Meiner Erfahrung nach hat der Hass vieler
Vertreter der Großkirchen Deutschlands auf das sogenannte
"Mormonentum", im Wesentlichen fünf Gründe:
1. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der
Letzten Tage lehrt, dass grundsätzlich jede Funktion im Dienst an der Gemeinde zwingend
unentgeltlich geleistet werden muss. Die es fürs Geld tun möchten, bezeichnete Jesus als "Mietlinge".
Noch um 220 nannte es Bischof Hippolyt von Rom eine "gräuliche Neuerung", dass
eine andere römische Gemeinde ihrem Bischof eine Aufwandsentschädigung zahlte.
Kaiser Konstantin verdarb die Kirche indem er die Gemeindevorsteher (Bischöfe) steuerfrei
stellte, wodurch sie mit ihrer angeblich christlichen Gesinnung persönliche Gewinne erzielten.
2. Das
Buch Mormon verlangt: „betraut niemanden damit, euer Lehrer oder euer geistlicher Diener zu sein, außer es sei ein
Mann Gottes, der auf seinen Pfaden wandelt und seine Gebote hält.“ Mosia 23: 14
Großkirchliche Realität ist, dass Geistliche nach sexuellen
Übertretungen nicht aus dem kirchlichen Dienst entlassen, sondern versetzt
werden.
3. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der
Letzten Tage lehrt die strikte Trennung von Staat und Kirche. Es ist Bruch des
Christusgebotes von der Nächstenliebe, wenn der Staat Kirchengelder einzieht.
4. Die Dogmen der Kirche Jesu Christi der
Heiligen der Letzten Tage gleichen denen der Urkirche die bis etwa 300 n. Chr.
existierten, während die danach gültigen im scharfen Gegensatz dazu stehen. Betroffen
sind: das Gottes- und Menschenbild, sowie die Entstellung der Priestertumsrechte
und –pflichten.
5. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten
Tage wird niemals eine kirchliche Handlung anerkennen, die unter Ausschluss des
Bewusstseins der betroffenen Person (Babytaufe) erfolgte. Das Individualrecht
wurde besonders seitens der katholischen, sowie der evangelischen Kirchen im Verlaufe
der Jahrhunderte permanent gebrochen, wodurch sie jegliche Legitimation verloren, sich selbst „Kirche Christi“ nennen zu
dürfen.
Die Verunglimpfungen der Kirche Jesu Christi der HLT durch Exponenten nahezu aller Großkirchen, sind Ausdruck ihrer Befürchtungen im Ringen um die Vormacht Boden zu verlieren. Oft ist Unredlichkeit im Spiel.
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