Mittwoch, 3. Dezember 2025

"Eure Heiligkeit, Sie irren!"

 Ich las und hörte soeben per YouTube:

"POPE Leo XIV warns against the resurgence of old heresies: ‘There is a new Arianism”
Zu deutsch:
"Papst Leo XIV. warnt vor dem Wiederaufleben alter Häresien: „Es gibt einen neuen Arianismus.“
Das verkündete der neue Papst vor knapp einer Woche.
Päpste, katholische Chronisten und Geistliche trinitarischer Richtung versuchten seit dem Konzil zu Nicäa , 325, den Arianismus, den Glauben, das Christus ein anderer ist als sein Vater, mit allen Mitteln, inclusive Mord und Totschlag, auszurotten. Das ist leider wahr, und es wird und kann nicht aus der Geschichte gestrichen werden.
Ich forschte auch zu diesem Thema mehr als 30 Jahre und bin immer noch entsetzt festzustellen, dass der nicänische Trinitarismus gewaltsam aus eindeutig p o l i t i s c h e n Gründen zum "siegreichen" Bekenntnis durchgeprügelt wurde.
Sir Isaak Newton, der größte Denker und Wissenschaftler nicht nur seines Jahrhunderts urteilte: "Trinitarismus ist‚ eine falsche, infernalische Religion" (unter diesem Titel sind Details dazu im Internet und meinem Namen zu finden)
Lieber, gutmeinender Papst, ich schätze vieles, was sie sagen, aber eben nicht alles. Auch Sie können gewisse Wahrheiten nicht entwaffnen!
Zahllose Katholiken schütteln längst die Köpfe, wenn sie nicht länger akzeptieren können, was sie sollen.
Ich erinnere daran: "Umfragen aus dem Jahre 2024 ergaben, dass 67 Prozent aller heutigen Katholiken arianisch eingestellt sind."
Siehe Katholisches Medienzentrum, 04.04.2025
Das sagte Joseph Smith voraus:
"Die Wahrheit wird sich machtvoll Bahn brechen."
Kein Wunder, knapp 2 Millionen Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, verkünden seit 1830. "Joseph Smith sah in einer heiligen Vision 2 Personen..." Zwei Götter, wie sie der gesteinigte Siebziger Stephanus sah: "Ich sehe den Himmel offen, und den Menschsohn (Christus) zur Rechten des Vaters stehen." Apg.7
Es berührt peinlich bis ins Jetzt zu hören: Arius hätte die Gottheit Christi verneint. Wörtlich: „Arius leugnete die Gottheit Jesus Christus.
Siehe kathPedia 2019
Das ist nicht wahr!
Arius (260-337), das wissen wir von Wulfila (311-383), dem "Missionspräsidenten" des Gebietes nördlich der Donau. Er lehrte die Gottheit Christi unmissverständlich: Zehntausende Ostgoten wurden von seinen Missionaren auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes durch Untertauchung Mitglied der Kirche der Heiligen der Letzte Tage.
(So nannte sich die Kirche lt Tertullian. Siehe Friedrich Loofs, Dogmengeschichte, Halle Saale-Verlag 1950)
Hier ist das Bekenntnis der Arianer:
„Jesus ist der „filius unigenitus, Dominus et noster“... wir glauben an Gott den Vater und an seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn und G o t t, Werkmeister und Bildner der gesamten Kreatur, der seinesgleichen nicht hat.“  Siehe Gert Haendler „Die Rolle des Papsttums in der Kirchengeschichte bis 1200“
Das ist es, was der sogenannte "Mormonismus" lehrt. Allerdings gilt, dass Sohn Jesus Christus dem Vater nachgeordnet ist. Mindestens alle Tempelinsider unserer Kirche wissen es. Und genau das vertiefte die Kirchenspaltung... Aber niemand kann leugnen, dass dies urkirchliche Lehre war:
„Kein Theologe vor der Entstehung des Arianischen Streits - weder in der Ost- noch in der Westkirche - betrachtete den Sohn nicht irgendwie als dem Vater untergeordnet.“ Siehe R. P. C. Hanson „The Search for the Christian Doctrine of God
LDS painting:

Montag, 1. Dezember 2025

Wer und was jemand ist, erkennst du an seinen Bekenntnissen

 Ich sage es unumwunden, beginnend mit meinem 16. Lebensjahr gingen mir, dank der Feinde unserer Kirche, die Augen auf. Das war besonders der Fall, als ich meines Vaters Geheimbox öffnete - (er selbst befand sich bereits in französischer Gefangenschaft. Als ich darin Pro- und Anti"mormonen"- Literatur in Fülle fand, wuchs mein schwaches Zeugnis von der Echtheit der Lehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu einem kräftigen. 

Bei G. A. Zimmer "Unter den Mormonen in Utah" 1907 und im Werk seines Berufskollegen Pfarrer Rößle "Aus der Welt des Mormonentums"1930, fand ich, auf der Basis der von mir durchschauten Lügen, Ursache, tiefer zu bohren. Das hielt mein Leben lang an.

Mir tun alle Protestanten weltweit leid: Ich weiß wovon ich rede: Unter einer Hälfte ihrer "Bekenntnisse" sind OK, der Rest besteht aus Dummheiten. Ich erinnere nur daran, dass u.a. die uns von Gott unserem Vater gewährten Rechte auf Entscheidungsfreiheit glatt bestritten werden.
Verwegen wie immer behauptet der große Luther: „...die Vernunft selbst (ist) gezwungen zuzugeben, ... dass es einen freien Willen weder im Menschen noch im Engel, noch in sonst einer Kreatur geben kann.” Siehe M. Luther „Vom unfreien Willen“
Bis heute lehrt die evangelische Kirche: „Gottes Allmacht und sein Vorherwissen schließt menschliche Willensfreiheit aus.“ Online Dogmatik evangelischer Glaube
Außerdem benötigt „online-Dogmatik evangelischer Glaube“, mehr als eintausend Worte um unglaubwürdig zu sagen, was unter „Seele“ zu verstehen sei: „Es gibt keine „unsterbliche“ Seele! Der Mensch, wenn er stirbt, sei „ganz und gar tot“.
Woher wissen die Verfasser das? Für die Ganz-tot-Idee spricht nicht der geringste Beweis.
Besonders töricht sind Johannes Calvins Behauptungen: „... die Menschen werden nicht alle mit der gleichen Bestimmung erschaffen, sondern den einen wird das ewige Leben, den anderen die ewige Verdammnis vorher zugeordnet.“ Siehe Institutio Christianae Religionis 3.21.
„Non agunt, sed aguntur“ – "Sie (die Menschen) handeln nicht, sie werden gehandelt.“ Siehe Bernhard: „Calvin und die Wirkungen“
Calvin (1509-1564) gelobte geradezu, es sei irrig zu glauben,
„dass die Gnade Gottes in irgendeiner Weise von der Würdigkeit
des Menschen abhängt, dass der Mensch durch seinen
Glaubens– und Lebensvollzug die souveräne Verfügung Gottes
auch nur im Geringsten beeinflussen kann.“
Siehe Ringvorlesung der Theologischen Fakultät der Universität Basel, Frühlingssemester 2009
Sklavenhalter handelten mit Menschen und händelten sie!
Oder: Calvinismus bedeutet, du hast zu glauben, dass Gott
vollkommen frei ist, einen jeden Menschen zum Heil (oder
Unheil) vorherzubestimmen, ungeachtet dessen…, ob er
glaubt oder nicht. Und diejenigen, die zum Heil
vorherbestimmt sind, können nicht abtrünnig werden oder
ihres ewigen Lohnes verlustig gehen.“ Siehe Kingdon, Robert M.: "Der internationale Calvinismus und der Dreißigjährige Krieg"
Wenn jemand zu Wohlstand kommt, sei das laut Calvin, ein Hinweis, diese Person käme in den Himmel, und der kleine Bauer dem die Ernten nicht genug zu essen geben, wird wohl der Verdammnis gewiss sein.
Danke großer, guter Gott, dass du uns Joseph Smith gegeben hast.
.

Joseph 39-jährig von bösartigen Evangelikalen 1844 ermordet

Freitag, 28. November 2025

Das Buch Mormon lehrt Rechtschaffenheit

Rechtschaffenheit als Christenpflicht müsste in allen Glaubensdarlegungen sämtlicher Kirchen obenan stehen. Das ist leider nicht der Fall. 

Dietrich Bonhoeffer der bedeutende, evangelische Christ und Theologe, den Hitler 1944 ermorden ließ, weil er sich, 

                                - aber nicht seine Kirche - 

für den Schutz der Juden aussprach... Er hatte dieses Bibelwort zu seinem Lebensmotto gewählt: 

„Öffne deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen. Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaffe dem Bedürftigen und Armen Recht.“ Sprichwörter 31: 8-9

Recht, wo es fehlt, muss geschaffen werden. Die von der kath. und der evangelischen Kirche Deutschland verfasste "Gemeinsame Erklärung von 1999" umfasst 3 000 Worte, der Terminus „Rechtfertigung“ kommt 145-mal vor.
Der Begriff „Rechtschaffenheit“, wird nicht einmal erwähnt.
Dort heißt es: „Rechtfertigung ist Vergebung der Sünden“. Bis zum Überdruss wird wiederholt: Rechtfertigung erfolge, wenn man an Christus glaubt!
Wirklich?
Das ist zu wenig, gemessen an unserem Humanvermögen,

Rechtschaffenheit bedeutet die Verteidigung der Ansprüche selbst des geringsten Menschen, auf individuelle Entscheidungsfreiheit durchzusetzen und zu verteidigen,

Der sogenannte Mormonismus" verlangt von jedem die Rechte des Anderen zu stärken, Dieser Aspekt gehört zu den wichtigsten Basislehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Angesichts des nicht enden wollenden Krieges in der Ukraine, sowie der chinesischen Drohungen Taiwans Freiheitsanspruch zu brechen, verfasste ich heute diesen Kommentar für "Welt". Egal ob er veröffentlicht wird oder nicht. Ich musste es sagen, heute am 28. November 2025

"Welt" erwiderte: Vielen Dank für Ihren Kommentar. Dieser wird nach Prüfung allen angezeigt. | Eingereicht gerade eben

"Das Naturrecht ist eine nie zu vernachlässigende, aber leider nicht konstante Größe. Im Alltag empören wir uns, als neutrale Betrachter, wenn wir sehen, dass ein kräftiger Bengel einen Schwachen zusammenschlägt. Eigentlich müsste ausnahmslos jeder besorgt, wenn nicht erschüttert und empört sein, dass Russland, um seine höchst eigenen Interessen durchzusetzen, weite Teile der Ukraine und Menschenglück zerstört. Aber da - in der Bewertung der Dinge wie sie sind - spielen uralte Vorlieben hinein. Man sagt so leichthin: alte Liebe rostet nicht, aber so ist es. Damit bezieht man, zum Nachteil des Opfers, eine nicht mehr neutrale Position. Leute, die jemals der kommunistischen Idee ihre Treue versprachen, wie Sarah Wagenknecht -  können nicht wirklich Russlandkritisch denken und fühlen. Für Mitmenschen dieser Art, war aktuelles Kremlwort immer heilig. Deshalb geht es bei denen kaum oder all zu wenig um Recht oder Unrecht, sondern um die Befriedigung der Bedürfnisse eines über Jahrzehnte gewachsenen Innenlebens, das gegen ein durchaus überall vorhandenes Rechtsempfinden streitet. Demokraten dagegen sind Leute, die erst ihr Gewissen befragen, ehe sie ihr Urteil festigen, um dann vehement das Jedermannsrecht auf Entscheidungsfreiheit zu verteidigen. Etwas wunderbar Großes, das Diktatoren wie Präsident Putin, der Mehrheit der Ukrainer stehlen will. Nur ein Wunder kann das noch verhüten, gebe das Schicksal, dass es geschieht." 


Frieden kann man nicht erzwingen; Der Prophet Jesaja sagte es: 
"Der Friede ist die Frucht der Gerechtigkeit."
Kanonen schaffen keine Gerechtigkeit

Niemals wird Christus Gewaltanwendung billigen - außer zur Bewahrung der Persönlichkeitsrechte Bedrohter. 
Feldherr Moronis Freiheitskampf ist bedeutender Teil des Buches Mormon: Seinem Todfeind Zerahemnach sagt er: 

"Siehe, Zerahemnach, wir haben nicht den Wunsch, Männer des Blutvergießens zu sein. Ihr wisst, dass ihr in unseren Händen seid, doch wir haben nicht den Wunsch, euch zu töten.

Siehe, wir sind nicht hergekommen, um gegen euch zu kämpfen, dass wir um der Macht willen euer Blut vergießen; wir haben auch nicht den Wunsch, irgendjemand unter das Joch der Knechtschaft zu bringen. Aber genau das ist der Grund, warum ihr gegen uns gezogen seid; ja, und ihr seid zornig auf uns wegen unserer Religion .... wir werden nicht nach eurem Blut trachten, sondern wir werden euer Leben schonen, wenn ihr eures Weges geht und nicht mehr zum Krieg gegen uns zieht. Alma 44: 1-2, und 6 teilweise.







Mittwoch, 26. November 2025

Die Verbrennung eines Heiligen

 

Ich erinnere an den 27. Oktober 1553.


Die Schweizer Calvinisten verbrannten den Arzt und Mathematiker Michael Servet, weil der gut urchristlich d.h. arianisch und „mormonisch“ glaubte und  sagte: Gott hat ein menschliches Gesicht. Sie haben grünes Holz ausgesucht, um ihn möglichst lange zu quälen, und der sonst hoch angesehene Philip Melanchthon, ein enger Freund Martin Luthers, gratulierte den Mördern schriftlich zu diesem Verbrechen. Doch 2007 erklärte Papst Benedikt XVI. in seiner ersten Enzyklika: 

                               „Gott hat ein menschliches Gesicht.“ Was nun?

Dieses Bekenntnis hat sich noch nicht herumgesprochen. Denn die „Antimormonenhetze“ geht unvermindert weiter: „Mormonen – die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – sind keine Christen (sie glauben wie Michael Servet, dass Gott ein menschliches Gesicht hat) sie verweigern, wie Servet, das trinitarische Bekenntnis. Hunderte ranghohe Christen schwören dasselbe:

Pressesprecher Thomas Schneider von der Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen setzte den Höhepunkt: „Diese Sekte … lehnt die Trinität… ab…. Christen sollten sich in der Öffentlichkeit deutlich von der auch in Deutschland missionierenden Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und ihren Vertretern distanzieren.“ Sektierer als Gastredner bei Willow[1]Creek“, 2016 

Dr. Kai Funkschmidt von der Evangelischen Zentralstell für Weltanschauungsfragen Berlin gießt sogar noch Wasser auf die Mühlen jener trinitarischen Eiferer, die tatsächlich über einen sehr schmalen Horizont im Bereich Dogmengeschichte verfügen: „Wer die eigene Christologie ernst nimmt, muss feststellen: Gotteslehre und Christologie der HLT (der Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ) sind nicht christlich.“ Lexikon der evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin, 

Die „Styler Missionare“ bekräftigen: „Mormonen“ „(lehnen) die Lehre von der Dreifaltigkeit strikt ab. Allein diese Tatsache abgesehen von den bisweilen mehr als seltsamen Offenbarungsinhalten, machen deutlich, dass wir es hier nicht mit einer christlichen Konfession zu tun haben.“ 01.04.2012 Pater Hans Peters SVD 

Das kommt alles aus dem ersten Drittel des 4. Jahrhunderts. Athanasius (290?-373) der Miterfinder des „dreiköpfigen Ungeheuers“, wie Michael Servet den „Dreieinen“, , trinitarischen Gott, nannte, fluchte lautstark:  Arianer (die glauben Jesus sei ein anderer als sein Vater, und Jesus habe ein menschliches Gesicht) sind keine Christen... Sie sind die Erfinder von Gotteslästerungen und in Wahrheit die Gottesfeinde, …“ Maßgebliche Werke des Hl. Athanasius in der Übersetzung der "Bibliothek der Kirchenväter" (auch in RTF-Format) Aus der 1. Rede


  Michael Servet


 Der allgemein abgelehnte Versuch den „Dreieinen“ darzustellen.


  Ein anderer Versuch

Donnerstag, 20. November 2025

Spreu oder Weizen? (1)

 

"Die Wahrheit wird euch freimachen" Jesus Christus

Heiratsschwindler gab es immer, sie schadeten Einzelnen, aber politische Machtidioten und fromme, christliche Fälscher riskierten es, die ganze Welt zu betrügen.

 Die pseudoisidorischen Dekretalen sind ein berüchtigtes Beispiel für eine umfangreiche Sammlung mittelalterlicher Fälschungen, die das Papsttum stärken sollte. Schlimm genug. Schlimmer bis heute ist, wenn die „Deutsche Enzyklopädie“ schreibt: „Das Dreikaiseredikt „Cunctos populos“ wurde am 28. Februar 380 in Thessaloniki von den römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II. verabschiedet. Es beendete die nominelle Religionsfreiheit des 4. Jahrhunderts und gilt als ein wesentlicher Schritt, um das Christentum zur Staatsreligion zu machen."

Hier geht es um das Jubiläumsjahr 2025 - 1700 Jahre - nicänisches Credo, nicänisches Chaos. Jahrhunderte hindurch sprachen und sprechen Gläubige christlicher Gesinnung diesen nicänischen Widersinn: „wir (sind) gezwungen, in christlicher Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und als Herrn zu bekennen,“… aber der katholische Glaube verbietet das! Alles in einem Atemzug. „Wehe denen“, - sagen christliche Theologen der Großkirchen – „die der christlichen Wahrheit den Vorrang vor dem katholischen Glauben geben, sie sind keine Christen.“ Bischof Ambrosius von Mailand (337 – 397), ist zwar nicht der Erste unter den Verächtern der Glaubensfreiheit, doch er gehört zu den bedeutendsten, dieser Kategorie: und eben diese Tatsache wird immer noch verschleiert, beispielsweise mit der erwähnten Aussage, „die römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II.“ hätten, 380, das Gesetz zum Glaubenszwang verabschiedet. Nein! Das ist eine von wohlmeinenden aber unehrlichen Kirchenhistorikern verbreitete Lüge. Gratian Kaiser Gratian, 359 geboren, Herrscher des Westteils des Imperiums war ein Arianer.  378 erklärte er mit dem Edikt von Sirmium Glaubensfreiheit zum Staatsgesetz. Knapp 2 Jahre später soll er das Gegenteil zur Sirmium- Erklärung unterschrieben und verkündet haben? Und Valentinian II.? Der von Bischof Ambrosius von Mailand gegängelte 9-jährige Kaiser soll seiner straff arianisch glaubenden Mutter Justina mit dem sogenannten „Dreikaiseredikt“ den Dolch in den Rücken gestoßen haben? Dieses Edikt richtete sich zwar gegen alle Religionen im damaligen römischen Imperium, insbesondere jedoch gegen die Bekenner „der christlichen Wahrheit“, dass Jesus ein anderer ist als sein himmlischer Vater. Es gibt keinen anderen Schluss: Ambrosius selbst oder einer aus seinem Anhang hat die Unterschrift Valentinians II. erzwungen oder fälschen lassen: Denn „als der jugendliche Kaiser Valentinian II. (der angebliche Mitverfasser von Cunctos populos) für seine Arianer die außerhalb der Stadtgrenze gelegene basilica Porciana extra murana forderte, wurde ihm dies von Ambrosius verweigert.“ Peter Grossmann „Ägyptische Architektur“ zitiert Seeck

Um sich definitiv von Cunctos populos abzugrenzen erließ „Va­len­ti­ni­an am 23.1.386 in Mai­land sein Edikt zu­guns­ten der Aria­ner.“ Portal Rheinische Geschichte.

Justina war verärgert, weil (Ambrosius (drei Jahre nach dem Tod ihres Gatten) um 379 ihre Bemühungen vereitelt (hatte) ...einen Arianer auf den (Bischofs-)Stuhl zu Sirmium zu befördern“ F-L. zu Stolberg-Stolberg „Geschichte d. Religion Jesu Christi“



Namhafte Historiker fassen zusammen: „Orthodoxe Bischöfe kämpften mittels Staatsmacht gegen ihre häretischen Mitchristen... (Arianer u.a. urchristliche Splittergruppen, G.Sk). Die Vorgaben kamen von den orthodoxen Bischöfen. Häretischen Christen wurde verboten, Gottesdienste abzuhalten, Kirche und Versammlungsorte wurden von der Polizei beschlagnahmt, ihre Schriften verbrannt. Ihnen wurde die Rechtsfähigkeit genommen. Sie durften keine Verträge und Erbverfügungen abschließen. Mehrere Gesetze drohten ihnen Konfiskation ihrer Güter an, Ausweisung aus einer Stadt, Verbannung. Wer durch Bischöfe exkommuniziert wurde, wurde vom Staat mit dem Bannfluch belegt." Anton Grabner, Johann Maier "Kulturgeschichte des frühen Christentums“ Vandenhoek & Ruprecht So wirkte sich Nicäa aus.

 

Dienstag, 4. November 2025

Präexistenz - wichtigste "Mormonenlehre"

 Heute Morgen lasen wir diese Passage im 1. Buch Nephi, Kapitel 11

"Und es begab sich: Ich sah die Himmel offen, und ein Engel kam herab und trat vor mich hin; und er sprach zu mir: Nephi, was siehst du?
15 Und ich sprach zu ihm: Eine Jungfrau, überaus schön und anmutig, mehr als alle anderen Jungfrauen.
16 Und er sprach zu mir: Kennst du die Herablassung Gottes?
17 Und ich sprach zu ihm: Ich weiß, dass er seine Kinder liebt; aber die Bedeutung von allem weiß ich nicht.
18 Und er sprach zu mir: Siehe, die Jungfrau, die du siehst, ist die Mutter des Sohnes Gottes nach der Weise des Fleisches.
19 Und es begab sich: Ich sah, dass sie im Geist entrückt wurde, und nachdem sie eine Zeit lang im Geist entrückt gewesen war, sprach der Engel zu mir, nämlich: Schau!
20 Und ich schaute und sah wieder die Jungfrau, und sie trug auf den Armen ein Kind.
Siehe Raffaels berühmtes Gemälde, die "Sixtinische Madonna". Betrachte den weißen Hintergrund: Es gibt zahllose Gemälde, die ähnlich sind, aber nur dieses eine, selbst unter den weltberühmten, zeigt, wie wir, aus unserem vorirdischen Dasein zuschauen. Etwa 200 Jahre vor Raffaels Inspiration, sah insbesondere Nephi wie Maria, unseren Erretter aus der Geisterwelt - oder gar dem Himmel - zu unserem Wohl durch den Vorhang in die Welt der Sterblichkeit trägt



Raffael Santi 1515


21 Und der Engel sprach zu mir: Sieh das Lamm Gottes, ja, selbst den Sohn des ewigen Vaters! Kennst du die Bedeutung des Baumes, den dein Vater gesehen hat?
22 Und ich antwortete ihm, nämlich: Ja, das ist die Liebe Gottes, die sich überall den Menschenkindern ins Herz ergießt; darum ist sie das Begehrenswerteste von allem."
Stört euch nicht an den Putten und an der Darstellung des Papstes Julius II. der das Werk in Auftrag ab. Julius selbst hatte nicht das Geringste von alledem verstanden, er war ein Mann des Geldes und des Schwertes.
Das mindert keineswegs die großartige Bedeutung des Gemäldes.

Freitag, 31. Oktober 2025

Ach, Andreas...

 Ach Andreas, …

Unter “saint apollinaire apse mosaic sant'apollinare nuovo mosaics”, bei Google Images, findest du in der 2. Reihe in der Mitte beide Bilder, die ich hier nicht kommentiere. Da ist viel mehr zu entdecken. Man schaue sich die Details, sozusagen mit der Lupe an.



Das
haben die Athanasianer, die Verteidiger des „Dreifaltigen Gottes“ kontra Urchristentum kaputt gemacht. Obenan Justinian. Nur die Mosaike zu Ravenna blieben übrig. Ingrid und ich reisten sofort nach Italien, als wir das entdeckten, um uns zu überzeugen!!
Ja, über dem Amtierenden am Altar steht „Melchizedek“ geschrieben. Nicht hier, im kommenden Artikel gehe ich auf den Vernichtungskrieg gegen jene Ostgoten ein, und auf das elende WARUM. Und wie das alles korrespondiert, mit dem ägyptischen Totenbuch und Paulus...