztes Mal mitgerührt hatte, sollten die arianischen Bischöfe
Mailands und ihre Mitglieder eine Zunahme des Gezänks um pro und kontra
Trinitarismus, erleiden. Die Sprecher der trinitarischen Sektion wollten die
maßgeblichen Herren Mailands werden. Einige taten so, als bildeten die
Trinitarier der Großstadt die Mehrheit. Das war nicht der
Fall, denn auch das Kaiserhaus bekannte sich arianisch. Als nun der wichtigste
„Bischofsstuhl“ vakant wurde, galt Ambrosius beiden Gruppen als geeigneter
Mann. Den Arianern gefiel die neutrale Haltung des damals 35-jährigen Adligen.
Aber kaum getauft und in sein Amt eingesetzt, zeigte Ambrosius, dass er den
Trinitarismus im Verein mit seinem Freund Damasus, auf Biegen und Brechen - zum „Endsieg“ führen wird.
„Die moderne kirchenhistorische Forschung bestätigt, dass die Gemeinschaft der Arianer … mit Beginn der Amtszeit des
Ambrosius' im Jahr 374 in Mailand und Norditalien „deutlich stärker,
einflussreicher und zahlenmäßig größer“ war, als Ambrosius es in seinen
eigenen rhetorischen und theologischen Schriften darstellt. Er rechtfertigte
seinen Widerstand gegen die Kaiserin mit der Behauptung „einhelliger
Unterstützung“ des Volkes. Dem widersprechen aktuelle Studien. Universität
Cambridge
Sonderbar, nur 15 Jahre zuvor wurden führende
Trinitarier Arianer: „Die Mehrheit der
rund 400 Bischöfe war ursprünglich nicänisch (orthodox). Der Kaiser (Constantius II) zwang sie
jedoch durch monatelange Festsetzung, einer homöischen Formel zuzustimmen, die
besagte, der Sohn sei dem Vater „ähnlich“ (homoios) – das nizänische Wort „wesensgleich“ (homoousios) wurde gestrichen.“
New Advent
Deutlicher konnte man sich, zuvor, nicht
voneinander abgrenzen. Was die Bischöfe und die Mitglieder ihrer jeweiligen
Ältestenkollegien damals wirklich glaubten, weiß niemand. Nur so viel „ Im kirchlichen Leben des Abendlandes spielte es (das Nicänum) gar keine Rolle,…“ Prof. Hans Lietzmann, „Geschichte der
Alten Kirche“
Das war so: mehr Schein als Sein. Mehr
Fabeln als Wahrheit. Das Denken und Streben nach und um Geld, trieb eher die
Trinitarier. Weil Ambrosius umgehend nach seiner katholischen Taufe 374 Bischof
der Hauptkirche Mailands wurde, wo er gewaltige Predigten hielt und sein
rhetorisches Talent einsetzte, begannen ihn die Bedeutenden der Stadt zu
unterstützen. Jemand von Rang muss Kaiser Gratian den hochgeborenen Konvertiten
Ambrosius als „Regierungsberater“ empfohlen haben und mehr, - aber auch
Gratian war Arianer.
Verwunderlich ist, dass auch neutrale Historiker nicht deutlicher herausstellen, dass Konstantin die Mainstream-Kirche im 4. Jahrhundert unchristlich machte, indem er sie seinen Wünschen und Bedürfnissen anpasste. Oberdrein verwirrte er die Christen. Während der Begriff „Klarheit“ zum Grundvokabular der Urkirche gehörte, wie ein Zweig zum Ast. Der Trinitarier Basilius (330-379), leugnete nicht was nach 325 wirklich zustande kam: Eine „Seeschlacht in der Nacht, in der sich (40 Jahre nach dem Konzil zu Nicäa! Immer noch G.Sk.) alle gegen alle schlagen, … und infolge der konziliaren Dispute herrsche in der Kirche eine „entsetzliche Unordnung, Verwirrung und unaufhörliches Geschwätz!" Pfarrblätter, Bischof Koch Okt. 2008
Gott hat ein
menschliches Gesicht
Jeder wahrheitssuchende Mensch sollte wissen
mit wem es unsere Vorfahren im Glauben zu tun hatten. Der Eindruck, dass
Konstantin mit verdeckten Karten spielte, entsteht für jeden bereits nach
kurzem Zeitaufwand des Studiums seiner Geschichte. Aber jedes Schulkind sollte
hören, dass dieser erbarmungslose Mann zu den größten Verbrechern aller Zeiten
zählt. Er hat nicht einfach eine wenn auch kleine, aber blühende Gemeinschaft
von Idealisten weiter zersplittert und teilweise zerstört, sondern, er
installierte ein Ungeheuer, das als höchst eigene Saat, die Inquisition
hervorbrachte, Kreuzzüge ohne Zahl, die Heiligung von Glaubenskriegen, ein
System, indem man für Geld alles kaufen konnte, sogar einen Bischofsstuhl. Etwas
das außen hui und innen Pfui war, eben das Rom auf das Luther stieß. Konstantin missachtete von vorne herein, dass
seine Eingriffe in ein System von gegebener Dimension, wenigstens die
Zustimmung einer absoluten Mitglieder-Mehrheit erfordert hätte. In allen
größeren Gemeinden gab es Ältestenkollegien, deren Mitglieder fast gleichberechtigt
mit den Bischöfen dachten und glaubten. Sie bestanden in der Regel aus starken
Persönlichkeiten. Alle hatten ein Mitspracherecht, auch die Frauen, wie wir
seit Auswertung der Gemeindeordnung des römischen Bischofs Hippolyt – des 3-
Jahrhunderts - annehmen dürfen. Was da hinter ihrem Rücken in Nicäa aufkam
konnte nur Wenigen gefallen. Alle Mitglieder vernahmen nach und nach, dass nachnicänisch
nur ihr Imperator das große Sagen in der Kirche hatte. Was ihm gefiel, das
blieb, und umgekehrt.
Athanasius war natürlich begeistert.
Der Druck den der Kaiser ausübte war stark genug den Widerstrebenden klar zu
machen, dass sie keine Chance hätten ihren Arianismus zu bewahren- obwohl
dieser nichts anderes enthielt, als das was ihre Eltern bereits als wahr und
echt akzeptiert hatten -. Das Mitgliedwerden in der ursprünglichen Kirche
Christi war eine Sache die kein Erwachsener einfach als einen Schritt vorwärts
setzte. Ihm folgte die Pflicht Christi Gebote über die eigenen Absichten zu
stellen, es ging darum einen neuen Lebensstil zu gestalten. Christen
vornicänischer Zeit sollten und wollten zuvor innewerden ob was ihnen von
Missionaren oder Freunden dargeboten wurde echt ist, und kein Talmi. Doch was Konstantin zu bieten hatte sah nur
aus wie Gold. Es galt allemal: „Wenn jemand dessen Willen
tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott
ist oder ob ich aus mir selbst rede.“ Joh 7: 17
Arius selbst hörte nie auf
unerschrocken mit durchschlagenden Argumenten zu sagen, was gesagt werden
musste: Warum, wenn das sogenannte Bekenntnis von Nicäa „heilsnotwendig“ ist,
finden wir in den Heiligen Schriften keinen Hinweis, dass der allein wahre Gott
ein „Dreifaltiger“ ist? Das und mehr zu hören reizte Athanasius zur Weißglut
auf. Er schrieb und hielte große Reden: „Wer
arianisch glaubt ist kein Christ… Sie
erfinden … für ihre Gottlosigkeit
neue Wege...Wenn aber Gott nicht wie
ein Mensch (aussieht), er ist es nämlich nicht, so darf man auf ihn keine
menschlichen Eigentümlichkeiten übertragen... (die so glauben) weichen von der
Wahrheit ab, und schmieden trügerische Sprüchlein und schaffen so die Häresie...
wie Schweine und Hunde in ihrem eigenen
Auswurf und Kot wälzen (sie) sich, (und) erfinden … vielmehr für ihre
Gottlosigkeit neue Wege... Sie sind die
Erfinder von Gotteslästerungen und in Wahrheit die Gottesfeinde, da sie sich,
um den Sohn nicht als Bild des Vaters anerkennen zu müssen, vom Vater selbst leibliche und irdische Vorstellungen machen... ”
Maßgebliche Werke
des Hl. Athanasius in der
Übersetzung der "Bibliothek der Kirchenväter" (auch in RTF-Format)“
Maßgebliche Werke des Hl. Athanasius
Allein die Wortwahl des
Athanasius, wenn er seinen und des Kaisers Christus-Monotheismus verteidigte
macht ihn unsympathisch: Selbst der bekannte Theologe Schleiermacher kommt nicht umhin
festzustellen, dass „Athanasius... das
Signal zu den Verfolgungen gegeben hat. Schon auf dem Nicänischen Konzil mag er
die Hauptursache des strengen konstantinischen Dekrets gewesen sein…“ Joachim Boekels „Schleiermacher als Kirchengeschichtler“ Dogmenforscher Adolf von
Harnack stellte ebenfalls fest, dass nach Nicäa „die Sprache des Hasses die Kirche erfüllte“ „Lehrbuch der Dogmengeschichte“ (Band 2)
Zahllose
Menschen, keineswegs Dumme, teilen oder akzeptieren noch im 21. Jahrhundert
Athanasius Urteil. - wenn auch nicht mit derart krassen Worten - obwohl ihnen
das Leben selbst und die Logik nicht recht geben kann. So rigoros wie Athanasius auftrat, geriet er manchmal dann doch
ins Zweifeln: „Je mehr ich schreiben wollte und mich bemühte, die Gottheit des Logos
zu begreifen, desto mehr entwich mir die Erkenntnis; und je mehr ich sie zu
erfassen glaubte, desto mehr musste ich eingestehen, dass ich sie nicht
begriffen hatte.“ Ordinary Theology
Der Schweizer Reformator und Trinitarier Johannes Calvin verurteilte – oder forderte 1553 den Feuertod für den berühmten 42-jährigen Arzt Michael Servet, Entdecker des kleinen Blutkreislaufes, der sei ein gefährlicher Häretiker.
Servet hatte gewagt zu sagen und zu schreiben: „Gott hat ein menschliches Gesicht.“ Seine Mörder nahmen grünes Holz, um ihn möglichst lange zu rösten, und der sonst zu Recht hoch angesehene Philip Melanchthon, enger Freund Martin Luthers, gratulierte den Verbrechern schriftlich zu dieser Untat. Jetzt aber sagte Papst Benedikt XVI. wiederholt, wie in seiner 1. Enzyklika:
„Gott hat ein menschliches Gesicht“
Fanatismus
und vermeintliche Traditionstreue wirkten sowohl im Kleinen wie im Großen auch
in der Verteidigung ihres Gottes- oder Götzenglaubens unheilvoll zusammen. „Adolf von Harnack war überzeugt, dass das Nicänum (Konzil von Nicäa 325 n. Chr.)
ein Produkt der Hellenisierung des Christentums und kaiserlicher Machtpolitik
war. Hätte Luther gewusst wie das Nicänum entstand, hätte er es nicht
übernommen.“ Universität
Boston
Streng
logisch urteilende, unabhängige Geister, wie Isaac Newton lehnten den
ahistorischen Glauben an den „Dreifaltigen“ strikt ab. Der Ereignisse wegen, die
seitens der sogenannten Trinitarier mit Blut und Tränen unauslöschlich in die
Annalen einer nicht geklitterten Kirchengeschichte geschrieben wurden. Das und mehr beklagte
nicht nur er. Trinitarismus sei höllisch. „Servet
verglich die Trinität direkt mit Zerberus, dem dreiköpfigen Höllenhund der
griechischen Mythologie.“ Matthew J Pereira “In the Name of
the Three Headed Monster: The Contours of the Judicial Process in Servetus's
Trial” Selbst Albert Moehler * ein Bewunderer des
Athanasius, stimmte ihm gelegentlich nicht zu. Er schreibt: „Der Sohn ist nach Justin weder bloßer
Mensch, noch eine unpersönliche Kraft Gottes, sondern der Zahl nach ein anderer. Er ist Gottes Sohn im
eigentlichen Sinne. Er hat zu Moses aus dem Dornenbusch gesprochen: ‚Ich bin, der ich bin, der Gott
Abrahams, Isaaks und Jakobs.“... Apol. J. C... „Er ist der Jehova des Alten Testaments, der Allmächtige.“ Joh. A. Moehler „Athanasius der Große
und die Kirche in seiner Zeit“ Mainz 1844, * J. A. Möhler (1796–1838)
war ein bedeutender deutscher römisch-katholischer Theologe und
Kirchenhistoriker. Er gilt als einer der einflussreichsten Erneuerer der
katholischen Theologie im 19. Jahrhundert und Kopf der Katholischen Tübinger
Schule. Mitglieder der Kirche Jesu
Christi der Heiligen der Letzten Tage glauben wie Arius: „Jehova, der Gott des Alten Testaments, ist Jesus Christus, der große
ICH Bin“ Lehre u Bündnisse 29:1
Der
große ICH BIN
Der Christlicherseits vertretene Monotheismus
beruht u.a. auch auf einem Missverständnis. Es wird angenommen der Judaismus
lehre ihn eindeutig. Das große Wort, von dem alle Annahmen Exegeten ausgehen,
lautet: „ICH BIN der Herr dein Gott... du
sollst nicht andere Götter haben neben mir“ Exodus 20: 1-3
Die
Lösung des Problems besteht darin, dass nicht immer beachtet wurde, dass Jesus
in der Präexistenz Jehova war, oder der Große ICH BIN.
„... Jesus antwortete: ICH BIN von keinem Dämon
besessen, sondern ehre meinen Vater...
ICH BIN nicht auf meine Ehre bedacht... Amen, amen ich sage euch: noch ehe Abraham wurde BIN ICH.“ Johannes
Kap 8: 48-59
Dieser große ICH BIN, gesandt von
seinem Vater, sprach zu seinen Lebzeiten immer von diesem Auftrag. Jesus war und ist der einzige Gott mit dem
Israel und wir es, als unserem Erlöser zu tun haben. Neben Ihm, dem großen „Ich Bin“ sollten sie und wir keine
anderen Götter haben, indessen aber stets den Vater anbeten und zwar im Namen
Jesu Christi: Epheser 5: 20
Weil Christus beteuerte, er sei der ICH BIN, wäre er beinahe den Tod der
Steinigung gestorben. (Hätte man dann in der Christenheit einen Stein zum
Symbol des Christentums erhoben?) Der Berichterstatter erzählt im
Johannes-Evangelium, dass Jesus eine längere Diskussion mit streitbaren Juden
geführt hatte, indem er mehrfach seinen Namen ‚ICH BIN’ erwähnte, in dem er sagte: „Auch in eurem Gesetz heißt es, erst das Zeugnis von zwei Menschen ist gültig. ICH BIN es,
der über mich Zeugnis ablegt, und auch der Vater, der mich gesandt hat, legt
Zeugnis ab über mich...“ Joh. 8:17
Auch hier erwähnt Christus zwei
Menschen als Zeugen, und da zwei Götter.
Die Kontroverse weitete sich aus. Dass
Jesus, eines Zimmermanns Sohn, den Gottes-Namen für sich beanspruchte, war
entsprechend dem Verständnis orthodoxer Juden eine unverzeihliche
Gotteslästerung. Die Pharisäer, die
Jesus in der Nacht verhafteten, fielen fast in Ohnmacht, als er bekannte: ICH BIN es!“ Joh. 18
„Auch Judas, der Verräter stand bei ihnen. Als Jesus wiederholte:
Ich bin es! wichen sie zurück und stürzten zu Boden und er fragte sie abermals:
Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazareth. Jesus antwortete: Ich habe euch
gesagt, dass ICH es BIN.“ Paulus
unterstreicht ebenfalls, dass Jesus der ewige ICH BIN ist: „Ich will euch aber,
Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsre Väter
alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind; und sind alle
auf Mose getauft worden in der Wolke und im Meer, und haben alle dieselbe
geistliche Speise gegessen und haben alle denselben geistlichen Trank
getrunken; denn sie tranken von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der
Fels aber war Christus.“ 1.
Kor. 10
Er
selbst sagt es: „Jerusalem, Jerusalem, wie oft habe ich euch sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken, aber ihr habt nicht gewollt.“ Matth. 23