Mittwoch, 15. Juli 2026

10 Folgen "Das Licht scheint in der Finsternis"

 

 

 

 

Die unselige, nachnicänische Kirche

 

 

Gerd Skibbe

 

2026


 

 

Vorwort

 

Ludwig Hertling S. J., Professor an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, bestätigt indirekt, doch schonungslos, was insbesondere durch den Paradigmenwechsel, der 325, in Nicäa erfolgte, seitens der Gläubigen erlitten werden musste: „Auf die Zeit der Kirchenväter folgten lange Jahrhunderte (!) ohne Glanz. Die Kirche, und mit ihr die europäische Geschichte, tritt, nachdem sie noch soeben durch leuchtende Landschaften gereist ist, in einen dunklen Tunnel ein... Viele Umstände haben zusammengewirkt, um die antike Welt in diesen Zustand der Ohnmacht oder Erstarrung zu bringen, der zeitweise einem wirklichen Sterben ähnlich sieht...“ „Geschichte der katholischen Kirche bis 1740“

Im Juni 2026 ging diese Meldung durch die US-Medien: „… Die meisten Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage verstehen sich als Christen. Viele prominente Gelehrte widersprechen dem jedoch. Sie verweisen auf grundlegende Unterschiede in ihrem Gottesbild und ihrer Auffassung der Dreifaltigkeit“ „The Ass.Press“

Wie lange noch, werte Trinitarier…? Das Wissen um die negative Rolle der unheiligen „Dreifaltigkeit“ und, dass Kaiser Konstantin sie erschuf ist vorhanden. Irgendwann müssen Konsequenzen gezogen werden. Emanuel Kant mahnte: „… was heißt: Gott ehren? Doch so viel, als ihm dienen? — Wodurch kann ihm aber gedient werden? Doch gewiss nicht dadurch, dass man durch allerlei Lobpreisungen ihm seine Gunst ablocken will …, sondern einzig und allein dadurch, dass sein Wille befolgt, und seine heiligen Gesetze und Befehle beobachtet werden.“

„… Eben so wenig, wie Konstantin Christus erwähnt, ist die Kirche auf Christus bezogen...“ Heinz Kraft, Habilitationsschrift „Konstantins religiöse Entwicklung“ Heidelberg

Mit Nicäa wurde es „seine“ Kirche. Der deutsche Althistoriker Prof. Clauss: brachte es auf den Punkt. Konstantin „wollte der Christus sein.“ „Kaiser und Gott“ Herrscherkult im römischen Reich 

Und so wurde die umgewandelte Kirche Christi im Jahr 325 konstantinischer Gegenstand der Reichspolitik.

Isaac Newton (1643-1727) las Griechisch ebenso, wie den Originaltext der Vulgata. Er wusste im Gegensatz zu vielen anderen wovon er spricht: „Gegen das Trinitäts-Dogma seiner Kirche hatte sich der junge Isaak Newton verstohlen in den Arianismus hineinstudiert. Athanasius verabscheute er. Den Trinitarismus denunzierte er leidenschaftlich als „falsche, infernalische Religion, seine Bekenner seien ‚Götzenanbeter …Harro Heuser: „Der Physiker Gottes – Isaac Newton“

Leo Tolstoi sah das ähnlich. Der „Heiligste Dirigierende Synod“ der ROK, exkommunizierte ihn im Februar 1901, auch da Tolstoi „den als Dreieinigkeit gepriesenen Gott leugnete“. Des Geächteten Antwort auf seine Exkommunikation lautete: „Die Lehre der Kirche ist eine theoretisch widersprüchliche und schädliche Lüge, fast alles ist eine Sammlung von grobem Aberglauben und Magien.“ Denis Scheck „Wer Tolstoi liest, taucht in eine zweite Familie ein“  

Erstaunlich ist, dass selbst hochgescheite Bekenner der „Dreifaltigkeit“ selten wissen, wie und warum der Trinitarismus entstand, sonst würden sie wenigstens der Solarisation Christi widersprechen.

Konstantin stürzte die Kirche ins Unglück indem er sie und ihre Kinder des Geistes der Freiheit beraubte, jener Handlungs- und Glaubens-Freiheit die der „allein wahre Gott“ dem Geringsten gab.

„Die Diskussion um die Trinität begann (erst) im vierten Jahrhundert nach Christus.  Sie ist sehr philosophisch geprägt, da die Lehre von der Trinität in der Bibel nicht explizit vorkommt.“ Evangelische Kirche Deutschlands 2020    

Origenes (185-254) stellte bereits 100 Jahre vor dem Nicänum klar was urchristliche Überlieferung und Lehre war: „... Der Sohn ist dem Vater nachgeordnet, er ist dem Vater nur ähnlich, er ist eine andere Person.“ „Die Religion in Geschichte und Gegenwart“ Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft 3. völlig neu bearbeitete Auflage Vierter Band

„Bis (etwa 530) (erwies sich selbst Kaiser Justinian) als Förderer der Anhänger der Lehren Christi, wie sie Origenes beschrieb.“ Inauguraldissertation August Knecht „Die Religionspolitik Kaiser Justinians I.” 1896

 

Ich lernte früh, dass jeder der Wahrheit verpflichtet ist, sonst schlägt sie zurück!

 

Gerd Skibbe, Melbourne Juli 2026                                        

 

 

 

 

 

Glaubensfragen

 

Die Gottesfrage beschäftigte selbst die Größten: Der Theologe Dr. Dr. Dieter Hattrup sagte: „In den letzten drei Jahrzehnten, von 1925 bis zu seinem Tod 1955, erkennt Einstein, dass die Wissenschaft nicht leisten kann, was er von ihr erwartet hatte, als er sich ihr verschrieb. Ja, umgekehrt, die Physik ist dabei, das Personale als den Grund aller Wirklichkeit plausibel zu machen. Wenn die Welt nicht nach einem mechanischen Plan abläuft, wenn es neben den harten Gesetzen der Naturwissenschaft auch Ereignisse gibt, die von diesen Gesetzen nur ungefähr vorausgesagt werden, dann wird Spinozas Formel hinfällig. Dann ist Gott nicht mit der Natur gleichzusetzen. Dann liegt es eher nahe zu sagen, der Grund der Welt, mit üblichem Namen Gott genannt, ist frei und handelt nach Plan. Sein Handeln in der Welt ist nicht durch Naturgesetze festgelegt, sondern er bestimmt die Gesetze.“   Die Tagespost, kath. Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur. 16.03. 2004

Theologie, vor allem die christliche, basiert auf Wissen und ist zugleich Opfer von Spekulationen und Machtstreben.

Hätte Gott sich nicht während gewisser Perioden auserwählten Menschen offenbart, die hoher Gesinnung waren und Inspiration suchten, wir wüssten nichts von ihm. Frau Prof. Dr. Regine Schulz gab, 2012, mit ihrer Kanzelrede bei „Andreas um sechs“ tiefere Einblicke in die altägyptische Religion: „Auferstehung und Ewiges Leben“, im Alten Ägypten. Ihre Aussagen haben Gewicht.

Den Menschen des Alten Ägypten sei die Frage nach dem Glauben ganz fremd gewesen, sie hatten nicht einmal ein Wort dafür. Ihre Vorstellung von der Götterwelt und der Ordnung des diesseitigen und jenseitigen Lebens sei nach ihren Begriffen überliefertes Wissen gewesen, die Wahrheit. Sie fürchteten das Totengericht, denn das Weiterleben nach dem Tod hing vom Wohlverhalten im Diesseits ab. Es gab Hoffnung auf Gerechtigkeit, Hoffnung auf Gnade gab es nicht Der Maßstab für das richtige Leben sei zusammengefasst im Begriff Ma`at, der sich nicht übersetzen lasse, weil er viele Bedeutungen einschließt: Gerechtigkeit, Ordnung, Weisheit. Die Personifizierung dieses umfassenden Begriffes in der Göttin Ma`at schaffe eine Verbindung zur Person Christi, meinte Superintendent Helmut Aßmann im Gespräch mit der Museumsdirektorin.“ Sie sei Protestantin, „aber auch der festen Überzeugung, dass das Verhalten im Diesseits sich auf das Leben im Jenseits auswirke." Diese letzte Bemerkung ist zwar gut „mormonisch“-urchristlich, aber keineswegs evangelisch und schon gar nicht calvinistisch.

 

Ist Sol invictus dominierender Teil des „Dreifaltigen Gottes“?

Die katholische Union der Europäischen Konferenzen der Höheren Ordensoberen/innen (UCESM) fasste mit wenigen Worten zusammen was Konstantin mit dem ersten ökumenischen Konzil zu Nicäa 325 zu erreichen wünschte: „Der einzige Gott der gebildeten und fast monotheistischen Heiden, gerade vor dem Aufkommen des Christentums, war Phebus Apollo oder Sol, der das Leben auf Erden spendende Gott. Aurelian führte einen Versuch eines solchen heidnischen Monotheismus ein. Während Konstantin den christlichen Monotheismus einsetzen wird  mit Sol Invictus („die unbesiegte Sonne“) und Mithra bei den Soldaten, um spirituell dem Wedismus der Perser entgegenzuwirken. Aurelian wünschte, dass die Römer eine gleiche Religion hätten...“  Die

Die Sol Einsetzung – die Einfügung ins Christentum - sollte geschehen.




Wiki Commons: Mosaik des Christus als Sol Invictus in der vatikanischen Nekropole, 3. Jahrhunderts

Zu spät erkannten jene 11 Prozent aller Bischöfe des römischen Reiches, die auf Staatskosten nach Nicäa kamen, dass sie in eine Falle gelockt wurden.  Dass dies so war bewies Konstantin, nur fünf Jahre nach dem Konzil.

„Nachnicänische Christen identifizierten Christus als die wahre, spirituelle Erfüllung des Sol Invictus, oft als Solarisation“ Christi bezeichnet.“ Art & Theology


„Sol Invictus in seiner späten römischen Form ist das Produkt einer Verschmelzung, …bei der die Allmachts-vorstellung der syrischen Baals-Götter auf den römischen Sonnengott übertragen wurde.“ 
Imperium Romanum  

330, zu Konstantinopel zeigte Konstantin sein wahres Gesicht, das des unbesiegten Sonnengottes. Es wird berichtet, dass seine Gedenkstatue auf der Porphyrsäule:   

„von Heiden und von C h r i s t e n verehrt wurde und l e t z t e r e versuchten, das Bild Konstantins ... mit Opfern gnädig zu stimmen und mit Lampenfesten und Räucherwerk zu ehren.  Sie beteten ihn wie G o t t an und leisteten Fürbitten, die vor schrecklichen Dingen Abwehr schaffen sollten... Constantin als ApolloHelios entsprach der Darstellung Christi als Sonnengott...“ Frank Kolb Herrscherideologie in der Spätantike“          

Konstantin hatte 324 die Alleinherrschaft im blutigen Ringen gegen Schwager und Mitkaiser Licinius errungen. Nach dem militärischen Sieg griff er, mittels eines Konzils, nach den Sternen und vollzog den nächsten Schritt um Herrscher des „Weltalls“ zu werden. Während der Zeit seiner Geiselhaft zu Nikomedia hatte er es immer wieder in paganen „Gottesdiensten“ vernommen „der Kaiser gleiche dem Gebieter des Weltalls.“ Alexander Demandt „Diokletian und die Tetrarchie“ – „Aspekte einer Zeitenwende“

Ein Kaiser, eine Religion, ein Gott.

Deshalb lud Konstantin die etwa 2000 Bischöfe des Reiches ein, auf Staatskosten nach Nicäa in Kleinasien zu reisen.

Es hieß zunächst er wolle in der Kirche Frieden stiften.

Welche Ehre für die überwiegend ‚kleinen’ Leute, in den Dörfern Palästinas und Kleinasiens, die den bis dahin nur innerhalb der Kirche geachteten Rang eines Bischofes trugen, eine Einladung vom mächtigsten Mann der Welt zu erhalten.  Umgehend erhoben sich seitens der absoluten Mehrheit der Postempfänger schwerwiegende Bedenken nach Nicäa zu gehen, obwohl die Versuchung wohl für jeden groß war, fortan geachtet und sogar berühmt zu werden. Die von den Paganen Verspotteten, hätten jetzt auftrumpfen können: „Seht meine Einladung vom Kaiser!“, und dann noch umsonst mit der kaiserlichen Post daher zu fahren und etwas von der Welt zu sehen, das stellte schon eine gewisse Verlockung dar. Die mutigen im Glauben Gefestigten – und das waren nahezu 90 Prozent - wollten sich jedoch nicht selbst kompromittieren. Sie lehnten schweigend ab. Konstantin, dem bekanntlich grausamen Sol – Invictus - Verehrer den Gefallen zu tun, zu Füßen zu kriechen, kam für sie nicht in Betracht: Er hatte „das aus dem Orient kommende Hofzeremoniell übernommen, das schon Diokletian eingeführt hatte: wenn er Bittsteller oder Gesandte empfing, trug er ein Diadem auf dem Kopf und schwere bestickte Kleidung aus Damast und Seide, die bis zum Boden reichte. Jeder, der sich ihm näherte, musste sich zu Boden werfen und den Saum des Kleides küssen, ehe der Kaiser ihm erlaubte, sich wieder aufzurichten. In Rom, als einstiger Verkörperung der Republik, wurde die Proskynese natürlich verachtet“.  Bettina von Engel : „Konstantin und seine Familie in Trier“

Man ahnte oder wusste wer er war: „Gefangene Offiziere und der Unfreiheit widerstrebende Germanenfürsten ließ er im Amphitheater von wilden Tieren zerreißen, etwa in einer Arena in Trier.“ Er kannte „auch mit der Zivilbevölkerung … keine Gnade und hinterließ in den unterworfenen Gebieten Tod und verbrannte Erde.“ Bettina von Engel „Konstantin und seine Familie in Trier“

Konstantins „Handlungen waren durchweg geleitet vom Ziel, die Macht auszubauen; sein Schwiegervater, Kaiser Maximianus, wurde 310 von seinen Soldaten an Konstantin ausgeliefert, der ihn schließlich zum Selbstmord zwang…“ Später hörte man mehr und sah sich doppelt bestätigt: „seinen Schwager Licinius ließ Konstantin erwürgen, dessen Sohn degradierte er zum Sklaven und ließ ihn totschlagen; Crispus, seinen Sohn aus erster Ehe, und Fausta, seine Frau, ließ er 326 ermorden, weil er die beiden verdächtigte, eine Beziehung miteinander eingegangen zu sein.“ Ökumenisches Heiligen-Lexikon

Den Kollaborateuren Paphnutius von Ägypten, Bischof Hosius von Cordoba, Nikolaus von Myra, dem Schafhirten Spiridon von Zypern und vielen anderen wurde gegen Konzilsende suggeriert: Nur ihr steht im Recht euch Christen zu nennen. Sie sollten sich fortan als „Orthodoxe“ bezeichnen. Auch die halbherzigen Konstantinianer sollten nach einigen Wochen der ideologischen Bearbeitung ihrer Seelen, gegenüber den Zweiflern, darauf bestehen zu sagen: „Es handelt sich nicht um drei verschiedene Götter, sondern um drei Seinsweisen desselben einen Wesens“ Heilige Dreifaltigkeit

Noch weiß niemand, wer wann in diesen Text sogar das Gegenteil dieser sinnwidrigen Behauptung hineinmischte:  „…die christliche Wahrheit zwingt uns, jede Person einzeln für sich als Gott und als Herrn zu bekennen…“ 19. Zeile

Kann es einen größeren Widerspruch geben? Man sollte jedenfalls meinen, dass nichts über „die christliche Wahrheit“ gestellt werden kann und darf, schon gar nicht der Monotheismus.


Ende 1

Freitag, 19. Juni 2026

Die Lüge vom "trinitarischen Gott!"

Prominente christliche Geistliche und Gelehrte“ sprechen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die Christlichkeit ab. Das klingt wie eine unumstößliche Berechtigung, 

                 aber einen dreifaltigen Christengott gab es nie.

Allerdings haben Maler versucht sich selbst und anderen Suchenden eine Art von Wesenheit zu vermitteln.

Viele Nichtchristen haben dasselbe Problem. Maler  versuchten das Rätsel zu lösen: 

                             Der dreifaltige Gott der Christen,



 Die heilige Trinität im Hinduismus Brahma, Vishnu, Shiva.



Die heidnische römische Dreifaltigkeit von Jupiter, Quirinus und Mars 

 




Ursprünglich war es einfach: Stephanus von dem die Bibel berichtet, wurde gesteinigt, weil er den Juden Vorhaltungen machte. Plötzlich sah er - in einer Nahtoderfahrung - Jesus zu Rechten des Vaters sitzend.

Die Religionsexperten wissen allesamt nicht wie ihr „Dreieiner“ auch nur in Etwa beschrieben werden könnte. Medard Kehl S.J. schmunzelt verlegen: „In meiner Spessart Gemeinde (Leidersbach-Ebersbach) …sagte der alte Pfarrer Väth…: „Das Geheimnis des dreifaltigen Gottes ist so groß und so tief, dass es selbst Euer Pfarrer nicht versteht.“  „An den dreieinen Gott glauben“ 5. Juni 2008    

 Sogar der oberste Verteidiger des konstantinischen Gottes(un)bildes Athanasius von Alexandria (290?-373) konnte es nicht wirklich erfassen was er verkündete: „Je mehr ich schreiben wollte und mich bemühte, die Gottheit des Logos zu begreifen, desto mehr entwich mir die Erkenntnis; und je mehr ich sie zu erfassen glaubte, desto mehr musste ich eingestehen, dass ich sie nicht begriffen hatte.“ Ordinary Theology

 Die den Theologen heilige Dreifaltigkeit gehört in die Kategorie Drachen, Unicorn, Chimäre. Wer kann die Katastrophen ermessen, die vermieden worden wären, ohne die frommen Spinnereien?  Angehenden Theologen wird eingebläut, das Komplizierte an großkirchlicher Theologie sei ein Zeichen seiner Echtheit, aber ein großer Denker erwidert: „Das aufrichtigste Kennzeichen der Wahrheit ist die Einfachheit und die Klarheit. Die Lüge ist immer kompliziert, geschwätzig.“ Leo Tolstoi

Mein Essay belegt, dass der Trinitarismus unvereinbar mit der Bibel, der Logik und der historischen Wahrheit ist.


Donnerstag, 11. Juni 2026

Glaubensfragen


„Die diese Woche – um den 10 Juni 2026 – erfolgte Überarbeitung der Liste christlicher Religionen durch das Pentagon hat eine fast 200 Jahre alte Debatte neu entfacht: Ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage eine christliche Konfession?

Die meisten Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage verstehen sich als Christen. Viele prominente christliche Geistliche und Gelehrte widersprechen dem jedoch. Sie verweisen auf grundlegende Unterschiede in ihrem Gottesbild und ihrer Auffassung der Dreifaltigkeit ... 

„The Associated Press“

Das ursprüngliche Gottesbild der ersten 300 Jahre wurde mit dem 1. Ökumenischen Konzil, 325, zu Nicäa gelöscht. An seine Stelle trat Sol invictus dessen Bild im Vatikan zu sehen ist.

„Nachnicänische Christen identifizierten Christus als die wahre, spirituelle Erfüllung des Sol Invictus oft als „Solarisation“ Christi bezeichnet.“ Art & Theology 

 


                                                      Wiki Commons: Mosaik des

                       Christus als Sol Invictus in der vatikanischen Nekropole,  3. Jahrhunderts

 

Aber: „Sol Invictus in seiner späten römischen Form ist das Produkt einer Verschmelzung, bei der … die Allmachtsvorstellung der syrischen Baals-Götter auf den römischen Sonnengott übertragen wurden.“  Imperium Romanum 

Wissen die Religions-Experten wovon sie reden? Wenn das so sein sollte, warum protestieren sie nicht über diese erzheidnische Verschmel

Bis heute, im 21. Jahrhundert, ist nur wenigen bewusst, dass zu Nicäa, der Heidengott Sol invictus Jesus Christus gleichgesetzt wurde. Allein das müsste hinlänglich Kritik zuzulassen.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Ich verglich!

 



Oft wurde ich - wie ihr - gefragt: "was unterscheidet deine Kirche von den anderen."
Gute Antworten gibt es zahllose.
Heute, im Andenken Dietrich Bonhoeffers, des großen deutschen, evangelischen Theologen, der sein Leben aufs Spiel setzte, weil er "Recht" für die bedrohten Juden einforderte und deshalb von den Nazis ermordet wurde.
Sein Lebensmotto lautete: „Öffne deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen. Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaffe dem Bedürftigen und Armen Recht.“
Sprichwörter 31: 8-9
Rechtschaffenheit!
Wo dieses Wort vernachlässigt wird, da ist kein Christentum.


Nun habe ich mal nachgeforscht - und du kannst Google um dieselben Antworten bitten. Hier ist das Resultat:
In den vielen authentischen Texten der „Gemeinsamen Erklärung“ von 1999 kommt, unter den mehr als 7 000 Worten, der Begriff Rechtschaffenheit Null-mal vor
Dagegen wird von der Rechtfertigung des Sünders vor Gott 108-mal gesprochen.
Aber der hebräischen Bibel ist das Wort "Rechtfertigung" unbekannt.
„Ein direktes Substantiv für „Rechtfertigung“ im reformatorisch-theologischen Sinne (wie Gerechtmachung oder Freispruch des Sünders) gibt es im biblischen Hebräisch nicht.“
Deutsche Bibel-Gesellschaft
Dagegen ermutigt die Bibel uns Hunderte-mal Recht zu schaffen!
Im vorliegenden katholischen Katechismus erscheint „Rechtschaffenheit“ 3-mal unter 216 000 Worten.
Im Buch Mormon-Original 221 mal unter 270 000 Wörtern.
Da liegen die eigentlichen das Leben bestimmenden Unterschiede zwischen „Mormonen- und Großkirchentum!“