Montag, 17. August 2026

Die unselige, nachnicänische Kirche - Mutter der Sekten (5)

 

 

                                   Mein neues Buch: auf Basis von mehreren                                                                            hundert wissenschaftlich belegten Quellen







                                       Die unselige, nachnicänische Kirche

Mutter der Sekten

 

 

 

 

 

                                                             Gerd Skibbe

 

                                                                    2026

 

 

 

 

 

Teil 5 

 

Urchristlich - jüdischer Tritheismus und ihre Moral 

 

ER sagt wer Christ ist, wen ER anerkennt: „Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es…Joh 14:21   Vor Konstantins Zeiten galt diese Lehre als höchste in der Kirche. Hier zeigen sich im Spiegel Christi sowohl Überheblichkeit wie Torheit. Das ist die eine Seite, die andere sieht sogar kohlrabenschwarz aus, nämlich jedes Verbrechen der Ketzerjäger schlägt zu Buche. Ein anderes Christuswort hat sie zuvor gewarnt: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Matth. 25: 40   

Es kann kaum Bedeutenderes geben als die Bemühung um die Wahrheit und das Wohlwollen selbst gegenüber Feinden. 

Es geht in Trinitarier-reihen wie auf einer schiefen Ebene zu. Durch nichts ist der Trinitarismus erweisbar, er ist bestenfalls eine dreiviertel Lüge.

Der Stephanus-Steinigungsbericht lehrt dagegen, gemessen an den Folgen, die Wahrheit.  Er widerlegt biblisch das Märchen vom monotheistisch gedachten, dreifaltigen Christengott: „Er aber, Stephanus voll Heiligen Geistes, blickte empor zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur

Rechten Gottes stehen.“ Apostelgeschichte 7: 55-56 

Jene Juden die streng monotheistisch glaubten, sahen dieses Zeugnis als illegale Mehrgötterverehrung, andere folgten den Aposteln und wurden Christen. 

Aber, ist der pharisäische Judaismus wirklich streng monotheistisch ausgerichtet?  

Der Sohar, „das Grundlagenbuch der jüdischen Mystik, („Buch des Glanzes“ ist das zentrale Schlüsselwerk der Kabbala und gilt als das wichtigste Fundament der jüdischen Mystik. Er hat in weiten Kreisen des Judentums eine nahezu kanonische Geltung erlangt, vergleichbar mit der Tora und dem Talmud ) erkannte an, dass die Idee von einer Vielfalt-in-der-Einheit dem jüdischen Denken nicht fremd ist. Tatsächlich gibt es, außer Gott selbst, zwei andere Persönlichkeiten in den Hebräischen Schriften, die dargestellt werden als anders, dennoch irgendwie gleich mit Gott.“ by Schimon ben Jochai (Author), Neu übersetzt Verlag (Translator) 

Da sind nicht wenige Hinweise, die zu bedenken sind.  

Gott (Elohim der allein wahre Gott) sprach: „Lasst uns den Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich, damit sie über die Fische im Meer und die Vögel am Himmel, über das Vieh und alle wilden Tiere sowie über alle Lebewesen herrschen, die sich auf der Erde bewegen.“ Genesis 1,26 

Auch Psalm 81 spricht von Göttern: „Gott steht in der Gottesgemeinde und ist Richter unter den Göttern.“  

„Historisch-kritische Auslegungen sehen darin ein Relikt aus einer Zeit, in der man sich Gott (JHWH) als Vorsitzenden eines himmlischen Rates über andere Göttergestalten oder Engelmächte vorstellte. Gott entzieht diesen „Göttern“ im Laufe des Psalms ihre Unsterblichkeit, weil sie versagt haben, Gerechtigkeit auf der Erde zu garantieren.“ Deutsche-Bibel-Gesellschaft 

Jesus spricht ebenfalls von Göttern: „Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes geschah – und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden –, wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott –, weil ich sage: Ich bin Gottes Sohn?“ Johannes 10,34-36 

Urchristlich gab es schon vor Origenes weiterführende außerbiblische tritheistische Stimmen, kontra Trinitarismus: „Irenäus (130-?) stellte das Gottsein von Sohn und Geist klar heraus, „beiden kommt ein personales Sein zu, da sie gemeinsam mit dem Vater handeln.“ www. dogmatic. „Die vornizänische Theologie“,

2009, Uni-Bonn 

Damals war es klar: „Einer ist der Gottvater aller, der auch der Gott unseres Gottes ist... Christus ist wohl Gott, aber er ist dem Vater unterordnet.“ Gert Haendler  „Die Rolle des Papsttums in der Kirchengeschichte bis 1200“ Vandenhoeck & Ruprecht, 1993   

Dass Jesus seinem Vater nachgeordnet ist wurde immer wieder als urkirchliche Lehre betont.  Origenes hat sie nicht erfunden, auch Arius nicht! Im Jahr 543 erlaubte Kaiser Justinian sich dennoch, Origenes und seine Hauptlehren zu verfluchen. So entstand ein Torso, statt der kompletten Theologie Schutz zu geben, denn die sprach mit schönen Texten von der Größe der Götter und der noch unbefleckten Seele jedes Menschen, denn die ist göttlicher Natur. Es gilt liebevoll und vernünftig zu handeln und jeder sollte sein eigenes, wenn auch noch so kleines Licht, wo es Dunkel gibt, hochhalten. Das kann unter Umständen bedeuten den ganzen Mut zusammenzunehmen.  Als Rassenwahn das Leben der Juden bedrohte griff Dietrich Bonhoeffer „dem Rad in die Speichen“, dem Rad des National-Sozialismus Hitlers und Heinrich Himmlers wohl erschrocken, aber nie zögerlich. Sein von der evangelischen Gesamtkirche eher abgelehntes Lebensmotto gilt jedoch allezeit für jeden.  „Öffne deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen. Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaffe dem Bedürftigen und Armen Recht.“ Sprichwörter 31: 8-9 

Eben als Gegenteil dessen handelten zahlreiche Lippenbekenner, die ohne mit der Wimper zu zucken Pauschalurteile fällten. Wer immer näher hinschaute erschrak. Die Gefühlskälte mit der Menschen jüdischen Glaubens bedroht und behandelt wurden kam Jahrhunderte hindurch von den Anbetern des unerkennbaren Gottes.

1555 gründete Papst Paul IV. mit der Bulle „Cum nimis absurdum“ das römische Ghetto am Tiber.  Dort demütigte die Kirche sie.  Jeden Samstag mussten Juden unter Androhung von Strafen christliche Bekehrungspredigten über sich ergehen lassen. Erlaubt war ihnen fast nur der Handel mit Altkleidern und Lumpen. Schon im Jahr 991 besprach ein Bischof die römischen Zustände: „ein Papst, der keine Liebe besitzt, … ist - ein Anti-christ...“  L. Hertling SJ “Geschichte der katholischen Kirche bis 1740”

Es war jene Lieblosigkeit die nachnicänisch das Christliche vertrieb und das Wölfische förderte. 

Isaac Newton (1643-1727) „. verabscheute Athanasius. Den Trinitarismus denunzierte er leidenschaftlich …Harro Heuser: „Der Physiker Gottes – Isaac Newton“  

Leo Tolstoi sah das ähnlich. Der „Heiligste Dirigierende Synod“ der ROK, exkommunizierte ihn 1901, auch da Tolstoi „den als Dreieinigkeit gepriesenen Gott leugnete“. Des Geächteten Antwort auf seine Exkommunikation lautete: „Die Lehre der Kirche ist eine theoretisch widersprüchliche und schädliche Lüge, fast alles ist eine Sammlung von grobem Aberglauben und Magien.“ Denis Scheck

„Wer Tolstoi liest, taucht in eine zweite Familie ein“    

Erstaunlich ist, dass selbst hochgescheite Bekenner der „Dreifaltigkeit“ selten wissen, wie und warum der Trinitarismus entstand, sonst würden sie wenigstens der Solarisation Christi widersprechen, und die Bibellehre von der Menschenpflicht immer rechtschaffen zu handeln nicht als fast nebensächlich gegenüber ihrem „sola gratia“ betrachten.

Andererseits ist „Rechtschaffenheit“ Kernwort des sogenannten Mormonismus.

Das Buch Mormon erklärt geradezu entwaffnend urchristlich: „Gott wird den Rechtschaffenen rechtfertigen.“ 1. Nephi 16: 2       

Dieses ewiggültige Gottesgesetz ist wesentlicher Inhalt vieler, wenn auch nicht aller Religionen, allerdings selten so ausgeprägt wie, theoretisch, im Christentum.

Auch im Hinduismus oder Konfuzianismus finden wir: „die Kernwerte Ren (Menschlichkeit/Nächstenliebe) und Yi (Rechtschaffenheit/Gerechtigkeit) als tragende Säulen.“  „Religion entdecken“  

Aber, im Verlaufe der 2 000-jährigen Christengeschichte gab es nicht nur in theologischen, sondern auch in ethischen Bereichen einen Wertewandel.

So rückten unbedeutende Dinge in Sachen Moral erst dann nach obenan, nachdem der Maßstab für Größenverhältnisse abhandenkam. 

Bei den Katholiken wanderte der Begriff „Gehorsam“ über „Rechtschaffenheit“. Im Protestantismus geriet „sola gratia“ an die erste Stelle. Das drückt sich auch in den authentischen Texten der von Katholiken und Protestanten unterzeichneten „Gemeinsamen Erklärung von 1999“ aus. In den mehr als 7 000 Worten, dieser Publikation erscheint der Begriff Rechtschaffenheit Null-mal.  Dagegen wird von der Rechtfertigung des Sünders vor Gott 108-mal gesprochen. Das kann kein einigermaßen gesunder Kopf, der seine Bibel kennt, hinnehmen. Das ist sündhaft billig. Nichts tun und doch ewig reich werden aus Faulheit, entspricht weithin protestantischen Ansichten. Das wäre der Weg, zum Unrecht: Dumm- und Faulheit zu belohnen. 

Der hebräischen Bibel ist das Wort "Rechtfertigung" unbekannt. 

Dikaiosyne“ gr. wird im deutschen Neuen Testament am häufigsten mit „Gerechtigkeit“ übersetzt. Das Wort beschreibt sowohl die moralische Integrität eines Menschen als auch den Zustand, vor Gott „recht“ zu sein.“ Offizielle Auskunft

 „Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit auf ewig.“ Jesaja 32: 17 

Die Bibel mahnt uns Hunderte-mal Recht zu schaffen! Im vorliegenden katholischen Katechismus erscheint „Rechtschaffenheit“ jedoch lediglich 3-mal unter 216 000 Worten. 

Im Buch Mormon-Original dagegen 221-mal unter 270 000 Wörtern.  

Diese Reihungen und Rangfolgen sind nicht zufällig. Sie sind auch keineswegs bedeutungslos. Das Wichtigste sollte oder wird obenan betont, wenn es um Wahrheit und Grundsätze geht. Da liegen ebenfalls Unterschiede zwischen „Mormonen- und Großkirchentum!“ Jeder Anhänger Christi ist Stifter des Friedens - nach seinen Möglichkeiten - oder nichts. Moroni der letzte Verfasser des Buches Mormon sagte es mit 5 Worten: „Ohne Liebe bist du nichts:“ Zu oft spielten wirkliche Nichtigkeiten eine zu große Rolle. Die Popen Russlands stritten lange und intensiv darum, ob man sich mit zwei oder drei Fingern bekreuzigen soll. Sie zankten, ob die Gottesdienstbesucher sich dreihundertmal bis zur Erde niederbeugen oder ob sie diese Geste nur dreihundertmal andeuten müssen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts galt in Russland noch, als seelenerlösende Angelegenheit, ob Prozessionen mit oder gegen den Uhrzeigersinn (der Sonne entgegen) durchgeführt werden müssen. Es gab zahlreiche Selbstmorde, solange das Moskauer Patriarchat kein Machtwort zum Priestergezänk sprach. Erst Tichon traf 1652 die längst fällige Entscheidung. Nun gilt als korrekt: „Wenn orthodoxe Geistliche und Laien das Kreuzzeichen machen, legen sie Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger an den Spitzen zusammen. Dies symbolisiert die Wesenseinheit der drei göttlichen Personen. Ringfinger und kleiner Finger werden an die Handfläche gelegt, was für die zwei Naturen Christi (wahrer Gott und wahrer Mensch) steht“. Orthodox Priest Explains „The Holy Trinity“  

Das ist ihre Sache. Aber nicht ihre Sache alleine ist, was die Geistlichkeit der ROK von Beginn an ihren Kindern antat, die doch allesamt unsere Mitmenschen sind. Der Russlandreisende Franzose Masson beschreibt wie überhaupt die Religion der kleinen Leute in diesem Riesenland noch um 1800 aussah, wohlgemerkt nach ihrer 800 Jahre währenden „harmonischen“ Zusammenarbeit mit dem Zaren: „Der Russe hat an nichts Interesse, weil er nichts besitzt... er lebt ohne Vaterland, ohne Gesetze, ohne Religion... er hat gar keinen Grund, die Scholle, auf die er gefesselt ist, zu verlassen (er kann es sich nicht vorstellen…) Er hasst alle Arbeit, weil er niemals für sich gearbeitet hat; er hat daher auch keinen Begriff von Eigentum. Seine Felder, seine Habseligkeiten, sein Weib, seine Kinder, er selbst gehören einem Herrn, (- einem „christlichen“ Herrn, G. Sk.-) der in Willkür darüber schalten kann, und es auch wirklich tut...“ "Geheime Nachrichten über  Russland unter der Regierung Katharinas..." Paris, 1800

(Damals betraf das 20 Mio. Leibeigene, darüber hinaus gab es 60 Mio. Staatsbauern, die nur wenig freier waren) 

Graf Leo Tolstoi klagte noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bitter, dass die Russisch-orthodoxe Kirche kaum an einer Hebung des Bildungsniveaus ihrer Kinder interessiert sei.  Russlands Geistliche hatten das von Jesus gesetzte Ziel, Mitmenschen glücklicher zu machen, selten oder nie erkannt: „Wenn ich eine Schule betrete und diese Menge zerlumpter, schmutziger, ausgemergelter Kinder mit ihren leuchtenden Augen […] sehe, befällt mich Unruhe und Entsetzen, ähnlich wie ich es mehrmals beim Anblick Ertrinkender empfand. Großer Gott – wie kann ich sie nur herausziehen? Wen zuerst, wen später? […] Ich will Bildung für das Volk einzig und allein, um die dort ertrinkenden Literaten und Künstler zu retten. Und es wimmelt von ihnen an jeder Schule.“  Denis Scheck „Welt“ – „Wer Tolstoi liest, taucht in eine zweite Familie ein“ 

Tolstoi hielt die in der russisch-orthodoxen Kirche üblichen Feierlichkeiten für verfehlt. Den Geist Christi der inneren Erleuchtung, der Ermutigung um Erkenntniszuwachs, und des Mitleids konnten die Lichter der zahlreichen Kerzen, in goldfarbenen Kirchenräumen nicht ersetzen. 

Der französische Augen- und Ohrenzeuge Charles F. Ph. Masson berichtet weiter: Außer einem geweihten Amulett, das jeder Russe von der Taufe an, wo er es bekommt, am Halse trägt und nie ablegt, hat er gewöhnlich noch ein Bild von Kupfer in der Tasche, das den Heiligen Nikolaus oder einen anderen Heiligen, der sein Patron ist, vorstellt. Er nimmt es mit auf Reisen. Nichts ist sonderbarer, als wenn man einem Bauern oder Soldaten zusieht, wie er seinen kleinen Gott aus der Tasche zieht, darauf spuckt, ihn mit der Hand reibt, und sich plötzlich vor ihm auf die Erde wirft, hundertmal das Zeichen des Kreuzes macht, die tiefsten Seufzer ausstößt und seine 40 "Gospodi pomiloi" (Gott sei mir gnädig) hersagt. Ist das Gebet zu Ende so tut er den Gott wieder in die Büchse und steckt sie in die  

Tasche…" Geheime Nachrichten über Russland unter der Regierung Katharinas..." Paris, 1800 

Masson fand allerdings höchstes Lob für jene Geistlichen dieser Kirche, wie den Moskauer Erzbischof Platon, Direktor der Akademie, der ein Mann voller Verstand und Beredsamkeit war, der alles versuchte, was in seiner Macht stand um sein Volk zu erheben... allerdings fast vergeblich, weil vor allem die Popen auf dem Land mangels Bildung nicht ausführen konnten, was er wünschte... Aber viele Priester, nicht nur der ROK, geraten immer noch umgehend in Schwierigkeiten, wenn sie befragt werden, was und wie er ist, der „Dreifaltige!“ auf den sie geschworen haben, den sie bekennen müssen, als würde das die Welt heller und besser machen. 

 

Die Mehrzahl aller Bischöfe, auch die des Westens, waren daraufhin entsetzt, nicht wegen des Gerangels um die Antwort auf die Frage ob Jesus, der ins Erdenleben Gesandte des „allein wahren Gottes“, irdischerseits in einer oder zwei Naturen existierte, - hier der Monophysitismus da der Dyophysitismus - sondern weil ihnen, mit der Radikalablehung der Präexistenz der Menschen ein Standbein gestohlen wurde. Selbst bis ins 21. Jahrhundert hinein folgt moderne Theologie noch teilweise den Wünschen Justinians…, mit Hinweis, Origenes hätte die Präexistenzlehre, von den Griechen übernommen und manchmal wurde und wird gemeint, Origenes hätte auch Reinkarnation gelehrt. Origenes selbst beantwortete diese Unterstellung: „...ich möchte nämlich nicht in die Lehrmeinung von der Wiedereinkörperung verfallen, welche der Kirche Gottes fremd ist und weder von den Aposteln überliefert ist, noch irgendwo in den  Schriften erscheint…“ Till A. Mohr „Kehret zurück, ihr Menschenkinder“ 2004  

 

Es geht um die Doppelnatur des Menschen 

  

Es gab zahlreiche Gnostiker die mit Origenes übereinstimmten. In zahlreichen Dokumenten hielten sie ihre Grundüberzeugung fest „Wenn einer derer, die hier sind, zu erkennen vermag, dass er ein vom Vater stammendes Abbild ist, von oben herabgekommen, hier eingekörpert, so wie ein Lamm im Mutterleibe...ganz dem Vater im Himmel gleich, so wird ein solcher dahin aufsteigen. Wer jedoch diese Lehre nicht erhält... wird wie eine Fehlgeburt zur Nacht geboren und (auch) zur Nacht zugrunde gehen.“ Kurt Rudolph „Die Gnosis”  

Über solche Aussagen tiefer nachzudenken, halten einige für überflüssig. Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sehen in solchen Formulierungen jedoch eine Ermutigung sich nicht mit dem zufrieden zu geben, was sie schon erkannt haben, sondern weiter zu forschen, darüber nachzudenken, wie Jesus es verlangt hatte. Die in Nag-Hammadi-Texten steckende Voraussage: „...wer diese Lehre nicht erhält wird zur Nacht geboren und zur Nacht zugrunde gehen.“ erfüllte sich leider. „Die Kirche… tritt, nachdem sie noch soeben durch leuchtende Landschaften gereist ist, in einen dunklen Tunnel ein…“ Ludwig Hertling S, J.  „Geschichte der katholischen Kirche bis 1740“  

Dem aufmerksamen Betrachter entgeht nicht, dass die mit der Bekämpfung des ‚Origenismus’, einhergehenden Ereignisse die ursprüngliche Kirche zugrunde gerichtet haben.   ‚Origenismus’ ist ja nichts anderes als das Ideen- und Lehrgut der ursprünglichen Kirche.  

Am 6. Januar 1813 schrieb Johann Wolfgang von Goethe „zur Fülle des Seins und zur Vieldimensionalität des religiösen Ich“:  

"Ich für mich kann bei den mannigfachen Richtungen meines Wesens nicht an einer Denkweise genug haben; als Dichter und Künstler bin ich Polytheist, Pantheist hingegen als Naturforscher und eins so entschieden als das

andere.“  Ursula Homann (Arnsberg) "...wie hast du's mit der Religion?" 

Goethe befindet sich, darüber hinaus auch was das vorirdische Dasein menschlicher Seelen betrifft, mit Origenes in Übereinstimmung und damit in direkter Beziehung zu einer der Basislehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage: „…Diese plumpe Welt … (ist) eine Pflanzschule für eine Welt von Geistern J. W. von Goethe 1832 Gespräch mit Eckermann    

Das eigentliche Wesen des Menschen ist ewiger Geist. Zahllose Menschen erkannten und empfanden während ihrer Nahtoderfahrung staunend, dass sie beglückt ins Jenseits zurückkamen. Dr. Enno Edzard Popkes ist Professor für Geschichte und Archäologie des frühen Christentums und seiner Umwelt, an der Universität Kiel. Seiner Überzeugung nach bieten Nahtoderfahrungen einen neuen Zugang sowohl zum Platonismus, als auch zum frühen Christentum.

 

 Manichäismus und Gnostizismus verkünden im Grunde dasselbe: Der Mensch ist ein „Fremder“ auf der Welt, ein „verbannter Gott“, beherrscht vom Gefühl …der Sehnsucht nach dem, was er war, nach dem verlorenen Paradies: Ich bin ein Gott und geboren von den Göttern, brillant, licht, schillernd, strahlend, duftend und schön, doch jetzt zum Leiden verdammt…“  Internationale

Monatszeitschrift: „30 Tage in Kirche und Welt“  

Der Theologie und uns ginge es wesentlich besser, wenn wir miteinander glaubensseitig zum eigentlichen Ursprung unseres Seins zurückkehrten.  Der evangelische Pfarrer Felix Gietenbruch lädt zum Mitdenken ein: „Nach der Lehre Adams ist jeder Mensch Adam und ist aus der Sphäre des Paradieses gefallen... Präexistenz meint, dass wir als handlungsfähige geistige Wesen schon vor unserer Geburt existierten... in dieser Vorexistenz haben wir uns alle eigenverantwortlich von Gott entfremdet... Ich denke, heute wird uns mehr und mehr bewusst, dass auch das christliche Abendland neu darüber nachdenken muss.“ „Der  Sündenfall ein  sinnvoller Mythos“ Kirchenbote lokal 2008   

Uns sind einige andere, ähnliche, glaubwürdige Hinweise rudimentärer Art bekannt. Joseph Smith brachte, in der Tat, „Origenes“ zurück, und das zum Unbehagen einiger moderner Theologielehrer: „ ... Nach dem Vorbild des Logos

(Christus), der selbst das „Bild Gottes“ nach Genesis 1:26 ist, hat Gott so viele Logika (Menschenseelen G.Sk.) erschaffen, wie er mit seiner notwendig begrenzten Vorsehung regieren kann.“ Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft 3. völlig neu bearbeitete Auflage Vierter Band Kop-O „Die Religion in Geschichte und Gegenwart“   

Bereits einige Jahrhunderte früher sprach Gott zu Jeremia: „Ich kannte dich ehe ich dich im Mutterleibe bereitete und stellte dich zum Propheten unter die Völker“ Jeremia 1: 5   

Es gibt kuriose Deutungsversuche.  Aber, das "Kennen" (hebräisch jada) meint hier mehr als nur Information; es beschreibt eine tiefe, persönliche Beziehung…. Es beschreibt eine vertraute Gemeinschaft, die zeitlich vor der physischen Existenz liegt.“ Curt Landry Ministries   

Auch die Katharer bewahrten, was Kaiser Justinian, mit seiner Ostsynode 543   räumlich begrenzt, auslöschte „Aus vielen Zeugnissen geht hervor, dass auch andere bedeutende frühchristliche Theologen, Philosophen und Kirchenlehrer - so zum Beispiel Justinus, der Märtyrer (100-165), Tatian (2. Jhd.), Clemens von Alexandria (150-214), und andere glaubten, dass die Seelen der Menschen schon vor der Entstehung der materiellen Welt vorhanden waren.“ Der Katharer www.thorstenczub.de    

Mehr als Zehntausende bestätigen, nachdem ihr Geist den Körper infolge eines dramatischen Ereignisses verließ, dass sie „heimkehrten“. Der Arzt Dr. Werner Ch. Nawrocki beschrieb es mit den Worten: als 6-Jähriger sei er fast von anderen Jungen erschlagen worden… „ich sah auch ganz kurz meine Großmutter, hatte den Eindruck Mensch das kennst du doch…“  nach seiner 2. NTE sagte er „Ich kam nach Hause.“   Nawrocki, Selbstzeugnis YouTube  

Solche Übereinstimmungen erregen Aufsehen, sobald man feststellt, dass die Anzahl der Reanimierten mit gleichlautenden Aussagen zunimmt. Die abweisende Haltung der „Wissenschaft“ ist dennoch nicht unberechtigt, denn wissen kann nur derjenige der es selbst erfahren hat.   

Das kann man nicht per Laborversuch hinterfragen.  

Den Eingangstext des Epheserbriefes heranzuziehen, um die Idee der Präexistenz   zu stützen, ist naheliegender, als die gängige Annahme, es ginge um Prädestination. Hier, wird vorausgesetzt, dass wir Gott kannten, wie er uns erkannte, bevor wir ins Diesseits, in die Seinsvergessenheit, geboren wurden. Der Text zeigt nicht, dass Willkür Teil des Gottesplanes der Erlösung ist, denn da spricht die Liebe, die allen gilt: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.  Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, (als wir beschränkt durch Gegebenheiten nur erst Geister waren) damit wir heilig und untadelig leben vor ihm. Er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden.“ 1: 3-5   

Also hat ER uns vor Äonen „liebevoll“ betrachtet und erkannt, so -wie wir einander als realexistierende Wesen in der Gottferne wahrnehmen würden. Nach entsprechender Zeit wurden wir in die Welt des Unwissens hinein geboren. ER wusste wie wir künftig handeln werden. Der Vater Christi konnte von höchster Warte aus, vorhersehen ob und wie wir unserem Eifer nach, dann als Erdenbürger zu Gunsten unser Selbst und seines Werkes agieren werden.  Die Erkenntnis, dass alle Menschen „aus den Gefilden hoher Ahnen“ stammen, ob sie Weiße oder Schwarze sind, muss man „erfühlen“. Das war es was Goethe gleichfalls sagte: „Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen,” Es fußt auf dem „Urprinzip der griechisch-römischen Antike“   

Im Hinduismus gilt ebenfalls, dass die Seele (Atman) ewig und unerschaffen ist. Überraschend oder nicht: „Aborigines Australiens sind stark von ihrem Glauben an die sogenannte "Traumzeit" (oft auch Tjukurrpa oder Altjeringa genannt) geprägt. Dieser Glaube bejaht sowohl ein vorirdisches Dasein als auch die Unsterblichkeit der Seele.“  Australien, „Das Land Down under dreamaroo 

Von Andernorts kommen diesbezügliche Überzeugungen ebenfalls deutlich zu uns:  „Der Mensch besitzt nach chinesischer Vorstellung zwei Seelenformen: die spirituelle, himmlische Hun-Seele (Yang) und die körperliche Po-Seele (Yin). Vor der Zeugung existieren diese Energieladungen im Kosmos (Himmel und Erde), bevor sie sich im Mutterleib zu einem Individuum verbinden.“ Body and Mind in Early 

China: An Integrated Humanities–Science Approach   

„Daher ist derjenige, der Erkenntnis durch Offenbarung hat, einer, der von „oben“ stammt. Wenn man ihn ruft, hört er, antwortet er und wendet sich zu dem, der ihn ruft, steigt zu ihm empor und erkennt, wie man ihn ruft. Da er Gnosis

(Erkenntnis) hat, vollbringt er den Willen dessen, der ihn gerufen hat... Wer so zur Erkenntnis gelangen wird, erkennt, woher er gekommen ist und wohin er geht. erkennt wie einer, der trunken war und von seiner Trunkenheit abließ; er brachte das Seine (wieder) in Ordnung, nachdem er zu sich selbst zurückgekehrt war... Die wahre Gotteserkenntnis beginnt mit der Erkenntnis des Menschen als eines gottverwandten Wesens.” Kurt Rudolph „Die Gnosis“ Koehler & Amelang, Leipzig, 1977 

Mitentscheidend für unsere Meinungsbildung sind die Übereinstimmungen der Basislehren: „Um 300 n. Chr. lehrte Rabbi Levi, Gott habe sich mit den Seelen beraten, bevor er sein Schöpfungswerk ausführte.“ Günter Stemberger: Seele. III. 

Judentum. In: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 30, Berlin 

Zutreffend ist, dass der Grieche Platon (428-347 v. Chr.) längere Zeit mit ägyptischen Priestern Umgang pflegte.  

 

                    Ein von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gebilligtes Gemälde  

 

Es gibt auch begründete Annahmen, dass Abraham den Ägyptern die Lehre von der Präexistenz gab oder, dass dieser Gedanke durch ihn nur bekräftigt wurde. Immerhin existierte diese Kernlehre längst:  „Ka sei eine Art Doppelgänger oder spirituelles Wesen, das bereits vor der Geburt existierte und den

Menschen durch sein Leben und bis ins Jenseits begleitet“.  Anne Roerkohl „Das Alte Ägypten II Totenkult und Götterwelt“  

 „…die uralten Kulturträger am Nil lehrten Präexistenz, Auferstehung, Jüngstes Gericht (Seelenwägung), sowie Reinwaschung, Rechtfertigung, die Gebote halten, Ehebruch meiden, Gott verehren, Vater und Mutter ehren, seinen Nächsten lieben usw.“ Albert Champdors „Das ägyptische Totenbuch“ Knaur, 1977, S. 57  

Von daher kommt das Argument Origenes könnte somit von den Griechen, wie sie es von den Ägyptern erwarben, die Lehre vom Vorherdasein des menschlichen Geistes erhalten haben. Doch diese Annahme berücksichtigt nicht die jüdischen Stimmen: „Das Passah ist das Aramäische pacach (paw-sakh) und bedeutet so viel wie 'hinüber gehen'. … Im Ursprung war das 'Hinübergehen' die Bedeutung des Hinübergehens des Menschen aus seinem fleisch(lichen) Körper hinüber in die körperlose 'Welt', die Heimat der Seele. Dieses Hinübergehen ist im Buche Exodus (Shemoth) der Juden als der 'Auszug der Seele aus dem fleischlichen Körper' in dieser Welt in die fleischlose Welt der Seele als Parabel niedergeschrieben, aber das Thema kehrt auch in vielen anderen Geschichten der Thora als Parabel auf. ... Symbolik ist eine Sprache, welche auch durch die Begriffe in den gesprochenen Sprachen ausgedrückt wird. So ist das 'über den Jordan gehen' dieselbe Symbolik wie das Passah. Das Yardana, Jordon, ist im Aramäischen 'der Strom oder Fluss des Lebens'. Abseits des Streites der Theologen kann man allein in der Aramäischen Sprache Mosaiksteine finden, für ein Bild, das es erlaubt, auch das Bewusstsein der Menschen besser nachvollziehen zu können. So bedeutet im Aramäischen 'Bit Nitupta' das 'Haus der Präexistenz'.“ Volker Doormann, ‘PhilTalk Philosophieforen’ Thema „Präexistenz und zur  

Passah Symbolik“  

Ein Oberrabbiner fügt hinzu: „Die Fragen der persönlichen Unsterblichkeit und der Präexistenz und des Fortlebens der Seele werden mit der Ewigkeit des jüdischen Volkes selbst verwoben. Alle Seelen, die je und je in einen jüdischen Körper eingehen werden, so heißt es in einem Midrasch, haben am Sinai gestanden und sind dort in den ewigen Verbund zwischen Gott und Israel eingetreten. „Wir Juden sind also vom Sinai her beim Vater“, ... Wenn ein Jude im Gottesdienst zur aktiven Teilnahme an der Vorlesung aus der Thora hinzugezogen wird, wenn er, wie der Ausdruck lautet, „aufgerufen“ wird, um über die zur Vorlesung geöffnete Thora-Rolle einen Segensspruch zu sprechen, so dankt er in diesem Segen Gott dafür, dass er „Leben der Ewigkeit in uns gepflanzt hat“. Dr. phil. Kurt Wilhelm, Landesrabbiner 1925 – 1929 in Braunschweig, 1933 –1948  Rabbiner in Jerusalem, Oberrabbiner in Schweden „Jüdischer Glaube“    

Diese Aussagen korrespondieren mit einem Wort aus dem Hebräerbrief: „An unseren Vätern hatten wir harte Erzieher, und wir achteten sie. Sollen wir uns dann nicht erst recht dem Vater der Geister unterwerfen und so das Leben haben?“ Kap. 12: 9 Einheitsübersetzung   

 K. Beyer, renommierter, evangelischer deutscher Universitäts-professor, Semitist und Aramaist kommentierte, sicherlich unbeabsichtigt, in Übereinstimmung mit den Kernlehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage das „Syrische Perlenlied“: „Die Botschaft des Liedes lautet: Die unsterbliche menschliche Seele göttlicher Herkunft darf sich erst dann endgültig vereinen mit ihrem unvergänglichen geistigen Leib der gleichfalls von Gott abstammt, aber immer bei ihm bleibt, wenn sie zuvor auf der Erde in einem vergänglichen fleischlichen Leib und in feindlicher Umgebung mit göttlicher Hilfe Selbsterkenntnis erlangt und mutig die ihr von Gott gestellte Aufgabe erfüllt hat. Das ist eine synkretistische Religion in der Nachfolge Platons, die sich leicht mit der christlichen Ethik verbinden lässt. Ihre Bilder teilt sie mit der Gnosis und den anderen antiken Erlösungsreligionen, ohne dass man sicher sagen kann, wer sie von wem übernommen hat. Das führt schließlich zu der Frage, ob der gnostische Anteil am spätantiken Synkretismus wirklich so hoch ist, wie meist angenommen wird. Denn, dass der Mensch die Erde als Fremde empfindet, ist ein weit verbreitetes Lebensgefühl…” W. Rebell, Lehrbuch "Neutestamentliche Apokryphen und Apostolische Väter"     

Heutige Origenes- Kritiker winken ab. Der „Origenismus“ sei wie der Arianismus längst überwunden. Origenes wäre ein Neuplatoniker und Arius ein Häretiker. Aber so sind sie, die Trinitarier, so waren sie immer, ohne Feindbild fehlt ihnen etwas. Wir kennen das aus den DDR-Zeiten, Klassenkampf… „wo gehobelt wird, da fallen Späne.“ Hier war es der Ungeist Konstantins und bei den Verfassern des Nag-Hammadi-Schrifttums das Lehrgut der ersten Apostel, das uns die Augen öffnet: „In vielen Texten wie dem Apokryphon des Johannes (NHC II,1) oder der Schrift vom Ursprung der Welt (NHC II, 5) wird erklärt, dass der spirituelle Funke des Menschen (das Pneuma) ursprünglich aus der Lichtwelt, dem sogenannten Pleroma, stammt. Dieser Funke existierte im göttlichen Bereich, bevor er durch einen kosmischen Sturz oder durch die List minderwertiger Schöpfergötter (die Archonten) in fleischliche Körper eingekerkert wurde.“ „Nag-Hammadi“ Cambridge - Universität  

Arius bestand zudem darauf, dass Menschen fortwährend jener Inspiration Gottes bedürfen, die aus dem Nebel Konturen erscheinen lässt. Als Kinder Gottes hätten und haben wir, unter Bedingungen, Anspruch auf Erleuchtung. Christus Bergpredigt

Sowohl das Menschenbild als auch das von der Gottheit wurde vornicänisch von der Mehrheit der Christen so verstanden, wie von Origenes verkündet. Wo diese Einsicht vorhanden ist untersagt sie jede Art Lieblosigkeit oder gar die Ausübung von Zwang. Umgekehrt vergriffen angeblich hochchristliche Prediger sich nachnicänisch immer wieder und immer häufiger und drastischer nicht nur im Ton. Sie übten Gewalt. Der oft hoch geschätzte, den Trinitarismus verteidigende und predigende Papst Gregor schrieb um 600:  Die Nichtchristen Sardiniens sind per Polizeiknüppel zu „christianisieren“: „Wenn ihr feststellt, dass sie nicht gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern, so befehlen wir, dass ihr sie mit größtem Eifer verfolgt. Sind sie unfrei, so züchtigt sie mit Prügeln und Folter, um sie zur Besserung zu zwingen. Sind sie aber freie Menschen, so sollen sie durch strengste Kerkerhaft zur Einsicht gebracht werden, wie es angemessen ist, damit jene, die sich weigern, die Worte der Erlösung anzunehmen, welche sie aus den Gefahren des Todes erretten können, durch körperliche Qual dem erwünschten gesunden Glauben zugeführt werden.“  Paul Ewald Gregor: Epist. 9, 204. Epistolae (in Quart) 2 

Urchrist Tertullian legte vor rund 1800 Jahren dar, wer den Ehrentitel Christ verdient: „…Der eine möge Gott verehren, der andere den Jupiter; der eine zum Himmel, der andere zum Altar der Fides beten. Seht vielmehr zu, ob nicht auch das auf den Vorwurf der Gottlosigkeit hinausläuft, wenn man jemand die Freiheit der Religion nimmt und ihm die freie Wahl seiner Gottheit verbietet“. Tertullian, Georg Denzler, „Mutige Querdenker...“  

 

Freiheit des Willens, Gnade und Hölle, sind die eng miteinander verknüpften Elemente des echten Christentums  

 

Im USA-Fernsehen gab es eine Debatte in der es um die Frage ging: Hat Gott den Teufel erschaffen? Ein katholischer Geistlicher hielt das nicht für ausgeschlossen, wodurch er sich unnötigerweise in Schwierigkeiten brachte. 

J.I. von Döllinger fand beim Studium der mittelalterlichen Literatur der Katharer heraus, dass sie wichtigste Lehrelemente aus der Zeit Origenes über die Jahrhunderte hinweg bewahrt hatten. Eben auch, dass die Apostel gelehrt hätten dass „... Luzifer, eines der vollkommensten Geschöpfe, zuerst durch einen freien Akt seines Willens, das Böse erzeugte... ihn ergriff die Begierde zu herrschen und diese Begierde ist die Wurzel alles Bösen...“ J.I. von Döllinger

„Sektengeschichte des Mittelalters“, 1890 

Wenn wir, falls wir extrem schlecht handelten, einmal zurückschauen, werden wir sicherlich schmerzhaft bedauern, was wir angerichtet haben, aber auch dieser Schmerz vergeht, nachdem wir hinreichend ehrlich-kritisch in uns gingen. Natürlich wird es den Über-Mächtigen an den Kragen gehen, wenn sie sich einmal selbst fragen müssen: Habe ich das Böseste vom Bösen wirklich gewagt? Und das, nur, weil du und ich immer mehr haben wollte, mehr Geld, mehr Macht, mehr Ansehen. Alte katholische Überlieferung sagt es ähnlich, Luzifer – „dessen Thron, nach einer Vision des heiligen Franziskus, dem Thron des „allein wahren Gottes“ nahe stand wollte über alle „Sterne“ hinaus. Das machte ihn zum Teufel.“  H.C. Lea, „Geschichte der Inquisition“   

Zum Schriftenkanon der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gehört das Buch Köstliche Perle, dort heißt es: „Darum, weil jener Satan sich gegen mich auflehnte und danach trachtete, die Entscheidungsfreiheit des Menschen zu vernichten, die ich, Gott, der Herr, ihm gegeben hatte, und weil ich ihm auch meine eigene Macht geben sollte, ließ ich ihn durch die Macht meines Einziggezeugten hinabwerfen; und er wurde der Satan, ja, nämlich der Teufel, der  Vater aller Lügen, die Menschen zu täuschen und zu verblenden…“ Mose 4: 3-4 Zwang ist immer höllisch. 

 

 

Willensfreiheit, Gnade, Rechtfertigung … 

 

Wie schwierig dieses Thema sein kann, wird deutlich am Schicksal des spanischen Theologen Bartolomé Carranza (1503-1576). In Spanien wüteten die Theologen gegen Luther wohl am heftigsten, denn er bestand darauf, dass der Mensch von ewiger Verlorenheit allein durch Gnade = „Sola gratia“ und „allein durch Glauben“ = „Sola Fide“ errettet werden kann.   

 Als Erzbischof von Toledo, und damit Primus Spaniens, befand Carranza sich am Sterbebett Kaiser Karl V. (1500-1558). Er tröstete ihn mit verbotenen, angeblich lutherischen Thesen. Die Lauscher an der Wand meinten, sie hätten nun Ursache den toleranten Mann anzuzeigen. Das führte zu seiner Verhaftung und die folgende Untersuchungshaft und Gefangenschaft sollte 17 Jahre auf ihm lasten, nur weil er sagte: „Majestät, ihr Glaube wird sie erretten.“   

Calvin und Luther sprechen der Gnade absolute Fähigkeit zu, doch der Willensfreiheit widersprechen sie: „Gottes Allmacht und sein Vorherwissen schließt menschliche Willensfreiheit aus.“ Online Dogmatik evangelischer Glaube   Luther behauptet „...die Vernunft selbst (ist) gezwungen zuzugeben, ... dass es einen freien Willen weder im Menschen noch im Engel, noch in sonst einer Kreatur geben kann.” M. Luther „Vom unfreien Willen“   

Johannes Calvin tönt wie ein bösartiger Heide: „Unter Vorherbestimmung verstehen wir Gottes ewige Anordnung, vermöge deren er bei sich beschloss, was nach seinem Willen aus jedem einzelnen Menschen werden sollte“ Institutio Christianae Religionis 3.21.  

„Non agunt, sed aguntur“ – Sie handeln nicht, sie werden gehandelt.“ Bernhard:  „Calvin und die Wirkungen“   

Sklavenhalter handelten mit Menschen und händelten sie! Doch Gottes Pädagogik und der freie Wille seiner Kinder sind die Pole des u n v e r f ä l s c h t  e n  Evangeliums Jesu Christi. Wir sind Freie, aber nicht absolut frei, ungestraft missbrauchen wir unsere Entscheidungsfreiheit nicht! 

Wir erinnern uns „Origenes lehrte, dass Gott den Menschen mit einem freien Willen erschaffen hat, den er niemals gewaltsam bricht.“ Philipps-Uni Marburg       

Die Unantastbarkeit des Individualrechts als Hochprinzip des echten Christentums bestand jedoch seit je darin, zu betonen, dass Christus einlud: „Kommt her zu mir…“ es hätte ihm freigestanden zu sagen: Ich befehle euch…   Dagegen kontert der Schweizer Reformator: „Calvinismus bedeutet, du hast zu glauben, dass Gott vollkommen frei ist, einen jeden Menschen zum Heil (oder Unheil) vorherzubestimmen, ungeachtet dessen…, ob er glaubt oder nicht. Und diejenigen, die zum Heil vorherbestimmt sind, können nicht abtrünnig werden oder ihres ewigen Lohnes verlustig gehen.“ Kingdon, Robert M.: „Der internationale  Calvinismus“

 Man stelle sich vor, zu fragen: Und wenn Du, oder ich, oder Calvin selbst die nicht zum Heil Bestimmten wären? Ewig schmoren. Calvins Gott ist ein Tyrann. 

Jeder Mensch, auch die, die weitab christlicher Überlieferungen leben sind allezeit im Stande, sittlich hochwertige Entscheidungen zu treffen, die der allein wahre Gott ihnen anrechnet!  Das lehrte der britische Mönch Pelagius (360-420) gegen die teilweise rüden Ansichten des Augustinus. Das lehrte Origenes, das lehrt die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Moderne katholische Theologie stimmt dem nun ebenfalls zu. Rom distanzierte sich von den Unholden der Ära Konstantins mit den Worten: „Nach Auffassung des 2. Vatikanischen Konzils liegt das wahre Wesen des Menschen in seiner Innerlichkeit, seinem Herzen, „wo er selbst unter den Augen Gottes über sein eigenes Geschick entscheidet.“  Karl Hörmann „Willensfreiheit“    

Das Buch Mormon unterstreicht wiederholt das Gleichheitsprinzip. Christus „kommt in die Welt, auf dass er alle Menschen errette, wenn sie auf seine Stimme hören werden; denn siehe, er erleidet die Schmerzen aller Menschen, ja, die Schmerzen jedes lebenden Geschöpfes, sowohl der Männer als auch der Frauen und Kinder, die der Familie Adams angehören…“ Buch Mormon 2. Nephi 9: 21 „… wenn sie auf „seine Stimme hören“ ist allerdings nicht genug: Der „allein wahre Gott“ will „Alle, alle Menschen erretten… vorausgesetzt sie stellen sich nicht bewusst quer.   

Der Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Russell M. Nelson, bezog sich in einer Fußnote zu seiner Ansprache „Hört ihn“ vom April 2020 auf das hebräische Wort „shama“. Er sagte: „Im Alten Testament wird das Wort ‚hören‘ vom hebräischen ‚shama‘ übersetzt, einem starken Verb, das bedeutet, ‚zuhören, um zu gehorchen‘. Und das bedeutet, Buße zu tun.“

Buße ist innere Umkehr, das ist, das erfordert, eine Leistung des freien Willens. Der Gott der Rechtschaffenheit verdammt niemanden, das bewirken wir selbst.   Irgendwann verdammt ein Vater sich selbst, - wenn auch nicht ewig - nachdem er Kinder in die Welt setzte, um die er sich nie kümmerte.  

„Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Rechtschaffenheit wie ein nie versiegender Bach“ Amos 5: 24  

Meister Eckhart (1260-1328) mahnte ebenso eindringlich wie zuvor Origenes: „Gott hat die Seele auf Freiheit und Eigenständigkeit ausgerichtet, so, dass er ihr über den freien Willen hinaus nichts aufzwingen will, auch will er von ihr nichts fordern, was sie nicht will.“    

Der präexistente Gott Christus (Jehova) war selbstgewollt „unfähig“ seine eigenen, besten Absichten, gegen Kindertrotz, durchzusetzen. Mensch geworden beklagt er: „Jerusalem, Jerusalem, wie oft habe ich euch sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken, aber ihr habt nicht gewollt.“ Matth. 23    

Er verbot Gewalt, Zuerst aber verbot er sich selbst die „Allmacht.“   

Johannes Calvin (1509-1564) fügte ebenfalls aus Elementen der Paulusbriefe sinngemäß zusammen „Du Mensch hast nichts zu sagen, nichts von Bedeutung für deine ewige Errettung zu wollen, du bist eine Null, dein Wille, Wollen und Tun sind nichts: „, es sei irrig zu glauben, „dass die Gnade Gottes in irgendeiner Weise von der Würdigkeit des Menschen abhängt, dass der Mensch durch seinen Glaubens– und Lebensvollzug die souveräne Verfügung Gottes auch nur im  Geringsten beeinflussen kann.“ Ringvorlesung der Theologischen Fakultät der Universität  Basel, Frühlingssemester 2009   

Calvin behauptete: „Es ist a l l e i n Gottes Werk, dass unsere Sünde sich nicht immer ungehemmt austobt.  Institutio 2.03. 03    

Völlig unverständlich ist, dass ihm viele Menschen, obwohl sie die Bibel gelesen hatten, glaubten.  Auch Luther irrte nicht selten. Er sah sich ebenfalls gezwungen gegen Willensfreiheit zu formulieren, weil er eine Abgrenzung zur damaligen katholischen Erlösungslehre suchte. Bis heute lehrt die evangelische Kirche zum Thema „Eigenwille“ deshalb „Willensunfreiheit“, aber nicht aus Erwägungen der Vernunft. Es ist inkompatiblen Unsinn. Ursache dafür ist eben, dass sie ein nichtbiblisches Gottes- und Menschenbild hegen. 

Bis zur Stunde gilt, wie gesagt, in zahlreichen protestantischen Denominationen: „Der Mensch kann zu seiner Errettung nichts beitragen... du musst nur (an) Christus glauben!“  Sola gratia – solus Christus. Beide Satzteile „besagen, dass der Mensch das Heil (die Rettung) ausschließlich als unverdientes Geschenk Gottes durch Jesus Christus erhält. Es wird betont, dass eigene Werke, Verdienste oder menschliche Vermittler zur Erlösung nicht beitragen.“ Evangelium21, 2026    

Das ist irreführende Gesundbeterei.

Das Adverb „allein“ oder „nur“ wurde und wird immer noch als Steckenpferd fast zu Tode geritten. Der Gedanke, einer menschlicherseits absolut „nicht mitverursachten Errettung“ wurde bereits von Jakobus dem wohl engsten Mitarbeiter des Petrus scharf kritisiert. Er schreit sein Entsetzen geradezu heraus: "Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne Werke tot ist?" Jakobus 2: 20   

Fragen wir die gesamtbiblischen Lehren:

„Ein direktes Substantiv für „Rechtfertigung“ im reformatorisch-theologischen  Sinne (wie Gerechtmachung oder Freispruch des Sünders) gibt es im biblischen Hebräisch nicht.“ Deutsche Bibel-Gesellschaft   

 Hunderte-mal ermutigt die Bibel uns Recht zu schaffen! Im vorliegenden katholischen Katechismus erscheint „Rechtschaffenheit“ 3-mal unter 216000 Worten. Im Buch Mormon-Original 221- mal unter 270 000 Wörtern.  Da liegen die eigentlichen das Leben bestimmende Unterschiede zwischen „Mormonen- und Großkirchentum!“    Zur Rechtschaffenheit gehört die unentwegte Selbstkritik. König Benjamin sagt im Buch Mormon: „Achtet auf eure Gedanken, eure Worte und eure Taten und die Gebote Gottes.Mosia 4: 30 Falls wir uns gegen den Rat unseres inneren Ichs entscheiden, müssen wir uns selbst versprechen, denselben Fehler nicht erneut zu begehen. Gewiss dürfen wir innere Umkehr üben (Metanoia), mit der Folge, dass uns vergeben wird, vorausgesetzt wir sind „wahrhaft bußfertig“, wie erneut das Buch Mormon lehrt.  Denn siehe, die Gerechtigkeit macht alle ihre Forderungen geltend, und die Barmherzigkeit beansprucht auch all das Ihre; und so wird niemand als nur der wahrhaft Reumütige errettet. Alma 42: 24   

In uns ist das „Mitmachen“-wollen als Wunsch enorm stark verankert. Hier und da wollen wir etwas bewirken. „Goethe glaubte an die Entelechie – eine Art innere Kraft der Seele, die zur ständigen Weiterentwicklung drängt. Für ihn wäre ein paradiesischer Zustand purer Untätigkeit eine Qual gewesen. Wenn es in der Ewigkeit keine „harten Nüsse“ mehr zu knacken gäbe, würde der Geist verkümmern.“ Aphorismen   Mit diesen Worten ist einfach umschrieben um was geht nämlich den Kern des Christentums. Wieder und wieder lesen und hören wir, christliche Missionare hätten indigenen Völkern das Evangelium gebracht. 

Das ist immer dann eine Grundlüge wenn die ihnen oft genug ausgelieferten Eingeborenen genötigt wurden zu tun was sie nicht wünschten. Eine ebenso gefährliche Falschbehauptung lautet: Wenn du an Christus glaubst, das genügt. Wenn ich mich in einer Falle befinde, muss ich tun was mein Retter sagt.  Paulus indessen beharrt zum Nachteil aller die ihm glauben auf seinem „sola gratia“. Höflich, aber deutlich liest Petrus dem „Neuen“, seinem Mitapostel Paulus, die Leviten: „... wenn ihr um guter Taten willen leidet und es ertragt, das ist Gnade bei Gott.1. Petrusbrief 2: 2-25                                                                                                    

Es gilt mitzuwirken die von Jesus Christus gesetzten Hochziele zu erreichen. Immer noch posaunen selbsternannte Exegeten den Unfug: „Wenn der Mensch an Christus im Glauben teilhat, rechnet ihm Gott seine Sünde nicht an...  Wenn ich an meinen irdischen Vater glaube, vergibt er mir, obwohl ich seine goldene Uhr geklaut habe, einfach so? Die „Gemeinsame Erklärung von 1999“ ist ein Hohn auf Christi Wort: „Warum nennt ihr mich Herr, Herr und tut nicht was ich euch sage!“ Lukas 6: 46 

Dietrich Bonhoffers wusste was erste Christenpflicht ist: „Tue deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind“. Es ist ein Aufruf zu sozialer Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Stimme für diejenigen, die keine Lobby haben oder sich nicht selbst verteidigen können. Dieses Motto wird glatt ignoriert. Das „Heil“, die Errettung, wünscht der „allein wahre Gott“ allen zu geben, aber ER setzt die Bedingungen. Glaube alleine reicht nicht! Hier erweist sich der Realitätsverlust den Justinian, mit seiner Ostsynode 543 anrichtete, indem er Origenes verfluchte, der (indirekt) sagte, dass wir bereits im vorirdischen Leben Mitwirkende waren. Gott erwartet unser Gut- und Mittun.  Joseph Smith lehrte – und das brachte ihm die Feindschaft nicht weniger Evangelikaler ein: „Wir wissen, dass Rechtfertigung durch die Gnade unseres Herrn und Erretters Jesus Christus gerecht und wahr ist, und wir wissen auch, dass Heiligung durch die Gnade unseres Herrn und Erretters wahr und gerecht ist - für alle diejenigen, die Gott lieben und ihm dienen mit aller Macht, ganzem Sinn und aller Kraft.“ Lehre und Bündnisse 20: 30-31    

„Sola“ ist die Degradation des edelsten Geschöpfes unter dem Himmel. Dass die Naiven des Paulus „sola gratia“ derart ausbeuten könnten, hat der Heidenapostel irgendwann wohl geahnt. So warnte er mit dem Galaterbrief: „Irret euch nicht; Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten…“  Weil das Göttliche in uns existiert, müssen wir unsere Talente einbringen, mitwirken und möglichst gut sein. Wer immer fehlt, darf sich von seinen krummen Wegen abwenden.