Mein neues Buch: auf Basis von mehreren hundert wissenschaftlich belegten Quellen
Die unselige, nachnicänische Kirche
Mutter der Sekten
Gerd Skibbe
2026
Teil 4
Wulfila
(311-383) Bekehrer der Ostgoten und Ambrosius von Mailand (339-397)
Es
gibt massive Hinweise, dass die Goten zumindest eng verzahnt mit den
„verlorenen 10 Stämmen Israels“ sind. Ihre Überlieferungen passten zum
christlich - arianischen Glaubens-gut, und das kam den Missionaren, die Zweit
zu zweit unter Leitung Wulfilas arbeiteten, sehr entgegen. Jedenfalls gibt es dafür Belege. Zur Basis ihrer Grundüberzeugung gehörte die
vor-arianische Vorstellung wie sie u.a. der Sohar der Juden lehrte: „…Tatsächlich
gibt es, … zwei andere Persönlichkeiten in den Hebräischen Schriften,
die dargestellt werden als anders, dennoch irgendwie gleich mit Gott.“
Die
rötlich gefärbten Gebiete standen unter dem
Schutz römischer Legionen
Die Berichte bestätigen, dass der Gelehrte Wulfila, (311-383) - selbst ein Gote – vom Arianer Eusebius von Nikomedia geweiht, unter ihnen seit 341 sehr erfolgreich wirken konnte. In der Tat,obwohl er, auch vom Sohar her, Arianer war, leugneten weder er selbst noch seine Ostgoten die Gottheit Jesu Christi. Niemand von Rang unter den Arianern hat - soweit bekannt - je behauptet, Jesus Christus sei nur ein Halbgott. Das Gegenteil zu sagen erlauben sich die Trinitarier typischerweise. Es ist ihre Propaganda. Übrigens ist in Betracht zu ziehen, dass die römischen Kaiser damals – zu Zeiten des Wirkens Wulfilas – fast alle, ebenfalls arianisch glaubten. Nämlich: Gratian (375-383) Constantius (337-361) Vlavius Valens (364-370) Magnentius (350-353) im Westen Valentinian (375- 393) erst Theodosius (ab 38O) bekannte sich unter dem starken Einfluss und der Regie von Ambrosius von Mailand anti-trinitarisch. Ambrosius jedoch, völlig im Fahrwasser der Schriften des Athanasius, Damasus und des Epiphanius von Salamis (319-403), stemmte sich mit seiner kompletten Ideologie und Handhabe der Macht gegen eine friedliche Lösung des Problems. Er wünschte nicht zu denken, dass die bekehrten Goten seine Brüder sind. Gnadenlos und folgenschwer vertrat Bischof Ambrosius Konstantins durch und durch verlogenes Konzept: „Wer nicht nicänisch glaubt, ist kein Christ!“ Bis ins 21. Jahrhundert schlussfolgern gewisse Intellektuelle: Man muss sie brandmarken.
Intoleranz,
nicht selten mit katastrophalen Folgen, ist sozusagen das wesentliche
Kennzeichen des Trinitarismus.
Den
jungen Kaiser Gratian plagte das Gewissen, denn noch war er Vollblut-Arianer,
noch erpresste Ambrosius ihn nicht. Gratian wünschte, mit den Goten Frieden zu
schließen. Aber Ambrosius sagte: Nein!
Bereits ab 370 wurde der Druck für die Gejagten
unerträglich. Die weiter nördlich
siedelnden Goten flohen nun in Massen vor dem Hunnensturm südwärts. Selbst die tapfersten Verteidiger konnten
gegen Hunnen nicht bestehen. Dass die römischen Kommandeure, die im Allgemeinen
die Kampfkraft der Germanen schätzten, bestrebt waren ihre Gegenüber zu
Verbündeten
zu machen, wäre logisch. Doch wie behauptet wird, hätten die diesseitigen
Verteidiger die Lebensmittellieferungen an die Flüchtlinge gesperrt, oder ihnen
die Kinder weggenommen. Wer hetzte gegen wen? Da sind viele Fragen offen.
Ambrosius wollte die Goten auf keinen Fall einbürgern. Er sah Ursachen zu
befürchten, sein Fundament der Orthodoxie könnte ins Wanken geraten.
Rücksichtslos kämpfte er deshalb für „sein“ Trinitäts-Dogma, das sich bis ins
21. Jahrhundert hinein „retten“ konnte, allerdings sehr angeschlagen.
Innerhalb
des römischen Hoheitsgebietes lebten bereits allzu viele nichtgotische Arianer.
Alteingesessene Nichtkatholiken, zäh und entschlossen im Bewahren ihrer
ererbten Überzeugungen. Wie werden diese Kräfte reagieren? Was Gratian ganz und
gar nicht verstehen konnte, warum sollen die beiden Christengruppen überhaupt „tödlich“ verfeindet sein? Gratians
Bischöfe, besondern die zu Sirminum, seiner Heimatstadt, wirkten ebenfalls auf
den Kaiser ein. Sie schrieben Briefe in der Absicht ein Gegengewicht zu
Ambrosius zu bilden. Gratian widerstand seinem „Berater“: Das sind doch
Mitmenschen, Christen die aus Verzweiflung bettelnd, sozusagen vor der Tür
ausharren. Für ihn
war es wichtiger „christlich“ zu handeln, als verstörend auf einer nicht nur
ihm fremden Formel herumzureiten. Andererseits schätzte er Ambrosius den
exzellenten Juristen zu sehr.
Verunsichert stand der nun, 378, 19-jährige Gratian da. Seit 375
amtierte er als Kaiser. Vor dem Ausbruch des für ihn ersten Krieges, musste er
vor sich selbst verantworten was zu tun sei. Doch Ambrosius betonte nun
zunehmend seine persönliche Denkrichtung:
Unser Staat ist wichtiger als der Häretiker Arius: Ich bin „fest davon überzeugt, dass der Glaube an Gott und die Treue zum
Imperium Romanum untrennbar miteinander verbunden sind.“ Academia. edu
Da liegt der Pferdefuß. Er malte die
bunte Welt Schwarz-Weiß. Er entmischte nicht. Im Interesse des Imperiums, dürfe Gratian nicht arianisch handeln,
denn „der („richtige“)
Glaube des Herrschers (gewährleistet) mehr als die Tapferkeit der Soldaten den
Sieg...“ Ambrosius behauptete: „Jesus Christus soll das römische Heer (gegen die uns Wesensfremden)
führen“. Welches Urteil, angesichts der Tatsache, dass Arianer
lediglich wagten ein anderes Bild von der Gottheit zu hegen:
Trinitarischerseits hieß es erbarmungslos: „deshalb
sind sie unsere Todfeinde.“ Welcher
Unsinn!
Welches Bild! Selbst
Feldherr Hindenburg glaubte seine Gottesvorstellung sei die richtige.
Eintausendfünfhundert Jahre später, stellte er sich den lieben Gott als auf
einer Wolke sitzend vor, der den deutschen Truppen huldvoll zulächelt, während
diese die Söhne und zukünftigen Ehemänner russischer Frauen, allesamt in die
tödlich-tückischen masurischen Sümpfe treiben.
Ambrosius hätte wissen müssen, mit Jesus dem Fürsten des
Friedens und seiner Lehre der Versöhnung hatte seine Kriegstreiberei nichts zu
tun.
Finsterster Konstantinismus war das. Angesichts der Tatsache, dass viele Goten sich auf den Namen Jesu Christi hatten taufen lassen, was einer Verpflichtung auf dessen Lehre von der Pflicht rechtschaffen zu handeln gleichkam,
damit wäre er zwingend dazu verpflichtet gewesen diplomatische Schritte einzuleiten. Gratian grämte sich. Seitdem die Asiaten den Reflexbogen als Waffe erfunden hatten, war ihnen kein europäisches Heer mehr gewachsen, außer dem römischen, natürlich.
Für die Goten ging es um Sein oder Nichtsein. Gratian handelte
nun, Ambrosius zum Trotz, und veröffentlichte, in diesem kritischen Herbst 378,
in Sirmium, sein Gesetz zur „Freiheit
aller Glaubensrichtungen“ (ausgenommen wurden drei intolerante manichäische
Gruppen). Das bedeutete: Er werde den Goten Schutz und Frieden geben.
Eigentlich müsste Ambrosius dem Kaiser zugestehen, dass er größer ist. Aber, nun
von Angst getrieben ging Ambrosius aufs Ganze und verlangte in seinen Briefen „de fide“: „Die Arianer (Italiens und die Goten, G.Sk.) haben sich
gegen die Kirche Gottes verschworen…“
So,
- woher weiß er das? Als Jurist kann er doch unterscheiden zwischen einer
Befürchtung und einer begründeten Annahme. Wenn sie schon nicht deine
unmittelbaren Glaubensgenossen sein sollten, sind sie doch Mitmenschen, die aus
Kindern, Alten, Kranken und mehr bestehen.
„Nein! Sie verdienen die
Vernichtung!“
Eben
das ist die Grundlüge die aus grimmigem Bauch kommt! Es ist eine erwiesene
Dämonisierung. Sie betraf eine große Gruppe Menschen die lediglich jenen
Trinitarismus abwiesen, den Sir Isaac Newton leidenschaftlich als „falsche, infernalische Religion …“ erkannte
und „seine Bekenner … (als)
‚Götzenanbeter …“ (bezeichnete). Harro
Heuser: „Der Physiker Gottes – Isaac Newton
Ambrosius
wütete weiter: „…Der Kaiser soll,
gerüstet mit dem Schwert des Glaubens, dem Sieg entgegen ziehen... Der Krieg
gegen die Goten und der Sieg über sie seien von Hesekiel geweissagt worden. Die
Goten sind Gog, von denen der Prophet (Hesekiel) schreibt, dass er mit Gottes
Hilfe vernichtet werde... Gunter Gottlieb „Ambrosius von Mailand und Kaiser Gratian“
Gratian
müsse sich ganz den militärischen Aktionen widmen „und daran denken die Siegeszeichen aufzurichten... so wollte Ambrosius
„den Kaiser für seine kirchenpolitischen Ziele gewinnen und den (angenommenen)
Gegnern der (katholischen
Kirche) den Kampf ansagen.“ G.
Gottlieb „Ambrosius von Mailand und Kaiser Gratian“
Von welchen Siegeszeichen ist die Rede? Waren es die von
Victoria im Jahr 309 an Konstantin angedeuteten? Ambrosius schloss von sich und
seinem Wesen ausgehend, auf die Anführer seiner angeblichen Feinde, aber,
keineswegs selbstkritisch. Die bedauernswerten Gegenüber hielt er für ebenso
machtbesessen wie er selbst handelte. Hier liegt die kritische Schnittstelle.
In dieser Situation hätte sich das Christentum als versöhnende Kraft erweisen
müssen. Nach nochmaligem kurzfristigem Aufbäumen schwieg Gratian. Es hieß nur: fortan „wies Gratian die Arianer ab und
folgte Ambrosius.“ Daran ist zu
ermessen, wie sehr der „Berater“ dem jungen, Verantwortung tragenden Imperator
geistig überlegen war. Gratian verlor die entscheidende Schlacht.
Man fragt sich, warum Ambrosius nach dieser Katastrophe von 378
seinen Einfluss beim Heer und vor Theodosius I. (- der schon kurz nach dem
Desaster, im Januar 379 von Gratian zum Augustus erhoben worden war, -) nicht
verlor. Alle maßgeblichen Kreise wussten, wie verderblich sich Ambrosius
militärisch ausgerichtete, hetzerischen Parolen auswirkten. Die Militärs
folgten ihm dennoch. Sie hatten die „Siegeszeichen“ aufgerichtet und dennoch
verloren. Mit „de fide“ hatte Ambrosius die Legionen in die Kämpfe hinein
gehetzt. Da sprach er noch kühn und: „mit
Gewissheit von den zu erwartenden Erfolgen des Kaisers gegen die Goten...“ Unermüdlich hatte er prophezeit, dass schwere
„Strafen …die Gegner des Glaubens und des
römischen Imperiums treffen werde...“ Günther Gottlieb
„Ambrosius
von Mailand und Kaiser Gratian“
Entgegen der Prophezeiungen Ambrosius „bot das römische Heer keinen Widerstand mehr... überall zogen die Goten ... durch das Land... bis an die Grenze Italiens herrschten sie nach Belieben.“ Ebenda
Gratian hätte in seiner ursprünglich toleranten Gesinnung
festbleiben sollen. Das wäre, für das kriegsmüde Volk dies- und jenseits der
römischen Grenzen der bessere Weg gewesen, Der Staat hat sich, erst recht nach
Jesu Worten: „Gebt dem Kaiser was des
Kaisers ist und Gott was Gottes ist“, aus innerkirchlichen Angelegenheiten
herauszuhalten, wie die Kirche aus den machtpolitischen Anliegen des Staates,
sonst handeln auch die Menschen die in seiner Nachfolge stehen, eher aus
Klugheit und Berechnung und nicht aus innerer Überzeugung. Demgegenüber ist
Christi Religion darauf ausgerichtet Menschen zu überzeugen Frieden und
Harmonie zu stiften, soweit es ihnen möglich ist. Darin zeigt sich der
christliche Glaube, nicht in salbungsvollen Worten und dummen Parolen. Dietrich Bonhoeffer, unser aller Vorbild, setzte sich,
obwohl es höchst gefährlich für ihn war, für die Juden ein. Vor einer Gruppe
Pfarrer forderte der großartige Mann: „Es
reicht nicht, die Opfer unter dem Rad zu verbinden. Man muss dem Rad selbst in
die Speichen fallen.“ Das hatte er
bereits im April 1933 schon einmal zum Ausdruck gebracht, als deutlich wurde,
was den Israeliten widerfahren wird. Bedauerliche Tatsache ist, dass sowohl die
Geistlichen damals, sowie auch einige
deutsche „Mormonen“ Dietrich Bonhoeffer nicht zustimmten. War es angst, oder
Blindheit? Ambrosius von Mailand, der ein guter Christ sein wollte, und im
Vollbesitz staatlicher Macht stand, war nicht blind, aber verrückt, versessen
darauf seines Gottes größter Held zu sein. Alles wankte, Ambrosius stand.
Auf Grundlage moderner Einsichten erhebt sich die
Frage, wer war dein Gott Ambrosius von Mailand? Hast du jemals Entrechteten
beigestanden?
Bonhoeffers Gott war auf jeden Fall ein
anderer.
Noch, nach der Niederlage der römischen Truppen, 378. deren Sieg
er noch zwei Jahre zuvor prophezeite, blieb ihm ja Italien. Noch hätte er das
Rad der Gewalttätigkeiten stoppen können. Wie ein leichtfertiger Kaiser zog er
nicht die Konsequenzen in Richtung Frieden, sondern er konnte mit diesen
Niederlagen leben. Er konnte seine Macht nach innen sogar noch ausbauen, auch weil die Goten mit dem Erreichten
wider Erwarten zufrieden waren und
ihren Arianismus nirgendwo mit Gewalt durchsetzen
wollten. Das nun folgende Geschehen
wurde bis in die Gegenwart zum kirchenpolitischen Muster aller Kirchengroßen
bis Vatikanum II.
1500 Jahre
hindurch sollte die konstantinisch-ambrosianische Drohbotschaft weiterhin von
Kirchenkanzeln her, gelten: Gehorche! „… andernfalls
kommst du in die Hölle“. Das änderte sich, wenn auch noch nicht endgültig,
mit dem Ende des katastrophalen Ersten Weltkrieges. Bis dahin war die
Verblendung der Dreifaltigkeits-Priester groß und ihre immer noch streckenweise
widerliche Religion galt als Normalität: „...jubelnd
begrüßten katholische und protestantische Geistliche den Ausbruch des Ersten
Weltkrieges … Hei, wie es saust aus der Scheide! Wie es funkelt im
Maienmorgensonnenschein! Das gute deutsche Schwert, nie entweiht, siegbewährt,
segensmächtig. Gott hat dich uns in die Hand gedrückt, wir halten dich umfangen
wie eine Braut...komm Schwert, du bist mir Offenbarung des Geistes... im Namen
des Herrn darfst du sie
zerhauen.“ Pfarrer
und Hochschullehrer Weber „Jugendlexikon Religion“ RORORO
Mehr
als 95 % aller Militärs zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren wenigstens dem
Namen nach Christen, die einander „zerhauen“ sollten. Verwundert fragten sich
nicht wenige danach von welchem Gott in solchen Predigten die Rede war. Und im 21. Jahrhundert? „Patriarch Kyrill erklärte den Ukrainekrieg zum Heiligen Krieg. Er
sieht Russland im Kampf gegen Satanismus.“
Frankfurter Rundschau 03. 24 Obwohl er diesen Unfug verkündete blieb die
ROK Mitglied im Weltkirchenrat. Es gab heftige Proteste die abgeschmettert
wurden, denn „diese Kirche bekennt sich doch zum Nicänum.“ Welch
Kriterium! Sollte Putin siegen könnte er eventuell von einigen Mittrinitarier
Glückwünsche erhalten.
Kein
Wunder, das der Patriarch straflos arrogant auftreten darf, denn für ihn,
Kyrill, steht die Welt ohnehin Kopf. Der blutige Kaiser Konstantin der Vater
des trinitarischen Neugottes und Ambrosius von Mailand sind für ihn große
Heilige. Ebenso zählt zu diesem illustren Kreis auch der Großfürst Wladimir I.
(956-1015), als Urheber der Russisch-Orthodoxen Kirche.
Dieser Unhold, der nicht wenige
seiner Frauen ins Verderben stieß, ...
„befahl, 988, allen Stadtbewohnern sich im Fluss taufen zu lassen. Wer sich
weigerte, wurde mit dem T O D bestraft... Die Druschina (das
Kriegsgefolge des Fürsten) führte in allen Ecken des Reiches mit Gewalt Zwangstaufen durch.“ Fritz
Pleitgen und Michael Schischkin „Frieden oder Krieg...“ So mittels Gewalt „… entstand, 988, die für die Orthodoxie typische Symphonia von Staat
und Kirche.“ Ökumenisches
Heiligenlexikon
Unvergessen ist, dass Ambrosius an Gratian sozusagen im Befehlston schrieb: „…Der Kaiser soll, gerüstet mit dem Schwert des Glaubens, dem Sieg entgegen ziehen.“ Es ist an der Zeit, dass Korrekturen an veralteten Geschichtsbildern vorgenommen werden. Die arianischen Goten erfuhren bald entsetzt, Einzelheiten, bezüglich des Heidengottes Sol Wikipedia: invictus, dem die Katholiken des Typs Damasus, Athanasius, Ambrosius immer noch wohlgesonnen oder eher unbewusst Ehre erwiesen. Sie hörten später, dass im Lateranpalast sein Bildnis hinge, dass er - Sol - und Jesus in den Augen der Trinitarier miteinander 325 zu Nicäa verschmolzen wurden. Die germanischen Goten schüttelten zwar die Köpfe, aber propagandistisch beuteten sie - soweit bekannt - diese Ungeheuerlichkeit nicht aus, obwohl das angemessen, und vielleicht nötig gewesen wäre, um die gefährliche Großmäuligkeit der militanten Trinitarier zu bremsen.
Ambrosius
förderte nach der großen Niederlage noch strengere Abgrenzungen zum Arianismus.
So verkündete „der Staat“, den er dirigierte, das Zwangsgesetz Cunctos
populos. Kaiser Valens starb zu früh, er
hätte mindestens der Gleichberechtigung das Wort geredet.
Nun
war der Weg frei von ernsthaften Hindernissen für Ambrosius Trinitarismus. Es galt nun erst recht, für ihn, Gratian den
Wankelmütigen völlig auf seine Seite zu ziehen. Und Gratian kuschte.
Wirklich? Wie
auch immer, Ambrosius von Mailand legte die Gründe für die spätere Eliminierung
eines harmlosen Volkes, das im Besitz des anscheinend echten Tempelrituals war.
Die
Religion der Goten Wulfilas
Linguist Boris Altschüler veröffentlichte
interessante Sprach-Vergleiche, die nahelegen, dass die Goten nicht nur
religiös-kulturell, sondern auch genetisch mit israelischen Gruppen verwandt
sein könnten oder sind. Es gibt zudem sichere Erkenntnisse, dass zumindest die
arianischen Ostgoten Ravennas im Besitz des salomonischen Tempelrituals waren
und dass die Eingeweihten auf ihren Tempelkleidern Symbole trugen wie sie die
Tempelinsider der Kirche Jesu Christi Heiligen der Letzten Tage kennen. Im persönlichen Gespräch wurde deutlich, dass
Boris Altschüler den 10. Glaubensartikel der „Mormonen“ kannte, der wie folgt
lautet:
„Wir glauben an die buchstäbliche Sammlung
Israels und die Wiederherstellung der
Zehn Stämme, dass Zion (das neue Jerusalem) auf dem amerikanischen
Kontinent errichtet werden wird, dass Christus persönlich auf der Erde regieren wird
und dass die Erde erneuert werden und ihre paradiesische Herrlichkeit empfangen
wird.“
Mitglieder jüdischer Logen erkannten, und beschrieben im Internet, dass die gotischen Tempelrituale auf Hiram Abiff zurückgehen, den Baumeister des salomonischen Tempels. Von Bedeutung ist, dass der Altar vor dem Cover steht, der den Vorhang schützt. Etwa, dass Theodora oder ihr Ehemann Kaiser Justinian einen Schein vorweisen, der sie privilegiert am Ravennischen Kult teilzunehmen. Ebenso benötigen potentielle Tempelbesucher der Heute Zeit einen Empfehlungsschein ihres Bischofs.
Albert Champdor belegt, aus neutraler Position, aber nur indirekt, dass die im alten Ägypten gepflegten Tempelrituale urjüdisch sind. „Das ägyptische Totenbuch“
Wikipedia
San Apollinare: neben Theodora Kaiser Justinian
Kaiser
Justinian kam von Konstantinopel herüber nachdem seine Armeen 553 die Ostgoten bezwungen hatten. Justinian
hatte diesen ungerechten Krieg als Rettungsaktion
zu Gunsten des Trinitarismus gestartet.
Er wollte gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen, nämlich die
alte Reichsherrlichkeit wieder herstellen und die arianischen Ostgoten
entmachten.
Zurück in die Tage des Ambrosius von Mailand
Gewisse Geschichtsschreibung versucht bis jetzt ihr Bestes,
Ambrosius aus der Schusslinie zu ziehen. Doch er ist mitverantwortlich für
Justinians Gotenkrieg, denn Ambrosius hat es ihm beigebracht, dass Arianer
Gottesfeinde sind.
Im Februar des Jahres 380 wurde das Staatsgesetz „Cunctos populos“ verkündet. Es führte zur Verfinsterung Europas. Zum Zeitpunkt der
in-Kraftsetzung war Ambrosius de facto die oberste Instanz des römischen
Imperiums.
Aber die „Deutsche Enzyklopädie“ schreibt:
„Das Dreikaiseredikt „Cunctos populos“ wurde am 28. Februar 380 in
Thessaloniki von den römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian
II. verabschiedet. Es beendete die nominelle Religionsfreiheit des 4.
Jahrhunderts und gilt als ein wesentlicher Schritt, um das Christentum zur
Staatsreligion zu machen."
Unhaltbar ist die Behauptung die drei erwähnten Kaiser seien die Väter
des Unrechtsgesetzes! Die Daten und Fakten passen nicht zueinander. Alle
Kirchenhistoriker wissen:
-
dass
Theodosius I. (347-395) damals, als er den Katholizismus zum "Sieger"
der Geschichte erklärt haben soll, noch kein Christ war. Getauft wurde er erst
sieben Monate nach Veröffentlichung von Cunctos populos. „Seine Taufe (im Herbst 380) durch einen nizänischen Bischof stärkte
seine Entschlossenheit, die Lehre von der Dreieinigkeit radikal im Reich
durchzusetzen.“
-
dass Kaiser Gratian (359-395) in Sirmium, im Spätsommer 378 n. Chr. das gegenläufige
„Toleranzedikt“ veröffentlichte. Er gewährte allen Religionen Glaubensfreiheit,
ausgenommen Eunomianer, Manichäern und Photinianern. Danach allerdings
stand er völlig unter dem Diktat seines Beraters Ambrosius (359-397)
-
dass
Kaiser Valentinian II. (371-392) damals, als er angeblich seine Unterschrift
unter das Dekret der Intoleranz gesetzt haben soll, erst neun Jahre alt war. Er
hätte sich damit gegen seine von ihm hochverehrte Mutter Justina erklärt. Sie
stand, wie ihr Sohn, lebenslänglich auf der Seite der Arianer. Mit ihr
gemeinsam kämpfte Valentinian II. nach der Inkraftsetzung des Gesetzes zum
Glaubenszwang verzweifelt und lange Zeit vergeblich gegen die Maßregeln seines
Ratgebers Ambrosius von Mailand.
-
Der
Text des Cunctos populos bekräftigt
mit Nachdruck, dass: „Alle Völker, über die wir (Römer) ein mildes, gnädiges Regiment führen,
sollen (müssen) das ist unser Wille, die Religion annehmen
die der göttliche Apostel Petrus den Römern gepredigt hat, und der wie wir
sehen werden, auch Bischof Damasus von
Rom sich anschließt...“
Alle Völker (sollen) müssen!
Zuleide kamen denn alle, die nicht glaubten wie er, Ambrosius
und Damasus der Totschläger. Insbesondere traf es die Juden, alle arianisch
glaubenden Gruppen und die Hellenen.
„Wer diese Gesetze befolgt soll
den Namen eines katholischen Christen führen, die andern aber... sollen die
Schmach ... tragen, ihre Versammlungshäuser dürfen nicht Kirchen genannt
werden; sie selbst aber unterliegen der göttlichen Strafe...“ „Cunctos populos“
erlaubte fortan Gottesdienste nur den Katholiken.
Ambrosius hatte fortan nur noch einen ernst zu nehmenden Gegner,
seine Erzfeindin Justina, die Mutter Valentinians. Seit seiner Taufe 374 musste
die überzeugte Arianerin und Kaisergattin gegen Ambrosius` rüde Religion
ankämpfen. Die Bearbeiter der Eintragung im Kirchenlexikon Bautz loben dennoch,
Ambrosius sei „tapfer“ aufgetreten und er habe „mit der orthodoxen Bevölkerung dem Befehl, (Justinas) Kirchen an die
Arianer auszuliefern, erfolgreich Widerstand geleistet.“ Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon Verlag Traugott Bautz
Dieses Lob kann wohl kaum ein Demokrat teilen!
Er hatte in seinen Predigten gewagt was wir heute „Hirnwäsche“
nennen. Aufklären darf jeder, manipulieren nicht.
Ambrosius benebelte den Verstand seiner Hörer. Die damaligen, zu allem entschlossenen oberen
katholischen Trinitarier Mailands taten alles um den Bürgern das Recht zu
rauben eigene Glaubensvorstellungen zu bewahren oder zu entwickeln: Ihr Slogan
lautete wie gehabt: „Arianer sind keine Christen.“
Die, die sagen „Mormonen sind keine Christen“ sind desselben
Geistes der Arroganz den wir sonst noch bei islamischen Sittenwächtern finden,
die den Frauen Kleiderschriften auferlegen, sowie andere Zwänge.
Während der Tage des offenen Hauses, 1985, als im
kommunistischen Osten zu Freiberg in der DDR ein Tempel der Kirche Jesu Christi
der Heiligen der Letzten Tage zur Besichtigung freigegeben wurde, trat ein
evangelischer Pfarrer mit den Worten auf: „Hätte
ich eine kleine Bombe, würde ich sie gern unter das Fundament hier legen!“ persönliches Erlebnis
Auch das zielte gegen Religionsfreiheit.
Doch, bist du gegen Religionsfreiheit richtest du dich gegen das
Individualrecht, dann sprichst du dich auch gegen den aus, der im Neuen
Testament Christus genannt wird, auch wenn du seinen Namen unentwegt auf der
Zunge trägst.
Nichts kann das Recht auf Entscheidungsfreiheit ersetzen, das ER
allen gewährt.
Wo die Entscheidungsfreiheit fehlt, da kann die Kirche des
Erlösers nicht sein.
Zuerst lebte die glaubensstarke Justina noch unter dem Schutz
ihres Mannes, Kaiser Valentinians I. (der 375, möglicherweise infolge eines
Schlaganfalls verstarb) Danach hatte sie nicht die Spur einer Chance sich gegen
den mächtigen Kaiser-Beherrscher durchzusetzen, sonst hätte sie den Bürgerkrieg
riskiert. Wiederholt „verweigerte Ambrosius Justina (der amtierenden Kaiserin) die Erfüllung ihres Wunsches den Arianern Mailands zwei Kirchen zu überlassen.“
F-
L. zu Stolberg-Stolberg „Geschichte d. Religion Jesu Christi“
Justina erzog ihren Sohn Valentinian II. der als vierjähriges
Kind Kaiser Roms wurde, natürlich in ihrem Sinne. Bis heute wird Cunctos populos
dennoch als Dreikaiseredikt bezeichnet.
Sieben Jahre lang widerstand
Justina Ambrosius. „Sie war verärgert,
weil Ambrosius (Jahre nach dem Tod ihres Gatten) um 379 ihre Bemühungen
vereitelte ...einen Arianer auf den (Bischofs-)Stuhl zu Sirmium zu befördern“ F-L. zu
Stolberg-Stolberg „Geschichte d. Religion Jesu Christi“
Ambrosius nervte beide, Mutter und Sohn, permanent. Was nahm
sich dieser Emporkömmling gegen sie heraus?
„Als der jugendliche Kaiser Valentinian II.
für seine Arianer, die außerhalb der Stadtgrenze gelegene basilica Porciana
extra murana forderte, wurde ihm dies von Ambrosius verweigert.“ Peter Grossmann „Ägyptische Architektur“
Solidus of Valentinian II
showing Valentinian II and Theodosius I on the reverse, each holding a mappa (beide halten eine Mappe in der
Hand.)
Auffallend ist, dass die Münze mit Valentinian II. demonstrativ
keine Nähe des Kaisers zu Victoria zeigt. Das Erheben der rechten Hand bedeutet
die Anerkennung des allmächtigen Gottes.
Nach der Ostsynode 543 verschwand Victoria von den Münzen. Das ist bemerkenswert.
Justinian war es denn auch der den „Origenismus“, verfluchte kurz vor dem Sieg, 553, über die arianischen Ostgoten.
Konstantin gelang es mit List
und Tücke die Kirche zur Dienerin des Staates zu erniedrigen, doch Ambrosius
kehrte den Spieß um: „Der Kaiser steht in
der Kirche, nicht über ihr.“ Brief an den
römischen Kaiser Valentinian II. (Epistula 75a / 21a, 36
Formaljuristisch kann man das hinnehmen. Aber die von ihm
geförderten, wenn nicht von ihm initiierten Entrechtungsaktionen die sich
massiv gegen alle nichtkatholischen Gemeinden richteten, waren illegal. Kein
Christ war jemals berechtigt Unschuldige ins Abseits zu drängen. Ambrosius
Egoismus sollte profitieren. So attackierte er das Erbe der Antike. Er löschte
Licht. All das war zu viel für die Kaiserwitwe. In der Osterwoche 385 kommt es
zu tumultuarischen Szenen. Ihre Soldaten umzingeln die Basilica Porciana, die
Kirche, sowohl der Arianer wie der Athanasianer.
Doch nicht Ambrosius, Justina musste der Gewalt weichen, die von
der Straße kam. Dass sie sich nicht durchsetzen konnte ist leider wahr, aber
nach Bischof Augustinus „Bekenntnissen“, bekam sie was sie seiner schlimmen
Meinung nach verdiente, die Ohnmacht. Er, der von Ambrosius zum Katholizismus
bekehrt worden war, blickte natürlich durch dessen Brille:
„...
Ein Jahr war es ungefähr oder vielleicht auch etwas länger, da verfolgte
Justina, die Mutter des jungen Königs Valentinian, deinen Anhänger, den
Ambrosius, um ihrer Ketzerei willen,
zu der sie von den Arianern verführt worden war. Das fromme Volk blieb die
Nacht hindurch in deiner Kirche, bereit,
mit ihrem Bischof, deinem Diener, zu sterben... Dort war auch meine Mutter,
deine Magd; vor allen eifrig im Sorgen und Wachen, lebte sie nur dem Gebete.
Wir, noch nicht erwärmt von der Glut deines Geistes, wurden doch von dem Bangen
und der
Verwirrung der Stadt mit
ergriffen...“Augustinus
von Hippo, Neuntes Buch - Siebentes
Kapitel Ambrosius hätte um sein Leben fürchten müssen? Aber, wäre
es so gewesen, dass sie bereit war die gotischen Militärs auf ihrer Seite in
ein Abenteuer zu stürzen, warum unterliegt sie dann den angeblich Schwachen?
Die Antwort lautet: Weil der Arianismus ihr das Blutvergießen untersagte,
agierte sie friedlich! Wie auch immer,
Ambrosius blieb, wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, der ‚Sieger’ in
Glaubenssachen! Auch mit Hilfe von Unwahrheiten.
Ambrosius erweckt den Eindruck seine Nicäner seien zahlenmäßig
den Homöern (eine Arianervariante) weit überlegen. Aber sein
Handeln zeigt seine Befürchtungen. Andererseits ist schon denkbar, dass Justina
in ihrer ohnmächtigen Wut auch ihre (arianische) Leibgarde aufmarschieren ließ,
denn Augustinus lügt nicht.
Augustinus glaubt Ambrosius aufs
Wort, so klingt es; „Damals offenbartest
du deinem Bischof, dem schon erwähnten Ambrosius, wo die Leiber der Märtyrer
des Protasius und Gervasius verborgen ruhten, die du so viele Jahre hindurch im
Schoß deiner Verborgenheit unverwest verwahrt hattest, um sie zur rechten Zeit
zur Bändigung der Wut jenes Weibes, das doch eine Kaiserin war,
hervorzubringen. Denn als sie aufgefunden und ausgegraben mit den ihnen
zukommenden Ehren zur Basilika des
Ambrosius gebracht wurden, da wurden nicht nur die, welche von unreinen
Geistern besessen waren, nach dem Bekenntnis ihrer Dämonen selbst, geheilt,
sondern auch ein angesehener Bürger, der mehrere Jahre hindurch blind war. Als
dieser nämlich nach der Ursache fragte, warum das Volk vor Freude jauchzte, und
es hörte, da sprang er hinaus und bat seinen Führer, ihn dorthin zu führen.
Nachdem er in die Kirche eingetreten war, bat er um die Erlaubnis, mit seinem
Schweißtuche die Bahre der Heiligen berühren zu dürfen, deren Tod ist wert
gehalten vor dem Herrn. Als er dies tat und dann seine Augen damit berührt
hatte, da wurden sie sogleich ihm aufgetan. Der Ruf davon aber verbreitete sich
weit und breit; alles war voll deines Lobes, und der Sinn jener Feindin wurde, wenn auch nicht zu gesundem Glauben
fortschreitend, doch von der Wut zurückgehalten. Dank dir dafür, o mein Gott!“ Aurelius Augustinus
„Bekenntnisse“
Da mischten sich Wunschdenken und Absicht, Dichtung und
Wahrheit.
Die Leichen von „Protasius
und Gervasius“ und die mit ihnen verbundenen „Wunder“ ins ohnehin unsaubere
Spiel zu bringen, verschaffte Ambrosius die nun bedingungslose Anerkennung und
Hingabe der Leichtgläubigen seiner Hauptstadt. Es bedeutete für viele Wankende:
du musst mit den Wölfen heulen.
Natürlich macht bedenklich, dass Augustinus in seinen
Bekenntnissen mit absolut märchenhaftem
Text fortfährt, als sei es dringend notwendig Ambrosius wieder aufzuwerten.
Aus Sicht der Arianer sowie einiger Historiker ist Ambrosius
unehrlich: „Der Effekt besteht natürlich darin, seine Gegner zu
isolieren, sodass sie als fremde Eindringlinge erscheinen, die eine reine und
ungestörte Mailänder Gemeinschaft verunreinigen… Wenn die
„Basilikakrise“ tatsächlich nur die jüngste Ausprägung einer etablierten
Rivalität in der Stadt war, ist es schwer vorstellbar, dass sich jemand von
Ambrosius’ Bemühungen hätte überzeugen lassen, sie als isolierten Angriff eines
zugezogenen Bischofs und seiner ausländischen Günstlinge darzustellen.
Vielleicht entschied sich Ambrosius dennoch
dafür, die Situation falsch darzustellen…
Sicherlich war er keineswegs ein
unparteiischer Zeuge, und er war oft mehr daran interessiert, die Ereignisse zu
beeinflussen – nicht zuletzt durch seine Darstellung – als sie korrekt
wiederzugeben. Die gängige Lesart der
Berichte des Ambrosius setzt jedoch voraus, dass sein unmittelbares Publikum in
Mailand bereit war, eine verzerrte Version der Ereignisse zu akzeptieren, …“ Michael Stuart Williams No Arians in
Milan?
Ambrose on the Basilica Crisis of
385/6
Gemäß
der Catholic Answers Encyclopedia und weiteren historischen Quellen wie dem Theodosianischen Kodex erließ Kaiser
Valentinian II., als jetzt 15-jähriger Regent, am 23. Januar 386 ein Edikt, gegen die Absichten Ambrosius. Es garantierte den Arianern
weitreichende Freiheiten und Schutz. Nun war er kein hilfloses Kind mehr. Soll nun, im 21.
Jahrhundert, die Unwahrheit weiterhin gelten, dass der Arianer, Kaiser Gratian,
und Kaiser Valentinian II zu den Verfassern bzw. Unterzeichnern gehören?
Bestenfalls
ist Cunctos populos ein „Einkaiseredikt“, schlimmstenfalls ist es das reine
Produkt des Ambrosius. Er hasste auch
das Judentum. Er hielt seinen Regierungsstil für perfekt. Aber seine
Überspitzungen und Änderungen sollten ungeheuren Schaden anrichten. Das muss man
näher betrachten. Die Arianer wurden angeklagt, weil sie wie ihre Eltern
urchristlich glaubten. So einfach geht
das, wenn man, wie auch immer, an die Hebel der Macht gelangte. Die Nazis und
die Sowjets machten es Ambrosius nach, wer sich eigensinnig gegen die „einzig
richtige Politik der Partei“ aussprach, der war Feind. Bis heute kämpfen die
Trinitarier gegen Windflügel.
Alle Änderer des urchristlichen Systems, wie Callixt I.,
Ambrosius von Mailand und Augustinus, samt ihrem Anhang, müssen sich die Frage
gefallen lassen, was vom Christentum übrigbleibt, wenn seine Exponenten zur
Gewalt greifen, um sich durchzusetzen. Schon Laktanz (240-320) Elitechrist,
eine Generation vor dem ersten ökumenischen Konzil, hatte gewarnt: „Das jemand unter Zwang etwas verehrt, das
er im Ernst gar nicht verehren will, kann nur zur Heuchelei und Simulantentum
führen.“ Hans Maier, „Compelle
intrare“ Uni München
Zudem förderte Ambrosius die Unmoral, obwohl er dies durchaus
nie beabsichtigt hatte. Er suggerierte nicht nur den Priestern seiner
Kirche: Gott vergibt dir immer!
Es kann sein, dass Ambrosius besonders an einen Satz des 1.
Sixtus (Xystus), dachte, der von 116-125 als einer der römischen Bischöfe
amtierte. Dessen Behauptung lautete (angeblich): „Die Kirche ist immer heilig, ganz gleich wie sündig ihre Priester
sind.“ Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon Traugott Bautz
Kein Dogma, abgesehen vom Nicänum, hat mehr Menschen in die Irre
geführt. Ambrosius rundete diese Unwahrheit konsequenterweise noch auf: „Es kann keine noch so verruchte Schandtat
begangen oder gedacht werden, welche die heilige Kirche nicht nachlassen
könnte.“ Gerhard J. Bellinger „Der
Catechismus Romanus und die Reformation“
Allein
dieser markante Ambrosius-Satz verleitete selbst sonst angesehene Geistliche zu
Übeltaten und unzähligen Fehlentscheidungen. Umgehend tauchen bei Belesenen
jene Bilder auf, die Martin Luther 1510 zeichnete: „Heiliges Rom“ betete er auf
Knien liegend, als die Silhouette der Stadt auftauchte. Dann fiel er fast in
Ohnmacht als er eine Messe besuchte und die Worte des Priesters hörte, während der
die Hostie in die Höhe hielt: „Panis es,
panis manebis; vinum es, vinum manebis.“, „Brot bist du, Brot bleibst du“
Anschließend
umarmt er seine Konkubine, ihm wird doch mit der nächsten Beichte alles
vergeben.
Aber!
Wer seinen Nächsten um sein Erbe betrügt, Kinder schändet und Freien die
Freiheit seiner Glaubensüberzeugungen verbietet, ist hinter Schloss und Riegel
zu verbringen. Im 13. Jahrhundert galt es dann ambrosianisch: „Es ist tatsächlich ein ungeheurer Schatz an
Verdiensten vorhanden, der sich aus den frommen Taten ... zusammensetzt, welche
die Heiligen über das hinaus vollbracht hatten, was zu ihrer Seligkeit
notwendig ist... dass den Treuhänder dieses kostbaren Schatzes den römischen
Pontifex ermächtigt, denen die er für geeignet hält, einen Teil dieser
unerschöpflichen Quelle des Verdienstes zuzuerkennen... so ausreichend, dass
die Übeltäter von der für ihre Missetaten vorgesehen Strafe befreit werden.“
James Talmage, „Jesus der Christus“
Nicht
korrekt ist, zu sagen: generell gemeint wäre, die Kirche gewähre lediglich
einen Ablass von Kirchenstrafen. Das beweist ein Urteil „im Fall des Mordes des Statthalters der Lombardei, Azzo Visconti an
seinem Oheim Marcus im 14. Jahrhundert.
Papst Johannes XXII. nahm von diesem Mörder Geld und erklärte, Gott
gedenke seiner Sünden nicht mehr. Visconti sei nun mit dem Reich Gottes
ausgesöhnt.“ Schlosser, Weltgeschichte Bd VI. S. 390-391
Dass
Geld, auch schmutziges, jedes Tor zum Reich Gottes öffnen könne, wollte der
heimkehrende Luther weder verstehen, noch unwidersprochen hinnehmen. Das
brachte die Reformation zuwege. Die
Priesterbeichten dienten nach Ambrosius dazu einander das Gewissen zu
erleichtern, nicht jedoch vorrangig um ein bestehendes Problem zu lösen oder um
die Besserung des Übeltäters zu erwirken, wozu sie ursprünglich gedacht waren.
Es ist Ambrosius Mitschuld, dass Bischöfe der katholischen Kirche viele
Jahrhunderte hindurch, weltweit ihren Priestern Kindsmissbrauch u.a. schwere
Verfehlungen wie Fälschungen und
Gewaltanwendung, vergaben, statt nach der Regel zu handeln die
Paulus gab: „Schafft den Übeltäter weg
aus eurer Mitte“ 1. Kor. 5: 13
Aber die Übeltäter wurden nicht
selten nur in eine andere Pfarre versetzt.
Solche Aussagen, wie die durch
Ambrosius formulierten, richteten sich direkt gegen die Weisungen Jesu: „jeder Baum der keine guten Früchte bringt
wird abgehauen.“ (ausgeschlossen, exkommuniziert) Doch, „Ambrosius
wird von allen christlichen Kirchen (katholisch, orthodox, anglikanisch und
lutherisch) hochgeachtet. Er zählt zudem zu den vier ursprünglichen
Kirchenlehrern des Abendlandes“ SmartGuide „Leben des Heiligen Ambrosius“
Er hat es gut gemeint, keine Frage, aber sein eiserner Wille,
die Knospe aufzubrechen, um schnell ihre Blüte zu sehen, zerstörte die
Freiheiten sämtlicher Hellenen, die Rechte der Paganen aller Richtungen, die
Religionen der Manichäer, Mandäer und anderer gnostischen Gruppen, wie die
Lebensweise der hochchristlichen Priscillianisten und die Hoffnungen sämtlicher
bereits genannten urchristlichen Splittergruppen und die der Goten.
Schätzungsweise 70-80 Prozent der damaligen Bevölkerung des römischen
Herrschaftsbereiches sollten fortan gegen ihr Gewissen „gehorchen“ , sonst
kommen sie nicht in den Himmel. Ambrosius zeigte der Welt wie man Kritiker
kaltstellt. Mit seinem Einverständnis,
der Tempel- und der Synagogenzerstörungen beschwor er auf Basis von Cunctos
populos das Dunkelgrau des Mittealters herauf. „Im Jahr 387 zündeten Christen in Rom eine jüdische Synagoge an. Ein
Jahr später geschah in Kallinikum am Euphrat mit Zustimmung des dortigen
Bischofs dasselbe. Theodosius befahl die Schuldigen zu bestrafen und die
Synagoge wieder aufzubauen. Gegen diese
Entscheidung wandte Ambrosius sich in einem langen Brief an den Kaiser. Darin
solidarisierte er sich… mit dem brandstiftenden Bischof… „Ich Ambrosius erkläre, dass ich die Synagoge in Brand gesteckt (habe)…
eine schwerwiegende Sache ist es, wenn du deinen Glauben um der Juden willen in
Gefahr bringst… nichts ist erhabener als der Glaube“ … Theodosius gibt nicht
nach, daraufhin suchte Ambrosius die direkte Auseinandersetzung… (Ambrosius demütigt Theodosius öffentlich. G.
Sk) Die Synagoge von Kallinikum … wurde
nicht wieder aufgebaut.“ Herbert
Gutschera, „Geschichte der Kirchen“
Ambrosius
glaubte seine Ideen würden nun unangefochten allgemeine Kirchenlehre. Sonderbar
bis zur Stunde ist und bleibt, dass Konstantins „Jotaklau“ immer noch als
hochchristlich gilt. Es ist fromme Überheblichkeit die ihre Daseinsberechtigung
immer noch aus der Menge von Lippenbekennern ableitet.
Dr.
Kai Funkschmidt von der Evangelischen Zentralstelle für Welt-anschauungsfragen
Berlin, goß sogar noch Wasser auf die Mühlen jener trinitarischen Eiferer, die
tatsächlich über einen auffallend schmalen Horizont im Bereich Dogmengeschichte
verfügen: „Wer die eigene Christologie
ernst nimmt, muss feststellen: Gotteslehre und Christologie der HLT (der
Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) sind nicht christlich.“ Lexikon der evangelischen Zentralstelle für
Weltanschauungsfragen
Die „Styler
Missionare“ bekräftigen: „Mormonen“
„(lehnen) die Lehre von der Dreifaltigkeit strikt ab. Allein diese Tatsache
abgesehen von den bisweilen mehr als seltsamen Offenbarungsinhalten, machen
deutlich, dass wir es hier nicht mit
einer christlichen Konfession zu tun haben.“ 01.04.2012
Pater Hans Peters SVD Verurteilung nennt man das. Dass es Konstantins Geist ist, der sich hier
zu Wort meldet, macht die Sache nicht besser. Wer immer bemüht war sich ein eigenes Urteil
zu erarbeiten, wird in jedem Fall nicht gerade auf das Bekenntnis von Nicäa
schwören, jedenfalls nicht soweit es die Beschreibung der Gottheit betrifft.
Noch 60
Jahre nach Ambrosius Ableben und mehr als 100 Jahre nach Nicäa „verbot Kaiser Markian (390-457) im Anschluss an das Konzil von Chalkedon
(451) ... öffentliche Diskussionen über theologische Fragen. Denn die
Beschlüsse von Chalkedon stünden im Einklang mit dem Konzil von Nicäa...“. Karl Leo Noethlichs
„Die
Juden im christlichen Imperium Romanum“ Studienbücher, Akademie Verlag
2001
Das lässt
tief blicken.
Als käme es
darauf an. Gelegentlich bemühen sich
gewisse Trinitarier darum zu belegen, dass Männer wie Tertullian und Marcion
von Sinope (85-160) ihre Vorläufer im Glauben an den dreifaltigen Gott sind.
Das ist
sträflich inkorrekt.
Beschönigungen,
sowie die Bemühungen Ambrosius rüdes Machtstreben klein zu reden, sind durchaus
geeignet den Blick zu trüben. Er handelt, als wäre er von Gott gesandt, mit dem
Auftrag möglichst viele Menschen unglücklich zu machen. „Ambrosius,
der Bischof von Mailand, beginnt alle Tempel seines Gebietes zu zerstören. Die
christlichen Priester führen den hungrigen Mob gegen den Tempel der Demeter in
Eleusis und versuchen, die Hierophanten Nestorius und Priscus zu lynchen. Der
95 Jahre alte Hierophant Nestorius beendet die Eleusinischen Mysterien und
verkündet die Herrschaft geistiger Dunkelheit über die menschliche Rasse. Am 2.
Mai 381 beraubt (der
unter massivem Einfluss des Ambrosius stehende G.Sk.) Kaiser Theodosius die Christen, die zur
heidnischen Religion zurückkehren, aller ihrer Rechte. Im gesamten östlichen
Imperium werden Tempel und Bibliotheken geplündert oder niedergebrannt.“ Vlassis G. Rassias,
“Christian
Persecution against the Hellenes “
Im Jahr 385,
- 5 Jahre nach der Veröffentlichung von Cunctos populos - werden zu Trier,
Deutschland mindestens sieben spanische Bischöfe geköpft, obenan Priscillian
von Avila. Sehr wahrscheinlich weil
diese Bischöfe arianisch lehrten. Priscilian wurde angezeigt. Die Petze kam von „den schlechtesten Elementen des spanischen Episkopats die gegen ihn in
vorderster Front standen, Priscillian wurde
der Zauberei angeklagt. Hauptkläger „Ithiacus wird als schamloser und sittlich verkommener Schwätzer
bezeichnet und Ydascius wurde von seinem eigenen Presbyterium (Ältestenkollegium) in den Anklagezustand versetzt, sein
Lebenswandel kam weiterhin in schlechten Ruf. Priscillian (dagegen) lebte der Welt vor, was er lehrte… Durch
Folterungen und „inquisitorische Technik
des Präfekten Euodius gelang es, Priscillian und die seinen das Verbrechen der
Magie und der organisierten Unzucht gestehen zu lassen. Die meisten wurden mit
dem Schwert hingerichtet.“ Lietzmann
„Geschichte der Alten Kirche“ W. De Gruyter, 1999
Priscillian hatte sich zuvor Beistand suchend
an Ambrosius und „Papst“ Damasus gewandt, leider umsonst. Natürlich war
Ambrosius hinterher betroffen. Verhindert hat er diese Morde nicht. Santiago
Fernández Ardanaz „Professor für
Religionsgeschichte, Religionsanthropologie und Philosophie, sieht Priscillian
als einen Systemkritiker, der die grundlegenden Werte der herrschenden
kirchlichen und weltlichen Macht in Frage stellte. Ein System, das auf
Geldmacht, Ruhm und Genusssucht beruhte, in dem Korruption, Betrug und die Gier
nach Besitz und Reichtum bestimmende Maxime waren, obwohl die Kleriker am Altar
Gottes vorgaben, andere Werte zu vertreten. Priscillian rüttelte vehement an
den Grundfesten politischer Überzeugungen seiner Zeit… Priscillians politisches
Programm lautete: „Haltet die Früchte
des Lichts in euren Gedanken, Worten und Taten präsent: Nächstenliebe, Friede,
Freude, Freiheit, Wahrheit, Herzenstreue, Gerechtigkeit, Freundlichkeit,
Sanftmut, Geduld, Güte und Liebe. Fürchtet euch nicht. Schaut ohne Angst auf
die Finsternis und wendet sie zum Licht.“ „Priscillian
und der Sternenweg“
Dass
Priscillian und seine Freunde Arianer waren, wird bestritten. Aber „1889 wurden elf Priscillian zugeschriebene Abhandlungen
veröffentlicht, die seine unorthodoxe Trinitätslehre offenbarten, in der der Sohn vom Vater unterschieden
ist.“ Das englische Original sagt es: „The
question of Priscillian’s orthodoxy has been much discussed. In 1889, 11
treatises ascribed to Priscillian were published, revealing his unorthodox
doctrine of the Trinity in which the Son
differs from the Father.” Encyclopedia
Britannica
Ana Maria C.M. Jorge
Dean of the Faculty of Theology at the Portuguese Catholic University wrote: “Priscillian helps us to achieve a better
understanding of the Christianization process and the orthodox/heterodox debate in late antiquity. …Against a background
of the progressive “Constantinization” of the church, bishops become key
figures who centralize the main forces of the day. … The confrontation between
rival Christian communities – Priscillianist
and Nicean Catholicism – reveals an important facet of the position adopted
by Christians in their relations with civil authorities, as well as the close
ties between Christianity, the top of the ecclesiastical hierarchy and the
Empire. It also gives a clear picture of the work of the bishop of a city in
antiquity, in which the emphasis was on the militant view of the kerigma.” The Lusitanian Episcopate in the 4th
Century.
Nach
Ambrosius Ende legte Kaiser Justinius 543 mit seiner Ostsynode wohl den letzten
Etappen- oder Grabstein für Konstantins „Reich der Zukunft“. Danach sah nicht
nur die „christliche“ Welt chaotisch aus, sterbenskrank. Er löschte die
Erkenntnis vom vorirdischen Sein des Menschen. Solange verstand jeder Christ,
dass sein innerstes Ich aus der Ewigkeit stammt, dass er buchstäbliches Kind
Gottes ist. Das fiel fortan in die Rubrik Häresie.
Bist
du aber erst ein Mensch von deiner irdischen Geburt an, ergibt das eine völlig
neue Theologie. Das macht schon einen Unterschied ob der Vater Bäckergeselle
ist oder der Kaiser des Himmels.
Ambrosius
von Mailand verlieh der vorgeschädigten, im 5. Jahrhundert, faktisch den Status
eines Sklavenhalterstaates, indem er seine Katholiken erheblich über die
Arianer sowie über alle Angehörigen anderer Religionen stellte. Im 6. Säkulum
löschte Justinian fast deren letzten Funken. Was war ab 543, nach seiner
Ostsynode, die Kirche noch, nachdem er auf den Ausstieg aus ihr die Todesstrafe
setzte? „Das Festhalten am „hellenischen“ Glauben bzw. die Apostasie
nach der Taufe wird mit der Todesstrafe geahndet.“ Codex Justinianus, 10,11.
Was
war sie zwischen 550 bis Luther 1517?
Ruiniert
war sie, aber es gab noch ein paar Unerschütterliche. Doch eine einheitliche Führung gab es nicht mehr.
Der katholische Historiker Ludwig Hertling bestätigt es, sein Urteil bezieht
sich auf die letzten Jahrhunderte vor der Jahrtausendwende: Die Verwirrung war so groß, dass wir von manchem dieser Päpste, die oft
nur Wochen oder Tage im Amt waren, nur die Namen wissen und nicht einmal immer
feststellen können, ob sie rechtmäßige Päpste waren…. Von geordneter Aktenführung war keine
Rede, Geschichtsschreibung gab es keine“ “Geschichte der katholischen Kirche
bis 1740” Jeder
Bischof lehrte was er für richtig hielt. Das galt besonders für die
Gotteslehre. Keiner konnte etwas Verbindliches erklären und das ist heute noch
der Fall. Es gab in den 1700 nachnicänischen Jahren niemanden, der sich und
anderen je erklären konnte, wie man den „trinitarischen“ Neugott denken soll.
Prof. Bernd Oberdorfer, Augsburg, Fachmann für systematische Theologie gibt zu:
„Verlegenheit ist noch das Harmloseste,
was viele Christen (darunter nicht wenige Theologen) befällt, wenn die Sprache
auf die Trinitätslehre kommt. Muss, wer an Jesus Christus glaubt, sich auch das
paradoxe „Hexeneinmaleins“ (Goethes) zu Eigen machen, dass Gott einer und drei
zugleich ist?“ „Zeitzeichen“,
evangel. Kommentare, Aug. 2004
Im
Johannes-Evangelium steht aber geschrieben: "Das
aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus
Christus, erkennen.“ 17: 3 Doch
der dreifaltige Gott ist unerkennbar.
Ein
bekannter Jesuit schmunzelt aus Verlegenheit: „In meiner SpessartGemeinde (Leidersbach-Ebersbach) erinnert man sich
noch heute gerne an die Freude, die der alte Pfarrer Väth 34 Jahre lang (von
1936–1970) seinen Pfarrkindern jedes Jahr am Dreifaltigkeitssonntag bereitet
hat. Nach dem Evangelium pflegte er zu sagen: „Das Geheimnis des dreifaltigen
Gottes ist so groß und so tief, dass es selbst Euer Pfarrer nicht versteht.
Darum fällt heute die Predigt aus – im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes.
Amen.“ Medard Kehl SJ „An den dreieinen Gott glauben“
5. Juni 2008 in Fulda
Justinian (482-565), Origenes (185-254) und die Ostgoten
Kaiser
Justinian griff diese Idee um 530 auf. Nur, wie sah das Resultat dieses Krieges
aus:
Rom glich
später einer Wüste nach den Jahrzehnten dauernden Umsetzung der kaiserlichen
Befehle durch die „christus-liebenden“ Armeen (griechisch: philochristos stratos).:
„Zwar residieren die Päpste im Lateranpalast noch lange danach, mit einer
Schar Eingeschworener, inmitten von Ruinen und hielten sich großspurig für die
Sieger der Geschichte und Retter des Christentums, Wo einst 1 Million Bürger
wohnten, hausten zwischen dem 6. und dem 14. Jahrhundert nur noch ein paar
tausend Leute. Dieser verlorene Haufen, hielt sich allerdings für den Nabel der
Welt.“ Annette Bruhns „Pest, Hunger und
Schwert“.
Zuvor baten einige aus der Gruppe der uralteingesessenen, nun ostgotischen, katholischen Adligen, um eine Intervention gegen die Arianer-Herrschaft, andererseits fand Justinian „guten“ Anlass. Der von ihm geduldete Arianer-König der Vandalen, Hilderich, unterhielt zu ihm freundschaftliche Beziehungen, während das den einflussreichen Vandalen missfiel. Sie setzten den Vasallenkönig schlichtweg ab. Sie kürten ihren Favoriten Gelimer. Justinian erfuhr zuvor natürlich, dass den meisten Vandalen das Kriegerische abhandenkam und so schickte er Belisar, seinen besten Soldaten und der machte binnen weniger Monate dem Vandalenregime ein Ende.
535 setzte Belisar seine Armee nach Sizilien hinüber. Auch hier war ein Vorwand gegeben: Die Ostgoten Italiens hatten eine Landreform zugunsten ihrer Soldaten und der armen Bauern durchgeführt, die teilweise um ihren Besitz Geschmälerten beklagten sich bei Kaiser Justinian. Totila, der vorletzte König der Arianer, „warf den Prozessoren Italiens, den Mitgliedern des senatorischen Adels vor“, dass sie „obwohl an der Herrschaft beteiligt, die Byzantiner ins Land geholt hatten“ Ernst Pitz „Die griechischrömische Ökumene und die drei Kulturen des Mittelalters“
Das
erinnert an den Einmarsch der Sowjetunion in die Tschechoslowakische Republik
die damals unter Dubceks Führung stand. Der sowjet-russische Generalsekretär
Breshnev, bat im Sommer 1968 die wenigstens einigermaßen Linientreuen unter
Gustav Husak darum eine Einladung seitens der „Arbeiterklasse“ zu fabrizieren,
um gegen den Verfall des Moskau-Kommunismus im „Bruderland“ einzuschreiten. Das
wäre dann eine Art Legitimation für den Einsatz von Panzern gegen die
Rebellierenden. Dubcek hatte den Intellektuellen zu viele Freiheiten
zugestanden. Das war so ähnlich wie unter Imre Nagy 1956 in Ungarn. Die
„Einladung“ kam mit Ach und Krach zu Stande, denn Husak war von der im Kreml
geborenen „Idee“ keineswegs begeistert. Von den 4 500 Arbeitern und
Angestellten des Automobilwerk „Auto Praga“ unterzeichneten 60 Funktionäre
sowie 39 ihrer Familienangehörigen die Einladung. Also zählten nur die 60
gleich 1.3 von Hundert.
Gewissenslosen Diktatoren reicht das. Um 540 baten vielleicht nur einige hundert Großgrundbesitzer Italiens um Justinians Eingreifen. Die dann bis an Zähne bewaffneten brutalen Orthodoxen Ostroms machten alle nieder die bibelgemäß evangelisch glaubten. Es wurde berichtet, die Ost-Goten lebten gemäß dem was Christus predigte: Ein gutes Beispiel bot Theoderich (ca. 451–526 n. Chr. der streng arianische Ostgotenkönig) „Laut ... Prokop (Justinians Chronist) sei er ... ein wahrer Kaiser gewesen. Dazu trug auch seine kluge Ausgleichspolitik zwischen den arianischen Goten und den römisch-italischen Italienern bei. Beide Konfessionen erhielten eine gleichwertige, wenn auch getrennte Behandlung. Auch gegenüber den Juden ließ er Toleranz walten. So hieß es in einem durch den Staatsmann und Schriftsteller Cassiodor überlieferten Brief: „Religion können wir nicht anbefehlen, da es niemandem in den Sinn kommen wird, dass er gegen seinen Willen glaubt“. Karl Adam DAS GOTISCHE ITALIEN...
König
Theoderichs Mutter Ereleuva, zuvor arianischen Glaubens, wie ihr großer Sohn,
ließ sich katholisch taufen, und erhielt den Namen Eusebia. Theoderich verstieß
sie nicht. Zahlreiche Katholiken gehörten ohnehin zu seiner engen Umgebung und
sogar zur Familie. "Nachdrücklich
sorgte er für Gerechtigkeit. Seinen Untertanen tat er fast nie ein Unrecht an
und ließ es auch von keinem anderen zu.“ Mehr als 30 Jahre lang herrschte
Frieden in Theoderichs Provinz. Und dennoch kungelten römische Senatoren mit
Byzanz und hetzten gegen Theoderichs unkatholischen Glauben, wiewohl er selbst
ein frühes Musterbeispiel an religiöser Toleranz gegeben hatte.“ Annette Bruhn „Pest, Hunger und Schwert“.
Justinian
wünschte den Untergang dieses kleinen vorbildlich regierten Imperiums.
Vergottung – ein Thema, das den Arianern immer heilig war – begann Justinian
irgendwann zu hassen. Solche Lehre wertete kleine Menschen auf, …er jedoch
trägt die Verantwortung für die Ermordung von mindestens 30 000 Menschen, deren
Leben, Wünsche und Überzeugungen ihm gar nichts bedeuteten: Sie demonstrierten
nämlich für die Wiederherstellung früherer Rechte. Er glaubte und handelte wie
Konstantin heidnisch rücksichtslos. „...
die Herleitung von Herrschaft und ihre Legitimation aus Gott erhob einen neuen
Ausschließlichkeitsanspruch. Kaiser und Kaisertum definieren sich von nun an
nur noch aus ihrem Bezug zu Gott… Aufruhr
im Volk sei nichts als Hundegekläff… Es war… Gott allein, der Justinian die
Herrschaft übertrug.“ Mischa Meier
„Justinian, Herrschaft, Reich und Religion“
Ein Seitenblick auf Justinian als „Erbauer“ der weltberühmten Hagia Sophia verrät, dass dieser Mann nicht von Liebe, sondern vom Größenwahn erfüllt war: Überwältigt vor Freude, obwohl Weihnachten 537 - als die Schlacht um Neapel tobte - erst der Rohbau dastand, weinte er gerührt: „Salomo, ich habe dich übertroffen“ Ich! Ich! Doch „die Christen“, schreibTertullian, „kennen keine Ruhmsucht“. Georg Denzler, „Mutige Querdenker, der Wahrheit verpflichtet“
Jeder, der nicht hinlänglich „rechtgläubig“ zu sein schien, wurde bestraft, sein Vermögen eingezogen. Justinian schwor indessen, sein Herrgott habe ihm gesagt, was zu tun sei, auch die Vernichtung des arianisch ausgerichteten Gotenreiches.
Obwohl
die Arianer tapfer gegen die „christusliebenden“ Heere Justinians kämpften, eine reale Chance hatten sie nicht.
Die Oströmer setzten ihre Bogenschützen als Berittene ein, während die Arianer
zu Fuß gingen und fochten.
Sonderbar
ist, wie wohlwollend einige der derzeitigen Althistoriker Persönlichkeiten wie
Kaiser Justinian (482-565) beurteilen.
Nachdem seine Armeen nach fast 20-jährigen Kriegen die Arianer
Nordafrikas und dann die Italiens im 6. Jahrhundert zu Boden geworfen hatten, -
und hunderttausend Familien ins Elend
geworfen - jubelte er: „Von Gott eingesetzt ...bringen wir Kriege
glücklich zu Ende…Wir richten unsere Herzen so auf den Beistand des
allmächtigen Gottes, dass wir weder Waffen noch unseren Soldaten, noch den
Generälen, noch unserer eigenen Begabung vertrauen müssen, sondern jegliche
Hoffnung allein auf die vorsorgende Umsicht der höchsten D r e i f a l t i g k
e i t setzen…“M. Meier
„Justinian, Herrschaft, Reich und Religion“
Er, den die
orthodoxen Kirchen für einen Heiligen halten und dem auch die evangelische und
die katholische Kirche ehrende Gedenktage widmen, „ließ 545/546
nichtchristliche Grammatiker, Rhetoren, Ärzte und Juristen verfolgen“ Ökumenisches Heiligenlexikon
Mitten im
Vernichtungskrieg, nun in Italien geführt, als sich sein „Endsieg“ bereits
abzeichnete, wollte Justinian auch den inneren „Krieg“ gegen Origenes gewinnen.
Seltsam, „Bis (etwa
530 erwies dieser Kaiser sich) als Förderer der Anhänger der Lehren Christi,
wie sie Origenes beschrieb.“ August Knecht „Die Religionspolitik Kaiser
Justinians I.”
„Kaiser
Justinian I. erließ 543 ein klares Edikt, das die Lehren des antiken Theologen
Origenes verdammte. Papst Vigilius, der sich zu diesem Zeitpunkt noch in Rom
aufhielt, stimmte dieser Verurteilung
des Origenes schriftlich zu.“ New Advent
Aber, die Forschung fand jedoch die ganze Wahrheit
heraus: “Vigilius later spread it about
that he has been forced to produce the indication and that he had been
insufficiently informed.“ Aloys Grillmaier u.a. „Christ in Christian
Tradition“, 1995
Kaiser Justinian inszenierte die
möglicherweise größte „Räubergeschichte“ aller Zeiten, die von Seiten der
Trinitarier, möglichst unter dem Deckel gehalten wird: „Im
November 545 ließ Justinian den Papst mitten während eines Gottesdienstes in
Rom festnehmen und per Schiff nach Konstantinopel bringen, wo er Anfang 547
eintraf.“ Catholic Answers
Ihm wurde
sodann zugemutet der Eliminierung, der immer noch weithin gültigen, antitrinitarischen
Lehren wie sie durch Origenes bewahrt wurden, zuzustimmen. Erst als es für ihn,
viel später, nach der acht Jahre währenden Haft unerträglich wurde, nahm der
Papst die Feder in die Hand. Das geschah
zum ungeheuren Nachteil einer zuvor stimmigen Theologie. Der schließlich
erschöpfte, hart bedrängte Vigilius könnte sich gesagt haben: „Der Wahrheit
kann man keinen Schaden zufügen.“ Aber die Wirklichkeit lehrt uns, dass Lügen
und Irrtümer zählebig sind, wenn auch glücklicherweise nicht unsterblich. Nach
543 war es nicht mehr möglich den Sinn des menschlichen Erdenlebens zu
erfassen, insofern man auf die ab da geltende Theologie angewiesen war.
Vermutlich werden wir staunen, wenn uns später weiterführendes Material zur
Verfügung steht. Aber, wie auch immer:
„Origenes” und “Arius” gediehen im Untergrund. Justinian, Herr des oströmischen Reiches, verdammte die Ur-lehren
nicht wegen theologischer Bedenken seiner Geistlichkeit. Eben dazu sind wir
alle verpflichtet auch in der Gotteslehre zu bekennen, dass wir nur Suchende
sind. Justinian wurde von den Primitiven unter den Mönchen seiner Zeit
gedrängt, Origenes Glaubenselemente zu annullieren, insbesondere die vom
vorirdischen Dasein aller Menschen die zur Familie Adams gehören. Diekamp bestätigt indessen in seinem Werk „Die originistischen Streitigkeiten und das 5.
ökumenische Konzil", dass es für
Justinian politisch um Sein und Nichtsein ging. Justinian bedurfte der
Unterstützung von wem auch immer: Missernten, Revolten und Kriege auch unter
beiden Zirkusparteien und mehr Unheil bestimmten sein Handeln. Gerade die
Eremiten, vornean die grasfressenden Anachoreten die bereits zu Epiphanius
Zeiten die Stimmung erhitzten, waren es. Als Vorhut der eigentlichen
Streitmacht fielen sie über das Land her. Mit Brechstangen stürmten sie und
andere Geistlose voran und zerschlugen alles was ihnen satanisch vorkam. Die
verstümmelten Gesichter auf den Reliefs des heute in Berlin befindlichen
Pergamonaltar sind nicht das Resultat christlichen Glaubens, auch wenn ein Satz
in der Offenbarung Johannes darauf verweist, dass in Pergamon der Sitz Satans
stünde, sondern, die Zerstörung ist ein Ergebnis der blinden Wut der
Dummen.
Schon „…Johannes (Chrysostomos war von 397-404
streng katholischer Erzbischof zu Konstantinopel) (er hatte) gewisse
Mönchgruppen (der mehr als 15 000) …gegen
sich aufgebracht, da er ihr Herumtreiben in der Stadt kritisierte... Den ihn
umgebenden Mönchen wirft der Kirchenhistoriker vor, sie hätten das Volk durch …
falsche Behauptung(en)… aufhetzen wollen., …Die Versuche der Mönche (waren)
ohne Erfolg, doch bezeugt (dies)… den potentiellen Einfluss der Mönche auf die
übrige Plebs.“ Joanna Jessica
Ayaita „Justinian und das Volk im Nikaaufstand“
Rückblickend
muss noch einmal festgestellt werden
„…was da in der kirchlichen Dogmatik gelehrt wird und was im 4. und 5.
Jahrhundert in den großen Konzilen verabschiedet worden ist als Dogma des
christlichen Glaubens, das alles hat, sehr seine ungeheuer menschliche
Geschichte. Das ist nicht vom Himmel eingegeben, sondern in höchst menschlichen
Machtkonstellationen, zum Teil gewaltsamen Prügelsituationen auf Synoden, wo
Mönchshorden eingefallen sind und die Konzilsväter verprügelt haben, wenn sie
sich nicht richtig entschieden haben und nicht richtig votiert haben.“ Theologieprofessor Matthias Kroeger „Adolf von
Harnack und die
Kritik
der kirchlichen Dogmen“ Gesprächsreihe zu Stationen des liberalen
Protestantismus,
Unter
den bedeutenden Hofleuten, drängten ebenfalls einige aus ebenfalls nicht-theologischen Gründen auf die
Verfluchung des Origenes.
Unter
den bedeutenden Hofleuten, drängten ebenfalls einige aus ebenfalls nicht-theologischen Gründen auf die
Verfluchung des Origenes. Zu fragen
ist, wer sonst, außer den genannten, Justinian bedrängte. Etwa Theodora seine
Ehefrau? Ihre Sympathien
gehörten
den Mesophysiten, die nicht ins Bild Justinians passten. Sie aber schützte deren Mönche in der Absicht
eine Gegenkirche aufzubauen. Justinian vermochte es nicht seine Frau zu
bremsen. Er sah wie bedeutend ihr Anhang war. Während des Nika-Aufstandes, 532, rettete
sie ihren Mann, auch indem sie ihm Mut machte, nachdem die Aufständischen im
Begriff standen ihn zu entmachten.
Seitdem
teilten sie die Macht, ein wenig mit Übergewicht auf ihrer Seite. Diese Umstände
nutzten die Monophysiten, (die Väter der
heutigen SyrischOrthodoxen Kirche).
Sie hetzten, „mit Unterstützung
Theodoras, um sich selbst vor dem Vorwurf der Häresie zu schützen, gegen
Origenes. Religion war für sie ein
Mittel zur Stärkung ihrer Machtposition.“ Britannica „Mit ihrer Unterzeichnung reihte die
Kirche den bedeutendsten und herausragendsten Theologen des frühen
Christentums, Origenes, aus w e l t l i c h e n Gründen unter die ketzerischen
Irrlehrer...“ Hermann Bauer
„Der Einfluss Ostroms“
Von
den etwa 3000 Bischöfen seines Herrschaftsbereiches, kamen nur 136 zu seiner
Ostsynode. So ähnlich war es bekanntlich auch zu Nicäa, 325. Justinian nannte
seine Gefolgsleute „heilige Väter“. „Die
Bannflüche wurden... unter dem unnachgiebigen Druck Kaiser Justinians von
sämtlichen Patriarchen unterzeichnet…“ Hermann
Bauer „Der Einfluss Ostroms“
Jeder Bischof der dem nicht zustimmte verlor sein Amt. Im Jahr 543 hieß es für die Pro-„origenistischen“ Mehrheitschristen plötzlich: „Wenn einer sagt oder dafürhält, die Seelen der Menschen seien präexistent gewesen, insofern sie früher Intelligenzen und heilige Mächte gewesen seien; ... so sei er im Banne...“ Balz, Krause, Gerhard Müller – Theologische Realenzyklopädie - 2000 - Religion – S. 3 Das ist typisch für Justinian. „Auf den Abfall von der katholischen Kirche setzte er die Todesstrafe.“ Codex Justinianus I, 10, 11 Für die Unverständigen unter den primitiven Geistlichen lehrte Origenes zu viel für sie unverständliches Wissen.
Etwa, wenn
er sagte „Im Urzustand waren alle Logika (alle Heutemenschen) körperlose Geister und als solche Götter,…“
Handwörterbuch
für Theologie und Religionswissenschaft 3.
völlig neu bearbeitete Auflage
Nach der
Zerschlagung des arianischen Ostgotenreiches, 553, durch Justinians Armeen,
wollten die in Spanien lebenden Arianer (Westgoten) ihr System bewahren, sogar
ausweiten und alle Iberer zu Arianern machen. Sie mussten dem Schicksal ihrer
italienischen Brüder entgehen. „Westgotenkönigs
Leovigild wollte sein Reich unter dem arianischen Glauben religiös
vereinen. 580 berief er die Synode von
Toledo ein. Er erhielt jedoch nicht hinreichend Unterstützung und scheiterte (mit
seinem Vorhaben) endgültig mit seinem Tod
im Frühjahr 586. Sein Sohn Reccared
I. (damals 28-jährig) herrschte über
fast die gesamte Iberische Halbinsel… bis zum Jahr 587.“ Enzyklika
Brittanica
und Katholische Akademie in Bayern
Dann
folgte das Konzil zu Narbonne 589… Reccared bekannte sich zum
Trinitarismus. So mussten neue
Kirchengrenzen gezogen werden und dort wurde festgelegt, dass „Kleriker“ sich
äußerlich von anderen unterscheiden sollten, auch dass es Juden fortan verboten ist, bei Beerdigungen Psalmen zu
singen. Hertling bestätigt: „…erst ab
dem Konzil zu Narbonne gibt es liturgische Kleidungsstücke...“ , Hertling „Geschichte der Katholischen Kirche
bis 1740“
Viele
arianische Bischöfe Spaniens übten scharfe Kritik: „Man darf doch seinen
Glauben nicht wechseln, nur weil es dafür politische Gründe gibt.“
Die bis
dahin noch fast schmucklose katholische Kirche entwickelte sich nun zu einer
Institution des Bunten: „Für die große
Menge bestand die christliche Religion nur in den äußeren Gottesdiensten, in
welchem Gott auf pomphafte Weise wie ein orientalischer Despot verehrt … wurde.
…Das Christentum, seitdem man es zur Staatsreligion
erhoben hatte, ward seinem eigentlichen Wesen und Zwecke völlig entfremdet…Man
verwandelte die Lehre des Evangeliums in gelehrte Dogmatik.” . Schlosser, „Weltgeschichte“ Bd. 3, S. 576
Indessen
verteidigte Bischof Theodoros Askidas von Cäsarea sonst oft beneideten Origenes
in den Jahren vor 543 auf hohem Niveau. Justinian schätzte sein politisches Talent,
weshalb er ihm vertraute. Domitian von
Ankyra, Abt und späterer Bischof von Ankyra (Ankara)
war
Askidas bester
Freund. Er selbst galt in seiner Laura, dem bedeutenden
Mönchskloster
seiner Zeit als der Anführer der Origenisten. Dass alle Menschen (der Familie Adams lt. Buch Mormon 2. Nephi 9:
21), im vorirdischen Dasein Mitschöpfer
waren, könnte selbst Papst Vigilius akzeptiert haben, denn „noch Papst Siricius (384399) hatte nichts
gegen den Origenismus einzuwenden, was ihm Vorwürfe aus den Reihen der Gegner
des Origenes einbrachte.“ Waltraud
Große „Entwicklung der Theologie in den ersten Jahrhunderten…“ Nun wurde kaiserlicherseits unerbittlich
erwartet, dass auch Papst Vigilius seiner persönlichen Überzeugung widerspricht.