Donnerstag, 28. Mai 2026

Ich verglich!

 



Oft wurde ich - wie ihr - gefragt: "was unterscheidet deine Kirche von den anderen."
Gute Antworten gibt es zahllose.
Heute, im Andenken Dietrich Bonhoeffers, des großen deutschen, evangelischen Theologen, der sein Leben aufs Spiel setzte, weil er "Recht" für die bedrohten Juden einforderte und deshalb von den Nazis ermordet wurde.
Sein Lebensmotto lautete: „Öffne deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen. Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaffe dem Bedürftigen und Armen Recht.“
Sprichwörter 31: 8-9
Rechtschaffenheit!
Wo dieses Wort vernachlässigt wird, da ist kein Christentum.


Nun habe ich mal nachgeforscht - und du kannst Google um dieselben Antworten bitten. Hier ist das Resultat:
In den vielen authentischen Texten der „Gemeinsamen Erklärung“ von 1999 kommt, unter den mehr als 7 000 Worten, der Begriff Rechtschaffenheit Null-mal vor
Dagegen wird von der Rechtfertigung des Sünders vor Gott 108-mal gesprochen.
Aber der hebräischen Bibel ist das Wort "Rechtfertigung" unbekannt.
„Ein direktes Substantiv für „Rechtfertigung“ im reformatorisch-theologischen Sinne (wie Gerechtmachung oder Freispruch des Sünders) gibt es im biblischen Hebräisch nicht.“
Deutsche Bibel-Gesellschaft
Dagegen ermutigt die Bibel uns Hunderte-mal Recht zu schaffen!
Im vorliegenden katholischen Katechismus erscheint „Rechtschaffenheit“ 3-mal unter 216 000 Worten.
Im Buch Mormon-Original 221 mal unter 270 000 Wörtern.
Da liegen die eigentlichen das Leben bestimmenden Unterschiede zwischen „Mormonen- und Großkirchentum!“




Montag, 25. Mai 2026

Nicht nur das Buch Mormon, auch die Geschichte beklagt die Folgen des Despotismus

 Bekümmert sehen wir wie Machtidioten vom Schlage Kim Jong Un Menschen degradieren. Im Buch Mormon sind es Gestalten wie Amalikia, Ammoron, Zerahemna die ihrer Machtgelüsete wegen ihre Welt in Angst und Schrecken versetzten

Ludwig Hertling S.J., Professor an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, unterbreitet uns zahlreiche unerfreuliche historische Wahrheiten, er beklagt die Unseligkeit seiner Kirche, die nach Nicäa zunehmend spürbar wurde, vermutlich auch um vor jeder Art Despotismus zu warnen

Jeder Lüge und unerlaubtem Streben folgt gesetzmäßig das Ungute. Das lehrt auch das Buch Mormon.


Hertling sagt es schonungslos: „Auf die Zeit der Kirchenväter folgten lange Jahrhunderte (!) ohne Glanz. Die Kirche, und mit ihr die europäische Geschichte, tritt, nachdem sie noch soeben durch leuchtende Landschaften gereist ist, in einen dunklen Tunnel ein...Viele Ursachen haben zusammengewirkt, um die antike Welt in diesen Zustand der Ohnmacht oder Erstarrung zu bringen, der zeitweise einem wirklichen S t e r b e n ähnlichsieht.“ „Geschichte der katholischen Kirche bis 1740“

Es kam vom Schlimmen zum Schlimmsten „ (Papst) Formosus (891-896) krönte den Herzog von Spoleto, Guido, zum Kaiser. 893 wurde Formosus gezwungen, auch Arnulf zum Kaiser zu krönen. Von da an herrschte in Rom ständiger Bürgerkrieg… Es waren nur mehr Raufhändel der römischen Familien, die die Mitglieder ihrer Familien zu Päpsten zu machen und die von anderen Familien aufgestellten Päpste zu stürzen suchten. Die Verwirrung war so groß, dass wir von manchem dieser Päpste, die oft nur Wochen oder Tage im Amt waren, nur die Namen wissen und nicht einmal immer feststellen können, ob sie rechtmäßige Päpste waren…. Von geordneter Aktenführung war keine Rede, Geschichtsschreibung gab es keine… Im Jahr 991 besprach ein Bischof die römischen Zustände: „ein Papst, der keine Liebe besitzt, … ist - ein Antichrist...“  “Geschichte der katholischen Kirche bis 1740”

Hängt dieser Niedergang, der über die Jahrhunderte anhielt, mit dem unlauteren Paradigmenwechsel zusammen den Kaiser Konstantin 325 erzwang?

Die Resultate moderner Geschichtsforschung bestätigen diesen Zusammenhang.



Sonntag, 24. Mai 2026

Fragen musst du, wenn du die richtige Anrwort suchst

 Ich bin nun alt genug, um aus eigener Erfahrung zu sagen, nur wenige unserer Zeitgenossen haben die eigentlich wichtigsten ihrer persönlichen Glaubenselemente hinreichend hinterfragt. Das gilt für Atheisten eben sowohl wie für "Tiefgläubige" ihrer ererbten Religion oder Weltanschauung.

Indem ich ein verbohrter Nazibengel war, glaubte ich alles, was mir meine Hitlerjungen-Führer sagten. Insbesondere verinnerlichte ich den Satz: 

                          "Dein Leben gehört Adolf Hitler"

Aber als alles in Scherben fiel, schwor ich mir, nur noch zu glauben, was ich zuvor überprüft und nochmals geprüft hatte, 

Ich gehörte zu den dämlichsten Schülern, die 1945, aus der 8. Volksschulklasse mit 16 Vieren ins Leben entlassen wurden. Aber so clever war ich allemal, schon im Sommer 1946, in den in Wolgast, meiner Heimatstadt, im Osten Deutschlands in riesigen Schaukästen ausgehängten Zeitungen der "Täglichen Rundschau" zwischen den Propagandazeilen die Wahrheit herauszulesen: 

            Sowjetrussland will die Weltherrschaft um jeden Preis... 

                                UM JEDEN PREIS!

Für mich wog das bleischwer, denn ich wusste um die nächtlichen Verhaftungen, allein in Wolgast, wie die des Bäckermeisters Kolberg u.a. der sich für Meinungsfreiheit öffentlich ausgesprochen hatte. Ich sehe ihn vor mir diesen kolossalen Mann, wie er aus den Ostseewellen herausstieg,

Er kehrte nie wieder zurück.

Getauft als 9-jähriger auf Vaters Wunsch hatte ich keine Ahnung welche Konsequenzen das haben könnte. Außer ein paar wenigen Fetzen wusste ich nicht was "Mormonismus" ist und will. Heute muss ich sagen: "Ich weiß es! Besseres oder Gleichwertiges gab es nur im Christentum solange es verfolgt wurde. 

Sobald "Verkündigung" zum Beruf, zum Brot- und Machterwerb verkam, war es verloren.

Heute weiß ich, dass selbst eine Vielzahl Hochschullehrer in Sachen Religion zu viel glauben und zu wenig wissen - essentielles Wissen. Hier ein Beispiel: Schaut euch an und fragt was bedeutet dieses Bild: Hand aufs Herz wer weiß wer das ist?


                              Mosaik des Christus als Sol Invictus in der vatikanischen Nekropole,

1700 Jahre lang hängt es im Vatikan. Wer wusste, dass es den altrömische Sonnengott Sol Invictus darstellt?

Erst vor kurzem fand ich diese offizielle Erläuterung: 


„Nachnicänische Christen identifizierten Christus als die wahre, spirituelle Erfüllung des Sol Invictus.“ 


Wo kommt er her? Aus Nazareth?


Dann fragte ich "Google Al Mode" und erhielt diese Antwort:


 "Es gibt einen direkten historischen und religiösen

 Bezug zwischen Baal und Sol Invictus. Dieser beruht auf dem

 Phänomen des antiken Synkretismus, bei dem Götter

 verschiedener Kulturen miteinander verschmolzen 

wurden." Imperium Romanum.


 Sol Invictus und Jesus Christus sind zu zusammen der "Dreifaltige", der trinitarische Gott?

Nur 5 Jahre nach Unterzeichnung des Nicänums wird deutlich, dass Konstantin, nicht das Evangelium Christi, sondern vor allem sich selbst liebte. Es wird berichtet, dass seine Kolossalstatue auf der Porphyrsäule „...

 von Heiden und von C h r i s t e n verehrt wurde und l e t z t e r e versuchten, das Bild Konstantins ...mit Opfern gnädig zu stimmen und mit Lampenfesten und Räucherwerk zu ehren. Sie b e t e t e n  ihn 

                                w i e  e i n e n G o t t an 

und leisteten Fürbitten, die vor schrecklichen Dingen Abwehr schaffen sollten... Constantin als ApolloHelios entsprach der Darstellung Christi als Sonnengott...“ Frank Kolb „Herrscherideologie in der Spätantike“



„Soldaten mit Kerzen in der Hand geleiteten die Statue Konstantins, die ihn in der Haltung und im Gewand des Sonnengottes darstellen…" William Seston „Verfall des Römischen Reiches im Westen“

Man kann kaum leugnen, dass „…Er (Konstantin) sich ... Gott gleich stellte …“  Bettina von Engel : „Konstantin und seine Familie in Trier“

Die Nähe des Sol zu Baal ist jedoch unübersehbar: "Ursprünglich vereint Sol Invictus mehr oder weniger die orientalischen Religionen wie den persischen Mithras und den syrischen Baal. Die Wurzel dieses nach Rom exportierten Baal lässt sich zurückverfolgen nach Emesa, mit dem Stadtgott Sol Elagabal. Sol Invictus ist bereits unter Vespasian geläufig. Er stellte ihm zu Ehren schon im Jahre 75 eine Kolossalstatue auf, seit Commodus trägt jeder Kaiser den Titel Invictus." www. Uni- Protokolle

Mir scheint, dass es an der Zeit ist veraltete Geschichtsbilder und Geschichtsbeschönigungen zu korrigieren. 





Samstag, 23. Mai 2026

Glaubensunsinn (1

 

 

Glaubensunsinn

 

Christen meinen seit vielen Jahrhunderten, der Glaube an den Dreieinen Gott sei gut urchristlich. Doch, das Leben selbst korrigiert diese Annahme. Der Trinitarismus entstand und „gedieh“, unter dem Druck, den Cäsaropapisten zugunsten ihrer persönlichen Interessen ausübten.


    


                              Kaiser Konstantin - der bekannteste Caesaropapist



Viele Bischöfe die der Einladung Kaiser Konstantins (275? - 337) folgten, und 325, mit der kaiserlichen Post, nach Nicäa reisten, schraken zurück, als sie erkannten, dass sie in eine Falle gelockt wurden.

Sprecher der Mehrheit der insgesamt 220 Unterschriftsberechtigten, war der Älteste Arius (260-337), ein hochgewachsener Mann mit stets ruhiger Stimme und Gesten. Er sagte: „Jesus ist ein anderer als der „allein wahre Gott“. Athanasius (290? -373) widersprach. Er bemühte sich „erfolgreich“ Wortführer der Minderheit zu werden. Er bauschte gern auf, auch später: „Arianer sind keine Christen... Sie sind die Erfinder von Gotteslästerungen und in Wahrheit die Gottesfeinde, da sie sich, um den Sohn nicht als Bild des Vaters anerkennen zu müssen, vom Vater(-gott) selbst leibliche und irdische Vorstellungen machen...”  Athanasius in der Übersetzung der "Bibliothek der Kirchenväter"

Papst Benedikt XVI.  konterte in seiner 1. Enzyklika Athanasius Standpunkt, gewollt oder ungewollt: Gott, das unendliche Licht, ... besitzt ein menschliches Gesicht.“  23. Januar 2007

Permanent verursachte Athanasius Unruhen, obwohl er Frieden stiften sollte.

Niemand konnte jemals erfassen, was und wer der „Dreieine“ ist

Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Ordinarius für Systematische Theologie Augsburg, sagte „Verlegenheit ist noch das harmloseste, was viele Christen (darunter nicht wenige Theologen) befällt, wenn die Sprache auf die Trinitätslehre kommt. Muss, wer an Jesus Christus glaubt, sich auch das paradoxe „Hexeneinmaleins“ (Goethes) zu Eigen machen, dass Gott einer und drei zugleich ist?“ „Zeitzeichen“, evangel. Kommentare, Aug 2004

Medard Kehl S.J. erinnert sich „In meiner Spessart-Gemeinde (Leidersbach-Ebersbach) …sagte der alte Pfarrer Väth…: „Das Geheimnis des dreifaltigen Gottes ist so groß und so tief, dass es selbst Euer Pfarrer nicht versteht.“  „An den dreieinen Gott glauben“ 5. Juni 2008   

Urchristlich war das ganz anders, denn „die Diskussion um die Trinität begann (erst) im vierten Jahrhundert nach Christus.  Sie ist sehr philosophisch geprägt, da die Lehre von der Trinität in der Bibel nicht explizit vorkommt.“ EKD 2020  

 Fest steht:   “Die Bibel entfaltet keine Trinitätslehre. Es existiert kein Kapitel in der Heiligen Schrift, das dieses anscheinend wichtige Thema aufgreifen würde… Wie konnte es sein, dass keiner der Apostel sich mit diesem dogmatischen Thema befasste?“ Aleksandar Vuksanović, „Entwicklung der Trinitätslehre—"

Konstantin peitschte 325 zu Nicäa das Dogma vom antlitzlosen trinitarischen Gott durch, denn: „Er wollte der Christus sein.“ Prof. Clauss „Kaiser und Gott“ Herrscherkult im römischen Reich

„Alles schien in bester Ordnung, jedoch hatten einige Bischöfe nur ein Lippenbekenntnis abgelegt, da Kaiser Konstantin mit der Verbannung jener Bischöfe gedroht hatte, die das Bekenntnis nicht unterschrieben..." Kath. Quelle "Familia Spiritualis Opus" 2013 









Freitag, 22. Mai 2026

Alle sind vor Gott gleich

 Ich schrieb gerade eben das Vorwort zu meiner neuen Broschüre:


Prolog


Jeder ist der Wahrheit verpflichtet, sonst schlägt sie zurück!
Alle werden dies- oder Jenseits erkennen, dass Gott alle seiner Kinder liebt, das ist Erlösung.
„Gnosis ist an keinerlei Zugehörigkeit zu irgendeiner gesellschaftlichen Gruppe gebunden... , Origenes Peri Archòn II Praefatio 9.5; 9.6 „...gerade dieser antiautoritäre Zug bei Origenes... rief später die autoritäre Reaktion der auf Machtprinzipien Beharrenden hervor, dass schließlich a l l e zur Gnosis gelangen würden, war mit dem kirchlichen Gnaden- und Wahrheitsmonopol nicht vereinbar, wie es seit Augustin beansprucht wurde.“ Franz Schupp „Geschichte der Philosophie im Überblick“ CCH Canadian Limited Bd 2



Das Gewicht liegt auf diesem Satzteil des Origenes – des größten Verkünders der Lehre vom vorirdischen Sein des Menschen -: „alle Geschöpfe“! Gott wird alle Regungen des freien Willens jedes Menschen gerecht vergelten, unabhängig ob sie gläubig sind oder nicht.
Der Kontext erlaubt zu sagen, es liegt allein in unserer Hand. Wir haben Willensfreiheit.
Dankbar stimmen die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit der Quintessenz von Vatikanum II überein: Der Mensch entscheidet „selbst unter den Augen Gottes über sein eigenes Geschick“ Karl Hörmann „Willensfreiheit“

Gerd Skibbe, Melbourne Mai 2026 

Samstag, 2. Mai 2026

Etwas zum Nachdenken

 Ich stöberte nicht vergeblich in meinem Archiv. Hier was ich wiederfand:

Pietro Arnese von der United Church, Columbia attackiert, 2012, die Theologie der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage heftig, sagt aber im selben Atemzug:

„Mormonen sind gute Menschen. Es hat keinen Sinn, die Fakten und Statistiken zu leugnen, die sie für ihren Patriotismus, ihren staatsbürgerlichen Sinn, ihren Fleiß und ihre moralische Güte auszeichnen. Sie unterstützen sich gegenseitig mit einem Hilfsprogramm, das nur selten mit anderen religiösen Gruppen verglichen werden kann. In den Vereinigten Staaten finden wir einige illustre Namen auf dem Gebiet der Politik, Wirtschaft und Sport. Als soziale Gruppe sind die Mormonen außergewöhnlich." Siehe "Enthüllungen" und "Trivialitäten"

Der Schweizer Bibelkreis um Herrn Wepf, warnt, bar jeder Sachkenntnis, seit mindestens zehn Jahren im Internet: „Die Mormonen sind eine der gefährlichsten Irrlehren der Neuzeit … Die Sündhaftigkeit des Menschen und die Rechtfertigung durch Christus werden in einen optimistischen Fortschrittsweg verfälscht. Sie verfälschen den Sinn der biblischen Botschaft, indem sie auch Bibelstellen bewusst ändern.“ Verfasser: bpö/l


Dem widerspricht Prof. Dr. Heikki Räisänen, Helsinki als evangelischer Exeget:

„Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Joseph Smith durchgehend echte Probleme erkannt und sich darüber Gedanken gemacht hat... Wie durch ein Vergrößerungsglas lassen sich (bei Joseph Smith) die Mechanismen studieren, die in aller apologetischer Schriftauslegung am Werke sind; die zahlreichen Parallelen zum heutigen Fundamentalismus aber auch zur raffinierten Apologetik etwa der Kirchenväter sind hochinteressant...“ Räisänen empfiehlt sogar: „„Mit diesen Beispielen aus den Werken Joseph Smiths, sowie aus der neueren Literatur über den Mormonismus hoffe ich hinreichend angedeutet zu haben, dass eine ernsthafte Beschäftigung mit den Werken des Mormonismus eine lohnende Aufgabe nicht nur für den Symboliker und den Religionswissenschaftler ist, sondern auch für den Exegeten und den Systematiker. Der um Fairness bemühte Forscher kann ihnen den Wert als in ihrer Zeit und Umgebung als sinnvolle Neuinterpretation der religiösen Tradition gar nicht so leicht absprechen…“

Siehe "Theologische Literaturzeitschrift" 109. Jahrgang Februar 1984