Ich erhielt vor 5 Tagen eine
freundliche Antwort vom Bischöflichen Generalvikariat Trier.
Darauf komme ich gleich zu sprechen.
Von großer Bedeutung ist, in diesem Zusammenhang, zu wissen, oder sich zu
erinnern, dass zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert, blutige Kriege, wegen der
unterschiedlichen christlichen Gottesvorstellung mit zehntausenden Toten
geführt wurden. Dazu gehört der 17-jährige Krieg, im 6. Jahrhundert, den der
"orthodoxe" Kaiser Justinian gegen die arianisch glaubenden Christen der Ostgoten Italiens initiierte.
Sie dagegen handelten bis dahin tolerant. Aber zu glauben, "dass Gott einer und drei zugleich ist" lehnten sie ab. Während sich andere Christen verpflichtet fühlten den "Dreifaltigen Gorr" zu verehren.
Nachdem Justinians
"christusliebende Armeen" in Nordafrika und ganz Italien Ruinen
hinterließen, und sie zehntausende Familien eliminiert hatten, prahlte Justinian:
„Von Gott eingesetzt ...bringen wir Kriege glücklich zu Ende… Wir richten unsere Herzen so auf den Beistand des allmächtigen Gottes, dass wir weder Waffen noch unseren Soldaten, noch den Generälen, noch unserer eigenen Begabung vertrauen müssen, sondern jegliche Hoffnung allein auf die vorsorgende Umsicht der höchsten
D r e i f a l t i g k
e i t setzen…“ Mischa Meier „Justinian, Herrschaft,
Reich und Religion“
Ferdinand Gregorovius schreibt in seinem Werk: „Geschichte der Stadt Rom“ "Die Erschöpfung und das Elend Roms konnte zu keiner Zeit, selbst nicht in der Periode des sogenannten Exils der Päpste zu Avignon, größer sein als nach Beendigung des Gotenkriegs. Die beste Apologie der Gotenherrschaft ist in Wahrheit das lange, grenzenlose Elend, in welches Italien versank, nachdem das Reich Theoderichs (das Reich des arianischen Gotenkönigs) gefallen war."
„Zwar residierten die Päpste im Lateranpalast noch lange danach mit einer Schar Eingeschworener inmitten von Ruinen und hielten sich großspurig für die Sieger der Geschichte und Retter des Christentums. Gespenstisch ging es zu. Wo einst 1 Million Bürger wohnten, hausten zwischen dem 6. und dem 14. Jahrhundert nur noch ein paar tausend Leute. Dieser verlorene Haufen hielt sich allerdings für den Nabel der Welt.“ Spiegel Geschichte, Annette Bruhns - “Pest, Hunger und Schwert“
Urteilt selbst: Seit vielen
Jahrhunderten beten die Christen der ökumenischen Bewegung (ÖRK) und
das sind mehr als 352 unterschiedliche Kirchen, gemeinsam das Athanasianum und dort heißt es:
„…wir sind gezwungen, in christlicher
Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und als Herrn zu bekennen!“ 19. Zeile.
Genau das glaubten die ostgotischen Christen. Dafür wurden sie bestraft, während aber die erwähnten Christen des ÖRK dieses Bekenntnis genötigt sind es abzulehnen.
Im selben Atemzug heißt es nämlich –
man kann es kaum glauben:
„der katholische Glaube
verbietet uns, von drei Göttern oder Herren zu sprechen.“ Ebenfalls 19. Zeile
Wie meine Leser sich erinnern, schrieb ich diesbezüglich anfragend um vielleicht mehr Verständnis für die Lehren unserer Kirche zu schaffen, an den Beauftragten für Religions-, Weltanschauungs- und Sektenfragen, des Bistums Trier, Herrn Matthias Neff.
Er erwiderte betont freundlich, aber keineswegs zufriedenstellend. Er sagte nämlich:
„Im Horizont des Athanasianischen
Glaubensbekenntnisses ist der „katholische Glaube“ mit der „christlichen
Wahrheit“ identisch, und zwar für alle Christen.“
Satz und Gegensatz sollen
gleichzeitig wahr sein?
Damit geben sich Millionen Katholiken
und zahlreiche andere, nicht mehr zufrieden.
Mit dem protestantischen Prof. Bernd
Oberdorfer, Augsburg, Fachmann für systematische Theologie stellt sich für
jeden Nachdenklichen immer häufiger die Frage: „… Muss, wer an Jesus
Christus glaubt, (bekennen) … dass Gott einer und drei
zugleich ist?“ „Zeitzeichen“, evangel. Kommentare, Aug. 2004
Herrn Matthias Neff ist sehr wahrscheinlich bekannt, dass
interne Umfragen ergaben, dass immer mehr Katholiken gemäß der „christlichen
Wahrheit“ arianisch glauben, eben, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist drei
getrennte heilige Götter sind, eins im Willen und der Liebe.
Der Briefverkehr kam zustande,
weil das Bistum Trier öffentlich verkündete: "Neben der Bibel
haben die Mormonen das Buch Mormon und andere Offenbarungsschriften. Darauf
gründen sie ihren Glauben und ihre Lebenspraxis. Und das unterscheidet sie
deutlich von den Kirchen in der Ökumene. Diese Schriften enthalten
Vorstellungen, die den anderen Kirchen fremd sind. Dazugehört die Ablehnung der
Trinität.“
Man muss nicht auf alles reagieren,
das ist wahr.
Andererseits darf jeder die
offenbarte Wahrheit sagen.
