Ich bin nun alt genug, um aus eigener Erfahrung zu sagen, nur wenige unserer Zeitgenossen haben die eigentlich wichtigsten ihrer persönlichen Glaubenselemente hinreichend hinterfragt. Das gilt für Atheisten eben sowohl wie für "Tiefgläubige" ihrer ererbten Religion oder Weltanschauung.
Indem ich ein verbohrter Nazibengel war, glaubte ich alles, was mir meine Hitlerjungen-Führer sagten. Insbesondere verinnerlichte ich den Satz:
"Dein Leben gehört Adolf Hitler"
Aber als alles in Scherben fiel, schwor ich mir, nur noch zu glauben, was ich zuvor überprüft und nochmals geprüft hatte,
Ich gehörte zu den dämlichsten Schülern, die 1945, aus der 8. Volksschulklasse mit 16 Vieren ins Leben entlassen wurden. Aber so clever war ich allemal, schon im Sommer 1946, in den in Wolgast, meiner Heimatstadt, im Osten Deutschlands in riesigen Schaukästen ausgehängten Zeitungen der "Täglichen Rundschau" zwischen den Propagandazeilen die Wahrheit herauszulesen:
Sowjetrussland will die Weltherrschaft um jeden Preis...
UM JEDEN PREIS!
Für mich wog das bleischwer, denn ich wusste um die nächtlichen Verhaftungen, allein in Wolgast, wie die des Bäckermeisters Kolberg u.a. der sich für Meinungsfreiheit öffentlich ausgesprochen hatte. Ich sehe ihn vor mir diesen kolossalen Mann, wie er aus den Ostseewellen herausstieg,
Er kehrte nie wieder zurück.
Getauft als 9-jähriger auf Vaters Wunsch hatte ich keine Ahnung welche Konsequenzen das haben könnte. Außer ein paar wenigen Fetzen wusste ich nicht was "Mormonismus" ist und will. Heute muss ich sagen: "Ich weiß es! Besseres oder Gleichwertiges gab es nur im Christentum solange es verfolgt wurde.
Sobald "Verkündigung" zum Beruf, zum Brot- und Machterwerb verkam, war es verloren.
Heute weiß ich, dass selbst eine Vielzahl Hochschullehrer in Sachen Religion zu viel glauben und zu wenig wissen - essentielles Wissen. Hier ein Beispiel: Schaut euch an und fragt was bedeutet dieses Bild: Hand aufs Herz wer weiß wer das ist?
Mosaik des Christus als Sol Invictus in der vatikanischen Nekropole,
1700 Jahre lang hängt es im Vatikan. Wer wusste, dass es den altrömische Sonnengott Sol Invictus darstellt?
Erst vor kurzem fand ich diese offizielle Erläuterung:
„Nachnicänische Christen identifizierten Christus als die wahre,
spirituelle Erfüllung des Sol Invictus.“
Wo kommt er her? Aus Nazareth?
Dann fragte ich "Google Al Mode" und erhielt diese Antwort:
"Es gibt einen direkten historischen und religiösen
Bezug zwischen Baal und Sol Invictus. Dieser beruht auf dem
Phänomen des antiken Synkretismus, bei dem Götter
verschiedener Kulturen miteinander verschmolzen
wurden." Imperium Romanum.
Sol Invictus und Jesus Christus sind zu zusammen der "Dreifaltige", der trinitarische Gott?
von Heiden und von C h r i s t e n verehrt wurde und l e t z t e r e versuchten, das Bild Konstantins ...mit Opfern gnädig zu stimmen und mit Lampenfesten und Räucherwerk zu ehren. Sie b e t e t e n ihn
w i e e i n e n G o t t an
und leisteten Fürbitten, die vor schrecklichen Dingen Abwehr schaffen sollten... Constantin als ApolloHelios entsprach der Darstellung Christi als Sonnengott...“ Frank Kolb „Herrscherideologie in der Spätantike“
„Soldaten mit Kerzen in der Hand geleiteten die Statue Konstantins, die ihn in der Haltung und im Gewand des Sonnengottes darstellen…" William Seston „Verfall des Römischen Reiches im Westen“
Man kann kaum leugnen, dass „…Er (Konstantin) sich ... Gott gleich stellte …“ Bettina von Engel : „Konstantin und seine Familie in Trier“
Die Nähe des Sol zu Baal ist jedoch unübersehbar: "Ursprünglich
vereint Sol Invictus mehr oder weniger die orientalischen Religionen wie den
persischen Mithras und den syrischen Baal. Die Wurzel dieses nach Rom
exportierten Baal lässt sich zurückverfolgen nach Emesa, mit dem Stadtgott Sol
Elagabal. Sol Invictus ist bereits unter Vespasian geläufig. Er stellte ihm zu
Ehren schon im Jahre 75 eine Kolossalstatue auf, seit Commodus trägt jeder
Kaiser den Titel Invictus." www. Uni-
Protokolle
Mir scheint, dass es an der Zeit ist veraltete Geschichtsbilder und Geschichtsbeschönigungen zu korrigieren.
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