Freitag, 27. Februar 2026

Glaubenssätze der Mormonen in der Kritik (2)

 

 

Sehr geehrte Mitarbeiter von Evangelium21


dies ist Teil 2 von acht. Ich fand es gut, dass Sie offen diskutieren, die Notwenigkeit zu erwidern hält mich jung.


Ihr schreibt unter

1. Abfall und Wiederherstellung…, die Bibel erlaubt keinen vollkommenen  ? Abfall der Kirche (z. B. Mt 16,18; …)

Beinahe korrekt!

Die Bibel erlaubt grundsätzlich keinen Abfall, weder den teilweisen noch den Großen, weder den des einzelnen Mitgliedes noch den der Kirche oder deren Obere.

Das musste auch der Verwalter des israelischen Tempels, Eli, vor 3000 Jahren, bitter erfahren. Der Knabe Samuel musste den alten Herrn des Tempels, Eli, als Sprecher des Gottes Israels ersetzen, weil er abgefallen war, nicht dass er falsche Dogmen lehrte, sondern weil er seine Söhne nicht ermahnte:

„Ich (der große ICH BIN, der präexistente Christus) habe ihm (Eli) angekündigt, dass ich über sein Haus für immer das Urteil gesprochen habe wegen seiner Schuld; denn er wusste, wie seine Söhne Gott lästern, und gebot ihnen nicht Einhalt.

Darum habe ich dem Haus Eli geschworen: Die Schuld des Hauses Eli kann durch Opfer und durch Gaben in Ewigkeit nicht gesühnt werden.“ 1. Samuel 3: 13

Die „Gotteslästerer“ hielten Beischlaf mit den Tempeldienerinnen.

Der große „ICH BIN“ ist „gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Hebr. 13: 8

 Wer aber den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm. EÜ Röm. 8:9

Christus definierte eindeutig: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“

„Ein guter Baum bringt gute Früchte und ein kranker Baum schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen und ein kranker Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und verbrannt. Ebenso werdet ihr diese falschen Propheten an ihren Taten erkennen.“ Mt. 7: 17

„Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan…“ Mt. 25: 40

Unser aller Herr setzte ein für alle Mal das Grundprinzip fest: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Joh. 14. 21

Kirche Christi gedeiht nicht ohne Offenbarung, das wird deutlich in der Geschichte aller Kirchen. Der Abfall wurde offensichtlich, als der Mainstream - der Hauptkörper - der damaligen Kirche, angeführt von Athanasius (300-373) die Traditionschristen verfolgte. Es ist grauenvoll was da geschah.

Hören wir nur kurz hinein was dieser bis heute gefeierte Giftzwerg sich herausnahm:

Ich schicke aber voraus, dass moderne Forschung Athanasius zum Häretiker erklärt. Beispielsweise dieses Urteil: „Thomas Hägg, ein Historiker des 21. Jahrhunderts kommt zum selben Schluss, wie die arianisch orientierte Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - indirekt - vor zweihundert Jahren: "…der Erzketzer Arius ist Traditionalist. Er steht fest auf dem Boden der kirchlichen Lehrtradition." "Kirchen und Ketzer" 2004, mit Unterstützung des norwegischen Forschungsbeirates für Klassische Philologie und Religionswissenschaft, Uni Bergen

Nun Athanasius: Die Flut war verheerend.  Adolf von Harnack urteilte: "fortan erfüllte die Sprache des Hasses die Kirchen.“

Wäre das was gemeinhin das nicänische Bekenntnis genannt wird im biblischen Sinn wahr gewesen, dann hätte es, gemäß dem Gesetz von Ursache und Wirkung, Liebe erzeugt, denn „auf die Erkenntnis der Wahrheit müssen immer die Taten der Liebe folgen“ Hippolyt von Rom (170-235)

Stattdessen erzeugte es unmittelbar nach ihrer Inkraftsetzung das Gegenteil. Athanasius der eifrigste Konstantinianer sprühte Gift und Galle gegen diejenigen die glauben, dass Gott Jesus Christus ein anderer ist als sein Vater, ihm jedoch untergeordnet. Er schreibt:

„Ich glaubte, die Heuchler des arianischen Wahnsinns würden sich auf das, was ich bisher zu ihrer Widerlegung und zum Erweis der Wahrheit vorgebracht habe, zufrieden geben und nunmehr sich ruhig verhalten ... sie aber geben in unbegreiflicher Weise auch jetzt noch nicht nach, sondern wie Schweine und Hunde in ihrem eigenen Auswurf und Kot sich wälzen, so erfinden sie vielmehr für ihre Gottlosigkeit neue Wege...  Arianer sind keine Christen... Sie sind die Erfinder von Gotteslästerungen und in Wahrheit die Gottesfeinde ...Wenn aber Gott nicht wie ein Mensch (aussieht), er ist es nämlich nicht, so darf man auf ihn keine menschlichen Eigentümlichkeiten übertragen... die diese Häresie schufen... erachtete ich, Athanasius, es daher... für nötig, den geschlossenen Panzer dieser hässlichen Irrlehre zu öffnen.“ Maßgebliche Werke des Hl. Athanasius in der Übersetzung der "Bibliothek der Kirchenväter" (auch in RTF-Format) Aus der 1. Rede

Die Flut war verheerend.  Adolf von Harnack urteilt: fortan „erfüllte die Sprache des Hasses die Kirchen.“ Wäre das, was gemeinhin das nicänische Bekenntnis genannt wird im biblischen Sinn wahr gewesen, dann hätte es, gemäß dem Gesetz von Ursache und Wirkung, Liebe erzeugt, denn „auf die Erkenntnis der Wahrheit müssen immer die Taten der Liebe folgen“ Hippolyt von Rom (170-235)

 Selbst wenn dieser Obertrinitarier sachlich im Recht gewesen wäre, stand ihm, gegenüber Arius, einem Mann der vierzig Jahre älter war als er, dieser Ton nicht zu. Es hätte immer noch das Grundgesetz der Kirche Gültigkeit gehabt: „So jemand spricht ich liebe Gott, und hasst doch seinen Bruder der ist ein Lügner!“  1. Johannes 4: 20 

Urteilt selbst: Seit vielen Jahrhunderten beten die Christen der ökumenischen Bewegung (ÖRK) und das sind mehr als 352 unterschiedliche Kirchen, gemeinsam das Athanasianum und dort heißt es:

„…wir sind gezwungen, in christlicher Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und als Herrn zu bekennen!“ 19. Zeile.

Das ist „Mormonismus.

Zusammengefasst: Nur zu glauben und so auf Rechtfertigung durch Gnade zu hoffen ist zu wenig, das betont Jakobus kontra Pauli „sola gratia“. (Natürlich wären wir allesamt für immer verloren, wenn Christi Gnade nicht wäre. Das bestreitet kein Vernünftiger. )

 Gemessen an unserem Humanvermögen, haben wir mit unseren Talenten zu „wuchern“.   

Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;  weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh her, hier hast du das Deine. Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Du hättest mein Geld auf die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. 30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.Mat. 25: 24-29

Wenn wir nicht Friedensstifter sind, nicht Salz der Erde, nicht Träger des Lichtes sind, und keine guten Früchte tragen, werden wir laut Paulus ernten, was wir säten.  Rechtschaffenheit kann durch nichts ersetzt werden. Rechtschaffenheit bedeutet die Verteidigung der Ansprüche selbst des geringsten Menschen auf individuelle Entscheidungsfreiheit, die jedoch immer und immer wieder von kirchlichen und weltlichen Diktatoren angetastet und vernichtet wurden.

Der sogenannte Mormonismus" verlangt von jedem die Rechte des anderen zu stärken. Dieser Aspekt gehört zu den wichtigsten Basislehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Dietrich Bonhoeffer der bedeutende, evangelische Christ und Theologe, den Hitler 1944 ermorden ließ, weil er sich selbst - aber nicht seine Kirche - für den Schutz der Juden aussprach... Sein Lebensmotto lautete nicht: „Ich werde allein aus Gnade erlöst“, sondern. Ich muss handeln, wie Gott gebot: 

„Öffne deinen Mund für die Stummen, für das Recht aller Schwachen. Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaffe dem Bedürftigen und Armen Recht.“ Sprichwörter 31: 8-9

Das ist was Christus von uns erwartet. Das ist es, was meine Kirche oben an stellt. Das Buch Mormon sagt es unentwegt: mindestens 68-mal verlangt es „handle in Rechtschaffenheit“

Recht, wo es fehlt, muss geschaffen werden. Die von der kath. und der evangelischen Kirche Deutschland verfasste "Gemeinsame Erklärung von 1999" umfasst 3 000 Worte, der Terminus „Rechtfertigung“ kommt 145-mal vor.

Der Begriff „Rechtschaffenheit“, wird nicht einmal erwähnt.

Dort heißt es: „Rechtfertigung ist Vergebung der Sünden“. Bis zum Überdruss wird wiederholt: Rechtfertigung erfolge, wenn man an Christus glaubt!

Wirklich?

Werfen wir einen Blick zurück auf den Beginn des kirchlicherseits geförderten, massiven Juden- und dann des Hellenen-hasses in Reihen der Jesusverehrer. Das 4. Jahrhundert war die Zeit als mächtige „Christen“ auf alle die im römischen Reich nicht nicänisch glaubten Zwang - Glaubenszwang - ausübten Das von Bischof Ambrosius von Mailand initiierte, zumindest aber von ihm gebilligte Staatsgesetz „Cunctos populos“ galt ab Februar 380. Es verbot alle Religionen im römischen Imperium, außer den Glauben an den Trinitarismus.

„Kaiserberaters“ Ambrosius von Mailand, ließ umgehend nach dem Erlass von Cunctos populos: „alle Tempel seines Gebiets zerstören ließ ...Im gesamten östlichen Imperium wurden Tempel und Bibliotheken geplündert oder niedergebrannt. Danach stellte Theodosius auch einfache Besuche der hellenischen Tempel unter Strafe. In Konstantinopel wird der Tempel der Aphrodite in ein Bordell und die Tempel des Helios und der Artemis in Ställe umgewandelt...“ Vlassis G. Rassias, “Christian Persecution against the Hellenes“   

 Dass dieser Mann – Bischof Ambrosius von Mailand - gegen die vor den Hunnen südwärts flüchtenden Goten hetzte, ist nicht zu leugnen. Die heimatlosen waren zu großen Teilen getaufte Christen arianischer Richtung. Vergeblich baten sie um Erbarmen, Schutz und Aufnahme ins römische Imperium.

Kaiser Gratian (359-383) ließ sich, gelegentlich biegsam wie ein junger Weidenspross, gegen seine innere Überzeugung herbei, im Sinne seines Beraters Ambrosius zu handeln. Jedenfalls heißt es offiziell: Fortan „wies er die Arianer ab und folgte Ambrosius.“ Ambrosius hatte dabei als entscheidende Autorität die Bibel aufgerufen„Der Kaiser soll, gerüstet mit dem Schwert des Glaubens, dem Sieg entgegen ziehen... Der Krieg gegen die Goten und der Sieg über sie seien von Hesekiel geweissagt worden. Die Goten sind Gog, von denen der Prophet (Hesekiel) schreibt, dass er mit Gottes Hilfe vernichtet werde. Es ist nicht zweifelhaft, dass die ‚catholici’, welche die Strafe für den Unglauben anderer ertragen haben, bei Gratian Hilfe für den rechten Glauben finden. Der Glaube an Gott und die Treue zum imperium Romanum können nicht voneinander geschieden werden... (die Goten) die ‚Häretiker’ sind die ‚Anti-Christi’….“ Gunter Gottlieb „Ambrosius von Mailand und Kaiser Gratian“

Das war die Sprache des Epiphanius. Schlimmer, das wurde die Sprache der Nationalsozialisten und der Stalinkommunisten. Die Nicäner und die in ihrem Interesse kämpfenden Legionen sollten die Siegeszeichen (Konstantins?) aufrichten! Gratian hätte in seiner ursprünglich toleranten Gesinnung festbleiben sollen. Das wäre für das kriegsmüde Volk dies- und jenseits der römischen Grenzen der bessere Weg gewesen. Denn der Staat hat sich (erst recht nach Jesu Worten: „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist“) aus innerkirchlichen Angelegenheiten herauszuhalten, wie die Kirche aus den machtpolitischen Anliegen des Staates. Sonst handeln auch die Menschen, die in seiner Nachfolge stehen, eher aus Klugheit und Berechnung, und nicht aus innerer Überzeugung. Erst die konsequente, aktive Umsetzung dessen, was man, nach angemessen langer und redlicher Suche, als wahr und richtig erkannt hat, macht den von Gott geliebten Menschen aus – selbst, wenn er irrt! Sonderbar: es geht uns zwar alle an, aber nicht alle sind daran interessiert, auf das gute Innerste ihres eigenen Wesens vorzudringen, um es herrschen zu lassen. Gratian und seine Generäle befolgten Ambrosius Befehle, hatten die „Siegeszeichen“ aufgerichtet ... und verloren dennoch.

 Ambrosius hatte die Legionen in die Kämpfe hinein gehetzt: Er sprach „mit Gewissheit von den zu erwartenden Erfolgen des Kaisers gegen die Goten…“ und von den „Strafen, welche die Gegner des Glaubens und des römischen Imperiums treffen werden... Entgegen den Prophezeiungen des Ambrosius „bot das römische Heer keinen Widerstand mehr... Überall zogen die Goten ... durch das Land…, bis an die Grenze Italiens herrschten sie nach Belieben.“ Gunter Gottlieb „Ambrosius von Mailand und Kaiser Gratian“ 

Alles wankte, Ambrosius stand.

Cunctos populos wurde Dank Martin Luther erst 1517 zerschlagen, vielleicht erst angeschlagen, denn in Europa endete die Inquisition erst 1847 -.  Englands Regierung drängte damals den König Sardiniens Karl Albert Amadeus dazu, Religionsfreiheit in seinem Herrschaftsgebiet zu gewähren (inklusive des Alpengebietes Piemont) So endete der blutige, von Ambrosius von Mailand begonnene nur zeitweise ausgesetzte 800-jährige Krieg der Kirche gegen die Waldenser und ihnen nahestehende Gruppen. (Katharer, Vaudois, Reste der Bogumilen)

 

Mit Entsetzen lasen und lesen wir, dass der Hass auf die Traditionalisten und Juden blieb.

„Weder die evangelischen noch die katholischen Kirchenleitungen sich aufraffen konnten, offen für die verfolgten Juden einzutreten. Die Kirchen selbst waren von einem latenten Antisemitismus durchsetzt. Nur dort, wo die eigene Sicherheit und Macht auf dem Spiel standen, traten die Kirchen dem NS-Staat entgegen…das Schicksal jüdischer Minoritäten war demgegenüber zweitrangig. Unter den Christen gab es etwa 300 000 Juden als Gemeindemitglieder. 1933 standen 29 Juden in kirchlichem Dienst…1941 forderte die Kirchenkanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche die Kirchenbehörden dazu auf, „geeignete Vorkehrungen zu treffen, dass die getauften Nicht-Arier dem kirchlichen Leben der deutschen Gemeinden fern-bleiben…“ Hochschullehrer und Pfarrer Hartwig Weber, Jugendlexikon „Religion“ rororo , Rowohlt 1988

Dass,

…katholische und protestantische Geistliche den Ausbruch des Ersten Weltkrieges Jubelnd begrüßten … Hei wie es saust aus der Scheide! Wie es funkelt im Maienmorgensonnenschein! Das gute deutsche Schwert, nie entweiht, siegbewährt, segensmächtig. Gott hat dich uns in die Hand gedrückt, wir halten dich umfangen wie eine Braut...komm Schwert, du bist mir Offenbarung des Geistes... im Namen des Herrn darfst du sie zerhauen.“ Hochschullehrer und Pfarrer Hartwig Weber, Jugendlexikon „Religion“ rororo , Rowohlt 1988

Wen zerhauen?

Deine Glaubensbrüder! Und warum? Weil die dort hetzenden kriegsbegeisterten, den Geist Christi verloren hatten. Männer einer abgefallenen Kirche waren es, die zugleich gegen das „Mormonentum wetterten:

Noch 1931 schrieb ein wortgewandter evangelischer Geistlicher: ”... dem Treiben (der Mormonen) muss ein Damm entgegen gesetzt werden …. der Staat und die Kirchen sollen gemeinsam gegen die Mormonen vorgehen...Diese Forderung kann nicht laut genug erhoben werden. Denn der Mormonismus geht auf nichts Geringeres aus als auf die Bekehrung und schließliche Unterwerfung der ganzen Welt. Darauf ist sein System zugeschnitten. Diesem Zweck dient sein einzigartiger Missionsbetrieb, ... zu beachten ist dabei, dass der Mormonismus im Gegensatz zum Islam, dem er in gewisser Hinsicht gleicht, sich allen möglichen Volkssitten, Gebräuchen und Anschauungen anzupassen, allerlei, selbst entgegengesetzte Glaubensrichtungen in sich aufzusaugen vermag… diese nominell noch kleine, völlig anders geartete Kirche, wird Weltbedeutung erlangen ... die Mormonen sind eine gefährliche Sekte ... in unheimlicher Weise haben sich bei der Entstehung dieser Sekte amerikanische Oberflächlichkeit, mangelhafte Bibelkenntnis und satanische Kräfte die Hand gereicht, um unter der Flagge des Evangeliums eigene Lehren zu verbreiten. Um ihres satanischen Unterbaues willen wird die Sekte der Mormonen eine bedeutende Macht und große Gefahr bleiben.”  Pfarrer Rößle, „Aus der Welt des Mormonentums“ 1931

  Veröffentlicht 1931


Unzählige Deutsche werden mit Lehren befleckt, die sie glauben machen, das sei alles himmlische Nahrung für ihre Seelen…  Diese gottlose Priesterschaft, die Tausende verführt hat, das Wort Gottes mit Füßen zu treten und die das Heilige durch den Staub zerrt... müsse entlarvt werden...“ 

Und Pfarrer Zimmer verfasste vor Rößle diese Zeilen: 

 

Als ich das las, war ich 15, alleine auf mich gestellt.


 Ich grüße sie herzlich

Mittwoch, 25. Februar 2026

Glaubensätze der "Mormonen" in der Kritik (1)



  
Dies ist ein „Offener Brief“ gerichtet an die Verfasser  des Artikels: 

 „Acht Glaubenssätze der Mormonen, die du kennen solltest“

       

Liebe Mitchristen der Gruppe „Evangelium21“


Ihr findet diesen ersten Teil von bis zu acht erforderlichen ab sofort auch im Internet unter meinem Namen.

Ich bedauere, dass er sich zur Broschüre ausweitete. Doch fast jede Schriftstelle, die Ihr anführt, erzwingt eine Erwiderung.

Mein Name is, Gerd Skibbe, Jahrgang 1930. Ich bin aktives Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, seit meinem 17. Lebensjahr, habe ehrlichtreue katholische und evangelische Freunde, weil mir Toleranz wichtiger ist als verbissene Dogmenreiterei. Nach dem Mauerfall wählten mich überzeugte Christen beider Hauptrichtungen sofort zum Kreissekretär der CDU Neubrandenburg M.-VP. Angela Merkel berief mich bald darauf in die Grundwertekommission der CDU M.V., obwohl alle wussten, wer ich war.

Von Beruf bin ich Fischereiingenieur. Zu Stalins Zeiten verbauten mir die Kommunisten den akademischen Weg… Folglich studierte ich seit 1950 bis zur Stunde unabhängig vergleichende Religionswissenschaften. Diese Erwiderung, die Euch bald als PDF zugeht, ist mein ureigenstes Tun. Jedes Zitat ist als solches gekennzeichnet – überwiegend durch Google-Suche überprüfbar. Diese Arbeit wird auch ins Englische übertragen.

Unser gemeinsames Anliegen sollte darin bestehen, geistig zu wachsen, insbesondere in Toleranz und gegenseitigem Wohlwollen. Dogmen sind eine Sache, die wichtigere ist Liebe, auch die Liebe zur Wahrheit.

Allein zum Thema Gott und Polytheismus wurden seitens der Christen nicht nur zahllose widersprüchliche Bücher geschrieben, sondern Jahrzehnte währende Ausrottungs-Kriege geführt, darunter den der Orthodoxen Ostroms im 6. Jahrhundert gegen die christlich arianisch glaubenden Ostgoten Italiens.

Kaiser Justinian, - der aus politischen Gründen Origenes verdammte und der die Todesstrafe auf Christen setzte, die sich von der Kirche abwandten, - initiierte die Zerstörung des friedlichen arianischen Imperiums. Er bejubelte das von seinen Armeen angerichtete Elend: „Von Gott eingesetzt ...bringen wir Kriege glücklich zu Ende… Wir richten unsere Herzen so auf den Beistand des allmächtigen Gottes, dass wir weder Waffen noch unseren Soldaten noch den Generälen noch unserer eigenen Begabung vertrauen müssen, sondern jegliche Hoffnung allein auf die vorsorgende Umsicht der höchsten

                           D r e i f a l t i g k e i t setzen…“ Mischa Meier „Justinian, Herrschaft, Reich und Religion“

                                         



 Bild von Nicolas Eynaud - Own work, CC BY-SA 3.

 

Bis heute wird behauptet. Arius (260-337) – der bekannteste Anti-Trinitarier - sei ein gefährlicher Häretiker und eigentlich ein Christusfeind, seine Nachfolger leugneten die Gottheit Christi und das sei verwerflich. Wörtlich: „Die Leugnung der Gottheit Christi, wie sie die Arianer vertraten, war für die Katholiken nicht vermittelbar.“ Radio Vatikan 7. !2

kathPedia 2019 behauptete dasselbe: „Arius leugnete die Gottheit Christi.“

Demgegenüber steht das Glaubensbekenntnis der Arianer zu Zeiten Ulfilas (etwa 320-383), des „Bischofs der Goten“: „Jesus ist der „filius unigenitus, Dominus et noster... wir glauben an Gott den Vater und an seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn und G o t t, Werkmeister und Bildner der gesamten Kreatur, der seinesgleichen nicht hat.“ Gert Haendler „Die Rolle des Papsttums in der Kirchengeschichte bis 1200“

„Evangelium21“: kritisiert  "mormonischen" Polytheismus

Mormonen glauben, dass die Dreieinigkeit nicht aus drei Personen in einem Gott besteht, sondern aus drei separaten Göttern. Laut den Mormonen gibt es neben diesen potentiell viele tausend weitere Götter.

Origenes, der seit 543 von bösartigen, verleumderischen Geistlichen verfluchte sagte „... Manche schätzen nicht, was wir sagten, indem wir den Vater als den einen wahren Gott hinstellten und zugaben, dass andere Wesen neben dem wahren Gott Götter werden konnten, indem sie an Gott teilhatten.“ Origenes Kommentar zu Joh.: 2:3 bei Wikipedia unter Arianismus

Origenes Dogmen widerspiegeln die Apostellehren, deshalb anerkannte ihn die damalige Gesamtkirche. Er war die höchste Instanz in Streitfällen in Sachen der Christus-Religion . (Bis seine Neider ihn diffamierten.)  Mit ihm stimmt meine Kirche überein.

Zu viele Elemente der ursprünglichen Theologie gerieten wegen innerkirchlicher Machtrangeleien unter die Räder.

Der allein wahre Gott ist Elohim. 

Er ist der Architekt des Weltalls. 

Er war Gott, bevor es irgendetwas anderes gab. 

Dass Elohim sich zum Gott entwickelte indem er zuvor über eine noch nicht vorhandene „Erde“ ging, ist ein Märchen. 

Zu ihm als "Unser Vater im Himmel"  beten wir im Namen Jesu Christi, wie Paulus riet.

„Der Sohar, das Grundlagenbuch der jüdischen Mystik, erkannte an, dass die Idee von einer Vielfalt-in-der-Einheit dem jüdischen Denken nicht fremd ist. Tatsächlich gibt es, außer Gott selbst, zwei andere Persönlichkeiten in den Hebräischen Schriften, die dargestellt werden als anders, dennoch irgendwie gleich mit Gott. Diese anderen beiden sind der Engel des Herrn und der Geist Gottes oder der Heilige Geist. Der Engel des Herrn wird mehrmals erwähnt, aber er wird auch mit Gott selbst gleichgesetzt; beispielsweise in 1. Mose 16, 7 und 16, 13 wird Er der Engel des Herrn bzw. dann der Herr genannt. Ein anderes Beispiel findet sich in 1. Mose 22, 11-12. Dieses besondere Individuum ist beides, verschieden von und doch gleichgesetzt mit Gott selbst.“ www.judenfürjesus.de/fragen

Auch wenn es immer noch so scheint, dass der Glaube an den Drei-einen Gott (an die heilige Dreifaltigkeit) das große Schlusswort in christlicher Theologie ist, moderne Forschung widerspricht dem vehement.

Neue Umfragen ergaben zudem, dass mehr als 60% aktiver Katholiken nicht mehr nicänisch glaubt, sondern arianisch.  

Die evangelische Kirche Deutschlands begründet diesen Trend: „Die Diskussion um die Trinität begann (erst) im vierten Jahrhundert nach Christus.  Sie ist sehr philosophisch geprägt, da die Lehre von der Trinität in der Bibel nicht explizit vorkommt.“ EKD 2020

Großkirchliche Geistliche gehen immer noch  davon aus, dass es eine arianische Häresie war zu glauben, dass Jesus Christus ein anderer ist als sein Vater, ("der allein wahre Gott“), dass er IHM untergeordnet ist

Google fand 26.000 Einträge unter: "Arianische Häresie", aber es gibt keine, die von der „athanasianischen Häresie“ spricht. 

Das evangelische Statement: „Die Diskussion um die Trinität begann (erst) im vierten Jahrhundert“ ist absolut korrekt

Die Lehre vom Dreifaltigen Gott war eine Häresie die Athanasius auch mit den Mitteln der Lüge und der Tücke vorantrieb. Moderne Forschung lässt kein gutes Haar an diesem Erzhäretiker.

Adolf von Harnack sagt: das war etwa völlig Neues.

 „Das war eine „große Neuerung, die Erhebung zweier unbiblischer Ausdrücke (Vater, Sohn und Heiliger Geist sind „unius substantiae“ G.Sk.) zu Stichworten des Katholischen Glaubens. Sie sicherte die Eigenart dieses Glaubens... Im Grunde war nicht nur Arius abgewiesen, sondern auch Origenes... fortan musste die Kirche die Last einer ihr   f r e m d e n  Glaubensformel tragen“ „Lehrbuch der Dogmengeschichte“

Kaiser Konstantin (etwa 280-337) "wollte der Christus sein" Prof. Clauss (bedeutender deutscher Althistoriker, religiös neutral „Kaiser und Gott“ Herrscherkult im römischen Reich

 Er erfand den Begriff „consubstantialis“  Prof Hans Küng antwortet: „Konstantin fügte das nachher so sehr umstrittene unbiblische Wort wesensgleich griech. Homousios lat. „consubstantialis“ ein. Die Unterordnung des Sohnes unter den einen Gott und Vater (der Gott), wie von Origenes und den Theologen der Vorzeit allgemein gelehrt, wird jetzt ersetzt durch eine wesenhafte, substantielle Gleichheit des Sohnes mit dem Vater„Kleine Geschichte der katholischen Kirche“

Selbst der Jesuit Ludwig Hertling ist entsetzt: „Den Akademikern kam nicht zum Bewusstsein, dass die christliche Lehre ein Komplex von unveränderlichen, geoffenbarten Wahrheiten ist.“  Geschichte der katholischen Kirche bis 1740, Morus Verlag Berlin

Warum fügte Konstantin das „unbiblische Wort wesensgleich“ ein? Tat er das, weil ihm daran lag, die Wahrheit durchzusetzen? Jedenfalls befolgte „…die Kirche in Nicäa (325) die Wünsche Konstantins, obwohl sie sie nicht billigte.“ Heinz Kraft, Habilitationsschrift „Konstantins religiöse Entwicklung“ Uni Greifswald

Um seine Absichten durchzusetzen, - als Sol invictus anerkannt zu werden - drängte Konstantin der Kirche den dreifaltigen, den trinitarischen Gott auf. Nichts vermochten die damals zu Nicäa Anwesenden. dagegen zu stellen, denn: „Konstantin (der Widerspruch bestrafte) hatte eine neue Idee von der Kirche, die er verwirklichen wollte ... nach dem i h m vorschwebenden Bild formt er… sein Reich, seine Kirche…. Eben so wenig, wie Konstantin Christus erwähnt, ist die Kirche auf Christus bezogen.“ Heinz Kraft, Habilitationsschrift „Konstantins religiöse Entwicklung“

Deshalb steht er 5 Jahre nach Nicäa, zu Konstantinopel, auf seiner Siegessäule als Sonnengott da. ​

 

Niemand von Rang und Namen unter den frühchristlichen Historikern sprach je vom „Dreieinen Gott“ vor 318. 

 „Kein Theologe vor der Entstehung des Arianischen Streits - weder in der Ost- noch in der Westkirche - betrachtete den Sohn nicht irgendwie als dem Vater untergeordnet.“ R. P. C. Hanson „The Search for the Christian Doctrine of God “

„Tief in den frühesten christlichen Schriften verankert ist die Überzeugung, dass Jesus Gott untergeordnet ist.“ „Ignatius von Antiochia und der Arianerstreit“ Paul R. Gilliam III 

 „…der Erzketzer Arius ist Traditionalist. Er steht fest auf dem Boden der kirchlichen Lehrtradition." Thomas Hägg, "Kirchen und Ketzer" 2004 mit Unterstützung des norwegischen Forschungbeirates für Klassische Philologie und Religionswissenschaft, Uni Bergen

Die Beweislast ist erdrückend: „Die Bibel entfaltet keine Trinitätslehre. Es existiert kein Kapitel in der Heiligen Schrift, das dieses anscheinend wichtige Thema aufgreifen würde…“ Aleksandar Vuksanović „Entwicklung der Trinitätslehre…", St. Galler Studientag 2016.

Kirchenvater Tertullian (160-220) beteuerte ebenfalls, dass da drei verschiedene in einer Gottheit sind: der Vater Elohim, sein Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist: 

Tertullians Bemerkungen zu ad Praxean c. 13 und 19. c. 13 lauten: "Wir lehren allerdings zwei, den Vater und den Sohn und eigentlich drei mit dem heiligen Geist, entsprechend dem Wesen der Ökonomie, die eine Mehrzahl bedingt... dennoch nehmen wir den Ausdruck zwei Götter und zwei Herren niemals in den Mund…Um ihnen (d. h. den Häretikern) kein Ärgernis zu geben, haben wir den Grund angegeben, warum man doch nicht von zwei Göttern und Herren spricht.“ Max Mühl „Zum Problem der Christologie ...“ 1968

Justin der Märtyrer sagte um 150: „Ich werde versuchen, dich, da du die Schriften verstanden hast, von der Wahrheit meiner Aussage zu überzeugen, nämlich dass es einen anderen Gott und Herrn gibt und dass es einen geben soll, der dem Schöpfer aller Dinge untergeordnet ist; dieser wird auch Engel genannt, weil er den Menschen verkündet, was auch immer der Schöpfer aller Dinge – über dem es keinen anderen Gott gibt – ihnen verkünden möchte.“ – Kapitel 56. Gott, der Moses erschien, unterscheidet sich von Gott dem Vater…

So viel zur Einleitung. Ich komme auf Einzelheiten dieses Themas zurück. Weitaus mehr als 6 000 Dissertationen, Fachartikel und Bücher zu nahezu allen Aspekten religiöser Art las und kommentierte ich im Verlaufe meines Lebens.

Wahrheitssuche wird nie enden. Sie muss sein: Meinungsaustausch soll zu besserem Verstehen führen aber nie in eine Art Schlägerei ausarten.

Obenan steht das größte Jesusgebot. Wie wichtig das ist, sagt auch das Buch Mormon

 "Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag gefunden wird, dass er sie besitzt, mit dem wird es wohl sein.“ Moroni 7: 47

Inhalte und Art Eurer Fragen zu unseren Glaubenssätzen zeigt nicht nur mir, dass Ihr liebe Freunde, mit einem Bein im wahren Christentum feststeht, aber mit dem anderen immer noch in dem von Kaiser Justinian ausgehobenen Tümpel umhertastet.

Habt Ihr jemals darüber nachgedacht warum der größte Theologe der Frühzeit der Kirche Origenes (185-254), durch Justinian  mit seiner Ostsynode 543, in die Vergessenheit gestürzt wurde? Er vermasselte das urchristliche Menschenbild aus nachweislich politischen Gründen (Diekamp u.a ) bis dahin entsprach es dem der Kabbalisten die sagten:

 „Wir Kabbalisten stehen keineswegs gegen Christi Aufforderung, dass der Mensch in einem ewig währenden Prozess perfekt wie Gott werden kann...Jeder gute... Gedanke und jedes ebensolche Tun zeugt unverlierbare geistige und reale Energien (bis zur) Veredlung und Emporhebung in die reinen Höhenregionen, (tätig) an der immer fortschreitenden Vergottung.“ Erich Bischoff „Kabbala“

Das Wort von der Möglichkeit der Vergottung der Gehorsamen klingt in den Ohren der meisten Traditionschristen wie eine Gotteslästerung, ist es aber keineswegs: Auch wenn stramme Evangelikale an dieser Stelle die Keule herausholen:

„Christen sollten sich auch in Deutschland von der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ distanzieren, da diese unter anderem die Trinität Gottes ablehne und die Überzeugung vertrete, alle Mormonen könnten Gott werden.“  PRO Das christliche Medienmagazin, 6. April 2016. 

 Sogleich ist ein Einschub erforderlich: Es ist unredlich zu sagen, meine Kirche vertrete: die Überzeugung …, „alle Mormonen könnten Gott werden.“, denn allen heute lebenden Menschen wohnt das Potential inne bis in höchste Höhen aufzusteigen. Allerdings gilt das für den „nobilitas ingenitus“, nicht für unseren sterblichen Teil.

Und eben das war gut urchristlich.

„... der Gedanke der Vergottung (des Menschen, war) der letzte und o b e r s t e gewesen; nach Theophilius, Irenaeus, Hippolit und Origenes findet er sich bei allen Vätern der alten Kirche, bei Athanasius, bei den Kappadoziern, Appolinares, Ephraim Syrus, Epiphanius u.a“ Adolf von Harnack „Lehrbuch der Dogmengeschichte“ 

 Selbst Martin Luther sprach von der Gottwerdung des Menschen: „...eben darum wird das Wort Fleisch, damit das Fleisch Wort werde. Mit anderen Worten: Gott wird darum Mensch, damit der Mensch Gott werde.“ T. Mannermaa “Luther und Theosis”, Band 16 Veröffentlichungen der Luther-Akademie Ratzeburg, Helsinki/Erlangen 1990 

 

Hippolyt von Rom (heiliggesprochener Gegenpapst um 220) betonte ausdrücklich die Möglichkeit, für den unsterblichen Teil des Menschen, irgendwann in der Ewigkeit bis zur Gotteshöhe aufzusteigen: „Durch den Logos brachte Gott Alles hervor, und anders als es gemacht wurde, konnte es nicht gemacht werden. Den Menschen schuf er als solchen; will der Mensch Gott werden, so muss er ihm gehorchen.“ Joseph Langen „Geschichte der römischen Kirche“ 

 

 Sogar Papst Benedikt XVI. verwies, ob gewollt oder nicht, die Kritiker indem er sagte: „… der Kern der Inkarnationslehre des Athanasius lautet: „Christus, das Göttliche Wort, „wurde Mensch, damit wir vergöttlicht würden...“ Vatikan, Generalaudienz, 20. Juni 2007 

 

Der Mensch, das ist, um es mit Thomas von Aquin (1226-1274) zu sagen das Unsterbliche in uns: „Der Mensch ist Geist, bekleidet mit einem Körper.“ Leon James „Theistic Psychology 2004, vol. 1

Meister Eckhard, (1260-1326) ebenfalls Dominikaner hohen Ranges, Philosoph und Theologe lehrte in diesem Punkt deutlich „urchristlich“: „Der „Seelengrund“ jedes Menschen wurde nicht erschaffen, er ist göttlich.“   U.a. Sonntagsblatt 360 Grad evangelisch

Eben das lehrt „Mormonismus“: „Der Mensch ist Geist.“ Lehre und Bündnisse 93:33

Origenes brachte es „mormonisch“ auf den Punkt:  „Im Urzustand waren alle Logika (wir) körperlose Geister und als solche Götter, *  die dem Logos als Trabanten anhingen... Nach dem Vorbild des Logos (Christus), der selbst das „Bild Gottes“ nach Genesis 1:26 ist, hat Gott so viele Logika (Menschenseelen G.Sk.) erschaffen, wie er mit seiner notwendig begrenzten Vorsehung regieren kann.“ „Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft 3. völlig neu bearbeitete Auflage Vierter Band Kop-O („Die Religion in Geschichte und Gegenwart“) * Mitschöpfer unter Christus

So viel für heute. In den nächsten Tagen schicke ich Euch Teil 2 von acht.

 

Freundliche Grüße

Gerd Skibbe

 

Montag, 16. Februar 2026

Lügen haben kurze Beine

 

Was treibt die „Enthüller“ angeblicher mormonischer Irrlehren dazu, Vermutungen als Fakten zu verkaufen? Obenan stehen zwei evangelische Geistliche. Gustav A. Zimmer mit seinem Buch „Unter den Mormonen in Utah“.

 Er beteuert:

  Bertelsmann Verlag 1908

Ihm folgt Pfarrer Rößle

  Veröffentlicht 1931

Unzählige Deutsche werden mit Lehren befleckt, die sie glauben machen, das sei alles himmlische Nahrung für ihre Seelen…  Diese gottlose Priesterschaft, die Tausende verführt hat, das Wort Gottes mit Füßen zu treten und die das Heilige durch den Staub zerrt... müsse entlarvt werden... 


Man könnte sagen, nun, das liegt sehr weit zurück. Doch im neuen Jahrtausend befürwortet die evangelische Bibelgemeinde Pforzheim unter Dr. Lothar Gasmann „das Buch von Prof. Samuel Leuenberger: MORMONEN – Heilsbringer aus Salt Lake City?, 3,50 Euro bestellen.) - 

See more at: http://bibelgemeinde-pforzheim.de/news/newsmailer.
Prof. Leuenberger behauptet: für "Mormonen" ist "keine der Gottheiten Schöpfer Himmels und der Erden. … Bei allen Gottheiten nimmt die Weisheit beständig zu. Deshalb kann bei Gott nicht von Allwissenheit gesprochen werden.

Aber der entsprechende Text erscheint im Buch Mormon entgegengesetzt:

„...der allmächtige Schöpfer Himmels und der Erde... kennt eure Gedanken.“ Buch Mormon, Jakob 2: 5, 2. Nephi 8:13 …„O wie groß ist die Heiligkeit unseres Gottes! Denn er weiß alles – es gibt nichts was er nicht weiß!“ 2. Nephi 9: 20

Weiter schreibt Prof Leuenberger: (für die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gelte):

"Christi Kreuzestod hat kaum mit Tilgung von Schuld und Gerechtmachung vor Gott zu tun.  Sein Kreuzestod hat in erster Linie Voraussetzungen zur Höherentwicklung der Menschen geschaffen. Jesus ist also nicht Versöhner zwischen dem Himmlischen Vater und den Menschen..."

Denn demgegenüber steht im Buch Mormon und in anderen Schriften der Kirche Jesu Christi der HLT geschrieben:

Er (Christus) kommt in die Welt, auf dass er alle Menschen errette, wenn sie auf seine Stimme hören wollen, denn siehe er nimmt die Leiden aller Menschen auf sich, ja die Leiden eines jeden lebenden Geschöpfs der Männer und Frauen die zur Familie Adams gehören... er erleidet dies, damit die Auferstehung allen Menschen zuteil werde... er gebietet allen Menschen, dass sie umkehren und sich auf seinen Namen taufen lassen und bis ans Ende ausharren, sonst müssen sie verdammt werden... nur wo es kein Gesetz gibt, da gibt es keine Strafe, und wo es keine Strafe gibt, da gibt es keinen Schuldspruch und wo es keinen Schuldspruch gibt, da hat die Barmherzigkeit des Heiligen Israels wegen der Sühne Anspruch auf den Menschen, denn die Sühne tut den Forderungen der Gerechtigkeit Genüge ...“ 2. Nephi 2: 20-25 

Der Herr Gott … liebt die Welt (die Menschen), so dass er sogar sein eigenes Leben niederlegt, damit er alle Menschen zu sich ziehen kann. Darum verbietet er niemanden, an der Errettung durch ihn teilzunehmen.” 2. Nephi 2: 24

Bis zur Stunde, schwört der Schweizer Bibelkreis um Herrn Wepf im Internet:

"Die Mormonen sind eine der gefährlichsten Irrlehren der Neuzeit."

Wepf argumentierte – bis ich ihn darauf hinwies, - dass er falsch liege wenn er seiner Leserschaft  erzählt:  „Es gibt keine Zeugen für die Existenz der goldenen Platten“, die Joseph Smith erhielt.

Ich schickte dem Autorenteam um Herrn Wepf eine Kopie einer Buch-Mormon-seite mit den Aussagen der 3 und der 8 Zeugen, die mit ihrem Namen sagten: „Wir hielten die Platten in unseren Händen“.

Es gab zwar keine Entschuldigung, aber die Falschaussage wurde umgehend gelöscht.

GotQuestion ist eine Gruppe, die im Internet Fragen zu christlichen Themen beantwortet. Ich schieb heute, am 16. Februar 2026 diese Erwiderung auf einige irreführenden Behauptungen:

Liebe Freunde, 

Ihr schreibt: die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage  wurde vor „weniger als 200 Jahren von Joseph Smith gegründet. Er behauptete, dass Gott der Vater und Jesus Christus ihn persönlich besucht (hätten) und ihm sagten, dass alle Kirchen und ihre Glaubensbekenntnisse abscheulich wären.“ 

Meine 1. Frage lautet: Warum zitiert ihr nicht den Originaltext, der jedem zugänglich ist, der über Google search , eingibt  „Joseph Smith—History Extracts from the History of Joseph Smith, the Prophet.”

Da heißt es: „Ich (Joseph) bekam die Antwort, ich dürfe mich keiner von ihnen anschließen, denn sie seien alle im Unrecht; und die Person, die zu mir sprach, sagte, ihre sämtlichen Glaubensbekenntnisse seien in seinen Augen ein Gräuel; jene Glaubensbekenner seien alle verderbt, denn ‚sie nahen sich mir mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir; sie verkünden Menschengebote als Lehre, sie haben zwar eine Form der Gottesfurcht, aber sie leugnen deren Macht‘.“

Ihr wisst, liebe Freunde, dass die „Mormonen“ das Nicänum ablehnen, d.h weil sie nicht trinitarisch glauben, seien sie keine Christen. 

Tausendfach wird  das "erklärt", bis schließlich eine Mehrheit ernster Christen, diese Verurteilung akzeptiert. Daraus erhebt sich meine

Frage 2: Gibt es in der Bibel den geringsten Hinweis, dass das Bekenntnis zur „heiligen Dreifaltigkeit“ vor dem Konzil zu Nicäa Kirchenlehre war?

Bekanntlich haben alle vor-nizänischen Kirchenlehrer verkündet, dass der Sohn (Christus) dem Vater nachgeordnet ist.

Damit wäre Gott Vater und Jesus Christus zwei autonomen Götter.  Selbst Origenes (185-254), der wahrscheinlich größte unter den berühmten Kirchenlehrern spricht von der Trennung von Vater und Sohn. Sogar das Athanasianum sagt in seiner 19. Zeile: „…wir sind gezwungen, in christlicher Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und als Herrn zu bekennen!“  19. Zeile

In der selben Zeile wird dann die "christliche Wahrheit" verleugnt, zugunsten des katholischen Glaubens.

 „Kein Theologe vor der Entstehung des Arianischen Streits - weder in der Ost- noch in der Westkirche - betrachtete den Sohn nicht irgendwie dem Vater untergeordnet.“ R. P. C. Hanson „The Search for the Christian Doctrine of God"

Alle KIrchenhistoriker wissen es!:

                   Das Nicänum war den Urchristen total fremd:

Der lutherische Dogmenforscher, Adolf von Harnack, (1851-1930) stellte es ebenfalls  sachlich fest: „Das war eine „große Neuerung, die Erhebung zweier unbiblischer Ausdrücke (Vater, Sohn und Heiliger Geist sind „unius substantiae“ G.Sk.) zu Stichworten des Katholischen Glaubens. Sie sicherte die Eigenart dieses Glaubens... Im Grunde war nicht nur Arius abgewiesen, sondern auch Origenes... fortan musste die Kirche die Last einer ihr   f r e m d e n  Glaubensformel tragen“ „Lehrbuch der Dogmengeschichte“

 Warum und wie entstand der Glauben an den trinitarischen Gott? Weil Konstantin es wünschte! 

"Seitens des Kaisers Konstantin wurde mit Drohungen und Ankündigung von Repressalien gearbeitet. Jeder Bischof wird einzeln vorgenommen. Ihm wird das Bekenntnis (das Nicänum) vorgelegt und er wird zugleich vor die Alternative gestellt, entweder zu unterschreiben oder in die Verbannung zu gehen...“ Rudolf Leeb „Konstantin und Christus“ – die Verchristlichung der imperialen Repräsentation, Walter de Gruyter, 1992

Selbst Katholiken geben zu, dass das Nicänum erzwungen wurde: "Alles schien in bester Ordnung, jedoch hatten einige Bischöfe nur ein Lippenbekenntnis abgelegt, da Kaiser Konstantin mit der Verbannung für jener Bischöfe gedroht hatte, die das Bekenntnis nicht unterschrieben..." Kath. Quelle "Familia Spiritualis Opus" 2013 

Frage 3; Warum pocht ihr auf das Nicänum, obwohl ihr wisst, dass   „Die Diskussion um die Trinität (erst) im vierten Jahrhundert nach Christus begann. Sie ist sehr philosophisch geprägt, da die Lehre von der Trinität in der Bibel nicht explizit vorkommt.“ EKD 2020 (Evangelische Kirche Deutschlands)

Frage 4: Glaubt ihr wirklich, dass die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage „das Wesen Gottes“ deformiert?   Ihr schreibt¸ "Obwohl die Mormonen normalerweise freundlich, liebevoll und nett sind, so sind sie von einer falschen Religion betrügt  (betrogen), die Gottes Wesen, die Person Jesu und den Weg zur Rettung deformiert.“  (bzw. „verzerrt“)

Sir Isaak Newton las griechisch ebenso wie den Originaltext der Vulgata. Er, der beste Bibelkenner seiner Zeit, verurteilte den zu Nicäa geborenen Trinitarismus als Abfall vom Urchristentum.

Newton erkannte, dass die, durch das Nicänum erfolgte „wesenhafte, substantielle Gleichheit" (Gleichsetzung) des Sohnes mit dem Vater“ zur Entwicklung von Unvorstellbarkeiten führte. „Der Abfall vom Glauben sollte damit beginnen, die Wahrheit über die Beziehung des Sohnes zum Vater zu verzerren, indem er sie gleichsetzt.“ Untitled Treatise on Revelation (section 1.4), Yahuda Ms. 1

Kirchenvater  Tertullian bekennt ebenfalls, da sind drei verschiedene in einer Gottheit: der Vater Elohim, sein Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist: 

Tertullians Bemerkungen zu ad Praxean c. 13 und 19. c. 13 lauten: "Wir lehren allerdings zwei, den Vater und den Sohn und eigentlich drei mit dem heiligen Geist, entsprechend dem Wesen der Ökonomie, die eine Mehrzahl bedingt... dennoch nehmen wir den Ausdruck zwei Götter und zwei Herren niemals in den Mund…Um ihnen (d. h. den Häretikern) kein Ärgernis zu geben, haben wir den Grund angegeben, warum man doch nicht von zwei Göttern und Herren spricht.“ Max Mühl „Zum Problem der Christologie ...“ 1968

Ich habe noch viele Anfragen zu eurem Text bezüglich eurer Darstellung der Lehren meiner Kirche. 

Kirchenhistoriker seid ihr nicht!

Ihr lästert.  Weil wir glauben, Jesus Christus habe im Himmel einen Leib aus Knochen und Bein, seien wir Betrüger. 

Nein, Blut gibt es in der ewigen Welt nicht.

Nicht wenige Anti-Mormonen behaupten diesen Unsinn.

Für die alten Christen bis etwa 540 galt dasselbe. Sogar der Trinitarier Augustinus (um 400) bekannte es:  Augustinus schreibt - an den spanischen Theologen Consentio  ‚Du fragst, ob der Leib des Herrn auch jetzt noch Gebeine und Blut (? auf keinen Fall G. Sk.) und die übrigen Bestandteile des Körpers besitze? (…) Ich glaube, dass der Leib des Herrn im Himmel sich so befindet, wie er auf Erden war, als er zum Himmel auffuhr.’“  Christoph Markschies Alta Trinita Beata „Die Frage nach der Leiblichkeit des mitthronenden Christi’ seiner Zeit“ 

Ihr müsst mir nicht antworten, aber ich behalte mir vor diesen Brieftext sowie die meinerseits euch noch nicht gestellten Fragen zu veröffentlichen. Bislang haben mehr als 420 000 Leser meinen Blog geöffnet.

Es lebe die Wahrhaftigkeit

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Skibbe

 

 

 

Donnerstag, 12. Februar 2026

Das Bischöflichen Generalvikariat Trier reagierte

 

Ich erhielt vor 5 Tagen eine freundliche Antwort vom Bischöflichen Generalvikariat Trier.

Darauf komme ich gleich zu sprechen. Von großer Bedeutung ist, in diesem Zusammenhang, zu wissen, oder sich zu erinnern, dass zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert, blutige Kriege, wegen der unterschiedlichen christlichen Gottesvorstellung mit zehntausenden Toten geführt wurden. Dazu gehört der 17-jährige Krieg, im 6. Jahrhundert, den der "orthodoxe" Kaiser Justinian gegen die arianisch glaubenden Christen der Ostgoten Italiens initiierte.

Sie dagegen handelten bis dahin tolerant. Aber zu glauben, "dass Gott einer und drei zugleich ist"  lehnten sie ab. Während sich andere Christen verpflichtet fühlten den "Dreifaltigen Gorr" zu verehren.

Nachdem Justinians "christusliebende Armeen" in Nordafrika und ganz Italien Ruinen hinterließen, und sie zehntausende Familien eliminiert hatten, prahlte Justinian:

 „Von Gott eingesetzt ...bringen wir Kriege glücklich zu Ende… Wir richten unsere Herzen so auf den Beistand des allmächtigen Gottes, dass wir weder Waffen noch unseren Soldaten, noch den Generälen, noch unserer eigenen Begabung vertrauen müssen, sondern jegliche Hoffnung allein auf die vorsorgende Umsicht der höchsten 

                   D r e i f a l t i g k e i t setzen…“ Mischa Meier „Justinian, Herrschaft, Reich und Religion“ 

Ferdinand Gregorovius schreibt in seinem Werk: „Geschichte der Stadt Rom“ "Die Erschöpfung und das Elend Roms konnte zu keiner Zeit, selbst nicht in der Periode des sogenannten Exils der Päpste zu Avignon, größer sein als nach Beendigung des Gotenkriegs. Die beste Apologie der Gotenherrschaft ist in Wahrheit das lange, grenzenlose Elend, in welches Italien versank, nachdem das Reich Theoderichs (das Reich des arianischen Gotenkönigs) gefallen war."


 „Zwar residierten die Päpste im Lateranpalast noch lange danach mit einer Schar Eingeschworener inmitten von Ruinen und hielten sich großspurig für die Sieger der Geschichte und Retter des Christentums. Gespenstisch ging es zu. Wo einst 1 Million Bürger wohnten, hausten zwischen dem 6. und dem 14. Jahrhundert nur noch ein paar tausend Leute. Dieser verlorene Haufen hielt sich allerdings für den Nabel der Welt.“ Spiegel Geschichte, Annette Bruhns - “Pest, Hunger und Schwert“

Urteilt selbst: Seit vielen Jahrhunderten beten die Christen der ökumenischen Bewegung  (ÖRK) und das sind mehr als 352 unterschiedliche Kirchen, gemeinsam das Athanasianum und dort heißt es:

„…wir sind gezwungen, in christlicher Wahrheit jede einzelne Person für sich als Gott und als Herrn zu bekennen!“ 19. Zeile.

Genau das glaubten die ostgotischen Christen. Dafür wurden sie bestraft, während aber die erwähnten Christen des ÖRK dieses Bekenntnis genötigt sind es abzulehnen.

Im selben Atemzug heißt es nämlich – man kann es kaum glauben:

„der katholische Glaube verbietet uns, von drei Göttern oder Herren zu sprechen.“ Ebenfalls 19. Zeile

Wie meine Leser sich erinnern, schrieb ich diesbezüglich anfragend um vielleicht mehr Verständnis für die Lehren unserer Kirche zu schaffen, an den Beauftragten für Religions-, Weltanschauungs- und Sektenfragen, des Bistums Trier, Herrn Matthias Neff. 

Er erwiderte betont freundlich, aber keineswegs zufriedenstellend. Er sagte nämlich:

„Im Horizont des Athanasianischen Glaubensbekenntnisses ist der „katholische Glaube“ mit der „christlichen Wahrheit“ identisch, und zwar für alle Christen.“

        Satz und Gegensatz sollen gleichzeitig wahr sein?

Damit geben sich Millionen Katholiken und zahlreiche andere, nicht mehr zufrieden.

Mit dem protestantischen Prof. Bernd Oberdorfer, Augsburg, Fachmann für systematische Theologie stellt sich für jeden Nachdenklichen immer häufiger die Frage: „… Muss, wer an Jesus Christus glaubt,  (bekennen) … dass Gott einer und drei zugleich ist?“ „Zeitzeichen“, evangel. Kommentare, Aug. 2004

Herrn Matthias Neff ist sehr wahrscheinlich bekannt, dass interne Umfragen ergaben, dass immer mehr Katholiken gemäß der „christlichen Wahrheit“ arianisch glauben, eben, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist drei getrennte heilige Götter sind, eins im Willen und der Liebe.

Der Briefverkehr kam zustande, weil das Bistum Trier öffentlich verkündete: "Neben der Bibel haben die Mormonen das Buch Mormon und andere Offenbarungsschriften. Darauf gründen sie ihren Glauben und ihre Lebenspraxis. Und das unterscheidet sie deutlich von den Kirchen in der Ökumene. Diese Schriften enthalten Vorstellungen, die den anderen Kirchen fremd sind. Dazugehört die Ablehnung der Trinität.“

Man muss nicht auf alles reagieren, das ist wahr.

Andererseits darf jeder die offenbarte Wahrheit sagen.

 

 


Dienstag, 3. Februar 2026

Ein 20 Jahre alter Brief von einer Expertin beurteilt meine Forschungen

 Ich fand einen 20 Jahre alten Brief von einer Religionswissenschaftlerin, die meine unabhängige Geschichtsforschung bewertet. Hier ist er:





Sonntag, 1. Februar 2026

Heute las ich in "TIMES now": Today_.


"When people are pushed to the edge of human endurance, lost in icy wilderness, stranded after a shipwreck, trapped on a mountain with no strength left to climb, something extraordinary can happen. In those moments where survival feels mathematically impossible, a quiet companion sometimes appears. Not a hallucination in the chaotic sense, but a calm, steady presence that seems separate, reassuring, almost protective. This strange experience is known as Third Man ...
deutsch:
"Wenn Menschen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen, in eisiger Wildnis verloren gehen, nach einem Schiffbruch gestrandet sind oder auf einem Berg festsitzen, ohne die Kraft zum Aufstieg zu haben, kann etwas Außergewöhnliches geschehen. In jenen Momenten, in denen das Überleben mathematisch unmöglich erscheint, taucht manchmal ein stiller Begleiter auf. Keine Halluzination im chaotischen Sinne, sondern eine ruhige, beständige Präsenz, die distanziert, beruhigend und beinahe beschützend wirkt. Dieses seltsame Erlebnis ist als „Dritter-Mann-Syndrom“ bekannt und fasziniert seit über einem Jahrhundert Abenteurer, Psychologen und Neurowissenschaftler gleichermaßen.
Das Phänomen erlangte große Bekanntheit, nachdem der Polarforscher Ernest Shackleton es in seinem Bericht über die Antarktisexpedition von 1914–1917 beschrieb. Shackleton und seine Männer, erschöpft und durchgefroren, hatten während ihres verzweifelten Aufstiegs über Südgeorgien immer wieder das Gefühl, eine vierte Person gehe neben ihnen her. Besonders eindrücklich an diesem Bericht ist, dass mehrere Teammitglieder die Anwesenheit unabhängig voneinander spürten, aber zögerten, darüber zu sprechen, bis sie sich in Sicherheit gebracht hatten.
I h r e A u s s a g e n s t i m m t e n ü b e r e i n :
Jemand war bei ihnen.



Jemand, der gar nicht da war." ? (der hier letzte Satz ist bereits ein hilfloser Hinweg-Erklärungsversuch!)
Seitdem sind ähnliche Berichte von Bergsteigern am Mount Everest, Alleinseglern, Polarforschern, Fernwanderern und Überlebenden extremer Unfälle aufgetaucht. Diejenigen, die den „Dritten-Mann-Effekt“ erleben, beschreiben die unsichtbare Präsenz oft als beruhigend, als eine ruhige Stimme, die Orientierung gibt, als das Gefühl, einen Bergrücken hinaufgeholfen zu werden, oder einfach als das unmissverständliche Gefühl, nicht allein zu sein. Für viele erscheint dieser unsichtbare „Begleiter“ genau in dem Moment, in dem die Hoffnung zu schwinden beginnt. Ungeachtet des Mechanismus ist eines klar: Das „Dritte-Mann-Syndrom“ hat Leben gerettet. Überlebende schreiben der Anwesenheit oft zu, dass sie ihnen geholfen hat, ruhig genug zu bleiben, um rationale Entscheidungen zu treffen, Verzweiflung zu bekämpfen oder weiterzumachen, als ihr Körper versagte. Es mag eine Illusion sein, aber eine äußerst hilfreiche.