Montag, 9. März 2026

Eine Warnung

 

An die Damen und Herren Mitarbeiter von Evangelium21

ihr schreibt mit eurem Artikel

                 „Acht Glaubenssätze der Mormonen, die du kennen solltest“

 

reißerisch. Warnend kommt ihr daher, aber ihr seid dialogunwillig oder sogar -unfähig. Nicht einer meiner 5 Briefe wurde ihrerseits seit dem 27. Dezember 2022 beantwortet.

 Das ist sektiererisches, respektloses Verhalten: Angst vor der historischen, stark dokumentierten Wahrheit.




Ich warne die Öffentlichkeit vor eurem Scheinchristentum. Ihr tut so, als wäret ihr Gottes Boten, doch eure Feigheit ist zu offensichtlich, um euch wahrhaft christlich nennen zu dürfen. Bereits in meinem 1. Brief ging ich auf diese Aussage ein.

“…Wenn die mormonische Kirche wirklich die „wiederhergestellte Kirche“ wäre, würde man erwarten, historische Beweise aus dem ersten Jahrhundert für die mormonischen Lehren wie die Pluralität der Götter finden“

Bei allem Bemühen um Freundlichkeit, kann ich nicht unterdrücken Euch zu bescheinigen, dass ihr Kaiser Konstantin und seinen Konsorten mehr Glauben schenkt, dass ihr diesem Massenmörder näher zu stehen scheint, als den ältesten Kirchenvätern, denn die unterschieden allesamt, Elohim als den „allein wahren Gott“ und seinen Sohn Jesus Christus, den ER gesandt hat, als zweiten Gott. Zudem ist der Heilige Geist eine dritte Person der Gottheit.

Ihr huldigt und dient dem unvorstellbaren Gott eines Tyrannen.

Ihr differenziert nicht, beruft euch auf Gespräche in Salt Lake City.

Ihr folgt dreisten Lügen, wie diese: „Arius leugnete die Gottheit Christi.“ kathPedia 2019 

Wörtlich: „Die Leugnung der Gottheit Christi, wie sie die Arianer vertraten, war für die Katholiken nicht vermittelbar.“ Radio Vatikan 7. !2

Christen sind immer zuoberst der Wahrhaftigkeit verpflichtet.

Die Forschung weiß sehr wenig vom Ältesten Arius (260-337). Dafür haben Mönche gesorgt.

Das Glaubensbekenntnis der Arianer zu Zeiten Ulfilas (etwa 320-383), des „Bischofs der Goten“ blieb bewahrt: „Jesus ist der „filius unigenitus, Dominus et noster... wir glauben an Gott den Vater und an seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn und G o t t, Werkmeister und Bildner der gesamten Kreatur, der seinesgleichen nicht hat.“ Gert Haendler „Die Rolle des Papsttums in der Kirchengeschichte bis 1200“

Nun zu Eurer Aussage: „…Wenn die mormonische Kirche wirklich die „wiederhergestellte Kirche“ wäre, würde man erwarten, historische Beweise aus dem ersten Jahrhundert… erwarten.“

Frage: Wisst ihr, wie die Kirche Ende des 1. Jahrhunderts strukturell beschaffen war, wie die Basislehren begründet wurden? Wusstet ihr, dass die Bischöfe Leiter winziger Gemeinden von 20- bis bestenfalls 80 Mitglieder waren, und woher wisst ihr, dass der Trinitarismus urkirchliche Lehre war?

Wenn ja, bitte, sagt es nicht nur mir.

Ihr seid unbelesen und ungebildet, soweit es um Welt- und Kirchengeschichte geht. 

Jesaja warnt jeden: „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen.“

Sorgenvoll verbleibe ich als enttäuschter 

 Gerd Skibbe

Montag, 2. März 2026

Teil 3 an Evangelium21 - Mt 16,18 - doch vergiss nicht, was Rom daraus machte.

 

Der Vers 18, des 16. Mt. Kapitels wurde nicht nur von Euch, sondern von Abermillionen Geistlichen und Gläubigen aus dem Zusammenhang gezogen. Die isolierte Betrachtung, ist nicht ganz ehrlich. Sie weist auf katholische Deutung.

Diese jedoch ist, wie im Folgenden dargelegt,  reine Spekulation.

Der Vers wurde von dem höchst fragwürdigen „Papst“ Damasus von Rom (305-384) entdeckt und herausgestellt. Peter de Rosa „Gottes erste Diener“  

Der Satz lautet:

„Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“  Im Petersdom steht dieser Vers in großen goldenen Buchstaben unter der Kuppel.  „TV ES PETRVS ET SVPER HANC PETRAM AEDIFICABO ECCLESIAM MEAM ET PORTAE INFERI NON PRAEVALEBO ADVERSVS EAM“.

Mit dieser Aussage wollte der Millionär Damasus sicherstellen, dass seine eigene Legitimation auf Petrus zurückgeht, und da er als orthodoxer römischer Bischof amtierte, sei er Papst von Gottes Gnaden und somit berechtigt diejenigen umzubringen die die nicht nicänisch glauben.

Gesagt, getan.

Am frühen Morgen des 26. Oktober des Jahres 366 rückte „(um) acht Uhr morgens, rückte Damasus mit seinem gottlosen Anhang heran – an die Basilika Liberii - ... mit (dem) gesamten Klerus, alle mit Beilen, Schwertern und Knitteln bewaffnet... während kein einziger Damasianer fällt erliegen 160 Ursinaner dem Angriff…“  Martin Rade lic. Theol. „Damasus, Bischof von Rom“, 1882

Natürlich wurde er von der Anklage auf Mord freigesprochen. Seit eh und je gibt es jene Juristen, die für gute Entschädigung selbst einen Engel verurteilen, oder einem Teufel einen Freifahrtschein ins Himmelreich verschaffen würden, wenn das möglich wäre. Jesaja war nicht der erste Prophet, der das beklagte und scharf verurteilte: Wehe euch, die ihr den Ungerechten aufgrund von Geschenken das Recht zuerkennt, und reißt dem Gerechten die Gerechtigkeit weg.“ Kap 5

Wie schon erwähnt, Damasus galt als der reichste Mann Roms, seiner Zeit.  Martin Rade zitiert Hieronymus: „jener Heide Prätextat, der im Jahre 367 so energisch wider die Ursinianer einschritt, pflegte  scherzend zu Damasus zu sagen: „Macht mich zum Bischof der Stadt Rom und ich will sofort Christ werden!... Noch war ja das ambrosianische Gesetz zum Glaubenszwang nicht verabschiedet worden, noch durfte ein römisch-heidnischer Präfekt so spotten ohne Gefahr für sein Leben befürchten zu müssen. Zwanzig Jahre später hätte er das nicht mehr gewagt.

„...Im Munde des Prätextatus war das ein sehr bezeichnendes Wort, denn er war der erste und reichste Senator und seine Jahreseinkünfte betrugen mindestens eine Million 152 000 Thaler unseres Geldes ... Und ich leugne nicht, wenn ich den Pomp der städtischen Verhältnisse ins Auge fasse, dass hiernach (d. i. nach der römischen Bischofswürde) gierige Männer mit aller Anspannung ihrer Kräfte um die Erlangung des Ersehnten ringen müssen. Denn wenn sie ans Ziel gelangt sind, kann es ihnen gar nicht fehlen, dass sie durch die Geschenke der Frauen zu reichen Leuten werden, mit prächtigen Kleidern angetan in Kutschen fahren und so verschwenderische Gastmähler anrichten, dass ihre Diners es selbst der königlichen Tafel zuvortun." Martin Rade lic. Theol. „Damasus, Bischof von Rom“ im Jahr 1882, Mohr-Siebeck Verlag

 Das "Ökumenische Heiligenlexikon" schreibt:

Nach Liberius' Tod wurde Damasus I. 366 zu dessen Nachfolger gewählt; eine Minderheit hatte schon zuvor aber Ursinus gewählt. Kämpfe und blutige Auseinandersetzungen folgten - zuletzt in der Basilika  Liberii mit mehr als 100 Toten; die Unruhen nahmen erst nach zwei Jahren durch das Eingreifen des Kaisers ein Ende, Ursinus musste weichen. Die Gegner machten Damasus aber lange noch das Leben schwer; 377 wurde er des Mordes bezichtigt, eine von ihm einberufene Synode sprach ihn aber frei."

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!, sagt Shakespeare. Treffender: Mit Geld kannst du alles kaufen.

Senator und Stadtpräfekt Prätextat stand jedenfalls, solange es um die Vernichtung der römischen Arianer ging, an seiner Seite. Das ist bekannt. Dennoch dachten die Verfemten und nun Verfolgten – als arianische Christen -   über ihr Verhältnis zu Licht und Weisheit nach. Sie beteten im Namen Christi den Vater an, wie Paulus sie gelehrt hatte. Das war ihr Fehler. Sie beharrten dennoch: „…sagt dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“  Epheser 5:17-20

Überhaupt, „… Die Idee, dass Petrus in Rom war, ist eine aus dem zweiten Jahrhundert stammende Vorstellung, die im vierten Jahrhundert populär wurde, nachdem Konstantin das Christentum zur offiziellen Staatsreligion des Römischen Reichs erklärt hatte. Die Gelehrten Duffy und Küng zeigen auf, wie die Bischöfe von Rom eine gemeinsame Anstrengung unternommen haben, um die Vorherrschaft über andere Kirchen zu erringen, indem sie eine Reihe von Behauptungen aufstellten. Irenäus von Lyon stellte eine Liste zusammen, die angeblich die Leiter der römischen Kirche bis zurück zu Petrus und Paulus zurückverfolgte.

Dr. Küng erklärt: "Bischöfe der Katholischen Kirche sind (wie die der Anglikanischen und der Orthodoxen Kirchen) daran interessiert, sich selbst als ‚Nachfolger der Apostel' zu bezeichnen… [doch]… es kann nicht bestätigt werden, dass die Bischöfe im direkten und ausschließlichen Sinn ‚Nachfolger der Apostel' sind… die früheste Liste von Bischöfen (von Irenäus zusammengestellt)… ist eine Fälschung aus dem zweiten Jahrhundert" Küng, Seiten 30-31. Douglas S. Winnail „PÄPSTLICHE VORHERRSCHAFT?“, 2009

Nur das Teilzitat:  Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen“ verführt zu gewagten Theorien, der oberflächliche Leser schlussfolgert, wenn Petrus das Fundament  der Kirche ist, dann halten alle katholischen Denominationen – bei allen kleineren Differenzen - die Schlüssel zum Himmelreich.

Daraus folgt: Die jeweiligen „Päpste“ und Patriarchen stehen in apostolischer Sukzession. Sie sind im Besitz derselben Rechte die Petrus übertragen wurden.

Aber, wie sieht es mit den damit verbundenen Pflichten aus?   Es gilt gemäß Naturrecht, dass Legitimationen bei Missbrauch erlöschen. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lehrt urchristlich:

“Die Rechte des Priestertums sind untrennbar mit den Himmelskräften verbunden und können nur nach den Grundsätzen der Rechtschaffenheit beherrscht und gebraucht werden….doch wenn wir versuchen unsere Sünden zu verdecken oder unseren Stolz und eitlen Ehrgeiz zu befriedigen, oder wenn wir auch nur im geringsten Maß von Unrecht irgendwelche Gewalt, Herrschaft oder Nötigung auf die Seele der Menschenkinder ausüben – siehe dann ziehen sich die Himmel zurück, der Geist des Herrn ist betrübt, und wenn er weggenommen wird, dann ist es mit dem Priestertum oder der Vollmacht des Betreffenden zu Ende...“ Lehre und Bündnisse 121 : 34-37

Nun zum Kontext.

„Jesus kam in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? … Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!  Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.  Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen… Da gebot er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei…“

Offenbarung ist das große Wort der Bibel. Hätte der präexistente Jesus, - der einmalige „ICH BIN“, - sich nicht seit Urzeiten in der Geschichte offenbart, wir könnten nur Vermutungen anstellen. Er war es der zu Moses Zeiten den aus Ägypten fliehenden Israeliten während des Auszugs aus Ägypten Tags in einer Wolken- und nachts in einer Feuersäule begleitete.

Paulus schreibt wörtlich: „… und alle (wurden) auf Mose getauft mit der Wolke und dem Meer und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen und haben alle einerlei geistlichen Tränke getrunken; sie tranken aber vom geistlichen Felsen, der mitfolgte, welcher war Christus.“ 1. Korinther 10,1-4

Christus ist und bleibt der Felsen. Er bestimmt die Richtung.

„Auf diesen Felsen – mittels  Offenbarung - will ich meine Kirche errichten…“ die fortlaufende Verbindung der Hirten der Kirche mit IHM, Gott, erfolgt so. Dann, wenn die Häupter IHM gehorchen, ist die Kirche sicher. Darauf „will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen…?“

Allein die nächsten 20, 25 Jahre nach Christi frühem Tod wurde das Prinzip überzeugend sichtbar gelebt: Da Petrus sich, nach Christi Himmelfahrt, auf sich selbst gestellt war, hielt er nun erst recht innerlich die Verbindung. Er bedurfte sehr bald einer deutlichen Antwort von Jesus als der Nichtjude Cornelius, wahrscheinlich geführt durch die Macht des Heiligen Geistes, bei Petrus um seine Taufe anfragen wollte …

Bevor die von Cornelius gesandten Boten Petrus sahen, empfing er mittels Offenbarung eine Weisung durch die Vision von den reinen und den unreinen Tieren. So lernte das damalige Haupt der Kirche; Die Heiden sind vor Gott nicht länger unrein.

Das bestätigte den Grund für die künftige Heidenmission, obwohl mit Mt 28: 19 bereits die Verkündung des Evangeliums unter alle Völker als Jesusgebot festgeschrieben worden war.

 Auch Paulus wurde vielerlei offenbart. Jesus war nicht tot.

ER ist mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, „von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin. Denn ich bin der geringste von den Aposteln…“ 1. Kor. 15

Das korrespondiert mit zahlreichen Zeugnissen der Heiligen Schrift des Alten Testaments. Die Katholischen Kirchen leugnen indessen allesamt, die Notwendigkeit fortlaufender und gegenwärtiger Offenbarungen für das Wachstum und Verbleiben der Kirche im Geist der Wahrheit und der Toleranz.

Der letzte katholische Katechismus von 1997 beteuert sogar: „…  es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der glorreichen Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus" (DV 4).

Diese Haltung weist auf Kaiser Konstantin: "In den Spekulationen Konstantins nach denen Gottes natürliche Offenbarung vollkommene Erkenntnis vermittelt, besteht eigentlich kein Bedürfnis nach der übernatürlichen Offenbarung." Prof. Dr. Heinz Kraft Habilitationsschrift "Konstantins religiöse Entwicklung"

In und nach Nicäa 325, galt obenan was Konstantin meinte und wünschte. Er bestimmte Kurs und die Künftige Aufgabe der Kirche. Er machte die bis dahin souveräne Urkirche zur Dienerin des Staates. Damit degradierte er sie. Er kaufte die Kirche, indem er die Bischöfe steuerfrei stellte. Von da an „bestiegen“ die bereits zuvor angekündigten Wölfe die Bischofsstühle. Von da an bereicherten sich die Hirten. Sie weideten sich selbst. Wir wissen, dass Bischof Hippolyt von Rom die Mitglieder einer Nachbargemeinde tadelte, weil sie ihrem Bischof für seine Fürsorge mit einer „Entschädigung“ belohnte. Es war selbstverständlich, dass niemand Geld für den kirchlichen Dienst an den Mitmenschen erhielt.

Wörtlich: „Um 220 tadelte Hippolyt die „schismatische“ Gemeinde der Theodotianer in Rom die ihrem Bischof ein monatliches Gehalt zahlte. Das sei eine gräuliche Neuerung.” Jungklaus, Full Text of: „Die Gemeinde Hippolyts dargestellt nach seiner Kirchenordnung“

Wohin das föhren sollte?  Im Fall des römischen Bischofs Damasus. Wurde es offensichtlich: Er fuhr mit einer goldenen Kutsche durch das ohnehin protzende Rom. Und was sagte Gott Jesus Christus dazu? Brav, brav?

 „Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.““ Mt. 6:24

Der präexistente Jesus legte fest: “Und des Herrn Wort geschah zu mir: Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? Aber ihr esst das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden. Das Schwache stärkt ihr nicht, und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.“ Hesekiel 34

Nach Nicäa 325 regierte das Geld und der Hass des Vormachtstrebens die Kirche. Das zerstörte die direkte Verbindung zu Gott.

Gewalt wurde überall gepredigt.  Nach 325 inspirierte ein Kaiser die Kirche. Er selbst hatte damit begonnen. Ich erinnere an diese Tatsache: „Seitens des Kaisers Konstantin wurde mit Drohungen und Ankündigung von Repressalien gearbeitet. Jeder Bischof wird einzeln vorgenommen. Ihm wird das Bekenntnis (das Nicänum) vorgelegt und er wird zugleich vor die Alternative gestellt, entweder zu unterschreiben oder in die Verbannung zu gehen...“ Rudolf Leeb „Konstantin und Christus“ – die Verchristlichung der imperialen Repräsentation, Walter de Gruyter, 1992

Das Christen (nach Mt. 5: 5 u 6) nicht erlaubte, Vormachtdenken war normaler Alltag in der ehemaligen Kirche Christi: „(Papst) Formosus (891-896) krönte den Herzog von Spoleto, Guido, zum Kaiser. 893 wurde Formosus gezwungen, auch Arnulf zum Kaiser zu krönen. Von da an herrschte in Rom ständiger Bürgerkrieg… Es waren nur mehr Raufhändel der römischen Familien, die ihre Mitglieder ihrer Familien zu Päpsten zu machen und die von anderen Familien aufgestellten Päpste zu stürzen suchten. Die Verwirrung war so groß, dass wir von manchem dieser Päpste, die oft nur Wochen oder Tage im Amt waren, nur die Namen wissen und nicht einmal immer feststellen können, ob sie rechtmäßige Päpste waren…“ „Geschichte der katholischen Kirche bis 1740“

Das Liebesgebot Christi – die unentwegte Pflicht tolerant zu sein - war und bleibt jedoch als eine der Voraussetzungen für das Recht christlich zu amtieren.

Papst Gregor I. hegte mehrere Ideen, die dem ursprünglichen Evangelium völlig fremd waren: So gab er 599, entgegen der Basislehre der Urkirche von der Unantastbarkeit der Würde des Menschen die Weisung, die Nichtchristen Sardiniens per Polizeiknüppel zu bekehren:

„Wenn ihr feststellt, dass sie nicht gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern, so befehlen wir, dass ihr sie mit größtem Eifer verfolgt. Sind sie unfrei, so züchtigt sie mit Prügeln und Folter, um sie zur Besserung zu zwingen. Sind sie aber freie Menschen, so sollen sie durch strengste Kerkerhaft zur Einsicht gebracht werden, wie es angemessen ist, damit jene, die sich weigern, die Worte der Erlösung anzunehmen, welche sie aus den Gefahren des Todes erretten können, durch körperliche Qual dem erwünschten gesunden Glauben zugeführt werden.“  Gregor: Epist. 9, 204. In: Epistolae (in Quart) 2: Gregorii I papae Registrum epistolarum. Libri VIII-XIV. Herausgegeben von Paul Ewald

"Der Erlass des Lucius III. auf dem sogenannten Konzil von Verona 1184 gebot allen Machthabern, vor ihren Bischöfen eidlich zu geloben, dass sie die kirchlichen und weltlichen Gesetze gegen die Ketzerei voll und wirksam durchführen wollten. Jede Weigerung oder Vernachlässigung sollte mit Exkommunikation, Absetzung und der Unfähigkeit ein anderes Amt zu bekleiden, bestraft werden... So unternahm es die Kirche, die weltlichen Herrscher zur Verfolgung zu zwingen… Die nächste Antwort ... war die Gründung des Predigerordens der Dominikaner um 1216. Als von Papst Gregor IX. im Jahre 1231 die Inquisition offiziell eingerichtet wurde, begann endgültig die dunkle Zeit des Terrors. Für Unbußfertige und Rückfällige wurde der Feuertod als Strafe bestimmt."Henry, Charles Lea „Geschichte der Inquisition im Mittelalter“

1208 rief Papst Innozenz III. zum Kreuzzug gegen die Katharer auf.

20 000 Katharer wurden hingemetzelt 

                                                    "Welt" 21. Juli 2016 

Der Christenheit  hätte es gut getan, statt auf verbrecherische Päpste mit Absolutheitsanspruch zu hören, Gott um Weisheit zu bitten. Jakobus wies mit starken Worten in 1: 5 darauf hin. "Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gerne gibt und niemanden schilt, so wird sie ihm gegeben werden."

Jakobus bestätigt lediglich was Jesus in seiner großen Bergpredigt zum Thema fortlaufende Offenbarung sagte

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete? oder, so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? MT. 7: 7-11  

Jedes Mitglied der Urkirche bezeugte die Realität der Wirkung des Heiligen Geistes zur Erlangung einer inneren Bestätigung seines persönlichen Christseins.

 „Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Jh. 14: 21

Samstag, 28. Februar 2026

Im Land des Kommunismus wurde ein USA-Tempel errichtet

 Ich wurde gebeten zu erklären was dazu führte, dass inmitten eines atheistischen Landes,1985, ein "amerikanischer" Tempel errichtet werden konnte. Kurz und knapp kann ich das nicht sagen, aber mit diesen Worten, und als Zeitzeuge, ist es möglich:

Der stellvertretende Staatssekretär für Kirchenfragen Herr Kalb führte anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten des Freibergtempels im Sommer 1985, deutlich aus: “Wir haben gesehen, dass Mormonen nicht in Eigentumsdelikte verwickelt waren, es gab fast nie Ehescheidungen bei Ihnen. Ihre jungen Männer tranken während ihrer Armeezeit nie Alkohol, das allein war für uns sehr erstaunlich. Das sind Menschen, die wir hervorzubringen wünschten. Die Früchte waren gut.”
Ich war dabei
Einige Dinge gingen dem Freiberger Tempelbau voraus:
- Wir Mitglieder galten vor 1968, als „Mormonen“ in kommunistischen Augen, als gefährliche amerikanischen Sekte. Wir mussten besonders vorsichtig sein.
- Bis dahin herrschte noch das gegenseitige Unbehagen... Unser Warten in Ungewissheit war zu jener Zeit, einer Ära der Bitterkeiten geschuldet.

Patriarch Walter Krause (1909-2004) Tischler, Kunstsachverständiger und bekannter Philatelist, damals Ratgeber des Missionspräsidenten Henry Burghard, stellte sich der Aufgabe, in einem DDR-weiten, staatlich gelenkten „Rat der Kirchen“, mitzuarbeiten. Soweit mir bekannt ist, waren dort alle 145 unterschiedlichen Denominationen des Landes, vertreten. Die Zeugen Jehovahs wurden bereits um 1950 verboten.
Patriarch Walter Krause 1980. Geboren 1909, enterbt 1927, da er gegen den Willen seines vermögenden Vaters Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wurde, verstorben 2004 

In a general conference address, President Thomas S. Monson told of Brother Krause's willingness to serve. "Homeless following World War II," said President Monson, "like so many others at that time, Brother Krause and his family lived in a refugee camp in Cottbus and began to attend Church there. He was immediately called to lead the Cottbus Branch. Four months later, in November of 1945, the country still in ruins, district president Richard Ranglack came to Brother Krause and asked him what he would think about going on a mission. Brother Krause's answer reflects his commitment to the Church. Said he: 'I don't have to think about it at all. If the Lord needs me, I'll go.' "

Walter sagte mir, er hätte sehr wohl das Unbehagen vieler gespürt die sich absolut quer zum Staat stellten. Das hätte ihn ermutigt Gemeinsamkeiten zu benennen. Insbesondere Staatsekretär Löffler (oder Gisy, Vater von Gregor) mochte das. Und dann kam das Gespräch auf das Tempelwerk. Walter Krause drückte in diesem Gremium sein Bedauern aus, dass den im arbeitsfähigen Alter stehenden Mitgliedern nicht gestattet würde, den Schweizer Tempel zu besuchen.
                                      LDS-Tempel Zollikofen, Schweiz

- Das wurde erwägend zur Kenntnis genommen.
- Und dann kam das berühmte Weihegebet von Präsident Monson (1976), gesprochen auf den Radebeuler Hügeln.
- Irgendjemand aus unseren Reihen übermittelte den Text dieses besonderen Gebetes dem Überwachungssystem Stasi. In dem erwähnten Gebet bat das damalige Mitglied des Rates der Zwölf Thomas S. Monson jedenfalls um einen Segen des Allmächtigen für die kommunistische Regierung.



                     Präsident der Kirche vom 3. Februar 2008 - 2. Januar 2018 

- Da gab es keinen Fluch.
- Das änderte die Position unserer Kirche und verschaffte uns DDR-Mitgliedern Anerkennung durch die Regierungsbehörden. Diese sanfte Weise des Umgangs mit radikal Andersdenkenden in Führungsstellen sollte schließlich wesentlich zum Bau eines Tempels im Osten führen.
Andere Einzelheiten, sind nicht uninteressant:
Spät an einem Abend, gegen Ende der Tage der „Offenen Tür“, als der Besucherstrom erheblich nachgelassen hatte, kam Dittmar Hirsch, ein damals etwa dreißigjähriger Zwickauer Ältester, auf mich zu und erzählte mir, dass er Zeuge einer Diskussion zwischen einem Geistlichen und einem uns freundlich gesonnenen SED-Mann geworden war.
Vor dem Taufbecken habe sich ein Streitgespräch entwickelt. Der Theologe meinte, das sei antiquiert, so hätten die Christen in den ersten Jahrhunderten getauft. Dittmar Hirsch konnte und wollte nicht hinnehmen, dass eine durch Christus bestätigte oder von ihm eingesetzte Verordnung jemals unmodern werden könnte. Der Theologe entrüstete sich. Da schaltete sich unerwartet ein Mann mit dem SED-Abzeichen ein: “Herr Pastor, ich bin kein Mormone und will auch keiner werden, und sie mögen glauben und denken, was sie wollen, aber wenn etwas überaltert ist, dann ist es ihre evangelische Kirche. Sie hatten mehr als vierhundert Jahre lang die Gelegenheit, die Welt zu verändern. Die katholische Kirche hatte dazu fast zweitausend Jahre Zeit gehabt. Was haben sie nach vorne bewegt? Sehen sie sich dagegen Geschichte und Organisation der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an. Sachlich gesehen, ist den Großkirchen allein aufgrund der vergleichsweisen schwach ausgebildeten und zudem erstarrten Strukturen nicht zuzutrauen, dass sie den kommenden Herausforderungen, die der Fortschritt eben mit sich bringt, gewachsen sein werden. Sie werden es erleben. Was zu Martin Luthers Zeiten angemessen und ausreichend war, ist heute unpassend. Die Mormonenkirche dagegen ist perfekt gegliedert und auf Mitarbeit sozusagen sämtlicher ihr angehörenden Menschen zugeschnitten, und was noch wichtiger ist, sie hat die dazu passende Lehre, - eine Soziallehre von Rang.” Ihm sei klar, vorausgesetzt es gibt einen Gott, dass Mormonismus die Religion der Zukunft sein wird.
Daraufhin habe sein nun völlig verärgerter Gesprächspartner spitz zurückgefragt, woher er das wisse. “Das will ich Ihnen gern sagen, mein Herr. Als die Entscheidung darüber anstand, ob das Zentralkomitee der SED der Errichtung eines solchen Gemeindezentrums zustimmen sollte oder nicht, habe ich – als Mitglied des Potsdamer Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR im Auftrage der Regierung meine Diplomarbeit über Lehre und Organisation dieser Kirche geschrieben.”
Damit endete das Gespräch. Der Unterschied zwischen beiden Männern bestand darin, dass nur einer urteilsfähig war.
                                          Ingrid, meine 3. Ehefrau, nach dem Tod Erikas, nach 49-jähriger Ehe                 und ich 2023 vor dem Freiberg-Tempel


Henry Burkhard praktisch Missionspräsident from 1950-1985! He said: "I've done nothing more than what the leaders have asked me to do, I was just a tool." After: Temple-President.